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Rose Traummann gesucht, Rockstar gefunden


1. Auflage 2022
ISBN: 978-3-98637-670-3
Verlag: dp DIGITAL PUBLISHERS GmbH
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

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ISBN: 978-3-98637-670-3
Verlag: dp DIGITAL PUBLISHERS GmbH
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Alles verloren, aber die Liebe gefunden …
Die romantische Rockstar Romance vor der atemberaubenden Kulisse Finnlands

Die schönsten Flitterwochen unter den Nordlichtern Finnlands verbringen und einfach nur glücklich sein. Genau das waren die Pläne der achtundzwanzigjährigen Malu, die sich aber schlagartig ändern, als sie ihren Bräutigam in flagranti erwischt. Kurzerhand beschließt sie, allein nach Skandinavien zu reisen, um die Flitterwochen anzutreten. Dort trifft sie auf den gutaussehenden Musiker Kieran, der auf Inspirationsreise ist und eigentlich keine Lust auf Gesellschaft hat. Doch die beiden laufen sich immer wieder über den Weg und die Funken fangen an zu sprühen. Wäre da nicht Kierans Geheimnis, das zwischen den beiden steht und der drohende Abschied. Denn die Reise kann nicht unendlich weitergehen …

Erste Leser:innenstimmen
„In den geheimnisvollen Kiran habe ich mich sofort mit-verliebt …“
„Fans von Rockstar Romances werden auf keinen Fall enttäuscht werden, ich hatte großartige Lesestunden!“
„Süße Lovestory zum Wegträumen und Mitfühlen!“
„Die Dialoge und die Spannung zwischen Malu und dem vermeintlichen Bad Boy haben mich bestens unterhalten und gefesselt.“



Die deutschsprachige Autorin Melody Rose hat ihre Leidenschaft für Bücher in die Wiege gelegt bekommen. Schon mit ihrer Mutter ist sie in fremde Welten eingetaucht. Mit dem Schreiben von Fanfictions hat sie begonnen und später ihr Zuhause in dem Verfassen von Romanen gefunden.
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Eins


Ich habe kurz mit dem Gedanken gespielt, ein Plakat zu malen: . Doch als ich mir vorgestellt habe, wer dann alles auftauchen könnte, habe ich ihn schnell wieder verworfen. Jetzt stehe ich hier, am Frankfurter Flughafen – bereit, in den Flieger zu steigen. In meinem Brautkleid.

In Bergen von Tüll kämpfe ich mit den Tränen, die vor allem von Wut zollen, und mache mich auf den Weg zum Gate. Zum Glück haben die Leute beim Securitycheck Mitleid. Ich meine – eine Braut, einsam und mit verheulten Augen, spricht für sich, also durchsuchen sie mich nicht. Ich werde das Kleid heute Abend wahrscheinlich zerschneiden, verbrennen, gemeinsam mit allen Wünschen, die ich für Erick und diese Hochzeit hatte. Es war – und ist noch immer – ein großer Schock, als ich ihn vor der Trauung sah, was ja bekanntlich Pech bringen soll. Anscheinend hatte das Unglück – ich stelle es mir als schwarzes Schwein vor, ein bisschen zerfleddert und dadurch wütend, weil das Glücksschwein das ganze Lob einheimst – schon zugeschlagen. Schließlich drückte er, aber womöglich war er auch gestolpert, seinen Kopf zwischen die Beine meiner Trauzeugin. Ich muss nicht erwähnen, dass sie meine beste Freundin war, oder? Allein bei dem Gedanken daran verziehe ich das Gesicht, immerhin hat sie kurz nachdem ich die zwei unterbrochen hatte, noch eine Szene gemacht, er würde eh nur sie lieben.

Was hat er gemacht? Mich stillschweigend angesehen und nicht einmal gezuckt, als ihn meine Ohrfeige traf und einen Handabdruck auf seiner Wange hinterließ. Ich habe mich umgedreht und bin in das wartende Taxi gestiegen, das uns nach der Trauung zum Flughafen fahren sollte, und jetzt werde ich eben allein nach Finnland fliegen. In den Winter, den ich absolut hasse, Erick aber liebt, und werde diesen Urlaub genießen, der meine Flitterwochen hätte sein sollen. Zum Glück habe ich den Flug noch auf meinen Namen gebucht: Malu Liebert, nicht Malu Schwaiger – ein Name, den ich jetzt niemals tragen werde.

