Rivers | Heiße Küsse in Berkeley | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2, 226 Seiten

Reihe: Küsse voller Zärtlichkeit

Rivers Heiße Küsse in Berkeley


1. Auflage 2020
ISBN: 978-3-95609-308-1
Verlag: el!es-Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 2, 226 Seiten

Reihe: Küsse voller Zärtlichkeit

ISBN: 978-3-95609-308-1
Verlag: el!es-Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Die Beziehung zwischen Cindy und Michelle nimmt einen holprigen Verlauf, denn Cindy geht an die Universität in Berkeley, Kalifornien, während Michelle weiterhin Disney World in Florida leitet. Das Angebot, Disneyland in Anaheim zu übernehmen, ist für Michelle im Gegensatz zu Cindy kein Anlass zur Freude, denn mit Kalifornien verbindet sie traumatische Kindheitserinnerungen. Um jedoch Cindy nah zu sein, nimmt sie das Angebot an. Alles scheint in Ordnung zu kommen, da bricht auf dem Disneyland-Gelände ein Feuer aus, bei dem ein Kind stirbt. Michelles Leben gerät völlig aus den Fugen, denn nun muss sie nicht nur um ihren Job und das Ansehen von Disney, sondern auch gegen Dämonen aus der Vergangenheit kämpfen. Wird Cindy sie mit ihrer Liebe aus diesem erdrückenden Spinnennetz befreien können?

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1


»Hallo, meine Süße.«

Cindy fuhr von ihrem Buch hoch, als sie die Worte hörte und ein zarter Lufthauch über ihr Ohr strich. Sie drehte sich schnell um. »Michelle!« Ihr Gesicht erstrahlte. »Was machst du denn hier?«

»Ich wollte schon immer einmal den Lesesaal von Berkeley kennenlernen«, erklärte Michelle lächelnd.

Erstaunt hob Cindy die Augenbrauen. »Und sie haben dich einfach so hereingelassen?«

Als Antwort zuckte Michelle nur die Schultern.

»Ja, klar.« Cindy stand schmunzelnd auf. »Wer kann dir schon widerstehen?« Sie hätte Michelle am liebsten von oben bis unten abgeküsst, aber das ging hier im Lesesaal natürlich schlecht.

»Disney ist im Vorstand«, erklärte Michelle. »So schwierig war es gar nicht. Das Schwierigste daran war, sie davon abzuhalten, mir eine Eskorte zu geben.« Sie schmunzelte auch.

»Oh Michelle . . .«, flüsterte Cindy. Die Sehnsucht erfasste sie mit voller Macht.

»Psst!«, machte Michelle und legte einen Finger auf ihre Lippen. »Nicht so laut hier.«

»Dann musst du mir nicht solche Sachen ins Ohr flüstern und mich damit erschrecken.« Cindy flüsterte noch leiser.

»Ich liebe es, dir Sachen ins Ohr zu flüstern«, erwiderte Michelle zärtlich lächelnd. »Allerdings wollte ich alles andere als dich damit zu erschrecken. Wenn das so erschreckend für dich ist, werde ich es in Zukunft unterlassen.«

»Bitte nicht«, sagte Cindy. »Aber vielleicht nicht hier im Lesesaal, wenn ich so unvorbereitet bin.« Sie lachte Michelle an. »Also, was machst du hier? Kommst du mich besuchen?«

»Das auch«, sagte Michelle, »aber eigentlich musste ich nach Anaheim wegen einer Sitzung, und da dachte ich, wenn ich schon mal in Los Angeles bin, mache ich einen Abstecher auf dem Rückweg.«

»Eine Sitzung? Außerplanmäßig?«, fragte Cindy besorgt.

»Keine Angst.« Michelle lächelte beruhigend. »Nicht so wie das letzte Mal. Im Gegenteil. Sie wollen mich befördern.«

»Befördern? Wohin?« Cindy runzelte die Stirn.

»Das eben ist das Problem. Sie können mich nicht in Disney World befördern. Da bin ich schon der oberste Boss«, sagte Michelle, und sie klang nicht besonders glücklich.

»Sie wollen dich versetzen?« Cindy wusste, wie sehr Michelle Disney World liebte. Sie wollte dort sicher nicht weg.

»Ich soll Disneyland übernehmen, hier in Kalifornien«, sagte Michelle. »Dann bin ich automatisch in der obersten Geschäftsleitung.«

»Das warst du doch jetzt schon.« Cindy runzelte die Stirn.

