Riesner | Jesus als Lehrer | Buch | 978-3-16-162497-1 | www2.sack.de

Buch, Deutsch, Band 7, 879 Seiten, fadengeheftete Broschur, Format (B × H): 156 mm x 232 mm, Gewicht: 1124 g

Reihe: Wissenschaftliche Untersuchungen zum Neuen Testament

Riesner

Jesus als Lehrer

Frühjüdische Volksbildung und Evangelien-Überlieferung
4. vollständig neubearbeitete Auflage 2023
ISBN: 978-3-16-162497-1
Verlag: Mohr Siebeck

Frühjüdische Volksbildung und Evangelien-Überlieferung

Buch, Deutsch, Band 7, 879 Seiten, fadengeheftete Broschur, Format (B × H): 156 mm x 232 mm, Gewicht: 1124 g

Reihe: Wissenschaftliche Untersuchungen zum Neuen Testament

ISBN: 978-3-16-162497-1
Verlag: Mohr Siebeck


Frühjüdische Gruppen wie die Essener und Pharisäer folgten dem deuteronomistischen Ideal, ihren Anhängern die Torah einzuprägen. Diesem Ziel dienten Synagogen und ihnen angeschlossene Elementarschulen. Wie in der gesamten Antike basierte auch der frühjüdische Unterricht auf der Schulung des Gedächtnisses. Jesus von Nazareth wuchs in einer frommen Familie auf und erhielt durch Elternhaus und Synagoge eine tiefe Kenntnis der heiligen Schriften Israels.
Rainer Riesner zeigt, wie Jesus als messianischer Lehrer und endzeitlicher Offenbarer auftrat. Diesen Anspruch, der verhüllt hinter seiner öffentlichen Verkündigung stand, erschloss er dem engsten Kreis seiner Jünger. Das bedeutete für sie ein herausragendes Tradierungsmotiv. Wie andere frühjüdische Lehrer fasste Jesus Kernpunkte seiner Verkündigung in kurzen, poetisch geformten Lehrsummarien zusammen, die er den Hörerinnen und Hörern einprägte. Seine originellen Gleichnisse waren aufgrund ihrer Bildhaftigkeit gut zu behalten. Weil die Jünger Jesus ständig begleiteten, konnten sie seine Lehrworte, die er wiederholt vortrug, zuverlässig memorieren.
Besonders durch den von Jesus berufenen Zwölferkreis bestand eine Traditionskontinuität in die nachösterliche Zeit. Die Jesus-Überlieferung wurde wegen ihrer besonderen Autorität als eigenständige Tradition weitergegeben, die in Missionspredigt und Paränese meist nur anspielend gebraucht wurde. Schon früh unterstützten informelle schriftliche Aufzeichnungen die feste mündliche Überlieferung. Der ausschließliche Gebrauch der Kodexform weist auf eine Entstehung der synoptischen Evangelien mithilfe solcher Notizen hin.

"Das Werk ist ein unverzichtbarer Beitrag zur neutestamentlichen Wissenschaft und wird für die Frage nach dem Leben Jesu auf lange Sicht maßgeblich bleiben. Riesners detaillierte Untersuchung der frühjüdischen Bildungspraktiken und seiner Methoden der Traditionsbildung macht dieses Werk zu einer unverzichtbaren Ressource für interessierte Theologen und Historiker."

Alexander Drews AfeT (https://rezensioneen .afet.de), 21.04.2025

"Damit füllt die Neuauflage nicht nur die Lücke, die durch die vergriffene Auflage von 1988 lange Jahre bestand, sondern wird zu einem neuen Meilenstein, der auch zukünftige Forschung noch lange begleiten wird."
Benjamin Lange Bibel und Gemeine 3/2025, 70

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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


I. Die Jesus-Überlieferung
1. Die synoptische Frage
2. Von der "klassischen" Formgeschichte zum "Erinnerten Jesus"
3. Der Weg der Überlieferung
4. Der Ursprung der Überlieferung
5. Die Analyse der Überlieferung

II. Die frühjüdische Volksbildung
6. Das Elternhaus
7. Die Synagoge
8. Die Schule
9. Die Bildung Jesu

III. Die Lehrautorität Jesu
10. Der Lehrer
11. Der Prophet
12. Der "Messias"

IV. Die öffentliche Lehre
13. Verkündigung vor den Volksmengen
14. Die Sprache der Lehre
15. Bewahrende Formung
16. Die Gespräche

V. Die Jüngerlehre
17. Der Jüngerkreis
18. Die Aussendung
19. Esoterische Unterweisung
20. Die ortsfesten Anhänger Jesu


Riesner, Rainer
Geboren 1950; 1969-75 Studium der Ev. Theologie in Neuendettelsau, Heidelberg, Tübingen; 1980 Promotion; 1980-82 Vikariat; 1982-87 Assistent bei Prof. Peter Stuhlmacher (Tübingen); 1989 Habilitation; 1990-97 Pfarrer im Hochschuldienst und Privatdozent für Neues Testament in Tübingen; 1997/98 Lehrstuhlvertretung TU Dresden (Biblische Theologie); 1998-2013 Professor für Neues Testament am Institut für Ev. Theologie an der Universität Dortmund; seit 2013 Prof. i. R.

Geboren 1950; 1969-75 Studium der Ev. Theologie in Neuendettelsau, Heidelberg, Tübingen; 1980 Promotion; 1980-82 Vikariat; 1982-87 Assistent bei Prof. Peter Stuhlmacher (Tübingen); 1989 Habilitation; 1990-97 Pfarrer im Hochschuldienst und Privatdozent für Neues Testament in Tübingen; 1997/98 Lehrstuhlvertretung TU Dresden (Biblische Theologie); 1998-2013 Professor für Neues Testament am Institut für Ev. Theologie an der Universität Dortmund; seit 2013 Prof. i. R.

Geboren 1950; 1969-75 Studium der Ev. Theologie in Neuendettelsau, Heidelberg, Tübingen; 1980 Promotion; 1980-82 Vikariat; 1982-87 Assistent bei Prof. Peter Stuhlmacher (Tübingen); 1989 Habilitation; 1990-97 Pfarrer im Hochschuldienst und Privatdozent für Neues Testament in Tübingen; 1997/98 Lehrstuhlvertretung TU Dresden (Biblische Theologie); 1998-2013 Professor für Neues Testament am Institut für Ev. Theologie an der Universität Dortmund; seit 2013 Prof. i. R.



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