Rose | Macaronküsse in Paris | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 270 Seiten

Rose Macaronküsse in Paris

Frankreich-Liebesroman
1. Auflage 2023
ISBN: 978-3-96714-310-2
Verlag: Zeilenfluss
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Frankreich-Liebesroman

E-Book, Deutsch, 270 Seiten

ISBN: 978-3-96714-310-2
Verlag: Zeilenfluss
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Sie könnte alles gewinnen, wovon sie je geträumt hat – wenn sie dazu bereit ist, ihr Herz zu verlieren.
Luisa ist Konditormeisterin und Influencerin, die von der großen Karriere träumt. Endlich hat sie die einmalige Möglichkeit, auf die sie immer gehofft hat: Sie darf an dem Wettbewerb der renommierten Backschule Lécole de curie in Paris teilnehmen.
Gleich an ihrem ersten Abend in der Stadt der Liebe begegnet sie dem attraktiven Franzosen Eric und verbringt eine leidenschaftliche Nacht mit ihm. Das böse Erwachen lässt allerdings nicht lange auf sich warten: Eric stellt sich als Ehemann der taffen Leiterin der Backschule und deren Miteigentümer heraus.
Gezwungen, ihre Emotionen zu verbergen, tritt Luisa in den Wettbewerb ein. Intrigen und überraschende Wendungen erwarten sie im hitzigen Konkurrenzkampf. Doch während Eric ihr immer wieder die Kraft gibt, sich allen Herausforderungen zu stellen, wird es schwieriger, ihm fernzubleiben. Luisa hat nie an die wahre Liebe geglaubt, doch jetzt fragt sie sich, ob sie ihre Träume damit in Einklang bringen kann, was ihr Herz will.

Ein berührender Liebesroman, so süß und einzigartig wie französische Macarons. Lass dich für unvergessliche Lesestunden in die Stadt der Liebe entführen!

