Roe | Der Kuss des Chefs | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 1707, 144 Seiten

Reihe: Baccara

Roe Der Kuss des Chefs


1. Auflage 2012
ISBN: 978-3-86494-076-7
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 1707, 144 Seiten

Reihe: Baccara

ISBN: 978-3-86494-076-7
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Der Kuss am Donnerstag war heiß, aber der Mann leider ihr Chef! Emily weiß aus Erfahrung, was das nach sich ziehen kann, und kündigt. Prompt steht Zac Prescott vor ihrer Wohnungstür. Emily ist hin und her gerissen. Einerseits fühlt sie sich unwiderstehlich zu dem attraktiven Millionär hingezogen. Andererseits wird er sich doch nie im Leben ernsthaft in eine normale Frau wie sie verlieben! Zac hilft ihr zwar und lädt sie sogar nach Sydney ein. Aber er will ja doch bloß seine Sekretärin behalten! Oder sehnt er sich genauso sehr nach ihr wie sie sich nach ihm?



Schon als kleines Mädchen konnte sich Paula Roe nicht entscheiden, was sie werden wollte: Lieber Tierärztin ... oder doch Tänzerin, wie in dem Film Flashdance? Ähnlich bewegt sah dann auch ihre Karriere aus. Sie hat als Sekretärin, Software-Trainerin und Aerobic-Lehrerin gearbeitet. Außerdem machte sie eine Rucksack-Tour einmal quer durch Europa. Doch irgendwann besann sich die in Australien aufgewachsene Britin auf das, was sie schon immer geliebt hatte: das Schreiben. Bereits im Alter von 11 Jahren hatte sie ihre ersten Geschichten verfasst. Damals liebte sie Enid Blytons Der Zauberwald und wünschte sich auch einmal einen Baum zu entdecken, den man nur hochzuklettern brauchte, um in eine zauberhafte Fantasiewelt zu gelangen. Und so fand sie letztendlich ihre Bestimmung als Autorin und aktives Mitglied der Romance Writers of Australia. Nun lebt sie mit ihrer Familie in der Nähe von Sydney und gibt sich ganz ihrer Leidenschaft hin. Ihren Fernseher hat sie letztes Jahr rausgeschmissen, den braucht sie nicht mehr, um ihre Fantasie auf Reisen zu schicken.

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1. KAPITEL


„Wie bitte? Sag das noch mal!“

Emily Reynolds hielt den Hörer ein Stück vom Ohr weg und klemmte ihn sich dann unters Kinn. „Der Boss und ich haben uns geküsst.“

„Augenblick mal! Damit wir uns recht verstehen“, sagte A. J., Emilys große Schwester, am anderen Ende der Leitung. „Wir reden doch von Zac Prescott?“

„Natürlich.“

„Von dem Zac Prescott?“, hakte A. J. nach. „Dem die Frauen reihenweise zu Füßen liegen?“

„Genau von dem.“

„Und ausgerechnet meine patente Schwester, die für Überraschungen nichts übrig hat und ihm sein Büro organisiert, gehört jetzt auch zu seinen Fans?“

„Du brauchst gar nicht so darauf herumzureiten. Ich weiß, wie dumm ich mich verhalten habe.“ Emily saß im Bademantel auf dem Sofa und fragte sich, ob sie sich die Ereignisse der letzten Woche nur eingebildet hatte. Aber allein das Prickeln, das sie beim bloßen Gedanken an den Kuss verspürte, sprach Bände.

„Dumm finde ich das gar nicht. Im Gegenteil, du kannst dich glücklich schätzen! War es schön?“

„Wie kommst du nur darauf? Bis jetzt haben wir so gut zusammengearbeitet, und nun das. Genau wie damals …“

„Na los, erzähl schon“, bat A. J. ihre Schwester.

