Rivers | Küsse voller Zärtlichkeit | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 1, 264 Seiten

Reihe: Küsse voller Zärtlichkeit

Rivers Küsse voller Zärtlichkeit


1. Auflage 2013
ISBN: 978-3-95609-007-3
Verlag: el!es-Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 1, 264 Seiten

Reihe: Küsse voller Zärtlichkeit

ISBN: 978-3-95609-007-3
Verlag: el!es-Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Michelle Carver hat als Managerin von Disney World in Florida einen anstrengenden Job. Für ein Privatleben hat sie kaum Zeit, deshalb beschränkt sie sich auf gelegentliche Affären. 'Liebe' kommt in ihrem Wortschatz nicht vor.
Cindy Claybourne ist Studentin und hat einen Ferienjob in Disney World. Sie merkt, dass sie sich zu Michelle hingezogen fühlt, dass sie hinter ihre harte Schale schauen möchte. Aber Michelle lässt das nicht so einfach zu. Doch Cindy gibt nicht auf und kämpft für ihre Liebe zu Michelle. Wird Michelle endlich einsehen, dass Cindy die richtige für sie ist?

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»Hey, Mum, wie geht’s dir?« Cindy war gerade noch dabei, ihre Einkaufstüten abzustellen, und hielt das Telefon nur mit zwei Fingern. »Nein, nein, ist schon gut«, beruhigte sie ihre Mutter. »Du hast mich nicht gestört. Ich bin gerade erst zur Tür reingekommen.« Sie lauschte einen Moment. »Ja, richtig, der Job dauert manchmal etwas länger. Und ich musste noch einkaufen. Ich habe ein paar Kollegen zum Essen eingeladen.« Sie wurde unterbrochen. »Nein, Mum, das macht mir nichts. Die kommen erst später.« Sie lachte, als sie die Erwiderung ihrer Mutter hörte. »Mum, bitte, mach dir keine Sorgen. Ja, ich habe dein Päckchen bekommen, aber ich habe es noch nicht aufgemacht.« Sie nahm ein in Geschenkpapier verpacktes Päckchen aus einer der Tüten. »Das sollst du doch nicht«, tadelte sie ihre Mutter sanft. »Ja, ich habe es gefunden.« Sie öffnete das Päckchen. »Mum, wirklich, ich brauche keine warme Kleidung hier, auch wenn Orlando nördlich von Miami liegt. Hier ist es noch ziemlich warm.« Ihr Gesicht wechselte den Ausdruck. »Wenn das Semester losgeht, bin ich wieder da, natürlich. Ich muss ja weiterstudieren. Ich hatte nie vor, in Orlando zu bleiben, das weißt du doch. Ich komme nach Miami zurück, sobald ich hier mit dem Ferienjob fertig bin.« Sie lachte. »Sonst kommen sie noch auf die Idee und stecken mich in eins dieser Kostüme!«

Sie verabschiedete sich und legte auf. Mit einem zärtlichen Lächeln packte sie den Pullover, den ihre Mutter ihr geschickt hatte, in eine Schublade. Kaum hatte sie das getan, klingelte das Telefon erneut. So werde ich nicht zum Kochen kommen, seufzte Cindy innerlich. Sie nahm ab. »Der Pullover ist wunderschön, Mum«, sagte sie.

»Freut mich für dich«, sagte eine junge, dynamische Stimme. »Aber wozu brauchst du in Florida einen Pullover? Wir sind in den Tropen. Soll ich dir Karibik buchstabieren?«

»Nicht nötig!« lachte Cindy. »Hey, Mel, was machst du? Wieso rufst du mich am Samstagabend an? Hast du all deinen tausend Dates abgesagt?«

»Ich habe keine tausend Dates«, sagte Mel. »Aber ich vermisse meine beste Freundin hier in Miami am Samstagabend.«

»Wenn nicht tausend, dann neunhundertneunundneunzig«, neckte Cindy sie weiter. »Ich kenne dich doch. Die Frauen liegen dir zu Füßen.«

»Du verwechselst das«, sagte Mel. »Das warst du. Sie kriechen immer noch auf dem Boden herum und suchen nach dir. Die ganze Zeit, seit du weg bist.«

»Verrücktes Huhn!« Cindy ließ sich in einen Sessel fallen und hängte ein Bein über die Lehne. »Meine Mutter hat mich gerade angerufen. Sie hat mir einen Pullover geschenkt für die kalten Nächte hier in Orlando«, erzählte sie lachend.

