Ruff | Segeltörn ins Glück | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 1786, 144 Seiten

Reihe: Bianca

Ruff Segeltörn ins Glück


1. Auflage 2011
ISBN: 978-3-86349-739-2
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 1786, 144 Seiten

Reihe: Bianca

ISBN: 978-3-86349-739-2
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Wie ein Orkan fegt Patrick in ihr Leben: Braungebrannt, durchtrainiert und ein strahlendes Lächeln - Kate beginnt eine stürmische Affäre mit dem Skipper. Doch so schnell er sie erobert hat, so rasch lässt er sie allein: Patrick kämpft lieber mit den Wellen des Ozeans, als sich seinen Gefühlen zu stellen. Als er drei Monate später wieder vor ihr steht, will Kate nichts mehr von ihm wissen. Sie sucht keinen aufregenden Liebhaber mehr, sondern einen Vater für ihr ungeborenes Baby. Und sie ist sich sicher, dass ein Abenteurer wie Patrick als Papa völlig ungeeignet ist ...



Lisa Ruff wurde in Montana geboren und ist in Idaho aufgewachsen. Als Tochter eines Försters lebten sie und ihre Familie in einer kleinen Stadt aus Holzhütten. Einige von ihnen waren so in die Berge eingebaut, dass sie das Sonnenlicht niemals erreichte. Lisa Ruff besuchte die Universität von Idaho und machte einen Abschluss als Innenarchitektin. Dieser Beruf brachte sie nach Seattle, wo sie Restaurants ausstattete, bevor sie ihr eigenes Design - Geschäft eröffnete. Dort traf Lisa Ruff auch den Mann ihres Lebens. Sie heiratete Kirk kurz darauf. Er brachte sie auch dazu, sich dem 'Handwerk' Schreiben zu widmen. Als langjährige Leserin von Liebesromanen entschied sie sich dazu selber einen zu schreiben. Die erste Version brauchte 3 Monate bis zur Fertigstellung aber ihre Firma war ihr im Weg und so konnte sie das Manuskript nicht überarbeiten. Es verschwand für viele Jahre in einer Ecke ihres Hauses. Der Wunsch, die Welt zu entdecken und gleichzeitig zu schreiben, ließ Lisa und Kirk später fünf Jahre durch Zentral - Amerika und die Karibik segeln. Lisa Ruff schrieb dabei viele ihrer Liebesromane. Als sie in das Leben auf dem Festland zurück gekehrt waren, entschied sie sich dazu, ihren ersten Roman zu suchen, zu überarbeiten und zu veröffentlichen. Sie bekam einen Vertrag mit Harlequin American Romance. Ab diesem Monat schrieb sie in Vollzeit. Sie und ihr Ehemann segeln immer noch irgendwo durch den Atlantischen Ozean. Wenn sie nicht in einem Hafen anlegen und das Festland unter den Füßen haben, schreibt Lisa Ruff ihren nächsten Liebesroman für Harlequin...

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1. KAPITEL

Ein Schatten bewegte sich über die Wand. Kate erschrak. Das Herz aus Glas, das sie soeben vollendet hatte, glitt ihr aus der Hand und zerschellte auf dem Arbeitstisch in tausend rote Scherben. Vorwurfsvoll schaute sie zur Tür.

„Himmel, Patrick! Kannst du nicht wenigstens anklopfen?“

Der große dunkelhaarige Mann, der im Licht der Nachmittagssonne im Türrahmen stand, betrat die Werkstatt. Auf seinem gebräunten Gesicht lag ein verführerisches Lächeln, das die gefühlte Temperatur im Raum um zehn Grad ansteigen ließ. Kates Puls raste immer noch. Aber nicht vor Schreck, sondern wegen Patrick Berzani, der jetzt dicht vor ihr stand.

„Nach drei Monaten auf dem Ozean habe ich mit einer liebevolleren Begrüßung gerechnet.“

Seine volltönende sympathische Stimme jagte ihr eine Gänsehaut über den Rücken. Einerseits schien er sich darüber zu amüsieren, dass er ihr einen Schrecken eingejagt hatte. Andererseits glaubte sie aus seinem Tonfall herauszuhören, wie sehr er sich nach ihr gesehnt hatte. Sofort fielen ihr wieder Dinge ein, die sie längst aus ihrer Erinnerung verbannt hatte: ihr erster gemeinsamer Kaffee, seine schwarzen Locken auf ihrem Kissen … Sie bekam die Bilder einfach nicht aus ihrem Kopf, sosehr sie sich auch bemühte.

