Sphären (‚Migrantenviertel’ und ‚SOHO Viertel’) als weitgehend isoliert v- einander erlebt werden. Die architektonische Gestaltung und Funktionalisierung einzelner Neubauprojekte verstärkt diesen Eindruck, der sich in der Produktion von ‚Reichenoasen’ mit Concierge Systemen und Sicherheitseinrichtungen im Gebäude manifestiert. Als Grund für die bevölkerungsstrukturellen Veränderungen kann am eh- ten die starke Sanierungstätigkeit angegeben werden. SOHO IN OTTAKRING hat für diese Sanierungsoffensive unterstützenden Charakter, da dadurch die Attraktivität des Viertels und damit die Marktpreise von sanierten Wohnungen, Gebäuden oder neu errichteten Immobilien gestiegen sind. Die AkteurInnen dieser Dynamik sind einerseits Gebietsbetreuung und Bezirksvertretung, die sich bemühen, durch Investitionen eine „soziale Durchmischung der Wohnbevölke- 122 rung“ zu erreichen. Zum anderen die Wirtschaftskammer, die die Attraktivität 123 des Quartiers als lukrativen Investitionsstandort international präsentiert. Die Auswirkungen der Sanierungen auf die Bevölkerungsstruktur können aus der Art der Sanierung – frei finanziert oder mit öffentlichen Fördermitteln – gefolgert werden: Die Überlagerung von Finanzierungsart und bevölkerungsstrukturellen Veränderungen gibt Hinweise darauf, dass durch die (Mietpreis)regulationen, die an öffentliche Förderungen gekoppelt sind, der bevölkerungsstrukturelle Wandel weniger stark ist als bei frei finanzierten Sanierungen. Jedoch sind auch hier die quantitativen Daten zu verfeinern und um die Art und die Rahmenbedingungen der einzelnen Sanierungsprojekte zu ergänzen, um zu detaillierten Aussagen zu gelangen. Geeignet hiefür wäre die Durchführung von Fallstudien. Der erste Forschungsschwerpunkt der vorliegenden Untersuchung fokussiert auf die Auswirkung von Kunst- und Kulturprojekten auf die umgebende Stadtstr- tur. Am Beispiel von SOHO IN OTTAKRING wurden in unterschiedlichen Dimensionen die möglichen Einflüsse auf das umgebende Brunnenviertel - leuchtet.
Rode / Kubesch / Wanschura
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Zielgruppe
Professional/practitioner
Weitere Infos & Material
Kurzfassung ‚Kunst macht Stadt‘.- Kunst macht Stadt: Was heißt das?.- Forschungsfragen und Methodik.- Kunst macht Stadt – Wechselwirkungen.- Kunst in der Stadt – drei Blitzlichter.- Stadt macht Kunst.
DI Dr. Philipp Rode ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Landschaftsarchitektur an der Universität für Bodenkultur in Wien und Partner des Planungsbüros zwoPK Landschaftsarchitektur.
DI Bettina Wanschura ist Gesellschafterin des Planungs- und Kommunikationsbüros PlanSinn mit Sitz in Wien.
DI Christian Kubesch ist Universitätsassistent am Fachbereich Örtliche Raumplanung der Technischen Universität Wien und Mitarbeiter des Referats für Wohnbauforschung und Internationale Beziehungen der Stadt Wien.