Rose | Und plötzlich warst du wieder da | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 0021, 160 Seiten

Reihe: Baccara

Rose Und plötzlich warst du wieder da


1. Auflage 2009
ISBN: 978-3-86295-468-1
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 0021, 160 Seiten

Reihe: Baccara

ISBN: 978-3-86295-468-1
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Gespannt beobachtet Nadia Kincaid ihren neuen Nachbarn durch den Türspion. Zwar sieht sie sein Gesicht nicht, aber er ist blond, groß, breitschultrig, teuer gekleidet ... Ob dieser Mann endlich Abwechslung in das langweilige Apartmenthaus bringt? Immerhin muss Nadia es hier noch fast ein Jahr aushalten, so hat es ihr Vater in seinem Testament festgelegt. Vielleicht sollte sie ihren neuen Nachbarn mal zum Essen einladen, bei Kerzenschein und einem Glas Wein könnten sie sich unterhalten ... Verträumt lächelt Nadia vor sich hin - bis er sich umdreht und sie Lucas erkennt!



Ihre Liebe zu romantischen Geschichten hat Emilie bereits im Alter von zwölf Jahren entdeckt. Zu der Zeit las sie einen Liebesroman nach dem anderen, sodass ihre Mutter die Bücher bald unter den Sofakissen versteckte, sobald Emilie ins Wohnzimmer kam. Dabei verbrachte sie damals viel Zeit in der freien Natur, wenn sie ausritt, an Reitturnieren teilnahm oder hinter ihren älteren Brüdern herlief. Meistens musste Emilie sich etwas einfallen lassen, damit ihre Geschwister sie mitnahmen. Diese Kreativität spiegelt sich in ihren leidenschaftlichen und amüsanten Romanen wider. Heute lebt die Erfolgsschriftstellerin mit ihren vier Söhnen in North Carolina. Während der Baseball-Saison verfolgt sie die Spiele mit Begeisterung und feuert häufig einen ihrer Söhne von der Tribüne aus an. Mindestens genauso fasziniert ist Emilie von Rodeos, ob sie sie nun live oder im Fernsehen sieht. In ihrer Freizeit näht sie ab und zu Quilts, kocht und backt gern (am liebsten Käsekuchen) und hört häufig Countrymusic. In fast jedem Song, meint sie, wird ein ganzer Roman erzählt. Weil sie ein großes Herz für Tiere hat, bringt sie oft verwaiste Eichhörnchen, Hasen und Kätzchen mit nach Hause - sehr zur Freude ihrer Söhne. Wegen ihrer großen Schwäche für niedliche Tiere duften ihre Kinder im Laufe der Jahre die verschiedensten Haustiere halten. Dank ihrer guten Kindheitserfahrungen hat Emilie auch nichts unternommen, als ihre Söhne weniger niedlichen Leguanen ein neues Zuhause gaben. Möchten Sie Emilie Rose eine E-Mail schreiben? Dann richten Sie sie bitte an diese Adresse: EmilieRoseC@aol.com

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1. KAPITEL

Das Penthouse in Dallas ließ im Grunde nichts zu wünschen übrig. Es war eine mit allem Komfort ausgestattete Wohnung. Trotzdem kam Nadia sich vor wie ein Einsiedler in seiner Höhle. Um sie herum herrschte eine reine Grabesstille. Denn in den anderen Stockwerken gab es nur Büros, Kanzleien und Arztpraxen. In diesem fünfzigstöckigen City-Hochhaus existierte nur ein weiteres Apartment, das genau gegenüber von Nadias lag. Aber seit sie vor acht Wochen eingezogen war, hatte sich niemand dort eingerichtet.

Nadia steckte das Staubtuch weg und sah sich um. Rand hatte sein Versprechen gehalten. Erst vor einem Tag war wieder ein Paket mit Büchern und DVDs von ihm eingetroffen. Er versorgte sie mit Unterhaltungsstoff, so gut es ging. Nadia lächelte. Inzwischen hatte sie sich mit Hilfe einiger der DVDs und einschlägigen Fernsehsendungen die Grundbegriffe des Kochens angeeignet. Sogar die jüngsten Versuche, Kekse zu backen, konnte sie als einigermaßen gelungen bezeichnen. Allerdings fragte sie sich, wer diese Mengen essen sollte. Die Geschäftsleute und Ärzte im Haus wären sicher nicht sonderlich begeistert, wenn sie in den Büros und Wartezimmern herumging und Kekse verteilte.

