Sachwadze / Hinz | 0,33/Heroin | Buch | 978-3-945286-06-7 | www2.sack.de

Buch, Deutsch, 107 Seiten, Format (B × H): 148 mm x 210 mm

Reihe: BHN Books

Sachwadze / Hinz

0,33/Heroin


1. Auflage 2019
ISBN: 978-3-945286-06-7
Verlag: Hinz, Alexander

Buch, Deutsch, 107 Seiten, Format (B × H): 148 mm x 210 mm

Reihe: BHN Books

ISBN: 978-3-945286-06-7
Verlag: Hinz, Alexander


Die Gedichte von Lado Sachwadze, geschrieben im Alter von 17 - 20 Jahren, bewegen sich stilistisch im Umkreis der klassischen Avantgarde des letzten Jahrhunderts, heben sich aber durch ihre Grundhaltung zugleich von ihnen ab und bezeugen eine Gleichgültigkeit allem gegenüber, die in eine Ästhetik der Verschwendung und des Sinnlosen mündet.

Leere Sonette, gefüllt mit bruchstückhaften Situationen, deren Konturen in schnellen Bildfolgen weiter zu Symbolen verfremdet werden. Das Ballett als eine Art von Versuch der letzten körperlichen Anspannung, der eleganten Straffung in einer abgerissen Außenwahrnehmung, die sich nach innen kehrt. Gâchis als nihilistischer Höhepunkt. Am Ende bleibt nur oberflächlicher Genuss; Stoffe, Gerüche, Getränke, Mode, Geschwätz. Temporär, versteht sich, weil das Jucken in den Fingerspitzen nicht nachlässt.
Heroin. Im übertragenen Sinne nichts weiter, als dass man im Leben immer grobe 0,33 bekommt statt die verdammten 0,5, für die man tatsächlich bezahlt hat und die man auch will, eigentlich braucht.

Zwischen Absurdität und Nihilismus, Abwesenheit und Verachtung, schreibt Sachwadze auf eine zynisch-feine Art in gewählt preziöser Ausdrucksweise über den Selbstmord, die Sucht, die Suche, und über abstrakte Momente von Sanftheit aus seinem Leben. Seine Texte sind existentialistisch, expressionistisch, assoziativ, collagiert, modern. Vage inspiriert durch surrealistische Experimente von Dichtern wie Reverdy, Cendrars, Apollinaire oder Max Jacob, ins Extreme übertrieben und persönlich verfeinert, entsteht ein in Deutschland frischer und unverbrauchter Stil.

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Weitere Infos & Material


Sachwadze, Lado
Lado Sachwadze, geboren 1997 in Tiflis, verlebte seine Teenagerjahre in Leipzig. Dort brach er auch sehr erfolgreich ein erstes Studium der Kunstgeschichte ab, langweilte sich danach in Wien weiter, wogegen auch keine Theater- und Filmwissenschaft ankam. Ähnlich ergiebige Aufenthalte zwecks bildhauerischer Studien in Georgien verbringt er eher damit, Kakerlaken mit Streichhölzern zu versengen. Nach dem Notverkauf seiner Proust-Gesamtausgabe lebt er nun königlich von vier Spiegeleiern pro Woche und träumt schreibend von Südfrankreich – nach dem ganzen Dreck einfach nur ein kühles Bettlaken.

Als selbsternannter erster Dichter des Nihilismus, erst recht als letzter wahrer Surrealist, hat er sich bislang als unfähig erwiesen einen Roman zu schreiben, doch falls er seine Zynismen nicht allzu früh wahr machen sollte, findet er auf dem nächsten Kaffeehausklodeckel womöglich noch seine Arbeitsmoral. In der Zwischenzeit muss man sich wohl mit seinen Gedichten begnügen, die aber immerhin derart schön sind, dass man sie auf Klamotten drucken und zur fadenscheinigen Ästhetisierung seiner Mager- und Drogensucht an abgehalfterten Models aufhängen könnte. Stattdessen druckt BHN Books erstmal eine Sammlung dreier Bände derselben unter dem unverhohlenen Titel „0,33/Heroin“ auf Papier.



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