Renae | Sinnliche Nähe - verbotenes Verlangen | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 192025, 144 Seiten

Reihe: Julia

Renae Sinnliche Nähe - verbotenes Verlangen


1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-7515-3509-0
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 192025, 144 Seiten

Reihe: Julia

ISBN: 978-3-7515-3509-0
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Mit ihrem Boss, dem Kunsthändler Asher Dane, nach Reykjavik zu fliegen, klingt verlockend, findet Maeve. Auch wenn sie dafür vorspielen muss, dass sie und Asher ein Paar sind. Denn der Künstler, den sie unbedingt für eine Ausstellung gewinnen wollen, hat nur Paare in das luxuriöse Wellness-Resort eingeladen, in dem die Besprechungen stattfinden. Wie soll Maeve bei so viel verführerischer Nähe ihr pikantes Geheimnis vor Asher bewahren? Seit dem ersten Tag in der Galerie ist sie heimlich in ihren sexy Boss verliebt ...

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2. KAPITEL


Maeve traf ihre Mitbewohnerin Lucy an der Tür ihrer Zweizimmerwohnung in Fulham. Das Viertel im Westen Londons mit seinen bunten viktorianischen Häusern, Pubs und Feinkostläden war ideal gewesen, als Maeve vor fünf Jahren aus Dublin hergezogen war.

Als Make-up-Influencerin arbeitete Lucy von zu Hause. Nächsten Monat würde Lucy heiraten, und Maeve brauchte dringend eine neue Mitbewohnerin. Allein konnte sie sich die Miete nicht leisten.

Maeve hatte Lucy an ihrem ersten Tag in London in einem Café kennengelernt. Sie teilten die Liebe für süßes Frühstücksgebäck und skurrile Ästhetik. Lucy hatte Maeve ermutigt, sich bei der Wohnungsdekoration auszutoben. Beide waren sich einig, dass die Wohnung aussah wie „Martha Stewart meets Cottage-Stil plus Alice im Wunderland“.

Farbe war Maeves Art, sich auszudrücken.

Sie träumten auch beide davon, einen Laden zu eröffnen. Maeve war die Ideengeberin; Lucy kümmerte sich um Buchhaltung, Marketing und den Finanzkram. Ein Jahr nach dem Treffen im Café machten sie ihr Geschäft auf. Sie nannten es „Fuchsia“ und verkauften Farbe in jeder Form: Wohnaccessoires, Stifte, buntes Papier und Stoffe. Alles, um Farbe ins Leben zu bringen. Maeves ultimativer Traum war es, den Laden zu einem Beratungsunternehmen auszubauen und Menschen bei der farblichen Gestaltung ihrer Wohnungen und Häuser zu helfen.

Es war wunderbar gewesen. Doch einen Monat nach der Eröffnung war die Pandemie ausgebrochen, und zwei Monate später hatten sie schließen müssen. Ihr Bestand war verkauft worden, um Gläubiger zu bezahlen – hauptsächlich Maeves Mutter. Doch tief in Maeves Herzen lebte der Traum von einem Farbberatungsgeschäft weiter. Dafür musste sie allerdings mehr Geld verdienen. Nie wieder würde sie ihre Mutter um einen Kredit bitten.

Mariane Pemberton hielt ihre Tochter für eine Versagerin. Sie war kürzlich zu einer der Top-Investorinnen unter fünfzig ernannt worden und eine zielstrebige Multimillionärin, die eine Investmentfirma für Frauen aufgebaut hatte. Für sie war jeder, der nicht arbeitete, über die Arbeit nachdachte oder die Karriereleiter hochkletterte, im Leben gescheitert. Deshalb hatte sich Maeves Dad vor acht Jahren von seiner Frau scheiden lassen. Wenn es darum ging, das Leben so zu nehmen, wie es kam, war Maeve mehr die Tochter ihres Vaters.