Nach den ersten zwei Monaten hatte Nadia ihren kleinen Haushalt einigermaßen im Griff, und die – überwiegend kleinen – Missgeschicke hielten sich in Grenzen. Die meisten notwendigen Dinge ließ sie sich liefern. Um alles andere kümmerte Nadia sich selbst, von der Wäsche bis zum Abwasch machte sie alles. Erst jetzt merkte sie, wie viele häusliche Aufgaben und Pflichten es gab, die ihr früher in Kincaid Manor abgenommen worden waren. Aber das hatte sie jetzt im Griff. Und in der verbleibenden Zeit sogar mittlerweile nahezu jeden aktuellen Bestseller gelesen und jeden Film gesehen, der in den letzten zehn Jahren gedreht worden war. So kam es ihr jedenfalls vor.

Das Einzige, was Nadia noch nicht in Angriff genommen hatte, waren die Fahrstunden. Sie konnte sich einfach nicht dazu überwinden, sich hinter das Lenkrad eines Autos zu setzen. Die Erinnerungen an den Unfall damals lähmten sie immer noch. Schon ein flüchtiger Gedanke daran versetzte sie in Panik.

Seufzend zog Nadia das Staubtuch wieder hervor und wischte über den glänzend polierten Kaminsims.

Wie ungerecht das alles war. Zugegeben, sie beneidete Rand auch nicht gerade. Er hatte alles stehen und liegen lassen müssen, nachdem er sich in Kalifornien eine neue Existenz aufgebaut hatte, um nach dem Willen seines Vaters nach Miami zurückzukehren. Mitch musste Ersatzpapa für Everett Kincaids unehelichen Nachwuchs spielen. Aber immerhin durften ihre Brüder ihre Jobs bei KCL behalten, während sie hier saß und die Wände anstarrte.

Wieder seufzte Nadia. Tief hinter ihrer ganzen Wut auf ihren Vater steckte die Trauer um ihn. Sooft seine Nörgelei und sein Despotismus sie früher in Rage versetzt hatten, vermisste sie ihn doch. Nie wieder würden sie sich beim Frühstück um den Wirtschaftsteil der Zeitung streiten, nie mehr über die Tagesgeschäfte von KCL diskutieren. Natürlich waren sein Kontrollzwang und seine ewige Kritik an ihr oft unerträglich gewesen. Aber Nadia hatte, selbst wenn sie es nie zugeben würde, immer gewusst, dass es jemanden gab, der sich um sie kümmerte. Jemanden, für den sie wichtig war.

Sie gab sich einen Ruck und vertrieb die deprimierenden Gedanken. Selbstmitleid half ihr auch nicht weiter. Sie musste durchstehen, wozu ihr Vater sie verdammt hatte, und wenn ihr dabei noch so sehr die Decke auf den Kopf fiel. Wenn ihr bloß etwas einfallen würde außer Putzen, Kochen und Waschen. Allmählich bekam sie das Gefühl, langsam, aber sicher zu verblöden. Und dagegen musste sie etwas unternehmen.

Nadia schaute auf die alte Standuhr. Es war elf Uhr abends. Die Zeit kroch wie alle Tage träge dahin. Sich ins Bett zu legen hatte keinen Zweck, weil sie noch nicht müde war. In Miami konnte sie jetzt nicht mehr anrufen, weil es wegen der Zeitverschiebung schon zu spät war. Zu gern hätte Nadia etwas darüber gehört, was sich bei ihren Brüder entwickelte. Beide hatten sich inzwischen verliebt, und dieser Umstand versüßte ihnen die Erfüllung ihrer Aufgaben. Es hatte den Anschein, als meisterten sie die von ihrem Vater gestellten Bedingungen recht gut. Ein Grund mehr, dass ich meinen Teil dazu beitragen muss, das Erbe zu erhalten, überlegte Nadia mürrisch.

Gerade als sie sich entschlossen hatte, ein Work-out zu machen, und aus dem Bücherregal die passende DVD suchte, hörte sie vom Treppenhaus einen Laut und hielt inne. Seltsam. Für Ella, das Hausmädchen, das im Apartment nebenan zweimal die Woche sauber machte, war es viel zu spät. Und der Wachmann Grumpy alias Gary machte seine Runde für gewöhnlich viel später.

Nadia schlich an ihre Eingangstür und blickte durch den Spion.

Vor der gegenüberliegenden Wohnung stand ein groß gewachsener, blonder Mann. Er hatte ihr den Rücken zugekehrt und war gerade dabei, den Schlüssel ins Schloss zu stecken. Was Nadia von ihrem Beobachtungsposten aus sehen konnte, war eine beeindruckend athletische Figur mit breiten Schultern und schmaler Hüfte. Er trug einen taubengrauen, maßgeschneiderten Anzug. Der Mann hielt einen Aktenkoffer in der Hand. Rechts neben ihm lag ein großer Kleidersack auf dem Boden.

Nadia jubelte innerlich. Endlich hatte sie einen Nachbarn. Die Verlassenheit in diesem Obergeschoss hatte ein Ende. Es war jemand da, mit dem sie wenigstens ab und zu einmal reden konnte, ohne Ella oder den Wachleuten auf die Nerven gehen zu müssen. Schwungvoll zog Nadia die Tür auf.

