E-Book, Deutsch, 179 Seiten
Rufus Lebendige Gnade
1. Auflage 2019
ISBN: 978-3-95933-129-6
Verlag: Grace today Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Wie Gnade dein ganzes Leben verändert
E-Book, Deutsch, 179 Seiten
ISBN: 978-3-95933-129-6
Verlag: Grace today Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
ist eine dynamische Gemeinschaftsarbeit von neun Männern, die fest im Evangelium der Gnade gegründet sind. Gemeinsam wollen sie aufzeigen, dass Gottes Gnade nicht nur Leben gibt; sie ist der einzige Weg zum Leben! Die Autoren behandeln dabei auf leicht verständliche Weise lebenspraktische Themen wie Vergebung, Leiterschaft und Finanzen, aber auch elementare geistliche Angelegenheiten wie den neuen Bund und die Endzeit. Jedes Kapitel enthält herrliche Wahrheiten und daraus gewonnene wertvolle Weisheit. Dieses Buch besteht nicht einfach aus leerem Gerede. Was darin steht, funktioniert tatsächlich!
(Hrsg.) war lange Zeit Pastor und ist Autor von . Zusammen mit seiner Frau Kylie hat er den Dienst gegründet. Die beiden setzen sich dafür ein, Menschen die Gnade Gottes in ihrem ganzen Ausmaß näherzubringen. Sie haben vier Kinder und leben in Australien. Mehr unter:
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KAPITEL 2
Ein Leben ohne Schuldgefühle
Arthur Meintjes
Gott mit reinen Motiven dienen
Bei so vielen Christen ist alles, was sie je über Gott und die Bibel erfahren und geglaubt haben, in Schuld, Verurteilung und Angst verwurzelt. Dies bringt häufig ungesunde Motive hervor, durch die das Christsein für sie schwierig, unproduktiv und unerfüllt wird. Das wiederum bewirkt weitere Gefühle von Verpflichtung, Schuldigkeit und einer Furcht vor Gericht und Strafe. Letztendlich haben diese Menschen ein Leistungsdenken und den Wunsch nach Belohnung, doch dies führt nur zu mangelndem Selbstwertgefühl, Depression, Isolierung und dem Gefühl, abgelehnt und nicht geliebt zu sein. Die Definition von »Schuld«1 ist der von »Verurteilung« oder »Gericht« eigentlich sehr ähnlich: »verurteilt sein, angeklagt sein, vor Gericht gebracht werden«. Schuld lässt sich auch beschreiben als ein Gefühl der Verantwortung für oder des Bedauerns über eine Straftat, ein Verbrechen, einen Fehler oder Ähnliches, ganz gleich, ob real oder nur eingebildet. Bei Christen bedeutet Schuld sogar noch mehr und ist in dem Glauben verankert, einen heiligen und gerechten Gott verärgert zu haben. Das Thema der Schuld ist genauso alt wie der Mensch selbst und wir finden es schon bei den ersten Menschen, die auf dieser Erde gelebt haben. Adam und Eva waren die Ersten, die mit Schuld und Schuldgefühlen zu tun hatten. Gott hatte ihnen verboten, die Frucht dieses einen Baumes zu essen, und sie taten es doch. Seitdem ist Schuld Teil der psychologischen und emotionalen Ausstattung des Menschen. Es gibt keine Emotion, die zerstörerischer ist als das Gefühl von Schuld. Denn schuldig zu sein bedeutet im Grunde, verurteilt und von einem heiligen Gott getrennt zu sein und sein Gericht und seine Bestrafung zu verdienen. Beständige Schuldgefühle im Leben eines Gläubigen tragen nicht zur emotionalen Gesundheit bei und auch nicht zu einem siegreichen Christsein. Dennoch verbringen viele Christen ihr ganzes Leben mit genau diesen Gefühlen. Sie glauben, es wäre normal, mit Schuldgefühlen, Verurteilung und Angst belastet zu sein. Viele gehen sogar davon aus, dass Christen sich normalerweise und anstandshalber so zu fühlen hätten! Statistiken haben gezeigt: Mitglieder von Pfingstgemeinden, charismatischen Gemeinden oder