Buch, Deutsch, Latin, Band 6,6, 223 Seiten, LN, Format (B × H): 154 mm x 229 mm, Gewicht: 562 g
Propositiones 136-159
Buch, Deutsch, Latin, Band 6,6, 223 Seiten, LN, Format (B × H): 154 mm x 229 mm, Gewicht: 562 g
Reihe: Corpus philosophorum Teutonicorum medii aevi
ISBN: 978-3-7873-1755-4
Verlag: Felix Meiner
Berthold bietet zur Frage nach den neuplatonischen Göttern sehr differenzierte Antworten, die weit über diejenigen des Thomas von Aquin ('?ötter' als falsche Hypostasierung göttlicher Vollkommenheiten) oder des Dietrich von Freiberg ('?ötter' als himmlische Intelligenzen) hinausgehen. Am Anfang dieses Bandes, im Kommentar zur prop. 136, schreibt Berthold, das Weltall als geordnetes Ganzes sei nach der Platonischen Lehre das Ergebnis eines einheitlichen schöpferischen Aktes des absoluten Einen/Guten, das das Universum als an seiner Gutheit teilnehmendes Gute hervorbringt. Die Götter oder Henaden sind die metaphysischen Prinzipien, nach denen die Bestimmung des ersten Hervorgebrachten erfolgt. Es sind dies: die Kraft oder Unendlichkeit (potentia sive infinitas), das Sein (entitas), das Leben (vitalitas), die Intelligenz (intellectualitas), die Seele (animealitas) und die Natur (corporeitas).
Diese Bestimmungsprinzipien entsprechen den per-se-Vollkommenheiten des Dionysius Areopagita, nur sind sie nach Berthold nicht mit dem Gott der Güte identisch, sondern als 'causae primordiales' von ihm verschieden.
Fachgebiete
- Geisteswissenschaften Philosophie Religionsphilosophie, Philosophische Theologie
- Geisteswissenschaften Christentum, Christliche Theologie Systematische Theologie Christliche Philosophie
- Geisteswissenschaften Religionswissenschaft Religionswissenschaft Allgemein Religionsphilosophie, Philosophische Theologie
- Geisteswissenschaften Philosophie Geschichte der Westlichen Philosophie Mittelalterliche & Scholastische Philosophie