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Eins
Das hier war die Stadt der Liebe – und ich mittendrin, um meine Leidenschaft, die ich zur Berufung gemacht hatte, weiter auszubauen. Ich strich mir mit der Hand über die schweißnasse Stirn. Der schwarze Mantel, den ich mir gekauft hatte, war dicker als erwartet, und die Menschen um mich herum sorgten dafür, dass mir wärmer wurde. Bekannt war ich vor allem für Ideen, die nicht der Logik entsprachen. Deshalb stand ich hier an der Metrostation des Tour Eiffel mit dem achtzehn Kilo schweren Hartschalenkoffer. Immerhin wollte ich den Eiffelturm unbedingt noch sehen, bevor ich ins Hotel eincheckte. Mein Flug aus Stuttgart war vor vier Stunden gelandet. Bis ich jetzt angekommen war, vergingen etliche Minuten in der Metro, und ich bereute es ein wenig, mir keinen Shuttle gebucht zu haben. Das hätte mir zumindest das Problem mit den vielen Menschen abgenommen, doch im Nachhinein war man immer schlauer. Einen kurzen Moment, in dem die Werbetafel den schwarzen Bildschirm zeigte, spiegelte ich mich darin. Der Mantel flog im Wind, als die nächste Metro ankam. Meine blonden Haare hatte ich zu einem Knoten zusammengebunden, weil diese mir sonst bis fast zu den Ellenbogen reichten. Ich hatte mich nicht geschminkt. Die Müdigkeit wurde nicht von einem Produkt überlagert, das mir hoch und heilig versprach, mich mindestens dreißig Jahre jünger aussehen zu lassen. Als mich Werbung für eine Dating-App anstrahlte und mir der Bagel, den ich als Frühstück hatte, drohte wieder hochzukommen, visierte ich die Rolltreppe an und ging zu ihr hinüber. Es gab einen Eisenfachwerkturm zu besichtigen.  Nun stand ich also hier. Vierundzwanzig Stunden, bevor der Backwettbewerb starten würde, war ich vor dem dreihundertdreißig Meter hohen Ungetüm, und es war fast ein wenig furchteinflößend. Vielleicht lag das aber an dem Nebel, der an dem herbstlichen Septembertag um die Spitze tanzte. Ich zog den Mantel dichter um mich, jetzt wurde es doch ein wenig kühler. Ich umklammerte den Griff des Koffers fester, während ich mit der anderen Hand in meiner Jackentasche nach dem Handy fischte, um ein Selfie zu schießen. Schminken wäre wohl doch die bessere Wahl gewesen. Mit einem Filter konnte ich das Licht jedoch so verändern, dass man die Augenringe weniger erkennen würde. Ich wollte meine fast einhunderttausend Follower mit auf die Reise nehmen. Klar, Stillschweigen war selbstverständlich. Immerhin war ich für den Wettbewerb der größten Backschule Europas hierhergereist. Mein Aufenthaltsort und die Reise zur Stadt der Liebe waren dennoch eine Storyerwähnung wert. Das würde ich später im Hotelzimmer auf jeden Fall erledigen. Normalerweise zeigte ich meine Tortenkreationen dort, doch manchmal mogelten sich Selfies darunter.  Auf einmal rempelte mich jemand an und der Koffer fiel auf den grauen Asphalt. Ich konnte förmlich hören, wie die Kratzer sich in der Hartschale verewigten.  »Pardon«, hörte ich nur, bevor die Frau weitereilte, und ich seufzte. Das war wohl der Wink des Schicksals, mich ins Hotel zu begeben. Die Sightseeingtour wird leichter werden ohne den Koffer.  Ein Vier-Sterne-Hotel. Das erste Mal in meinem Leben wurde ich von einem Pagen begrüßt und mir wurde sofort das Gepäck abgenommen. Verwirrtheit musste meinen Blick gespiegelt haben, als er mir die Tür aufhielt, während ich auf dem roten Teppich hineinging und von einer angenehmen Wärme geküsst wurde. »Hier vorne können Sie den Check-in vornehmen, das Gepäck bringen wir auf Ihr Zimmer.« Perfektes Deutsch mit nur leichtem Akzent sprach der rund dreißigjährige Page und verabschiedete sich dann von mir, um davonzueilen. Ich hatte nicht einmal mehr Zeit, um Merci zu sagen, da war er schon verschwunden und ich ließ die Lobby auf mich wirken. Wir waren zehn Kandidaten im Backwettbewerb, zumindest waren das die Informationen, die sie bisher durchsickern lassen hatten. Alle waren hier untergebracht, doch vor Beginn der Competition sollte niemand wissen, wer teilnehmen würde. Ich hatte gegoogelt und mich schlaugemacht, doch die fünfstellige hohe Summe, die man bei Vertragsbruch begleichen musste, sorgte dafür, dass alle die Klappe hielten. Und wenn ich nur nach den Social-Media-Kanälen ginge, wäre meine Konkurrenz ins Unermessliche gestiegen. Es konnte sein, dass der Typ hinten im Eck mit der Baseballkappe und den ausgelatschten Sneakern einer der Kontrahenten war. Er passte so gar nicht in die Welt des Luxus, den dieses Hotel versprühte, doch es konnte mir egal sein. Es waren nur zehn Kilometer von hier bis zur Backschule, zumindest wenn ich Google Maps Glauben schenken konnte, und das war praktisch. Selbstverständlich war ich als Konditormeisterin frühes Aufstehen gewohnt, doch gerne machte ich es trotzdem nicht. Der Wurm und ich waren eher so auf dem Kriegsfuß miteinander, wir tolerierten uns maximal, von Freundschaft keine Rede. »Madame, darf ich Sie zum Check-in bitten?