Rippe | Heilende Metalle - eBook | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 328 Seiten

Rippe Heilende Metalle - eBook

Rezepte und Therapie im Geist des Paracelsus
1. Auflage 2021
ISBN: 978-3-03902-126-0
Verlag: AT Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Rezepte und Therapie im Geist des Paracelsus

E-Book, Deutsch, 328 Seiten

ISBN: 978-3-03902-126-0
Verlag: AT Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Metalle begleiten nahezu jeden Bereich unseres Alltags. Spätestens seit der Antike dienen sie auch als Heilmittel. Wesentliche Einsatzgebiete sind die Konstitutionstherapie und somit vor allem die Behandlung chronischer Erkrankungen, aber auch die damit verbundene geistige Prägung eines Menschen. In der Heilkunde nach Paracelsus bilden Metalle die Basis jeder Therapie. Auf den vier Säulen der Medizin nach Paracelsus beruht auch dieses Buch. Es ist ein umfangreiches therapeutisches Kompendium, das einen Einblick in Medizin- und Kulturgeschichte, Alchemie und Astromedizin ermöglicht. Die Erfahrungen des Autors als Therapeut und Referent fliessen in die Therapiekonzepte und Rezepte ein und machen das Buch zu einem unentbehrlichen Nachschlagewerk für die Praxis.

Olaf Rippe ist Heilpraktiker mit eigener Praxis. Seit über 30 Jahren Seminartätigkeit, speziell zur Heilkunde nach Paracelsus sowie zur Kräuterheilkunde, Astrologischen Medizin, Humoralmedizin und Homöopathie. Er schreibt regelmässig für naturheilkundliche Fachzeitschriften.
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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


In Wahrheit, gewiss und ohne Zweifel: Das Untere ist gleich dem Oberen und das Obere gleich dem Unteren, zu wirken die Wunder eines Dinges.«

HERMES TRISMEGISTOS

Die kosmische Natur der Metalle

Makrokosmos – Mikrokosmos

Vielleicht ist es uns nicht jeden Augenblick bewusst, aber wir leben auf einem sehr kleinen Planeten am Rand einer Spiralgalaxie, die wiederum nur einen winzigen Teil unendlicher Galaxiesysteme darstellt – und dennoch halten wir uns für den Nabel der Welt.

Diese schier unendliche Größe an Raum, aus dem jeden Augenblick das Leben aufs Neue entsteht, lässt sich eigentlich nur mit Ehrfurcht und Staunen betrachten. Das Universum ist in allen Facetten ein Wunder und ohne schöpferische Intelligenz kaum vorstellbar. Da unsere Erkenntnisfähigkeit aber scheinbar wenig über das uns Verwandte hinausgehen kann, fällt es uns sichtbar schwer, das Geistige hinter den Gesetzen der Schöpfung zu begreifen; und weil dem so ist, klammert die Wissenschaft diese Frage heute am liebsten aus und reduziert das Lebendige auf Maß, Zahl und Gewicht. Es hat jedoch schon immer einen anderen Weg der Welterkenntnis gegeben, auf den wir auch heute nicht verzichten sollten – die Mystik und mit ihr die Metaphysik. Ein anderer Begriff wäre Hermetik, abgeleitet von Hermes, dem Götterboten.

Der rationale Mensch wird im Denken immer auf sich selbst zurückgeworfen, während sich der Mystiker vom Göttlichen berühren lässt. Mystik und Wissenschaft müssen sich keineswegs ausschließen – ein Miteinander ist denkbar, erfordert jedoch Aufgeschlossenheit und geistige Flexibilität statt Dogmatismus. Eine Buchempfehlung hierzu ist das Werk des Schweizer Astrophysikers Bruno Binggeli Primum mobile, in dem der Autor das alte Weltbild eines Dante und seiner Göttlichen Komödie dem astrophysikalischen Weltbild unserer Zeit gegenüberstellt und dabei verblüffende Parallelen entdeckt.

Im alten Ägypten wurden besonders die Metalle kultisch verehrt; so galt das Gold als das Fleisch der Götter, und Silber als deren Knochen. (Vergoldeter Sarg einer Königstochter, 17. Dynastie um 1575 v. Chr.)

