Buch, Deutsch, Band 774, 179 Seiten, Format (B × H): 108 mm x 177 mm, Gewicht: 167 g
Kants ursprüngliche Fragestellung
Buch, Deutsch, Band 774, 179 Seiten, Format (B × H): 108 mm x 177 mm, Gewicht: 167 g
Reihe: suhrkamp taschenbuch wissenschaft
ISBN: 978-3-518-28374-5
Verlag: Suhrkamp
In den in diesem Band enthaltenen Studien nimmt Manfred Riedel Erwägungen im Umkreis der philosophischen Hermeneutik über den Gebrauch der Urteilskraft als spezifisch menschlicher Vernunfttätigkeit auf. Dieser Ausgang legt Differenzierungen heutiger Kant-Interpretationen nahe. Er ermöglicht es, das Verhältnis der Urteilskraft zur Vernunft und ihre Grundstellung im Ganzen des kritischen Gedankens genauer zu beleuchten, als das aus Perspektiven der analytischen oder sprachpragmatischen Philosophie der Fall sein kann. Es geht jedoch nicht nur um hermeneutische Gerechtigkeit, die Tugend des Interpreten, der zu verstehen sucht, sondern darum, was die Sache der Kantischen Philosophie ist. Sind doch mit »Hermeneutik« Konnotationen der »Kritik« im Sinne der Scheidung (Krisis) des Urteils von Vorurteilen verbunden, wie sie Kant der philologischen Praxis der Berichtigung korrupter Texte entnimmt – auch wenn die ›Kritik der reinen Vernunft‹ selbstverständlich keine »Kritik der Bücher und Systeme«, sondern eine des »Vernunftvermögens überhaupt in Ansehung aller Erkenntnisse, zu denen sie unabhängig von aller Erfahrung streben mag«, sein will.
Autoren/Hrsg.
Fachgebiete
- Geisteswissenschaften Philosophie Geschichte der Westlichen Philosophie Westliche Philosophie: 18. Jahrhundert
- Geisteswissenschaften Philosophie Geschichte der Westlichen Philosophie Westliche Philosophie: Transzendentalphilosophie, Kritizismus
- Geisteswissenschaften Philosophie Ästhetik
- Geisteswissenschaften Philosophie Erkenntnistheorie
Weitere Infos & Material
Kritik der a priori urteilenden Vernunft. Kants Überwindung des Begründungsdenkens der neuzeitlichen Metaphysik. Vernunft und Sprache. Grundmodell der transzendentalen Grammatik in Kants Lehre vom Kategoriengebrauch. Kritik der moralisch urteilenden Vernunft. Kants vorkritische Ethik und die Idee einer >Grundlegung zur Metaphysik der Sitten<. Imputation der Handlung und Applikation des Sittengesetzes. Über den Zusammenhang von Hermeneutik und praktischer Urteilskraft in Kants Lehre vom Faktum der Vernunft. Kritik der historisch urteilenden Vernunft. Kants Geschichtsphilosophie und die Grundlagenkrise der Historiographie. Historizismus und Kritizismus. Kants Streit mit G.Forster und J.G.Herder




