Richter / Wolff | Frauenwahlrecht | E-Book | www2.sack.de
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E-Book, Deutsch, 296 Seiten

Richter / Wolff Frauenwahlrecht

Demokratisierung der Demokratie in Deutschland und Europa
1. Auflage 2018
ISBN: 978-3-86854-938-6
Verlag: Hamburger Edition HIS
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark

Demokratisierung der Demokratie in Deutschland und Europa

E-Book, Deutsch, 296 Seiten

ISBN: 978-3-86854-938-6
Verlag: Hamburger Edition HIS
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark



Der Kampf der Frauen für ihr Wahlrecht gehört zu den faszinierendsten Seiten der Demokratiegeschichte. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts eroberten sich Frauen weltweit den öffentlichen Raum, schrieben Petitionen, organisierten Demonstrationen, hielten Vorträge und schreckten auch vor Gewalt nicht zurück. Nach und nach sorgten die Aktionen der Frauenbewegungen für ein gesellschaftliches Umdenken: Demokratie und Partizipation galt nicht länger als ein Projekt ausschließlich für Männer. Doch auch nach der Einführung des Frauenwahlrechts stellten sich weiterhin Fragen nach Gleichheit und Gleichberechtigung, nach der Begründung von Herrschaft und nach dem Sinn von Demokratie. Die Autor_innen des Bandes zeigen aus verschiedenen Perspektiven die wechselvolle und spannende Geschichte des Frauenwahlrechts und machen eindrücklich klar, wie international die Geschichte der Demokratisierung ist.

Hedwig Richter, PD Dr. phil., Historikerin, ist seit 2016 wissenschaftliche Mitarbeiterin der Forschungsgruppe Demokratie und Staatlichkeit am Hamburger Institut für Sozialforschung. Sie studierte Geschichte, Germanistik und Philosophie an der Universität Heidelberg, der Queen's University of Belfast (Nordirland) und der Freien Universität Berlin. 2009 Promotion an der Universität Köln mit der Dissertationsschrift 'Fromme Lebenswelt und globaler Horizont in der SED-Diktatur. Die Herrnhuter Brüdergemeine in der SBZ und DDR 1945-1990', für die sie den Offermann-Hergarten-Preis der Universität Köln erhielt. Sie war Forschungsstipendiatin der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, der FAZIT-Stiftung, des Conseil ?cuménique des Églises in Genf und des Diakonischen Werkes und als Wissenschaftlerin u.a. an der Universität Greifswald, am Deutschen Historischen Institut in Washington und an der Universität Bielefeld tätig. 2016 Habilitation im Fach Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Greifswald. Sie schreibt für die Süddeutsche Zeitung und für die Frankfurter Allgemeine Zeitung und forscht zur Europäischen und US-amerikanischen Geschichte im 19. und 20. Jahrhundert, zur Wahl- und Demokratieforschung, zu Migration, Gender, Religion. Kerstin Wolff, Dr. phil., ist seit 1999 Forschungsleiterin im Archiv der deutschen Frauenbewegung in Kassel. Sie studierte Geschichte, Politikwissenschaft und Kunstgeschichte an der Universität Kassel, wurde 2002 mit einer Arbeit zum Einfluss bürgerlicher Frauen auf die Kommunalpolitik des 19. Jahrhunderts promoviert und erhielt 2003 dafür den Elisabeth-Selbert-Preis des Landes Hessen. Sie ist Redakteurin der historischen Fachzeitschrift der Stiftung Archiv der deutschen Frauenbewegung, 'Ariadne - Forum für Frauen- und Geschlechtergeschichte', Mitglied in der IAG Frauen- und Geschlechterforschung an der Universität Kassel, Vorstandsmitglied des Arbeitskreises historische Frauen- und Geschlechterforschung e.V. und Mitglied im AK hessische Zeitgeschichte sowie im AK Geschlechterbewegung. Kerstin Wolff forscht u.a. zu den Protagonistinnen, den Ideen und Theorien der deutschen Frauenbewegung zwischen 1848 und 1970.
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Weitere Infos & Material