Die genauen Ursprünge der Hermetik bleiben im Nebel der Geschichte verborgen, aber sie führen uns zur Wiege der Hochkulturen nach Babylon und Ägypten, aus denen sich später unsere abendländische Kultur entwickeln sollte. Mit dem Beginn der Hochkulturen sind auch die Metalle verbunden – nicht ohne Grund sprechen wir von »Steinzeit«, die von der »Kupfer-«, »Bronze-« und »Eisenzeit« abgelöst wurde und sich nunmehr zum »Siliziumzeitalter« gewandelt hat.

Der ibisköpfige Gott Thot, der im alten Ägypten als Initiationsgottheit verehrt wurde, offenbarte dem Menschen die Kunst der Magie, Astrologie, Schrift und Zahl und auch das Geheimnis der Metallurgie – dies war die Geburtsstunde der Alchemie, der Kunst des Schwarzen Landes am Nil, der Veredelung der Metalle.

Aus der Zeit der Pharaonen sollen auch die Lehrsätze des Eingeweihten Hermes Trismegistos stammen, die Tabula smaragdina. Seine Gedanken bilden die geistige Grundlage von Magie, Astrologie und Alchemie, der Mutter aller Wissenschaften, wie der Alchemist Kunkel meinte: »Die Chymie (Alchemie) ist ohnstreitig eine der vornehmsten und nöthigsten Künste in der Welt und nicht unbillig eine Mutter und Ernährerin aller anderen Künste zu nennen (…) so ist wohl einem vernünftigen Menschen, nebst der Gottesgelahrtheit und Sorge vor seiner Seele, nichts nötiger und nützlicher, als die Erkänntnis der Natur, welche durch die Chymie einzig und allein erlernet wird. Daher ist es auch kommen, dass diese Kunst alsbald nach Erschaffung der Welt ihren Anfang genommen.« (Kunkel, 1716, zit. nach Gebelein 1991: 13).

Nach hermetischer Vorstellung ist die sinnlich wahrnehmbare Welt ein Spiegelbild des Makrokosmos. Im Mineralreich zeigen sich die kosmischen Kräfte als geometrisches Prinzip, im Pflanzenreich als vegetative Kraft, im Tierreich als Empfindung und im Menschen als Vernunft (vgl. Paracelsus-Werke Bd. 1: LIV). Neben diesen Grundprinzipien stehen sämtliche weiteren Phänomene in Beziehung zu den Sternen, so etwa unsere unterschiedliche Wesensnatur, die Organe sowie alle Organfunktionen (und damit auch sämtliche Fehlfunktionen und Krankheiten), aber auch alle Natursubstanzen und deren Heilkräfte. Zahlreiche Bilder in der alchemistischen Literatur stellen diesen Gedanken dar, und immer wieder sind es die Metalle, die dabei die Hauptrolle spielen.

Unser Blick in den Kosmos geht immer von der Erde aus, schließlich ist sie unsere Heimat. Die Vorstellung von der Erde als Mittelpunkt des Universums haben wir zwar hinter uns gelassen, jedoch ist sie immer noch die Grundlage einer hermetischen Betrachtungsweise, allerdings nicht als geozentrisches Weltbild, sondern als anthropozentrische Weltsicht, mit dem Menschen als zentralen Bezugspunkt.

Das Sonnensystem ist wie ein großer Organismus, und in Analogie zum Menschen gleichen die Planeten unseren Organen. »Das Planetensystem ist nicht eine (…) beliebige Anhäufung von Himmelskörpern um die Sonne, sondern eine Art von Organismus, in dem eine Vielfalt von Wechselwirkungen herrscht. (…) Wie man in einem Organismus nicht ein Organ für sich isoliert betrachten kann, ohne den Zusammenhang des Lebens zu verlieren, so kann man eben auch nicht die Venus oder den Mond losgelöst von der Sonne und den übrigen Planeten verstehen. Das Planetensystem erweist sich als eine nach geistigen Gesetzen geordnete Ganzheit.« (Kranich 1976: 26/31) Einatmen und Ausatmen, Systole und Diastole des Herzens, entsprechen den Rhythmen der Gestirne, sei es der Lauf von Sonne und Mond oder die Venus als Morgen- und Abendstern. Alles folgt einem unsichtbaren Band geistiger Verwandtschaft.