»Kann sie sich nicht vorstellen, dass du lieber etwas anderes hast nachts, das dich wärmt?« fragte Mel schelmisch.

»Ich glaube, das kann sie«, sagte Cindy vergnügt.

»Und? Wie ist es damit?« hakte Mel nach.

»Womit?« fragte Cindy harmlos.

»Du weißt schon«, sagte Mel. »Hast du jemand . . . kennengelernt?«

»Ich arbeite hier, Mel«, sagte Cindy, »und zwar so ziemlich ohne Unterbrechung. Für etwas anderes habe ich keine Zeit.«

»Das ist keine Antwort auf meine Frage«, sagte Mel. Für einen Moment herrschte Stille. »Aha«, bemerkte Mel wissend.

»Nichts Aha, Mel, du interpretierst das ganz falsch . . .« Cindy biss sich auf die Zunge.

»Wenn du keinen Grund hättest, dich zu rechtfertigen, würdest du es wohl kaum tun«, lachte Mel. »Also komm schon, raus mit der Sprache. Wer ist sie?«

»Es gibt keine Sie«, widersprach Cindy. »Du irrst dich.«

»Ich irre mich nicht. Vergiss nicht, wir sind zusammen aufgewachsen. Ich kenne dich besser als du dich selbst.« Mels Grinsen war durchs Telefon zu hören.

»Oh, hör auf, Mel! Ich kann dir nichts erzählen. Es gibt nichts«, wand sich Cindy.

»Hey, was willst du deiner besten Freundin verheimlichen? Hat sie nur ein Auge, oder was?«

Cindy musste lachen. »Mel, bitte . . .« Sie schloss die Augen und stellte sich Michelles Gesicht vor. Damals, im Bett, bevor – »Sie hat zwei«, sagte sie leise. »Und sie sind sehr schön.«

»Also doch!« Mel war zufrieden. »Und? Wie, was, wo, wer? Nun mach schon! Spann mich nicht so auf die Folter!«

»Es ist gar nichts«, sagte Cindy. »Ich meine, wir haben nichts miteinander. Es ist nur –« Sie brach ab.

»Bist du verliebt in sie?« Mels Stimme klang sehr neugierig.

»Ich weiß nicht. Noch nicht einmal das weiß ich. Oh, Mel, es ist furchtbar kompliziert!« Cindy fuhr sich verzweifelt durch die Haare.

»Ist sie verheiratet?« Anteilnahme kam durch den Hörer.

»Nein. Nein, gar nicht. Sie –« Cindy wusste nicht, was sie sagen sollte.

»Na, wenigstens das nicht.« Mel hatte so ihre Erfahrungen mit verheirateten Frauen. »Da bin ich ja erleichtert.«

»Du vielleicht«, seufzte Cindy, »aber ich nicht. Ich wünschte, sie wäre verheiratet. Und ich wünschte, sie wäre nicht –« Sie biss sich auf die Lippen.

»Sie wäre nicht – was?« Mel klang aufs äußerste gespannt.

»Mein Boss«, flüsterte Cindy.

»Sie ist was?« kreischte Mel. »Dein Boss? Bist du wahnsinnig? Wie kannst du da noch arbeiten?«

»Was soll ich tun, Mel? Ich hatte den Job schon für diesen Sommer, und da wusste ich nicht . . . ich meine, ich konnte ja nicht wissen, dass sie sie ist und dass wir uns schon kannten.«

»Ihr kanntet euch schon? Wie das? Ich dachte, du wärst das erste Mal in Orlando. Ich meine, seit dem Schulausflug damals, als wir zusammen dort waren. Aber da waren wir noch Kinder. Da kannst du ja kaum –« Mel brach irritiert ab.

