E-Book, Deutsch, 130 Seiten
Reihe: Digital Edition
Reid Unsere Villa am blauen Meer
1. Auflage 2016
ISBN: 978-3-7337-7352-6
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, 130 Seiten
Reihe: Digital Edition
ISBN: 978-3-7337-7352-6
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Der Architekt Ethan Hayes freut sich auf seinen Urlaub auf der herrlichen kleinen Karibikinsel. Und dann das! Ausgerechnet Eve, die verwöhnte Enkelin seines Hauptauftraggebers, macht auch Ferien in der Strandvilla direkt nebenan. Obwohl Ethan zugeben muss, dass er sie begehrt, will er nichts mit ihr zu tun haben. Sie scheint nur ein Ziel zu haben: Alle Männer sollen ihr zu Füßen liegen! Als er sie einesNachts um Hilfe rufen hört, zögert er jedoch keine Sekunde, zu ihr zu laufen. Ein Verehrer ist zudringlich geworden - Eve ist völlig verstört. Liebevoll nimmt Ethan sie in die Arme und trägt sie in seine Villa. Erschöpft schläft Eve in seinem Bett ein. Auch Ethan fallen die Augen zu. Am nächsten Morgen jedoch wird er äußerst unsanft geweckt: Eves Großvater steht vor ihnen ...
Michelle Reid ist eine populäre britische Autorin, seit 1988 hat sie etwa 40 Liebesromane veröffentlicht. Mit ihren vier Geschwistern wuchs Michelle Reid in Manchester in England auf. Als Kind freute sie sich, wenn ihre Mutter Bücher mit nach Hause brachte, die sie in der Leihbücherei für Michelle und ihre Geschwister ausgeliehen hatte. Das Aufregendste und Schönste war seit jeher für Michelle das Lesen. Nach dem College arbeitete sie mehrere Jahre als Sekretärin, sie wanderte von Job zu Job, dabei traf sie ihren Mann und heiratete. Zu den Lieblingsbeschäftigungen der Autorin zählte weiterhin das Lesen, besonders gern las sie Liebesromane. Nachdem ihre beiden Töchter geboren wurden, entschloss sich Michelle Reid selbst einen Liebesroman zu schreiben und fand ihren Traumberuf. Ihr erster Roman wurde vom Verlag Mills & Boon veröffentlicht, zu diesem Zeitpunkt hätte Michelle Reid nie vermutet, dass sie eine Karriere als Autorin machen würde. Bei jeder Gelegenheit geht sie in ihr kleines Büro und schreibt. Ihre Freizeit verbringt die Autorin am liebsten mit ihrem Mann in einem Cottage, welches mitten in der englischen Seenlandschaft liegt. Hier ist es paradiesisch ruhig und sie kann sich bei den langen Spaziergängen mit ihrem Mann erholen. Außerdem reist sie gern an das Mittelmeer, um die verschiedenen Länder kennenzulernen. Geboren wurde Michelle Reid in Manchester, heute lebt sie mit ihrem Mann in England. Sie hat zwei Töchter sowie drei Enkelkinder.
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2. KAPITEL
Der Bungalow, den Ethan bewohnte, stand direkt am Strand und gehörte Leandros Petronades, einem Geschäftspartner.
Nach fünf Jahren ununterbrochener Arbeit hatte Ethan eingesehen, dass er dringend eine schöpferische Pause benötigte. Deshalb hatte er Leandros’ Angebot, sich für einige Wochen in die Karibik zurückzuziehen, mit Freuden angenommen.
Das gab ihm zugleich Gelegenheit, seinem Kompagnon Victor Frayne aus dem Weg zu gehen, mit dem er ein Architekturbüro betrieb, das auf die Planung und Errichtung von Ferienanlagen spezialisiert war. In fachlicher Hinsicht gab es nicht die geringsten Differenzen zwischen ihnen, doch etwas anderes hatte dazu geführt, dass ihre langjährige Freundschaft auf eine harte Probe gestellt wurde.
Victors Tochter Leona war seit sechs Jahren mit Scheich Hassan Al-Qadim verheiratet, dem künftigen Herrscher eines kleinen Emirats am Persischen Golf. Vor einem Jahr hatte sie sich jedoch von ihrem Mann getrennt und war nach London zurückgekehrt.
Um seine Frau zurückzuerobern, war Hassan auf den wahnwitzigen Gedanken verfallen, sie zu entführen. Victor hatte ihn bei seinem Vorhaben nach Kräften unterstützt – und Ethan dabei als Lockvogel benutzt.
Das schmerzende Kinn erinnerte ihn noch heute an den Faustschlag, der ihn besinnungslos gemacht hatte, bevor er an Bord von Hassans Luxusjacht gebracht worden war.
Mehr als die körperliche Gewalt empörte ihn jedoch Victors Vertrauensbruch. Als Leonas Vater wäre es seine Pflicht gewesen, sie vor ihrem Ehemann zu schützen, anstatt sie ihm ans Messer zu liefern und sich dafür seines Partners zu bedienen.
Das Schlimmste jedoch war, dass Leona eine Ehe fortsetzen wollte, die sie längst für beendet erklärt hatte. Was sie dazu bewog, zu ihrem Mann zurückzukehren, war Ethan völlig unklar. Doch offenbar musste er sich damit abfinden.
Als Ethan den Strand vor seinem Bungalow erreichte, verfluchte er sich dafür, dass er sich auf das Gespräch mit Jack eingelassen hatte. Die Erinnerungen, die er eine Woche lang mühsam verdrängt hatte, waren erneut aufgewühlt worden.