evangelikalen Gemeinden leiden häufiger unter Schuldgefühlen und damit zusammenhängenden emotionalen Störungen als irgendeine andere religiöse Gruppe. Depressionen und ähnliche soziale Störungen haben in der westlichen Welt ein epidemisches Ausmaß angenommen, auch unter Christen. Die Gefühle der meisten Gläubigen sind so tief in Schuld und Verdammnisängsten verwurzelt, dass eine normale Gottesbeziehung für sie fast ein Ding der Unmöglichkeit ist. Ich will dir erklären, was ich damit meine. Die meisten von uns haben Menschen, die wir lieben und mit denen wir gerne Zeit verbringen. Was wäre nun die korrekte emotionale Reaktion, wenn jemand über längere Zeit mit einem dieser Menschen keinen Kontakt hatte? Ich glaube, die normale Reaktion wäre ein Gefühl der Sehnsucht und der Wunsch, bei dieser Person sein zu können und Zeit mit ihr zu verbringen. Ich bin einen großen Teil meiner Zeit von meiner Frau und meiner Familie getrennt und ich kenne diese tiefe Sehnsucht nach ihnen, wenn ich unterwegs bin. Manchmal sehne ich mich dann einfach nur danach, meine Frau zu riechen, ihren Duft in mich aufzunehmen. Nun, wir sagen zwar, dass wir Gott lieben und eine Liebesbeziehung zu ihm haben. Doch was für ein Gefühl haben die meisten Gläubigen normalerweise, wenn sie es eine Weile nicht schaffen, Zeit mit Gott zu verbringen? Ich schätze mal, der Großteil von ihnen hätte Schuldgefühle sowie Verurteilungsängste und das Gefühl, versagt zu haben. Wenn wir wirklich vor uns selbst ehrlich sind, dann geben wir sicherlich zu, dass keiner von sich behaupten kann, als Christ keinerlei Schuldgefühle zu kennen. Wir alle werden, auf die eine oder andere Weise, entweder teilweise oder gänzlich durch versteckte Schuld motiviert. Schuldgefühle wurzeln in Selbstgerechtigkeit
Die meisten von uns sind in einem religiösen System aufgewachsen, das es einem fast unmöglich macht, ohne diese Schuldgefühle zu leben. In der Gemeinde kursieren viele Behauptungen über Gott und die Bibel. Und das meiste davon macht es den Leuten fast unmöglich, in der Freiheit zu leben, die Jesus ihnen geben will. Viele Gläubige sind völlig in religiöse, gesetzliche Selbstgerechtigkeit verstrickt. Selbstgerechtigkeit ist eine giftige Mischung aus dem Gesetz des Alten Testaments (eigene Anstrengung) und der Hoffnung des Neuen Testaments. In diesem religiösen System, das in der heutigen Gemeinde seinen festen Platz hat, liegt die Wurzel aller Schuldgefühle. Paulus gibt uns im Römerbrief ein klares Verständnis darüber, was mit jemandem passiert, der sein Christsein unter dem Gesetz – in Werksgerechtigkeit und in eigener Anstrengung – lebt: Wir wissen aber, dass das Gesetz alles, was es spricht, zu denen sagt, die unter dem Gesetz sind, damit jeder Mund verstopft werde und alle Welt vor Gott schuldig sei. — Römer 3,19 SLT Paulus zeigt hier, dass das Gefühl von Schuld das direkte Ergebnis eines Lebens unter dem Gesetz, in eigener Anstrengung oder in Werksgerechtigkeit ist. Daraus lässt sich folgern: Schuldgefühle gehören zu den selbstgerechtesten Emotionen, die ein Gläubiger überhaupt haben kann. Schuldgefühle sind ein deutlicher Hinweis darauf, dass wir unter dem Gesetz sind, also in Gesetzlichkeit und Selbstgerechtigkeit leben. Ich weiß, jetzt fragen sich viele Christen, was sie denn sonst motivieren sollte, wenn sie sich nicht mehr schuldig fühlen dürfen oder wenn Schuldgefühle in ihrer Gottesbeziehung keine Rolle mehr spielen sollen. Wenn man Schuldgefühle als Motivation wegnimmt, fühlen sich viele Christen plötzlich verloren und wissen gar nicht mehr, wie sie Jesus nachfolgen sollen. In vielen Kreisen gelten Schuldgefühle heutzutage als geeignetes Mittel, um Probleme zu meistern und unsere Sünden in den Griff zu bekommen. Doch in Wirklichkeit ist es so: Weswegen auch immer du dich noch schuldig fühlst, hat weiterhin Macht über dich und wird dich an genau das binden, für das du dich schuldig fühlst. Ein Leben ohne Schuldgefühle