Seufzend rückte Emily das Handtuch zurecht, das sie um ihr frisch gewaschenes Haar geschlungen hatte. „Also, letzte Woche hatte ich frei. Am Donnerstag hat er mich ziemlich angetrunken aus dem Büro angerufen und gebeten, dass ich ihn nach Hause fahre. Das habe ich auch getan. Und als ich ihn dann zur Haustür begleitet habe, sind wir gestolpert … Irgendwie ist es da passiert.“

„Ach, gestolpert seid ihr … Die uralte Ausrede!“

Dass Zac etwas getrunken hatte, entschuldigte keineswegs ihr Verhalten. Hatte sie sich etwa schon lange danach gesehnt? „Danach bin ich sofort nach Hause und hab das Wochenende über nachgedacht …“

„Und?“

„Und dann habe ich gekündigt. Heute Morgen. Per E-Mail.“

„O Emmy! Wieso das denn? Nur wegen eines Kusses?“

„Du weißt schon warum. Noch mal möchte ich mir keine Verfehlung vorwerfen lassen.“

„Dein damaliger Chef hat hemmungslos gelogen, aber Zac Prescott macht so etwas bestimmt nicht.“

Emily seufzte. Damals als Berufsanfängerin hatte sie fest geglaubt, dass es auf Begabung und Engagement ankam, nicht auf blonde Haare und kurze Röcke. Als Angestellte einer Zeitarbeitsfirma hatte sie sich immer seriös gekleidet und ihr Bestes gegeben – in der Hoffnung, irgendwann eine feste Stelle zu bekommen.

Vor vier Jahren war dieser Wunsch in Erfüllung gegangen, als eine der größten Buchhaltungsfirmen in Perth sie eingestellt hatte. Aber schon sechs Monate später, bei der Weihnachtsfeier, war es zum Knall gekommen. Zum ersten Mal hatte sie ein Top und einen Minirock getragen … und prompt hatte einer der Manager sie auf dem Balkon belästigt. Bei dem Gedanken daran schauderte Emily noch immer. Sie war erst zweiundzwanzig gewesen und hatte sich unendlich gedemütigt gefühlt.

Dann war ein Onkel gestorben, den sie nicht einmal gekannt hatte, und hatte ihr zu ihrer Überraschung sein Apartment in Gold Coast an der australischen Ostküste hinterlassen. Also war Emily ans andere Ende des Landes gezogen, um ein neues Leben zu beginnen. Mit dem festen Vorsatz, sich dieses Mal nicht die Butter vom Brot nehmen zu lassen.

Aus diesem Grund hatte sie das Haar stets streng zu einem Knoten gebunden, Hosenanzüge in gedeckten Farben und bequeme flache Schuhe getragen. Der konsequent geschäftsmäßige Look hatte sich auch sofort bewährt, als sie vor zwei Jahren die Stelle als Zac Prescotts Sekretärin bekommen hatte.

„Vielleicht ist es gar nicht so schlimm …“, meinte A. J.

„Doch“, widersprach Emily. „Mit Männern bin ich fertig.“

„Wie bitte? Okay, in der Schulzeit haben sich ein paar Jungs als Nieten erwiesen, der Fiesling von Manager wollte dir sein Fehlverhalten anlasten, und dein Exmann war auch nicht gerade der große Wurf. Und das soll alles gewesen sein?“

Sie lachten beide.

„Jedenfalls bin ich es leid, dass jemand mit meinen Gefühlen spielt“, erklärte Emily. „Vielleicht hat die Unverbindlichkeit zwischen Mann und Frau doch ihre Vorteile?“

„Was sind denn das für Töne? Normalerweise ist das doch mein Part. Du dagegen mit deinen hohen moralischen Maßstäben wolltest doch immer auf den Richtigen warten.“

„Stimmt. Aber du siehst ja, wohin mich das gebracht hat. Oh, es klopft.“

„Komisch, dabei habe ich den Stripper erst für sieben bestellt“, scherzte A. J.

„Sehr witzig. Ich muss jetzt Schluss machen. Dann bis halb neun bei Jupiters.“

„Ja, bis dann, Emmy. Einen schönen sechsundzwanzigsten Geburtstag noch.“

Emily legte auf und rief Richtung Tür: „Ich komme!“ Vermutlich beschwerte sich der Postbote wieder mal, weil sie noch immer keinen Briefkasten angebracht hatte.

Männer sind gar nicht das Problem, dachte sie auf dem Weg zur Tür, ich bin es.

Seit zwei Jahren verwaltete sie Zac Prescotts Terminkalender, machte jede Menge Überstunden und sparte eisern, sodass sie nun in der Lage war, ein eigenes Geschäft zu eröffnen. In der freien Woche hatte sie ihren Chef schonend auf den geplanten Weggang vorbereiten wollen …

Das Klopfen wurde lauter.