„Entschuldigen Sie, zuerst dürften die Priority-Gäste einsteigen.“
Ich sehe die Dame am Gate verdattert an. Ich habe gar nicht gemerkt, dass ich mich vorgedrängelt habe, zu sehr war ich in Gedanken versunken. Sie mustert mich abschätzend, ein wenig verwirrt, und ich kann es ihr nicht verübeln. Meine Hochsteckfrisur muss scheußlich aussehen. Der Saum des langen Kleids ist verschmutzt.
„Natürlich.“ Ich trete beschämt einen Schritt zurück und musterte einige Mütter mit Kindern auf dem Arm. Ein kleiner Stich durchzieht mein Herz, wenn ich daran denke, dass es ewig dauern wird, bis ich mir diesen Wunsch erfüllen kann. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, mich erneut zu verlieben? Jemanden zu treffen, der es ernst mit mir meint und dann auch noch ähnliche Zukunftsgedanken hat? Davon abgesehen, dass das Ding in meiner Brust gerade genug damit zu tun hat, weiterhin Blut durch meine Adern zu pumpen und dabei schon fast überfordert ist. Man denkt immer, ein Herz könnte nicht brechen, doch bei dem lodernden Schmerz in meiner Brust, gepaart mit der Wut über meine Naivität, bin ich mir dessen gar nicht mehr so sicher. Ich schlucke die Tränen hinunter, die sich in den vergangenen drei Stunden zu oft einen Weg an die Oberfläche gebahnt haben, und setze mich auf einen der Sitze. Durch den Reifrock, der unter all dem Tüll versteckt ist, ist das gar nicht so einfach.

„Dieses verdammte Kleid“, murmele ich, und ohne weiter darüber nachzudenken, steige ich aus dem Reifrock und lehne ihn an die Wand. Die Blicke um mich herum wirken teils amüsiert, teils schockiert, und alle haben eines gemeinsam: Sie nerven mich, und zwar gewaltig. „Noch nie eine Braut gesehen, die verlassen wurde und nun am Flughafen sitzt, oder warum starrt ihr mich alle so an?“ Meine Stimme ist laut, und just in diesem Moment ist natürlich auch alles still um mich herum. Ich habe das Gefühl, jeder hält den Atem an, bevor sie beschämt die Blicke abwenden. Ich muss die Tränen schon wieder wegwischen, die mein Sichtfeld verschwimmen lassen. „Es ist nun mal nicht alles rosarot, also hören Sie bitte auf, mich anzustarren wie ein Tier im Zoo“, fauche ich und verschränke dann die Arme vor der Brust.

Eine alte Dame kommt auf mich zu. Wortlos hält sie mir eine Tafel Schokolade hin und eine Packung Taschentücher. „Sie brauchen sie eher als ich“, murmelt sie und legt ihre faltige, kleine Hand auf meine Schulter. Die Berührung, tröstend und warm zugleich, tut so gut, und ich versuche, ihr ein dankbares Lächeln zuzuwerfen. „Guten Flug“, wünscht sie mir, bevor sie geht, und ich blicke ihr lange hinterher. Ich muss mich jetzt irgendwie zusammenreißen, und dann werde ich die Reise genießen. Weil dieser gottverdammte Kerl es nicht verdient hat, mich zum Weinen zu bringen oder gar einen meiner Gedanken zu beanspruchen. , flüstert mein gebrochenes Herz mit tränenerstickter Stimme.

Ja, und eventuell verbuche ich genau das unter dem größten Fehler in meinem Leben.

Die Reise geht erst einmal nach Ivalo; zum Glück wird der Flug nur fast vier Stunden dauern. Die restlichen Gäste werden zum Boarding aufgerufen. Ich nutze die Zeit in der Warteschlange, um nach draußen zu sehen. Wir haben den dreiundzwanzigsten Januar, und in Frankfurt liegt kein Krümel Schnee. Der Wind vorhin war eisig, ja, aber zum Glück gibt es hier nichts von diesem weißen Zeug. Ich bin mir sicher, an meinem Reiseziel wird es ganz anders aussehen. Ich atme tief durch. Es gibt nur zwei Optionen: in Selbstmitleid versinken unter einer warmen Decke oder mich auf die Suche nach meinem neuen Ich auf die höchsten Schneeberge begeben. Die erste Variante klingt verlockend, doch das bin nicht ich, ich bin eine Kämpferin. und deshalb steige ich in das verfluchte Flugzeug und fliege in meine Beinahe-Flitterwochen, allein. Es hat Vorteile, verlassen zu werden und diese Reise allein anzutreten. So kann ich mir ohne schlechtes Gewissen den Fensterplatz angeln, und neben mir bleibt genug Platz, um mein Kleid auszubreiten, ohne einen anderen Passagier mit dem Tüll zu ersticken.