Das Lächeln, die Augen, sein Haar, der kleine goldene Ohrring – alles an ihm hatte sie von Anfang an fasziniert. Nein, er sei kein Künstler, hatte er lachend auf ihre Frage geantwortet. Sondern Segler. Ein Hochseesegler, dessen künstlerische Talente sich darauf beschränkten, den Rumpf eines Bootes anzumalen. Den Ohrring trug er seit einem Trip rund um Kap Hoorn. Später, als sie bereits ein Liebespaar waren, erfuhr sie mehr über ihn: Das Tattoo an seinem Arm hatte er sich machen lassen, nachdem er zum ersten Mal über den Äquator gesegelt war. Er trug ständig Segelschuhe. Und für Notfälle hatte er stets ein Stück Kordel und ein Klappmesser in der Hosentasche.

„Wenn du dich hier so anschleichst, hast du keine andere Begrüßung verdient.“ Es sollte ärgerlich klingen, aber so leicht war Patrick nicht zu täuschen. Er spürte, dass auch sie sich viel zu sehr nach ihm gesehnt hatte.

Er streckte die Hand nach ihr aus. Da sie nur zu genau wusste, was passieren würde, wenn er sie jetzt berührte, bückte sie sich rasch und griff nach Besen und Kehrblech, die unter dem Tisch standen.

„Ich muss die Splitter zusammenfegen …“

„Später.“ Er nahm ihr Gesicht zwischen seine Hände und drückte ihr einen innigen Kuss auf die Lippen.

Sie spürte seine Leidenschaft und die Wärme seines muskulösen Körpers, als er die Arme um sie schlang und sie an sich zog. Kehrblech und Besen fielen klappernd zu Boden, als sie seine Umarmung erwiderte. Patrick Berzanis Duft hüllte sie wie eine Wolke ein. Wie eine Ertrinkende klammerte Kate sich an den Mann, aber im Gegensatz zum offenen Meer, wo sie tatsächlich Angst vorm Ertrinken hatte, war das Gefühl in diesem Moment überwältigend, und sie wagte es, in Tiefen hinabzutauchen, in die sie sich in der Realität niemals getraut hätte.

Das Kribbeln in ihrem Bauch wurde intensiver, als er ihr über die Wangen strich und ihr mit den Finger durchs Haar fuhr. „Warte, Patrick.“ Sie klang atemlos. Seine Berührung hatte Wünsche in ihr geweckt, die nach Erfüllung verlangten. Er streifte ihr das Stirnband ab, und die üppigen Locken fielen ihr wie Wellen über die Schultern. „Das geht mir zu schnell.“ Sie trat einen Schritt zurück.

„Nicht schnell genug.“ Er streckte die Hand nach ihr aus, doch Kate wich ihm aus. „Ich muss eine Arbeit zu Ende bringen. Ich kann jetzt nicht unterbrechen.“

„Natürlich kannst du das.“ Patricks Lächeln wurde noch verführerischer. „Du hast es ja schon mal getan.“

Unwillkürlich lächelte sie. „Dieses Mal geht’s wirklich nicht.“ Sicherheitshalber zog sie sich auf die andere Seite des Tisches zurück.

„Draußen auf dem Meer musste ich dauernd an dich denken.“

Geschah ihm recht. Warum ließ er sie auch wochenlang allein? „Dann musst du eben noch ein bisschen länger an mich denken.“

Das Baby in ihrem Bauch begann zu strampeln, als ob es Kate daran erinnern wollte, dass sie nicht die Einzige war, die dieser Mann nervös machte. Sie holte tief Luft und widerstand dem Drang, die Hand auf die leichte Wölbung zu legen. Stattdessen griff sie zu einem breiten Pinsel und kehrte die Glassplitter auf ein Tablett. Den Handfeger holte sie lieber nicht. Der lag nämlich noch neben Patricks Füßen.

Patrick setzte sich auf einen Schemel.

„Tut mir leid mit dem Glas.“

Kate wandte ihm den Rücken zu, während sie die Scherben in den Schmelztiegel kippte. „Ach, das passiert mir auch öfter“, erwiderte sie leichthin. Aus dem großen Brennofen, in dem das Glas erhitzt wurde, holte sie eine bläulich schimmernde Kugel heraus und legte sie auf eine Asbestunterlage. Dann nahm sie einen Pinsel und Farbe zur Hand. Patrick ließ sie die ganze Zeit nicht aus den Augen.

„Wann bist du zurückgekommen?“

„Gestern. Genauer gesagt, heute ganz früh.“

Kate zog eine Augenbraue hoch. „Und da kommst du erst jetzt?“ Es war drei Uhr.

