Reinprecht | Nach der Gastarbeit | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 9, 256 Seiten

Reihe: Sociologica

Reinprecht Nach der Gastarbeit

Prekäres Altern in der Einwanderungsgesellschaft
1. Auflage 2017
ISBN: 978-3-7003-2025-8
Verlag: new academic press
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark

Prekäres Altern in der Einwanderungsgesellschaft

E-Book, Deutsch, Band 9, 256 Seiten

Reihe: Sociologica

ISBN: 978-3-7003-2025-8
Verlag: new academic press
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark



Altwerden in der Migration – ein Thema, das in der Alterns- und Migrationsforschung, aber auch von Politik und Verwaltung weitgehend vernachlässigt wird: Welche Erwartungen knüpfen Migrantlnnen an die Zeit nach der Pensionierung? Welche Rahmenbedingungen prägen ihre Lebenssituation? Über welche Ressourcen verfügen sie im Alltag, bei Krankheit oder Pflegebedürftigkeit? Und wie tragfähig sind familiäre Netzwerke? Zwischen Assimilation und Marginalität, ethnischem Rückzug und transnationaler Mobilität, Rückkehrwunsch und Bleibeabsicht wird nach der häufig mehrdeutigen Struktur kultureller Orientierung, Zugehörigkeit und Identität gefragt.Das Buch beschäftigt sich auf der Grundlage empirischer Forschungen mit der vielschichtigen Lebensrealität von älteren Arbeitsmigrantlnnen, die ab Anfang der 1960er- Jahre aus dem ehemaligen Jugoslawien und der Türkei nach Österreich zugewandert sind und sich hier dauerhaft niedergelassen haben. Die mit dem Arbeiter- und Migrationsstatus verbundenen Belastungen und Benachteiligungen wirken im Alter nach und erschweren die Bewältigung des Übergangs in die nachberufliche Lebensphase. Über diese gemeinsame Erfahrung komplexer Unsicherheit hinaus variiert jedoch die Lebenssituation älterer Migrantlnnen erheblich. Es existieren unterschiedliche Entwürfe selbstbestimmten und selbstständigen Alterns.

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Weitere Infos & Material


1;Inhalt;5
2;Vorwort;7
3;I. Die Unsichtbarkeit des Alterns der ArbeitsmigrantInnen in Forschung und Öffentlichkeit;13
3.1;1. „Wo gingen die Maurer am Abend hin, als die große Mauer fertig war?“;13
3.2;2. Kurzer Rückblick auf ein Kapitel Arbeitsmigration;15
3.3;3. Soziodemografische Merkmale der älteren arbeitsmigrantischen Bevölkerung;17
3.4;4. Zur Forschungslage in Österreich;25
4;II. Prekäres Altern in der Einwanderungsgesellschaft;31
4.1;1. Leben in komplexer Unsicherheit;31
4.2;2. Interrelationen von Arbeitsmarktlage, Minderheitenstatus und Alter;33
4.3;3. Migration als reflexives Projekt;41
4.4;4. Prekäres Altern im Kontext des gesellschaftlichen Strukturwandels;44
5;III. Migration und Unsicherheitserfahrung;53
5.1;1. Unschlüssigkeit und Befristung des Zeithorizonts;53
5.2;2. Instabilitäten im Lebenslauf fixieren die Ungewissheit: Besonderheiten der Erwerbsbiografie;58
5.3;3. Bildung und Berufsqualifikation als Bewältigungsressourcen;60
5.4;4. Austritt aus dem Erwerbsleben: Unsicherheiten und Uneindeutigkeiten im Übergangsverlauf;64
5.5;5. Zeit der Bilanzierung und Neuorientierung;69
5.6;6. Zwischen Erfolg und Scheitern: Versuch einer Typenbildung;75
6;IV. Lebensqualität trotz Prekarität?;83
6.1;1. Lebensqualität als Kriterium für die Möglichkeit zu einem „guten Leben“;83
6.2;2. Determinanten der Lebensqualität;90
6.3;3. Armuts- und Deprivationsrisiko;95
6.4;4. Soziale Bindungen als Quelle von Lebensqualität;97
6.5;5. Die ambivalente Bedeutung der sozialen Ressourcen;99
7;V. Dimensionen von Zugehörigkeit und Identität;113
7.1;1. Identitätskonstruktion unter der Bedingung von Unsicherheit;113
7.2;2. Leben in mehreren Welten. Empirische Hinweise auf die komplexen Identitätslagen älterer ArbeitsmigrantInnen;118
7.3;3. Identitätslagen als Ausdruck unterschiedlicher Akkulturationspfade;123
7.4;4. Ethnizität im Alter: Zwischen Lebensstil, Rückzug und Abgrenzung;127
8;VI. Zurückkehren, pendeln, bleiben;135
8.1;1. Entscheidungsdilemma oder Optionenvielfalt?;135
8.2;2. Konkurrierende Zukunftspräferenzen;139
8.3;3. Möglichkeiten und Grenzen transnationaler Mobilität;147
9;VII. Alterseinstellungen und Aktivitätsressourcen;155
9.1;1. Gesellschaftliche Altersbilder und individuelle Alterseinstellungen;155
9.2;2. Dominante Erwartungen: Entlastung von Erwerbs­arbeit, Angst vor sozialer Entbundenheit und Abhängigkeit;158
9.3;3. Alterserwartungen, Zukunftssicht und Lebensqualität;162
9.4;4. Analyse von Aktivitätsressourcen;165
9.5;5. Produktives Altern: Soziale Partizipation – eine Möglichkeit zur Förderung von Integration?;169
10;VIII. Gesundheitliche Ungleichheit als Determinante des prekären Alterns;175
10.1;1. Gesundheit und Unsicherheitsempfinden;175
10.2;2. Migration und Gesundheit – ein komplexer Zusammenhang;177
10.3;3. Soziale und ökologische Determinanten von Gesundheit im Migrationskontext (Andeutung einer aneignungs­theoretischen Perspektive);184
10.4;4. Förderung von Aktivität und Bekämpfung der sozialräumlichen Segregation als zentrale Ziele der Gesundheits- und Autonomieförderung;190
10.5;5. Präferenzen bei Krankheit und Pflegebedürftigkeit;198
10.6;6. Kernbedürfnisse selbstständiger Lebensführung;212
11;IX. Ausblick in die Zukunft;219
12;Literaturverzeichnis;227
13;Anhang;249
13.1;Daten zur Senior-Plus-Studie;249
13.2;Daten zur WHO-Studie „Aktiv ins Alter“;251


Christoph Reinprecht, ist Professor für Soziologie an der Universität Wien und leitet seit über zehn Jahren einen Forschungsschwerpunkt zu Migration und Altern.



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