Renae | Bittersüßes Erwachen in Paris | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 022024, 144 Seiten

Reihe: Julia

Renae Bittersüßes Erwachen in Paris


1. Auflage 2024
ISBN: 978-3-7515-2449-0
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 022024, 144 Seiten

Reihe: Julia

ISBN: 978-3-7515-2449-0
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Einen verwegenen Selfmade-Milliardär wie Sabre d'Aramitz auf eine seiner exotischen Foto-Safaris begleiten? Für die übervorsichtige Arcadia wirkt die Frage ihrer Kollegin, für sie einzuspringen, völlig absurd. Doch dann wird der Rezeptionistin klar, das ist ihre Chance für einen Karriere-Kick. Dabei vergisst sie an der Seite des Abenteurers nicht nur ihre Flugangst, als Sabre sie küsst, fühlt sie sich so geborgen wie noch nie. Heftig verliebt folgt sie ihm nach Paris. Aber statt einem Rendezvous unter dem Eiffelturm erwartet Arcadia eine schockierende Überraschung ...

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1. KAPITEL


Als Arcadia Burton den Empfangsbereich von Victory Marketing in Las Vegas betrat, war es noch früh. Die Sonne, die über dem Horizont hervorlugte, schickte ihre ersten, warmen Strahlen über die Stadt und zauberte so ein Lichtgemälde aus unzähligen, schillernden Rotnuancen auf die Glasfassade des Bürogebäudes.

Noch herrschte Stille in der Agentur. Die Feriensaison hatte begonnen, und die meisten Angestellten waren im Urlaub. Ein Grund mehr für Arcadia, besonders zeitig an ihrem Arbeitsplatz zu erscheinen. Sie legte großen Wert darauf, stets gut vorbereitet in den Tag zu starten. Wenn die Mehrheit der Kollegen sich auf Reisen befand, war es umso wichtiger, dass alles möglichst reibungslos ablief.

Außerdem gab es viel zu tun: die Betreuung der Telefonzentrale, Terminvereinbarungen mit Kunden, Organisation von Konferenzen, Reiseplanung und Recherchen über geeignete Drehorte für Werbeaufnahmen.

Ihre offizielle Berufsbezeichnung lautete Empfangsdame, was Arcadia viel zu altmodisch fand. Weil sie ein Faible für alles Französische hatte, war sie stattdessen dazu übergegangen, sich heimlich selbst als Réceptionniste Extraordinaire zu titulieren. Das klang so schön kosmopolitisch und passte ihrer Meinung nach viel besser zu ihrer Position in einer der wichtigsten Marketingagenturen des Landes.

Nachdem sie den Anrufbeantworter aus- und ihren Computer eingeschaltet hatte, widmete Arcadia sich als Erstes der kleinen Kaffeebar, die in einer Ecke des Foyers untergebracht war. Sie füllte die kleinen Fächer, die mit Kaffee, Espresso, Cappuccino und Heiße Schokolade beschriftet waren, mit den entsprechenden Kapseln und stellte ein neues Glas mit Rührstäbchen aus Bambus bereit. Anschließend platzierte sie ein Tablett mit kunterbunt glasierten Donuts auf dem Dessertwagen und legte einen Stapel von den Papierservietten mit dem hübschen Christbaummotiv dazu, die von der Weihnachtsfeier übrig geblieben waren.

Die Donuts hatte sie aus purer Gewohnheit besorgt. Denn für gewöhnlich stürzten sich sämtliche Kollegen schon in der ersten Kaffeepause darauf. Aber jetzt war kaum jemand im Haus.

Ach, egal, dachte Arcadia versonnen. So bleibt umso mehr für mich!