1;Cover;1
2;Einführung des Frauenwahlrechts in Europa;2
3;Titelseite;3
4;Impressum;4
5;Inhaltsverzeichnis;5
6;Hedwig Richter | Kerstin Wolff, Demokratiegeschichte als Frauengeschichte;7
6.1;Raum – Körper – Sprechen;17
7;RAUM – Körper – Sprechen;33
7.1;Kerstin Wolff, Noch einmal von vorn und neu erzählt;34
7.1.1;Die Frau – Das Intellektuellenblatt der Frauenbewegung;39
7.1.2;Die Frauenbewegung – Das radikale Sprachrohr;40
7.1.3;Frühe Publikationen von Helene Lange und Minna Cauer zum Frauenwahlrecht;42
7.1.4;Die Organisationsgeschichte. Das Frauenwahlrecht als Thema innerhalb der bürgerlichen Frauenbewegung;46
7.1.5;Eine selbstverständliche Übernahme?;52
7.2;Barbara von Hindenburg, Politische Räume vor 1918 von späteren Parlamentarierinnen des Preußischen Landtags;56
7.2.1;Kurze methodische Überlegungen;59
7.2.2;Reformerinnen in Schlesien;60
7.2.3;Argumente für das Frauenwahlrecht;64
7.2.4;Frauenräume in der Nationalliberalen Partei zwischen 1908 und 1918?;68
7.2.5;Abschließende Überlegungen;74
7.3;Birgitta Bader-Zaar, Politische Rechte für Frauen vor der parlamentarischen Demokratisierung;76
7.3.1;Gesetzesnormen zur politischen Partizipation von Frauen in der Lokalverwaltung;80
7.3.1.1;Deutschland;80
7.3.1.2;Österreich;83
7.3.1.3;Großbritannien und Schweden;85
7.3.2;Frauenbewegungen und Partizipation in der Lokalverwaltung;88
7.3.2.1;Strategien;88
7.3.2.2;Sozialdemokratinnen und das kommunale Wahlrecht;92
7.3.2.3;Forderungen im Ersten Weltkrieg;94
7.3.3;Schlussbemerkungen zum Diskurs über das Kommunale;95
7.4;Marion Röwekamp, »The double bind«;98
7.4.1;Frauenwahlrecht und Familienrecht im gegenseitigen Abhängigkeitsverhältnis vor 1918;101
7.4.1.1;Die doppelte rechtliche Diskriminierung von verheirateten Frauen;101
7.4.1.2;Die implizite Forderung des Frauenwahlrechts innerhalb der Familienrechtsreformforderungen;106
7.4.2;Das Frauenwahlrecht als Basisrecht für die Reform des Familienrechts;108
7.4.2.1;»Was erwarten die Frauen vom Stimmrecht?«;108
7.4.2.2;Die Verfassungsgebende Nationalversammlung, die Artikel 109 und 119 und die Reform des Familienrechts;110
7.4.2.3;Familienrechtsreformforderungen im BDF;113
7.4.2.4;Die Familienrechtsreform im Reichstag;116
7.4.3;Fazit;119
8;Raum – KÖRPER – Sprechen;122
8.1;Tobias Kaiser, Die Suffragetten als »Eroberinnen«;122
8.2;Hedwig Richter, Reformerische Globalisierung;142
8.2.1;1919: Die Frauen wählen;144
8.2.2;Die Dynamik der Reformen um 1900;146
8.2.3;Pädagogische Reformen;149
8.2.4;Wohnungsreform;154
8.2.5;Wahlreformen;156
8.2.6;Fazit;160
8.3;Malte König, Frauenwahlrecht und Prostitution;163
8.3.1;Wechselwirkung: Frauenwahlrecht und Abolitionismus;164
8.3.2;Frauen im Parlament. Grenzen und Möglichkeiten der Einflussnahme;168
8.3.3;Die Abschaffung der staatlich kontrollierten Prostitution: Faktoren und Argumente;176
8.3.4;Fazit;180
9;Raum – Körper – SPRECHEN;182
9.1;Susanne Schötz, Politische Partizipation und Frauenwahlrecht bei Louise Otto-Peters;183
9.1.1;Louise Ottos Engagement für die politische Partizipation und das Wahlrecht von Frauen im Vormärz und in der Revolution von 1848/49;188
9.1.2;Louise Otto-Peters Wirken für weibliche Teilhabe am politischen Leben im Reichsgründungsjahrzehnt;203
9.1.3;Fazit;214
9.2;Birte Förster, Den Staat mitgestalten;217
9.2.1;Partizipation und Handlungsräume im Großherzogtum Darmstadt;220
9.2.2;Wahlrecht oder Wahlpflicht. Die Mobilisierung von Wählerinnen im Volksstaat Hessen;229
9.2.3;Neue Volksvertreterinnen, altgediente Verbandsmitglieder, parteiübergreifende Allianzen;233
9.2.4;Fazit: Der Vorhang auf, doch längst nicht alle Rechte;243
9.3;Lutz Vogel, Weitgehend chancenlos;245
9.3.1;Umfang und Konjunkturen von Frauenkandidaturen;250
9.3.2;Altersstruktur;259
9.3.3;Berufs- und Sozialstruktur;260
9.3.4;Regionale Herkunft;262
9.3.5;Zusammenfassung;263
9.4;Harm Kaal, Die Stimmen der Frauen für sich gewinnen;266
9.4.1;Konfessionelle Perspektiven auf das politische Engagement von Frauen im frühen 20.Jahrhundert;270
9.4.2;Werben um Wählerinnen in den Wahlkämpfen der Zwischenkriegszeit;274
9.4.3;Politische Parteien und Wählerinnen in den Nachkriegsjahren;279
9.4.4;Fazit;283
10;Über die Autorinnen und Autoren;286
11;Zu den Herausgeberinnen;291



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