Ich atme tief durch, als ich die Maschine betrete. Die Luft hier ist wie immer stickig, und ich stelle die Luftzufuhr an der Decke über meinem Platz direkt auf mich ein, damit ich überhaupt Sauerstoff abbekomme. Ich nehme das Handy aus der Tasche – seit ich abgehauen bin, steht es sowieso dauerhaft auf Flugmodus, und ich habe auch nicht den Drang, meine Nachrichten zu kontrollieren.

Warum? Ich habe keine Lust auf das Mitleid der anderen, das wäre mir alles zu viel. Ich kann ja mein Selbstmitleid schon kaum ertragen. Der Sperrbildschirm lässt mich zusammenzucken. Stimmt, Fotos löschen sollte ich schnellstmöglich. Mein zerbrochenes Herz pocht direkt schneller, als ich das Bild betrachte.

Ich sehe so glücklich aus. Meine langen blonden Haare sind vom Wind zerzaust, und ich trage ein weißes Sommerkleid, das bis zur Mitte meiner Oberschenkel reicht. Mein Lachen ist echt, meine Füße berühren das Meer, die Zehen vergraben im Sand, und wenn ich die Augen schließe, dann kann ich das Salzwasser fast noch auf der Zunge schmecken. Das war vor vier Jahren. Es war das erste und einzige Mal, dass ich mich durchsetzen konnte, endlich mal ans Meer zu fahren.

Erick war nie der Mensch für diese Art von Reisen gewesen. Kultur stand bei ihm mit an erster Stelle, und wenn es nichts Kulturelles gab, dann musste es zumindest kalt sein. Auf dem Foto lacht Erick; wir beide strahlten in die Kamera, als wäre es der schönste Tag gewesen. Ich muss dringend diese Bilder löschen. Meine Augen, dort so von Freude durchzogen, dass das Blau strahlt, sind nun schon wieder nass. Verflucht. Meine Finger zittern, als ich einen schwarzen Hintergrund einstelle.

Meine Mutter hatte mir einen guten Flug gewünscht. Ihr habe ich kurz nach meiner Flucht erzählt, was ich vorhabe, und sie versteht auch, dass ich das hier brauche. Allen Widerständen und Zweifeln zum Trotz ist die Reise allein eine gute Entscheidung, denn so kann ich mit der Veränderung beginnen. Mich selbst finden, auch wenn das in einem kalten Land passiert und nicht wie erhofft in der Sonne. Das wäre mir lieber gewesen, aber wie so oft beweist mir das Leben, dass es kein Wunschkonzert ist. Ich werde also mit den Gegebenheiten klarkommen, wie immer, auch wenn es gerade noch ein wenig aussichtslos erscheint.

Ansonsten bin ich anscheinend mehr der Typ „wir akzeptieren sie“ im Freundeskreis gewesen und nicht diejenige, für die man sich wirklich interessiert, denn weitere Nachrichten gibt es überraschenderweise nicht. Ich muss mich ablenken.

Musik. Ich brauche ganz dringend eine Melodie, die lauter ist als meine Gedanken. Als ich auf drücke und die Klänge meine Kopfhörer füllen, wird es in mir ruhiger. Musik ist schon immer eine Art Anker für mich gewesen, doch heute fühlt es sich an, als wäre sie das Einzige, was mich vor dem Durchdrehen bewahrt.

Ich bin so unendlich müde, aber finde einfach nicht die Ruhe, um einzuschlafen. Immer wieder schließe ich die Augen und hoffe, endlich in den verdienten Schlaf zu finden, doch dann dreht sich mein Gedankenkarussell an, sich erneut an zu drehen. Mein Leben ist ein Scherbenhaufen, ich werde nicht wie schon immer geplant bald Mama sein. Nach der Hochzeit wollte ich gerne das Thema Kinder akuter ansprechen, der Wunsch in mir wächst immer weiter.

Die Tränen rollen mir über die Wangen, an Schlaf ist nicht zu denken. Irgendwann gebe ich auf. Die restliche Stunde des Flugs verbringe ich damit, aus dem Fenster zu sehen. Die Sonne macht dem Abend Platz. Die Trauung – ich gewöhne mich langsam an den Stich in meiner Brust – hätte um dreizehn Uhr stattfinden sollen. Danach war ein...



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