Sie kehrte an ihren Platz hinter der Empfangstheke zurück und blickte auf den Computerbildschirm. Der Blick in ihren elektronischen Kalender verriet ihr, dass heute nur ein externer Termin anstand. Das bedeutete, dass der Kunde nicht selbst in die Agentur kam, sondern seine zuständige Kontaktperson direkt am Flughafen traf und mit ihr gemeinsam zur entsprechenden Location weiterreiste. Streng genommen war die betreffende Person auch gar kein Kunde, sondern ein preisgekrönter Fotograf, den Victory Marketing engagiert hatte, damit er in der Mojave-Wüste Fotos für die Werbekampagne eines äußerst solventen Klienten schoss. Die Verpflichtung von Sabre d’Aramitz war ein absoluter Glücksfall gewesen. Daher hatte die Agentur die Gelegenheit beim Schopf gepackt und ihm gleich noch einen weiteren Auftrag für eine Fotoserie über die Polarlichter in Finnland erteilt.

Mit der für sie typischen Gründlichkeit hatte Arcadia alles, was auf den gängigen Social-Media-Plattformen über den Fotografen und Selfmade-Milliardär berichtet worden war, durchforstet. Ein solches Vorgehen war hilfreich, um auf gewisse Bedürfnisse und Vorlieben gefasst zu sein. Dabei hatte sie erfahren, dass Monsieur d’Aramitz gern Proteinriegel als Snack zu sich nahm und sich unterwegs ansonsten hauptsächlich mit Bergquellwasser und Dörrfleisch bei Kräften hielt. Sicherheitshalber hatte sie all diese Dinge dem Reisegepäck der mitreisenden Begleitperson hinzugefügt, damit sie den Fotografen bei Laune halten konnte.

Doch abgesehen von diesen wenigen oberflächlichen Details über seine Ernährungsgewohnheiten und Angaben zu seiner beruflichen Laufbahn hatte die Internetrecherche nur erstaunlich wenige Informationen zutage gefördert. Sabre d’Aramitz legte so großen Wert auf seine Privatsphäre, dass kaum etwas über ihn an die Öffentlichkeit drang. Ironischerweise gab es vom berühmten Fotografen selbst kaum Fotos. Aber die wenigen Aufnahmen, die einigen besonders hartnäckigen Paparazzi gelungen waren, hatten Arcadia schwer beeindruckt.

Denn dieser Sabre war ein echter Hingucker.

Mit den hypnotischen, whiskybraunen Augen unter dunklen Brauen schien er den Betrachter zu fixieren. Der durchtrainierte Körper, die markanten Gesichtszüge unter dem sexy Dreitagebart und das verstrubbelte, kohlrabenschwarze Haar verliehen Sabre das Aussehen eines verwegenen Abenteurers.

Wie aufregend es sein muss, an der Seite eines solchen Mannes die Welt zu bereisen, dachte Arcadia.

Doch dazu würde es niemals kommen.

Sie würde ihm nicht einmal persönlich begegnen!

Dieses Vergnügen blieb ihrer Kollegin Lynn vorbehalten, die die Agentur als Begleitperson für den Fotoshoot eingeteilt hatte. Allerdings bedeutete das für Lynn auch den ganzen Stress und die Verantwortung, wenn unterwegs etwas nicht nach Plan verlief. Im Vergleich dazu war ihr eigener Job auf beruhigende Weise vorhersehbar. Und das war schließlich auch etwas wert. Denn während ihre Kollegin mit Monsieur d’Aramitz in einem Helikopter dem Ungewissen entgegenflog, konnte Arcadia sich in aller Ruhe dem Tagesgeschäft widmen. Und da der Großteil der Belegschaft erst in der zweiten Januarwoche aus den Ferien zurückkehren würde, war nicht mit besonderen Vorkommnissen zu rechnen.

Vielleicht komme ich heute endlich dazu, mich durch den Berg von Weihnachtskarten zu arbeiten, den wir bekommen haben, überlegte sie. Ich muss unbedingt daran denken, mich für die köstlichen Pralinen zu bedanken, die unsere französische Partneragentur geschickt hat. Sie waren himmlisch!

Plötzlich verspürte Arcadia wieder Lust auf etwas Süßes. Aber beim Blick auf die Donuts fiel ihr ein, dass sie über die Feiertage zugenommen hatte.

Ein Espresso muss reichen!

Als sie die Kaffeemaschine in Betrieb setzen wollte, klingelte das Telefon.