Cindy lachte erleichtert auf. Mels Verunsicherung brachte ihr die Sicherheit zurück, die sie brauchte. »Nein, ich habe sie nicht schon mit neun verführt, das kann ich beschwören!« stieß sie prustend hervor. »Und ich glaube auch nicht, dass sie damals schon die Leitung von Disney World innehatte. Da war sie wahrscheinlich selbst noch auf dem College.«

»Die Leitung?« Mel verstummte. »Du meinst, sie ist der Boss? Die Chefin von allem?« Mel räusperte sich. »Ich dachte, sie wäre vielleicht deine Teamleiterin oder so, aber der alleroberste Boss – das ist schon ein Fang.« Mel lachte. »Wow! Wer hätte das gedacht. Der Super-Oberboss!«

»Jetzt krieg dich mal wieder ein«, sagte Cindy. »Ein Mensch ist ein Mensch.«

»Na ja.« Mel lachte. »Wie George Orwell in seiner Farm der Tiere schon sagte: ›Alle Tiere sind gleich. Aber manche sind gleicher als die anderen.‹«

»Wie du meinst«, sagte Cindy. »Aber das hat alles sowieso keine Bedeutung, weil wir ja nichts miteinander haben. Sie konnte sich kaum meinen Namen merken.«

»Ich denke, ihr kennt euch?«

»Na ja, kennen ist vielleicht zuviel gesagt. Es war mehr . . . richtig kennengelernt haben wir uns eigentlich nicht. Sie war mal in Miami –«

»Ah, jetzt versteh ich«, sagte Mel anzüglich. »Diese Art Kennenlernen. Nur eine Nacht?«

»Noch nicht mal das«, seufzte Cindy. »Es ist wirklich kompliziert. Sie hat mich gewürgt –«

»Jetzt geht’s aber los!« platzte Mel empört heraus. »Seit wann stehst du auf SM? Was willst du mit so einer?«

»So war es ja nicht«, erwiderte Cindy verzweifelt. »Sie ist nicht so. Sie meinte eigentlich jemand anders . . .«

»Oh, nett!« unterbrach Mel sie. »Sie hätte dich stellvertretend für jemand anders erwürgt? Noch besser.«

»Nein, Mel, hör doch mal zu!«

»Ich höre«, sagte Mel. »Aber erzähl mir nicht, dass es keine Bedeutung hat. Das glaube ich dir nämlich nicht.«

Cindy kaute auf ihrer Lippe herum. »Wahrscheinlich hast du recht«, sagte sie dann. »Aber wenn es eine Bedeutung hat, dann nur für mich. Für sie nicht.«

»Hüpft sie derartig durch die Betten?« fragte Mel.

»Oh Gott, Mel!« Cindy musste lachen. »Ich weiß es nicht. Ich weiß gar nichts über ihr Privatleben. Manchmal glaube ich, sie hat keins. Sie arbeitet sehr viel.«

»Das sind nicht die besten Aussichten«, sagte Mel.

»Nein. Nein, wirklich nicht.« Cindy kaute wieder auf ihrer Lippe herum. Es klopfte an der Tür. »Ich muss Schluss machen, Mel. Ich habe ein paar Kollegen zum Essen eingeladen, und ich glaube, die kommen gerade. Eigentlich wollte ich kochen.«

»Hmm«, machte Mel genüsslich. »Schade, dass ich nicht da bin.«

»Du Schleckermaul!« lachte Cindy. »Ein andermal – wenn ich wieder in Miami bin.«

»Ich Verlass mich drauf«, sagte Mel.

Das Pochen an der Tür wurde stärker. »Ciao, Mel.«

»Ciao.«

Cindy ging noch mit dem Telefon in der Hand zur Tür und öffnete. Ein Schwall kichernder Leute ergoss sich in das kleine Zimmer.

»Wir dachten schon, du wolltest uns nichts abgeben«, sagte Clark und blickte sich um. »Wo ist der Futtertrog?«

»Du bist unmöglich, Clark!« Die kleine Indianerin Paige stupste Clark in die Seite. »Verfressener Elefant!«

»Ich muss euch enttäuschen, Leute«, sagte Cindy. »Ich bin noch nicht fertig. Eingekauft habe ich alles, aber seit ich nach Hause gekommen bin, klingelte dauernd das Telefon.«

»Kein Problem.« Brittany, groß, blond und strahlend, übernahm das Kommando. »Dann kochen wir halt alle zusammen.« Sie ging zu den Tüten hinüber und begann auszupacken. »Will, Yoko!«...



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