Rousset | Die Tage unseres Todes | Buch | 978-3-8353-5969-7 | www2.sack.de

Buch, Deutsch, 750 Seiten, Format (B × H): 140 mm x 215 mm

Rousset

Die Tage unseres Todes


1. Auflage 2026
ISBN: 978-3-8353-5969-7
Verlag: Wallstein Verlag GmbH

Buch, Deutsch, 750 Seiten, Format (B × H): 140 mm x 215 mm

ISBN: 978-3-8353-5969-7
Verlag: Wallstein Verlag GmbH


Roussets vielschichtiger »Roman ohne Fiktion« über die KZ-Welt jenseits der Welt der Lebenden, über die Lagergesellschaft zwischen Versklavung und Vernichtung erstmals in deutscher Übersetzung.

»Seit Buchenwald hatte ich mich unablässig darum bemüht zu verstehen, gewissenhaft zu beobachten«, schreibt David Rousset in seinem 1947 erschienenen, monumentalen Roman, der jetzt erstmals in deutscher Übersetzung vorliegt. Mit der »Technik des Romans« und literarischen Verfahren, die an Autoren wie James Joyce geschult sind, fügt er seine eigene Erfahrung sowie zahlreiche Zeugnisse anderer Lagerhäftlinge zu einem vielstimmigen Bild des »KZ-Universums« von seinen Anfängen bis zur Befreiung zusammen. Der Text schildert anhand zahlreicher Einzelschicksale die unmenschliche Reise der Deportierten in die Lagerwelt, ihre Initiation in deren groteske Sitten und Gesetze, aber auch den Kampf zwischen Berufsverbrechern und politischen Häftlingen, die Konflikte zwischen den verschiedenen Nationalitäten, die gnadenlose Hierarchie innerhalb der Häftlingsgesellschaft, den schmalen Grat, auf dem sich die Funktionshäftlinge zwischen Kampf gegen die SS und Korruption wie Machtmissbrauch bewegen, die Verkommenheit nicht nur der SS, sondern auch sadistischer Kapos. Er rekonstruiert die Funktionswandlung der Lager, die den Nationalsozialisten zunächst nur zur Tötung der Häftlinge dienen, hin zu einer profitablen Maschinerie der Sklavenarbeit, von der neben der SS auch Industrie wie Bevölkerung nachhaltig profitieren. Rousset verbindet die schonungslose Analyse dieser Gesellschaft mit ihren politischen und ökonomischen Triebfedern, ihren Funktionsweisen und Mechanismen mit präzisen Charakterstudien, in denen er menschliche Abgründe auslotet, die das Terrorregime der Lager hervorgebracht haben und weiterhin von ihm produziert werden.

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Weitere Infos & Material


Rousset, David
David Rousset (1921-1997) wurde als Mitglied des trotzkistischen Widerstands 1943 in Paris verhaftet. Zunächst nach Buchenwald deportiert, war er anschließend in verschiedenen weiteren deutschen Konzentrationslagern interniert. 1946 publizierte er den vielbeachteten, mit dem Prix Renaudot ausgezeichneten Essay »Das KZ-Universum« (deutsche Übers. zuerst 2020). Schon Ende der vierziger Jahre klagte er auch das sowjetische System der Gulags öffentlich an und machte den Kampf gegen Lager als weltumgreifendes Prinzip totalitärer, faschistischer und kolonialer Herrschaft zu seiner Lebensaufgabe.

Cuntz, Michael
Michael Cuntz, geb. 1967, ist Professor für Romanistische Literaturwissenschaft an der Universität Erfurt.



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