Lucy stupste gegen Maeves Hartschalenkoffer, lila mit weißen Totenköpfchen. „Bist du sicher, dass du das kannst?“

Maeve umfasste den Griff. „Natürlich werde ich es schaffen, eine Woche in einem Spa zu entspannen und mich mit Kunst zu befassen.“

Lucy richtete Maeves Pony. „Du weißt, worauf ich hinauswill.“

Maeve seufzte. Nie im Leben hätte sie gedacht, dass einer ihrer Tagträume wahr werden würde. Eine Beziehung mit dem Mann zu führen, in den sie heimlich verschossen war. Wenn auch nur gespielt.

„Er ist mein Chef und braucht eine Schein-Freundin. Ich brauche Pluspunkte bei meinen anderen beiden Chefs, um in der Firma aufzusteigen. Wenn ich meine Finanzen nicht aufbessere, werde ich die Farbberatung nie eröffnen.“

„Das wird alles. Aber du lässt die Tatsache unter den Tisch fallen, dass du seit Tag eins für The Face schwärmst.“

„Die ganze Welt schwärmt für Asher Dane. Das ist nichts Besonderes. Er ist attraktiv. Aber auch … reserviert. Er spricht selten mit mir, außer es hat mit dem Geschäft zu tun.“

Sie machte Anstalten, an Lucy vorbeizugehen. Asher hatte geschrieben, dass er sie in zehn Minuten abholen würde.

„Ja“, sagte Lucy und stellte sich ihr in den Weg, „aber die ganze Welt träumt nicht davon, zusammen mit Mr. Dane Kunstwerke anzustarren. Ich versteh’s nicht“, sagte sie und bezog sich damit auf die Fantasie, die Maeve ihr einmal anvertraut hatte.

„Er sieht eben Dinge in der Kunst.“ Maeve hatte Asher oft dabei beobachtet, wie er sich in einem Gemälde verlor. So ähnlich wie bei ihr, wenn sie ein Kunstwerk betrachtete und in dessen Geschichte versank. „Aber keine Sorge. Er schenkt mir keine Beachtung. In der Woche im Spa ist alles nur vorgetäuscht.“

„Du tust so, als wärst du seine Freundin. Also, ich weiß, worauf das hinausläuft.“ Lucy zwinkerte. „Mit Glück.“

„Lucy! Das ist kein Liebesfilm.“

„Ach nein?“

Maeve seufzte. Sie war Realistin. Und Asher war nicht die Art Mann, der eine Frau wie sie daten würde. Er datete Models und Stars. Sie war die schrullige, farbverrückte Maeve, eine Auswanderin aus Dublin mit einem bunten Traum. Und dem Drang, ihrer Mum endlich zu beweisen, dass sie erfolgreich sein konnte.

„Es wird nicht auf ‚und sie lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage‘ hinauslaufen“, sagte Maeve. „Außerdem bin ich im Dienst. Wenn ich die anderen beeindrucken will, muss ich seinen Stil studieren und zugucken, wie er den Job macht.“

„Oh, wir wissen beide, dass du seinen Stil schon genug studiert hast.“

„Lucy!“

Ihre Freundin verengte die perfekt geschminkten Augen. „Maeve.“

Lucy hatte recht. Maeve war in Asher verknallt. Möglicherweise wollte sie einfach diese Woche genießen, in der sie so tun würde, als wäre sie mit ihm in einer Beziehung. Warum auch nicht? Näher würde sie ihrer Fantasie nie kommen. Aber sie musste vorsichtig sein und ihr Herz aus dem Spiel lassen.

Nur Geschäft, kein Vergnügen.

Maeve checkte ihre Nachrichten, öffnete die Tür und verabschiedete sich: „Wir sehen uns in einer Woche!“

Lucys Ruf hallte ihr durch den Flur nach: „Komm wenigstens geküsst zurück!“

Maeve verdrehte die Augen, als sie den Aufzug betrat. Sie hatte nicht vor, Berufliches mit Privatem zu vermischen. Diese Woche sollte nichts weiter als ein entspannter – und lehrreicher – Urlaub werden.

In dem Moment, als sie in die warme Juli-Luft trat, fuhr eine Limousine vor. Das hintere Fenster glitt hinunter, und Asher Dane zwinkerte ihr zu.