Der Bamberger Reiter stellt die Naturreiche und Elemente symbolisch dar: Das »unbelebte« Mineralreich ist der unbehauene Sockel (Erde), das Gesicht im Blatt als Grüner Mann ist das »belebte« Pflanzenreich (Wasser), das Pferd steht für das Tierreich und die Empfindungsqualitäten von Sympathie und Antipathie (Luft), der Mensch hält als Reiter die Zügel in der Hand, als Ausdruck seiner Vernunft (Feuer). Über ihm schwebt die Kirche als Quintessenz und Ausdruck des Göttlichen auf Erden.

Unter den kosmischen Phänomenen beeindrucken sicher am meisten die zwei Lichter Sonne und Mond, die »rein zufällig« von der Erde aus gesehen gleich groß sind. In der Hermetik sind dies König und Königin, Vater und Mutter des Lebens: »Sein Vater ist die Sonne, seine Mutter ist der Mond«, heißt es bei Hermes Trismegistos.4 Sie entsprechen auch der Polarität von Links- und Rechtshirnhemisphären, linker und rechter Körperhälfte.

Ihnen zur Seite stehen die fünf Wandelplaneten, die man mit bloßem Auge sehen kann: Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn – nicht ohne Grund haben sie alle Götternamen, die ihre okkulten Qualitäten umschreiben. Merkur hat hierbei eine Sonderrolle: Er ist das göttliche Kind, das Verbindende zwischen den Polen Kosmos und Erde. Saturn gilt als Hüter der Schwelle zu den Fixsternen (Sternbilder) und damit zur Sphäre des Göttlichen. Aus hermetischer Sicht empfängt Saturn zum einen die Seele bei der Inkarnation, und zum anderen ist er die letzte Hürde nach dem Tod, der als Transmutation oder Wandlung begriffen wird, bevor sich das Lebensrad erneut dreht und eine Wiedergeburt erfolgen kann.

Die rhythmisch gegliederten Lebensabschnitte des Menschen entsprechen den kosmischen Prinzipien. Die Geburt und die ersten sieben Lebensjahre unterstehen dem Mond, gefolgt von Merkur bis zur Pubertät, die der Venus untersteht – in diesen drei Abschnitten bauen wir unsere Persönlichkeit auf. Vom 21. bis zum 42. Lebensjahr unterstehen die drei mal sieben Jahre der Sonne, in der wir unsere Persönlichkeit entfalten. Es folgen die Siebenjahresabschnitte von Mars und Jupiter, die bereits die Lebensreife verkörpern, in der wir uns in den Dienst der Allgemeinheit stellen sollten; und schließlich folgt ab dem 56. Lebensjahr die Zeit des Saturn, der den Menschen bis zu seinem Tod begleitet und eigentlich zur Altersweisheit führen soll – was bekanntlich bei vielen so eine Sache ist.

In der hermetischen Tradition verkörpern sich nun die sieben kosmischen Prinzipien jeweils in einem Metall, und das auf besonders intensive Weise. Paracelsus schrieb hierzu: »Also haben nun auch die alten Philosophen die sieben Metalle mit den sieben Planeten verglichen und diese in Figuren, Bildern und Schriften für jene gesetzt, so für das Gold die Sonne, für das Silber den Mond, für das Blei den Saturn, für das Zinn den Jupiter, für das Kupfer die Venus, für das Quecksilber den Merkur, für das Eisen den Mars, und das haben sie der Magie nach recht getroffen, deshalb wird es noch auf diesen Tag so gehalten.« (Paracelsus IV: 335)

Die Metalle sind die Wegbegleiter in den entsprechenden Lebenszyklen – das Metall der Kindheit wäre demnach das Mondmetall Silber, das Metall des alternden Menschen das Saturnmetall Blei.

Dieses Prinzip der Analogieketten wendet man ebenso auf Organe und Organprozesse an, sodass man in der gemeinsamen Zuordnung den Schlüssel zur passenden Arznei bei entsprechenden Erkrankungen findet, wie wir später noch sehen werden.5

Okkulte Entsprechungen

Kosmos

Organ

Erzengel

Metall

Lebensalter (in Jahren)

Saturn ?

Milz...


Olaf Rippe ist Heilpraktiker mit eigener Praxis. Seit über 30 Jahren Seminartätigkeit, speziell zur Heilkunde nach Paracelsus sowie zur Kräuterheilkunde, Astrologischen Medizin, Humoralmedizin und Homöopathie. Er schreibt regelmässig für naturheilkundliche Fachzeitschriften.



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