»Nicht so ganz«, sagte Michelle. »Kalifornien steht über Florida, weil es der Hauptsitz ist. Ich habe zwar mehr Geld verdient mit Disney World, aber die höhere Position hatte Keith.«

»Du übernimmst den Posten von Keith?«, fragte Cindy erstaunt.

»Nein.« Michelle versuchte anscheinend, ihre Genugtuung nicht zu sehr zu zeigen, aber sie konnte ein befriedigtes Zucken ihrer Mundwinkel nicht unterdrücken. »Er wäre mir dann untergeordnet.«

»Du liebe Güte!« Cindy setzte sich. »Das ist ein Sprung!«

»Kann man so sagen«, bestätigte Michelle etwas zögernd. »Die Frage ist nur, ob ich das auch will.«

Cindy sah sie fragend an. »Du willst nicht?«

»Ich weiß noch nicht«, meinte Michelle.

»Präsidentin von Disney World zu sein ist dir wichtiger.« Das konnte Cindy sich gut vorstellen. Michelle und Disney World – das war ja fast dasselbe.

»Der Titel ändert sich nicht«, erwiderte Michelle nachdenklich. »Dann wäre ich Präsidentin von Disneyland. Und im Aufsichtsrat.«

»Das musst du dir gut überlegen.« Abwartend musterte Cindy Michelle. Sie wusste nicht genau, was Michelle abhielt, sich zu freuen. Aber das wusste sie manchmal nicht.

Michelle nickte. »Ja. Ich müsste nach Kalifornien umziehen.«

Ein Strahlen überzog Cindys Gesicht. »Das wäre doch toll! Dann könnten wir uns viel öfter sehen.« Aber sie bemerkte sofort, dass Michelle ihre Begeisterung nicht teilte. »Willst du nicht?«

»Das schon, das wäre wirklich schön. Aber . . .« Michelle zögerte erneut. »Ich käme zurück«, sagte sie dann schnell. »Ich stamme von hier.«

Überrascht blickte Cindy sie an. »Du bist Kalifornierin? Das hast du mir nie erzählt.«

»Es gab keinen Anlass dazu.« Auf einmal wirkte Michelle verschlossen.

»Oh, ja, entschuldige.« Das hieß vermutlich, Michelle war hier in Kalifornien im Kinderheim gewesen. Das waren keine guten Erinnerungen, die sie damit verband. Cindy strich ihr über den Arm. »Solange ich in Berkeley bin, wäre es natürlich schön, wenn ich nicht jedes Mal über sieben Stunden fliegen müsste, um dich zu sehen«, sagte sie leise.

»Du wirst nicht ewig hier sein«, gab Michelle zu bedenken.

»Ich könnte mir einen Professorinnen-Posten hier andrehen lassen, wenn ich meinen Doktor habe«, sagte Cindy.

»Könntest du.« Michelle runzelte die Stirn, als ob sie das Für und Wider abwägen würde.

»Professoren werden zwar schlecht bezahlt, aber aufs Geld brauche ich ja nicht zu achten.« Cindy lachte. Sie merkte, dass sie Michelle Kalifornien schmackhaft zu machen versuchte, aber was sollte sie tun? Sie sehnte sich so nach ihr, wenn sie allein hier war. Sie konnte sich nichts Schöneres vorstellen, als quasi nur um die Ecke gehen zu müssen, um sie zu sehen. Wie es in Disney World gewesen war.

»Tja.« Michelle seufzte. »Lass uns von etwas anderem reden. Hast du noch lange hier zu tun?«

»Ich könnte sofort aufhören.« Leicht strich Cindy Michelle über die Wange. »Bei so einer schönen Unterbrechung kann ich mich sowieso nicht mehr konzentrieren.« Sie lächelte zärtlich.

»Wollen wir essen gehen?«, fragte Michelle.

»Essen?« Cindy starrte sie entgeistert an.

Michelles Mundwinkel hoben sich belustigt. »War das der falsche Vorschlag?«

Etwas verlegen verzog Cindy das Gesicht. »Ähm . . . Nein . . . Wenn du hungrig bist, gehen wir essen.«

»Ich bin hungrig«, bestätigte Michelle. Ihre Augen begannen zu funkeln.