„Victory Marketing. Sie sprechen mit Arcadia Burton. Was kann ich für Sie tun?“

„Cady? Ich bin’s, Lynn.“

Lynn Marshall war eine der zwei Mitarbeiterinnen, die für die Kundenbetreuung vor Ort zuständig waren. Ihre Aufgabe war es, den Klienten den Eindruck zu vermitteln, dass ihre Bedürfnisse für die Agentur stets an erster Stelle standen, ohne dass dabei unnötige Gelder verschwendet wurden. Mitunter beneidete Arcadia ihre Kollegin, weil ihre Position es mit sich brachte, dass sie viel reisen durfte. Doch vielleicht ergab sich demnächst die Möglichkeit auf einen Jobwechsel. Denn die andere Kundenbetreuerin war Heiligabend Mutter geworden und trat bald ihre Elternzeit an. Ob sie in ihren Beruf zurückkehrte, war fraglich. Damit würde die Position neu ausgeschrieben …

Doch im Moment war keine Zeit für solche Überlegungen. Jetzt musste sie sich erst einmal um Lynn kümmern.

„Lynn, was ist los? Du klingst fürchterlich.“

„Ich habe mir eine schlimme Erkältung eingefangen. Meine Nase ist total verstopft. Ich kriege kaum Luft.“ Ein lautes Schniefen war zu hören. „Der Arzt hat mich krankgeschrieben.“

„Das geht nicht!“, protestierte Arcadia. „Du musst doch mit Monsieur d’Aramitz in die Wüste fliegen – und der ist in weniger als einer Stunde am Flughafen.“

„Ich weiß“, stöhnte Lynn. „Aber es geht wirklich nicht. Ich fühle mich total elend.“ Sie hustete laut. „Cady, würdest du mir einen Riesengefallen tun?“

„Klar doch“, antwortete Arcadia. Sie war immer froh, wenn sie helfen konnte. Dann blühte sie erst so richtig auf. „Cady, kannst du diesen Tausend-Seiten-Bericht mal eben ausdrucken und heften?“ Kein Problem! „Cady, ich bin mit dem Wagen liegengeblieben. Kannst du mit dem Ersatzkanister vorbeikommen?“ Aber sicher doch! Und wenn ein Model nach einer durchzechten Nacht etwas derangiert beim Werbeshooting auftauchte, fand sie auch für dieses Problem eine Lösung.

„Ich weiß, es ist furchtbar kurzfristig. Und glaub mir, wenn es eine andere Lösung gäbe, würde ich dich nicht damit belästigen. Aber es geht nicht anders. Du muss diesen Fotografen vom Flughafen abholen und ihn auf den Außentermin begleiten“, sagte Lynn und war wegen ihrer verstopften Nase kaum zu verstehen. „Wir können es uns nicht erlauben, ihn zu versetzen. Schließlich ist Monsieur d’Aramitz ein Künstler von Weltrang.“

Sabre d’Aramitz, den die Presse wegen seines Gespürs für einzigartige Motive auch gern „das magische Auge“ nannte, war bekannt für seine einzigartigen Naturaufnahmen. Egal, ob er großformatige Panoramabilder von den entlegensten Landstrichen dieser Erde schoss oder mit seinen Makrofotografien winzige Insekten in Szene setzte: Das Ergebnis war immer spektakulär. Darum hatte ihn das Magazin der geografischen Gesellschaft unter die Top Ten der besten Fotografen des Jahrhunderts gewählt.

Arcadia war durch ihre Recherche bestens über ihn im Bilde, und der Ruf, der ihm vorauseilte, flößte ihr großen Respekt ein.

Sie wurde nervös.

„Aber ich war doch noch nie auf einem Außentermin …“, setzte sie an. Doch dann wurde ihr schlagartig bewusst, dass sich hier gerade die einmalige Gelegenheit ergab, dem Büroalltag ein wenig zu entfliehen. Und das auch noch an der Seite eines sexy Franzosen! Das beschwor sofort gewisse erotische Fantasien herauf.

Arcadia Burton! Du reißt dich jetzt sofort zusammen!

Sicher, die Aussicht auf...



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