Der Mann fuhr herum, und ihr wich das Blut aus dem Gesicht.

Nein, das konnte nicht sein. Instinktiv wich Nadia einen Schritt zurück. Ihr waren die Knie weich geworden. Das musste eine Erscheinung sein. Dort, ein paar Meter entfernt, stand – das Ebenbild von Lucas. Aber Lucas ist tot.

„Nadia?“ Der Mann oder das Gespenst, oder was immer es war, hatte sogar die gleiche Stimme wie ihr Ehemann, der bei dem Unfall an ihrem Hochzeitstag ums Leben gekommen war.

In ihrem Kopf schien sich alles zu drehen. Kalter Schweiß trat ihr auf die Stirn. Nadia griff nach dem Türrahmen, um das Gleichgewicht zu halten.

„Nadia, was ist los? Ist dir nicht gut?“

Sie brachte noch immer kein Wort hervor. Sie schloss die Augen. Die Knie gaben unter ihr nach, und sie wäre zu Boden gesunken, hätte der Ankömmling nicht geistesgegenwärtig reagiert, seinen Aktenkoffer fallen gelassen, wäre zu ihr gesprungen und hätte sie aufgefangen.

Jetzt ist es passiert, schoss es ihr durch den Sinn. Du bist verrückt geworden und wirst wie deine Mutter enden. Nadia kniff die Augen zu. Sie hatte panische Angst, dass ein wildfremder Mann sich über sie beugte, wenn sie wieder hinsah, und sie damit die Bestätigung erhielt, dass sie den Verstand verloren hatte.

„Halt den Kopf hoch“, hörte sie die ihr vertraute Stimme sagen.

Seine Hand stützte ihr den Nacken, und diese Hand fühlte sich warm, kräftig und sehr real an. Allmählich hörte das Treppenhaus auf, sich wie ein Karussell zu drehen. Nadia stand wieder sicherer auf den Beinen und wagte, zögernd die Augen zu öffnen.

Aber alles Blinzeln half nichts. Der Mann vor ihr war das exakte Ebenbild von Lucas Stone. Sein blondes Haar war kürzer. Sein Gesicht wirkte schmaler, seine Züge schienen ein wenig härter geworden zu sein. Doch seine Augen hatten die unverwechselbare blaue, ins Silbergrau spielende Iris von Lucas. Genauso unverwechselbar waren die kaum erkennbar schiefe Nase und das energische, kantige Kinn.

„Das … das kann doch nicht sein“, stammelte sie. „Ich denke, du bist … tot.“

Er zog die Augenbrauen hoch, und seine Mundwinkel zuckten. Sein schöner Mund … Wie süß waren seine Küsse, dachte Nadia. „Wenn ich nicht sehr irre, lebe ich noch“, meinte er lakonisch.

„Aber Daddy hat mir doch gesagt, dass du bei dem Unfall ums Leben gekommen bist. Ich konnte nicht zu deiner Beerdigung kommen …“

„Everett Kincaid hat behauptet, ich wäre tot?“ Der Blick des Lucas-Doppelgängers verfinsterte sich.

Nadia nickte stumm.

„Dieser verfluchte Gauner.“ Er vergewisserte sich, dass sie sicher auf den Beinen stand, und ließ sie los.

Unwillkürlich fiel Nadias Blick auf seine Hand, an der er, als sie ihn zum letzten Mal gesehen hatte, einen funkelnagelneuen goldenen Ehering getragen hatte. Noch einmal sah Nadia sich unsicher um. Vielleicht kämen doch gleich Männer in weißen Kitteln, die die Zwangsjacke für sie bereithielten. Aber nichts dergleichen geschah. Sie waren allein auf dem Hausflur. Die Türen des Aufzugs standen noch offen.

„Ich kann es immer noch nicht glauben, dass du es bist. Bestimmt wache ich gleich auf und …“ Nadia sprach den Satz nicht zu Ende. Unentschlossen ging sie in ihr Apartment zurück, und der blonde Mann folgte ihr.

„Und ich kann nicht glauben, dass dein Vater das Märchen in die Welt gesetzt hat, ich wäre tot“, erklärte er fest. „Was hat er dir noch erzählt?“

„Nichts – nichts weiter“, erwiderte Nadia verwirrt.

Sie blieben einen Schritt entfernt voneinander stehen. Nadia konnte sein Aftershave riechen. So perfekt war doch kein Trugbild, dass man auch noch riechen konnte, was man sich einbildete?

Kein Zweifel, es war Lucas.

Während ihr das endlich klar wurde, stieg eine unermessliche Freude in ihr auf. Er lebt! Nadia war drauf und dran, ihm um den Hals zu fallen und ihm die Beine um den Leib zu schlingen, wie sie es...



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