Cindy wurde es sehr warm in den abgedunkelten Räumen der Bibliothek, die eigentlich gut klimatisiert waren. »Ich wohne im Studentenwohnheim«, sagte sie. »Ich teile mir mit einer anderen Studentin ein Zimmer.«

»Oh, wieder diese ›Ich will so sein wie alle anderen‹-Geschichte«, vermutete Michelle leicht amüsiert.

»Genau«, sagte Cindy. »Bisher weiß hier noch niemand, wer ich bin, und das finde ich sehr angenehm.«

»Dann bleibt nur noch ein Hotel.« Michelle zog die Augenbrauen hoch.

Cindy wusste, warum. Ihre erste Begegnung im Hotel war nicht sehr erfreulich gewesen. »Willst du hier übernachten?«, fragte sie mit rau angehauchter Stimme.

»Das hatte ich eigentlich nicht vor«, erwiderte Michelle und ließ ihre Augen über Cindys Gesicht wandern. »Gibt es auch Stundenhotels hier in der Nähe?« Sie schmunzelte.

Cindy stupste sie spielerisch in die Seite. »Wie sollen wir uns denn dabei vorkommen?«

»Hauptsache, das Bett ist gut«, sagte Michelle. Sie bemühte sich krampfhaft um einen ernsten Gesichtsausdruck.

»Du bist unmöglich, Michelle«, flüsterte Cindy. Sie packte ihre Sachen zusammen. »Lass uns bloß gehen, bevor sie uns wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses rauswerfen!«

Sie verließen die Bibliothek und traten ins helle Licht des späten Nachmittags hinaus. »Wir könnten es mit meinem Zimmer versuchen«, sagte Cindy. »Ich glaube, meine Mitbewohnerin ist heute bei ihrem Kellnerinnenjob. Sie kommt erst spät nach Hause.«

»Traumhaft!«, sagte Michelle lachend. »Und dann kommt sie mittendrin herein, weil sie etwas vergessen hat. Das habe ich schon in meiner eigenen Studienzeit gehasst!«

Cindy sah sie an. »Bist du denn so oft gestört worden?«

Michelle musterte sie. Ihre Mundwinkel zuckten. »Das wüsstest du jetzt gern, was? Aber ich sage es dir nicht.« Ihre Mundwinkel gaben den Kampf auf und verzogen sich weit nach oben.

»Du bist gemein«, sagte Cindy. »Wahrscheinlich haben sich die Damen die Klinke bei dir in die Hand gegeben.« Sie beobachtete Michelles Gesicht, um abzuschätzen, ob sie sie genug herausgefordert hatte, dass sie ihr die Wahrheit verraten würde.

»So schlimm war es auch wieder nicht«, erwiderte Michelle zurückhaltend. »Machst du es so?« Sie blitzte Cindy fröhlich an. Nun hatte sie ihr die Provokation zurückgegeben und offensichtlich ihren Spaß daran.

»Ich bin mit dir zusammen!«, erwiderte Cindy empört. »Da kommt das ja wohl kaum in Frage.«

»Wirklich?« Michelle wirkte nun doch etwas ernster, nicht mehr so verspielt.

»Ich dachte, du bist nicht eifersüchtig«, meinte Cindy blinzelnd.

»Du bist viel allein hier in Berkeley«, sagte Michelle. »Wir sehen uns nicht oft.«

»Du bist ebenso viel allein in Orlando. Soll ich daraus jetzt schließen, dass ich dich vielleicht nicht überraschend zu Hause besuchen sollte?«, fragte Cindy.

Michelle zog die Augenbrauen zusammen. »Ich arbeite die meiste Zeit.«

»Ach, und was glaubst du, was ich hier tue?« Cindys Augenbrauen zogen sich nicht zusammen, sie hob sie fragend, aber auf eine durchaus herausfordernde Art.

»Du hast recht«, gab Michelle zu. »Ich führe mich albern auf.«

Cindy lächelte. »Ich bin deine Frau«, sagte sie. »Du hast jedes Recht zu fragen.«

Automatisch blickte Michelle auf den Ring an Cindys Hand. Sie schluckte. »So wie jetzt habe ich mich noch nie gefühlt, Cindy. Es tut mir leid.«

»So wie jetzt? Das heißt, du bist tatsächlich eifersüchtig?« Während Cindy versuchte, ein Zucken ihrer Mundwinkel zu...



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