Ritter | Mundus Intelligibilis | Buch | 978-3-465-03180-2 | www2.sack.de

Buch, Deutsch, Band 6, 160 Seiten

Reihe: Philosophische Abhandlungen

Ritter

Mundus Intelligibilis

Eine Untersuchung zur Aufnahme und Umwandlung der neuplatonischen Ontologie bei Augustinus
2. unveränderte Auflage 2002
ISBN: 978-3-465-03180-2
Verlag: Vittorio Klostermann

Eine Untersuchung zur Aufnahme und Umwandlung der neuplatonischen Ontologie bei Augustinus

Buch, Deutsch, Band 6, 160 Seiten

Reihe: Philosophische Abhandlungen

ISBN: 978-3-465-03180-2
Verlag: Vittorio Klostermann


Die geschichtliche Situation Augustins ist die des Übergangs vom sich auflösenden Imperium Romanum zum neuen Imperium der römischen Kirche. Kennzeichnend für Augustins Mittlerschaft zwischen der alten Weisheit und der neuen Religion ist in besonderem Maße seine Einstellung zum Platonismus, dessen ontologische Begriffe er zum Aufbau seiner christlichen Metaphysik verwendet. Diese zuerst 1937 erschienenen Untersuchungen Joachim Ritters zur Seinslehre Augustins sind ein Beitrag zum Verständnis jener Bewegung, in der der hellenisch-hellenistische Platonismus zu einem christlichen Platonismus wird, indem sie sich jenem Geschehen zuwenden, in dem sich in einem eigentümlichen Ineinander von Lösung und Bindung die Geschichte des christlichen Denkens zur Geschichte des Nachlebens antiker Philosophie ausformt. Dieser Entwicklung wird man nicht gerecht, wenn man sich mit der Feststellung begnügt, welche Anschauungen und Vorstellungen übernommen werden; man muss sich darüber hinaus klar machen, was aus diesen Anschauungen und Vorstellungen wird, wie sie sich wandeln und in Zusammenhänge einfügen, die ihnen an ihrem ursprünglichen Ort fremd und unbekannt waren. Der Autor weist nach, dass Augustin in allen für die christliche Ontologie entscheidenden Punkten die platonische Ontologie in christlicher Deutung übernimmt und zugleich überhöht. Für Augustin wird so der Christ nicht nur zum Erben, sondern auch zum Vollender der platonischen Weisheit. Entsprechend sucht die Arbeit den Platoniker und Christen Augustin einheitlich zu sehen und so den christlichen Platoniker vom außerchristlichen Platonismus zu unterscheiden; sie sucht die christliche Deutung aufzuhellen, der der Platonismus bei Augustin auch da, wo seine Anschauungen in Geltung bleiben, unterworfen wird.

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Zielgruppe


Philosophen, Theologen


Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Joachim Ritter (1903-1974) promovierte 1925 bei Ernst Cassirer. 1932 Habilitation, 1946 Berufung nach Münster, wo er bis zu seiner Emeritierung blieb. Die Arbeiten Ritters, der vornehmlich im Bereich der Geistes- und Philosophiegeschichte arbeitete, kennzeichnet das Ineinandergehen von historischer und systematischer Form. Charakteristisch für Ritter wie für die sog. 'Ritter-Schule' der historischen Hermeneutik ist es, das Moment der Geschichtlichkeit als wesentliche Determinante von Denken, Erkenntnis und Erfahrung zu verstehen. Das spezifische Weltverhältnis von Denken und Erkenntnis wird als Ausdruck der jeweiligen historischen Epoche aufgefasst. Die übergreifende Einheit der historischen Komponente des Wissens und der sachlich-gegenständlichen Wahrheit ist für Ritter im 'Zusammenhang der Epochen' und in der 'Kontinuität des Wissens' garantiert. Joachim Ritter ist Begründer und Herausgeber des Historischen Wörterbuchs der Philosophie.

Im Herbst 2001 war kein einziges der Bücher von Joachim Ritter lieferbar - darunter Die Lehre vom Ursprung und Sinn der Theorie bei Aristoteles (1953), Hegel und die französische Revolution (1957) und Landschaft. Zur Funktion des Ästhetischen (1963). Das hier angezeigte Buch erschien schon in erster Auflage bei Vittorio Klostermann; nun ist es in unveränderter Neuauflage wieder greifbar und ermöglicht das Wiederlesen eines bedeutenden Philosophen.



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