Maeves Magen vollführte einen Salto, und ihre Wangen begannen zu glühen. Himmel, das würde kein entspannter Urlaub werden, wenn der Mann noch ein einziges Mal so anzüglich zwinkerte.

Reiß dich am Riemen. Es ist alles nur gespielt.

Der dreistündige Flug gab ihnen die Gelegenheit, sich besser kennenzulernen. Asher hatte Kunstgeschichte und Sozialwissenschaften am Royal College of Art studiert. Maeve hatte ein Jahr lang Kunst in Westminster belegt, mit einem Schuss Betriebswirtschaft als Zugabe.

Ashers Vermutung, dass Maeve in Irland aufgewachsen war, bestätigte sich. Ihr Akzent war nur noch leicht zu hören. Ihr Vater war Engländer, ihre Mutter Irin. Nach der Scheidung und nachdem ihre Mum nach New York gezogen war, hatte Maeve sich nach London aufgemacht.

Asher hatte sein ganzes Leben in London verbracht und war immer in der Nähe seiner Eltern geblieben. Über ihren Zustand sagte er Maeve nichts. Das war für ihre einwöchige Scheinbeziehung nicht nötig. Außerdem ging es seinen Eltern in dem ruhigen Cottage in Bath gut, solange sie sich von Strahlung fernhielten.

„Also du, Krew und Joss habt euch an der Uni kennengelernt?“

Sie hatte sich auf dem Sitz zu ihm umgedreht und die Beine angezogen. Ihre zierliche Gestalt bestand quasi nur aus schwarzem Haar und pfirsichfarbenem Leinen. Man hätte locker zwei von ihr in den Sitz gekriegt. Sie hatte ihre grünen Riemchensandalen abgestreift und zeigte violett lackierte Zehennägel. Doch es war ihr Lippenstift, der seinen Blick auf sich zog. Tiefrot, fast wie Samt. Und diese zwei winzigen Grübchen, die fortwährend den Anschein eines Lächelns erweckten, auch wenn ihre Augen oft etwas anderes sagten. Er fragte sich, wie ihr Mund wohl schmecken mochte …

„Mr. Dane?“

Sie hatte ihn beim Starren erwischt. Als er den strengen Blick in ihren Augen bemerkte, fasste er sich wieder.

„Du solltest aufhören, mich Mr. Dane zu nennen, wenn wir als Paar durchgehen wollen.“

„Guter Punkt. Asher.“ Mit erhobenem Kinn fragte sie: „Erinnerst du dich an meinen Namen?“

„Was? Selbstverständlich.“

„Echt? Vergangene Woche hast du mich Marsha genannt. Und ich habe gehört, wie du Minnie, Morgan und sogar Alice gemurmelt hast, wenn du an meinem Schreibtisch vorbeimarschiert bist.“

„Ich marschiere nicht. Ich marschiere nie.“ Eher ein vorsichtiger Spaziergang, stets darauf bedacht, nicht zu stolpern.

Es war komisch, aber einen Namen zu benutzen, machte ihn nervös. Es war so intim. Bei Männern benutzte er meist den Nachnamen; bei Frauen umging er es, wenn möglich, sie mit ihrem Namen anzusprechen. Maeve beim Namen zu nennen, fühlte sich an, als würde er Anspruch auf sie erheben.

Du musst für dieses einwöchige Abenteuer einfach nur eine Rolle spielen.

„Minnie ist doch ein schöner Name“, sagte er. „Genau wie Margot, Morgan und Estelle.“

Sie schenkte ihm dieses missbilligende Schmunzeln, das er von ihr gewohnt war. Zugegeben, er neckte sie gern. Er liebte ihre Reaktionen.

Sie presste die Lippen aufeinander, was ihre Grübchen noch mehr betonte.

„Maeve.“ Er mochte, wie sich ihr Name in seinem Mund anfühlte. Wie ein zartes Kunstwerk. „Klingt fast wie Mauve, die mit...



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