„Man muss ja auch mal schlafen, oder?“

„Du schläfst doch sonst kaum. Ich wette, du bist segeln gewesen.“ Sein Grinsen sagte ihr, dass sie richtig geraten hatte. „Kannst du nie genug davon bekommen? Drei Monate segelst du übers Meer, und kaum bist du hier, geht es schon wieder los.“

„Anderes Boot, anderes Gefühl.“ Patrick zuckte mit den Schultern. „Günstige Winde muss man ausnutzen.“

Kate seufzte. Er würde sich nie ändern. Kopfschüttelnd griff sie nach dem Metallstab, an dessen einem Ende die Glaskugel befestigt war, und begann, sie mit einer spiralförmigen Linie zu verzieren.

„Sieht hübsch aus“, meinte Patrick.

„Ich probiere eine neue Farbe aus. Nach dem Brennen leuchtet sie intensiver.“ Unter seinen forschenden Blicken konnte sie sich kaum auf ihre Arbeit konzentrieren. Ihre Hände zitterten, und die Linie drohte, ungleichmäßig zu werden. Deshalb legte sie die Kugel beiseite, ging zum Brennofen und kontrollierte den Schmelztiegel.

„Ich habe dich vermisst, Katie.“ Sie hatte gar nicht gemerkt, dass er sich hinter sie gestellt hatte. „Hast du mich auch vermisst?“

„Manchmal.“ Verstohlen streichelte sie über ihren Bauch. Um dieses Kindes willen hätte sie ihn längst vor die Tür setzen müssen. „Wie lange bleibst du dieses Mal hier?“

„Kommt drauf an.“

„Worauf?“

„Ich muss zwei neue Boote ausprobieren. Und es kommt auch auf dich an.“

„Wirklich? Seit wann denn das?“ Kate drückte sich an ihm vorbei und ging um den Tisch herum. Die Selbstverständlichkeit, mit der er sich in ihrer Werkstatt bewegte, irritierte sie. Glaubte er wirklich, dass sie nach der monatelangen Trennung einfach dort weitermachen konnte, wo sie aufgehört hatten? Offenbar war ihm nicht klar, dass sich einiges geändert hatte.

Patrick zog die Augenbrauen hoch. „Ich dachte, wir könnten noch was zusammen machen, ehe ich zur Trans-Oceana-Regatta starte.“

Kate hob das Stirnband auf, das zu Boden gefallen war, und stopfte es in die Gesäßtasche ihrer Jeans. „Ich weiß nicht, ob ich Zeit habe.“

„Sonst hattest du immer Zeit.“

Sie musterte ihn kühl. „Patrick, seit drei Monaten bist du wie vom Erdboden verschluckt. Ich habe schon nicht mehr daran geglaubt, dich wiederzusehen.“

„Warum denn das?“ Erstaunt schaute er sie an. „Ich habe dir doch gesagt, dass ich wiederkomme.“

„Warum hast du dich die ganze Zeit nicht gemeldet?“

„Ich habe dich angerufen“, verteidigte er sich.

„Einmal. Ein einziger Anruf.“

„Ich war mitten auf dem Atlantik …“

„Erzähl mir bloß nicht, dass du keine Möglichkeiten hattest, mit dem Rest der Welt zu kommunizieren. Immerhin hattest du genügend Zeit, deine Homepage zu pflegen. Täglich hast du etwas Neues geschrieben.“

„Das war ich gar nicht“, verteidigte er sich. „Ich bin nur gesegelt. Der Sponsor hat mir jemanden mit einem Satellitentelefon aufs Boot gesetzt. Er hat jeden Tag einen aktuellen Bericht geliefert.“

„Und was war vorher? Das Rennen hat drei Wochen gedauert. Gut, nach deiner Ankunft in Frankreich hast du mich angerufen. Aber dann hast du wochenlang im Hafen gelegen. Nicht ein einziges Mal hast du mich angerufen und gefragt, wie es mir geht. Hast du überhaupt an mich gedacht, als du weg warst?“

„Das habe ich dir doch schon gesagt.“ Patrick blickte ihr ins Gesicht. „Vor so einem Rennen gibt es jede Menge Stress. Die Zeit läuft einem davon. Und irgendetwas geht immer schief.“

„Es gab Fotos von dir auf dem Boot, auf den Kais und auf allen möglichen Partys.“ Wütend funkelte sie ihn an. „Mit dem Bierglas in der Hand hast du wirklich sehr gestresst ausgesehen.“

Patrick fuhr sich mit der Hand durchs Haar. „Katie, ich …“

„Du hast nicht einmal an mich gedacht, stimmt’s?“ Forschend sah sie ihm in die Augen. Was sie dort entdeckte, stimmte sie eher traurig als zornig.

Patrick schwieg....



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