« Aus meinen Gedanken gerissen, sah ich die Dame vor mir an. Ihre Haare waren zu einem akkuraten Dutt gebunden, das Halstuch war perfekt zu einer Schleife gedreht. Ich nickte und folgte ihr zum Tresen. Zum Glück sprach ich Französisch, was an meiner Mutter lag, die in diesem Land geboren wurde und genau wie ich zweisprachig aufgewachsen war. Hach, Maman, wenn du sehen könntest, dass ich heute hier stehe, du wärst stolz, oder? Es dauerte nicht einmal zwanzig Minuten, bis ich in meinem Zimmer stand und den Mund vor Staunen nicht mehr verschließen konnte. Hotels waren für mich schon immer etwas Besonderes gewesen. Immerhin war ich auf einem Dorf aufgewachsen. Dort gab es mehr Kühe als Einwohner. Wenn ich ehrlich war, dann gab es im Schwabenland meist nicht den Hauch von Luxus. Hier hingegen konnte ich meinen Vater vor dem inneren Auge sehen, der ausrechnete, was der Wasserhahn gekostet hatte. Von dem riesigen Spiegel über dem Bett mal abgesehen. »Luisa, du drehst schon durch. Die Nervosität steigt dir zu Kopf, du wirst keine Zeit haben, um einer Bettgeschichte nachzugehen.« Selbstverständlich waren meine Gedanken in diese Richtung gegangen, als ich an die Decke geblickt hatte, das musste vom Hotel so gewollt sein. Natürlich hatte die Stimme recht. Ich hatte keinerlei Minute, um mich auf etwas anderes als den Wettbewerb zu konzentrieren. L´école de curie war die größte Backschule Europas. Jährlich bewarben sich rund dreihundert Leute für einen Ausbildungsplatz dort. Von diesen wurden nur acht pro Jahrgang angenommen. Jährlich gab es einen Wettbewerb, bei dem zehn Teilnehmer auserwählt wurden. Der Gewinner hatte die Chance auf eine der heißbegehrten Lehrerstellen. Die neuen Konditoren von morgen ausbilden, das wäre der Wahnsinn. Man musste eine einjährige Weiterbildung als Ausbilder absolvieren. Es war wie das goldene Ticket im Kinderfilm Charlie und die Schokoladenfabrik. Sobald man die l´école nur erwähnte, hätte man bei jedem Job Europas ein offenes Ohr. Es war für mich als kleines Dorfmädchen nicht nur ein Sprung ins kalte Wasser. Es war die einmalige Chance, aus dem Dorf herauszukommen. Mein Handy vibrierte, und als ich Papas Foto und ein blaues Herz auf dem Display entdeckte, schlich sich ein Lächeln auf meine Lippen. »Na, alter Herr?«, ging ich ran und konnte hören, wie er empört nach Luft schnappte. »Mein kleines Mädchen wird immer frecher«, antwortete er. Ich erwähnte nicht, dass ich in vier Jahren schon dreißig wurde. »Bist du gut angekommen?« Ich verdrehte die Augen. Er hatte die Whatsapp-Nachricht, die ich ihm direkt nach der Landung geschickt hatte, nicht gelesen. Es wäre einem Wunder gleichgekommen. »Ja, Papa. Ich hatte dir doch geschrieben.« Ich verstand nicht, was er daraufhin in seinen Bart nuschelte. Wir sprachen ganze drei Minuten, was für ihn und mich wahrlich an einen Rekord erinnerte. Danach nutzte ich die Gelegenheit, um kurz meine Stiefeletten von den Füßen zu streifen und das Vier-Sterne-Luxusbett zu testen. Als ich aufwachte, war es dunkel geworden. »Verdammt«, murmelte ich und raffte mich auf, für einen Moment musste ich mich erst einmal orientieren, um herauszufinden, wo ich war. Es dauerte nur kurz, bis mir der morgige Wettbewerb wieder Hummeln in den Bauch setzte und die Nervosität durch meine Blutbahn pumpte. Ein Blick aufs Handy zeigte mir die Uhrzeit. Es war kurz vor achtzehn Uhr, ich hatte mehrere Stunden geschlafen. Die Sightseeingtour war damit gestorben. Ärger durchflutete mich. Ab morgen würden wir täglich von acht bis siebzehn Uhr in der Backstube stehen. Der Wettbewerb sollte sich über insgesamt sechs Wochen ziehen. Nur eines war klar: Das Ziel war es, zweiundvierzig Tage hier verbringen zu dürfen. Das würde bedeuten, dass ich eben nicht in den ersten Runden schon rausflog. Ich musste etwas unternehmen, sonst würde mich die Aufregung in die Knie zwingen, und da ich jetzt schon vorgeschlafen hatte für die Nacht, konnte ich mich für einen Abend in das Pariser Nachtleben stürzen. Vielleicht würde es mich über die verlorene Zeit des Sightseeings hinwegtrösten. Erst einmal brauchte ich eine Dusche, ein anständiges Make-up und das richtige Outfit. Erst dann konnte das Projekt der Stadt der Liebe starten. Selten war ich so froh, die Ausgehklamotten nach einem längeren inneren Monolog mit mir selbst eingepackt zu...



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