Ein Leben ohne Schuldgefühle ist genau das, was Gott für uns Männer und Frauen Gottes vorgesehen hat. Freiheit von Schuld ist das Herzstück von Gottes Plan für den Menschen – durch das vollbrachte Erlösungswerk Jesu Christi. Man reichte ihm die Schriftrolle des Propheten Jesaja, und als er sie aufrollte, fand er die Stelle, an der steht: »Der Geist des Herrn ruht auf mir, denn er hat mich gesalbt, um den Armen die gute Botschaft zu verkünden. Er hat mich gesandt, Gefangenen zu verkünden, dass sie freigelassen werden, Blinden, dass sie sehen werden, Unterdrückten, dass sie befreit werden und dass die Zeit der Gnade des Herrn gekommen ist. — Lukas 4,17–19 NLB In dieser Schriftstelle zitiert Jesus aus Jesaja 61. Er verkündet das jüdische Jubeljahr, in dem alle Schulden erlassen und alle Sklaven freigelassen werden und der ganze Landbesitz den ursprünglichen Eigentümern zurückgegeben wird. Jesus zeigt damit auf, dass sein Dienst nicht nur darin besteht, uns von Sünde zu befreien, sondern auch jedes Gefühl der Verschuldung und der Schuldgefühle von uns abzuwaschen. Schau dir an, was der Verfasser des Hebräerbriefes dazu schreibt: Nachdem er die Reinigung von Sünden und die Befreiung von Schuld bewirkte, indem er sich selbst opferte, setzte er sich zur rechten Hand der göttlichen Majestät im Himmel. — Hebräer 1,3 AMP Jesus reinigte uns nicht nur von unseren Sünden, sondern befreite uns auch von den Schuldgefühlen, die mit der Sünde kamen. Es gibt unzählige Gründe, warum Menschen mit den lähmenden Auswirkungen ihrer Schuld leben. Manche haben sogar falsche Schuldgefühle – also Schuldgefühle, die andere Leute uns überstülpen, um uns damit zu manipulieren. Manche wiederum leben mit wirklicher Schuld: Diese Schuldgefühle quälen uns, weil unser Gewissen irgendwann durch etwas belastet wurde, was wir gesehen oder getan haben. Und dann gibt es Leute, die unter einer gewaltigen Scham leben, weil sie selbst misshandelt oder sexuell missbraucht wurden. Ich möchte dir heute sagen: Ganz gleich, was die Quelle deiner Schuld ist – Gottes Wille für dich ist ein Leben frei von Schuld und Schuldgefühlen! Die Schuld der Vergangenheit
Eine der größten Quellen für Schuldgefühle, Verdammnis und seelische Belastung in unserem Leben sind die Fehler, das Versagen, die Sünden, die Fehltritte und Schwächen unserer Vergangenheit. So oft hat die Schuld der Vergangenheit unsere Entwicklung und unser zukünftiges Glück verzögert oder unterbrochen. Doch das muss nicht sein. Wenn du in Christus bist, muss deine Zukunft nicht von deiner Vergangenheit bestimmt werden. Nach der Wahrheit des neuen Bundes, nämlich durch das am Kreuz vollbrachte Werk Christi, wird deine gesamte Zukunft durch das Leben und das Werk eines anderen – Jesu Christi von Nazareth – bestimmt. Schließlich geht es beim Evangelium von Jesus Christus nicht um deine Vergangenheit, sondern um deine Zukunft. Wenn jemand zu Christus gehört, dann ist er eine völlig neue Person. Was vorher war, ist vergangen und vorbei, alles wurde neu … Gott versöhnte durch Christus die Welt mit sich selbst, indem er den Menschen ihre Sünden nicht länger anrechnet, und beauftragte uns mit...