„Einen Moment, George!“, rief sie und riss die Tür auf. „Mach doch nicht solchen …“

„Was soll das?“ Auf der Veranda stand Zac Prescott und hielt ein zusammengeknülltes Blatt Papier in der Hand. Und er war ziemlich verärgert.

Vorsichtshalber trat Emily einen Schritt zurück. Bisher hatte sie ihn nur ein einziges Mal wütend erlebt – vor einem halben Jahr, als sein Vater angerufen hatte.

„Ich habe gekündigt“, antwortete Emily ruhig.

Zac kniff die Augen zusammen. „Aber warum denn?“

Emilys Herz begann schneller zu schlagen, denn Zac Prescott sah in der dunkelgrauen Hose und dem weißen Hemd einfach umwerfend aus.

Vor allem faszinierte sie sein ausdrucksstarkes Gesicht mit den graugrünen Augen und dem markanten Kinn.

Emily blinzelte. „Weil ich nun mal gekündigt habe.“

„Das kannst du nicht.“

Da er einen Schritt nach vorn machte, blieb Emily keine Wahl, als ihn hereinzulassen. Als er dann mitten in ihrem Wohnzimmer stand, kam ihr das Apartment plötzlich bedeutend kleiner vor … Sein verführerischer Duft weckte in ihr die süßesten Erinnerungen. Plötzlich konnte sie nur noch an den Kuss denken …

Als er sie eingehend musterte, wie sie ungeschminkt und mit feuchten Haaren vor ihm stand, verschränkte sie unwillkürlich die Arme vor der Brust.

Ich habe ja fast nichts an! schoss es ihr durch den Kopf. Sie wurde das Gefühl nicht los, dass Zac all ihre Geheimnisse kannte, während sie nicht das Geringste von ihm wusste. Sie zog den Gürtel des Bademantels fester.

Welch ein Unterschied zu Donnerstagabend, als Zac ihre Beschützerinstinkte geweckt hatte …

„Du kannst nicht kündigen“, wiederholte er und runzelte die Stirn.

„Und warum nicht?“

„Weil ich … mit deiner Vertretung nicht klarkomme. Amber oder so …“

„Ebony, aus der Marketingabteilung. Sie ist freundlicherweise für mich eingesprungen.“

„Aber sie bringt das gesamte Ablagesystem durcheinander.“

„Ich verstehe …“ Emily sah, wie er sich den Nacken rieb. Nach zwei Jahren enger Zusammenarbeit wusste sie, dass eine Kopfschmerzattacke drohte.

Sie fühlte mit ihm, ob sie wollte oder nicht.

„Die letzte Woche war die Hölle. Ich brauche dich dringend wieder.“

Was sagte er da? Emily schmolz förmlich dahin. „Du brauchst mich?“, wiederholte sie.

Er nickte kurz. „Aus irgendeinem Grund will mir Victor Prescott seine Firma übergeben.“

„Dein Vater? VP Tech?“

„Genau.“

Wow! Normalerweise sprach Zac nicht über seine Vergangenheit oder seine Familie. Emily war es immer so vorgekommen, als hätte er sein Geschäft – eines der führenden Bauunternehmen der Stadt – quasi über Nacht aus dem Boden gestampft.

Zwar wusste sie, dass sein Vater einen milliardenschweren Softwarekonzern leitete, aber das war auch schon alles. An Büroklatsch beteiligte sie sich grundsätzlich nicht.

„Deswegen warst du …“ Sie verstummte taktvoll.

„… am Donnerstag betrunken. Richtig. Gut dass es niemand mitbekommen hat.“

Sie wusste, dass er im Büro normalerweise nichts trank. Also hatte er sie nur angerufen, weil er sich auf ihre Diskretion verlassen konnte.

„Zac … Zwei Jahre lang war ich für dich eine Sekretärin, wie sie sich ein Chef nur wünschen kann. Ich habe dein Berufs- und Privatleben organisiert, deine Kunden beschwichtigt, kurzfristig Meetings einberufen, Geschäftsreisen gebucht und Termine vereinbart. Ich habe abends und sogar an den Wochenenden Überstunden gemacht …“

„Ich hatte ja keine Ahnung, dass dich die Arbeit so nervt“, unterbrach er sie.

„Tut sie auch nicht. Ich finde nur, dass es Zeit für eine Veränderung ist.“

„Wenn du mir bei der Sache mit VP Tech hilfst, reicht das nicht als Veränderung?“

„Na ja … Ich habe gekündigt und gehe. Lassen...



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