Entsprechend schwer fiel es ihm, den fantastischen Anblick zu genießen, der sich ihm bot. Hinter seinem Bungalow erhob sich ein sanfter, üppig bewachsener Hang, der von zahlreichen Flachbauten gesäumt war, die sich harmonisch in die Landschaft fügten.
Den Mittelpunkt der Bebauung wie des gesellschaftlichen Lebens der Insel bildete das Hotel, dessen Manager Jack war. Zu beiden Seiten des Komplexes standen mehrere prachtvolle Luxusvillen. Wer hier eine Immobilie besaß, dem waren Geldsorgen fremd.
Zu den wenigen Auserwählten gehörte André Visconte, dem nicht nur das Hotel gehörte, sondern auch ein beeindruckendes privates Anwesen. Die Galloways hatten sich in die Nachbarbucht zurückgezogen und gleich mehrere Häuser errichtet, um alle Familienmitglieder angemessen unterzubringen.
Doch wenn die Größe eines Grundstücks etwas über den Wohlstand des Besitzers aussagte, dann waren im Vergleich zu Theron Herakleides alle anderen arme Schlucker.
Der Grieche war der Erste, der hier gebaut hatte, und entsprechend alt war der Baumbestand, der das riesige Haupthaus umgab und vor unerwünschten Einblicken schützte. An die weitläufige Veranda schloss sich ein tropischer Garten an, der sich terrassenförmig bis hinunter zum Strand zog. Ein Pool gehörte ebenso zur Ausstattung wie ein Tennisplatz.
Hinter dem Haupthaus standen mehrere kleinere Gebäude, in denen das Personal untergebracht war, und auf halber Höhe schmiegte sich ein großzügiges Gästehaus an den Hang. Den Abschluss des Anwesens bildete ein Bungalow direkt am Strand, in dem Eve wohnte, wenn sie auf der Insel war.
Ethan wusste das nur, weil sich das Grundstück von Leandros direkt neben dem Anwesen von Theron Herakleides befand und die beiden Bungalows nur durch einen schmalen Weg getrennt waren, der zwischen den Begrenzungsmauern hindurchführte.
Von der Nachbarschaft zu Eve abgesehen, war Ethan mit seiner Unterkunft vollauf zufrieden. Der Bungalow war zwar relativ klein, jedoch mit allem ausgestattet, was er brauchte. Zudem war die Aufteilung der Räume – ein großes Wohnzimmer mit offenem Kamin und integrierter Küche, ein Schlafzimmer und ein Bad – nicht nur praktisch, sondern hatte auch einen gewissen Charme, der nicht nur den Fachmann in ihm überzeugte.
Als Ethan die Süßwasserdusche erreichte, die dort stand, wo der kleine Weg in den Strand mündete, zog er das T-Shirt aus und legte es achtlos auf der Mauer ab, hinter der sich sein Bungalow befand. Dann drehte er das Wasser auf, um sich das Salz abzuwaschen.
Im selben Augenblick erreichte Eve die Mauer. Als sie sah, wie Ethan das Wasser aufdrehte und sich mit bloßem Oberkörper unter die Dusche stellte, blieb sie wie angewurzelt stehen und beobachtete ihn mit derselben Faszination wie damals, als sie in sein Zimmer gestürzt war.
Der einzige Unterschied war, dass er dieses Mal nicht nackt war – was Eve Gelegenheit gab, sich auf jene Körperteile zu konzentrieren, die beim letzten Mal zu kurz gekommen waren.
Im fahlen Licht der untergehenden Sonne schien Ethans sonnengebräunte Haut förmlich zu leuchten, und gebannt beobachtete sie, wie ihm das klare Wasser über das Gesicht und die athletischen Schultern lief.
Erst als sie den Lauf des Wassers mit den Blicken verfolgte, fielen ihr seine dunkel behaarte Brust auf und der muskulöse, flache Bauch, der einem Bodybuilder zu Ehren gereicht hätte.
Doch trotz der unbändigen Kraft, die Ethan ausstrahlte, war er gertenschlank, und sein perfekter Körper rief in Eve den sehnlichen Wunsch wach …
„Tun Sie sich keinen Zwang an“, riss eine sonore Stimme sie aus ihren Gedanken. „Wenn Sie auf Ihr Grundstück wollen, brauchen Sie nicht zu warten, bis ich zu Ende geduscht habe.“
Am liebsten hätte Eve Ethan direkt ins Gesicht gesagt, wie sehr sie ihn verabscheute. Doch dafür war es ihr viel zu peinlich, dass er sie bereits zum zweiten Mal dabei ertappt hatte, wie sie ihn beobachtete.
„Ich habe es nicht eilig“, erwiderte sie, entschlossen, sich von Ethan nicht einschüchtern zu lassen, „und da mir Ihr kleiner Strip ganz gut gefallen hat, sehe ich Ihnen gern noch eine Weile zu.“
Ethans Antwort bestand darin, dass er Eve einfach ignorierte. Denn anstatt etwas zu erwidern, blieb er unter der Dusche stehen, als wäre er mutterseelenallein auf der weiten Welt.
Mit einer solchen Reaktion hätte Eve rechnen können, denn dass er ein arroganter und eingebildeter Flegel war, wusste sie nur zu gut. Umso mehr verunsicherte es sie, dass es ihr nicht gelingen wollte, den Blick von diesem unvergleichlich gut gebauten Mann zu lassen.
Zumindest vermutete sie, dass sein Körper nahezu perfekt war, denn um es mit Sicherheit sagen zu können, fehlte ihr schlicht und ergreifend der Vergleich. Ethan war der einzige Mann, den sie bislang im Adamskostüm gesehen hatte. Dass die Natur ein zweites Mal so verschwenderisch gewesen sein könnte, hielt Eve jedoch für ausgeschlossen.
Das ist noch lange kein Grund, dich wie ein Teenager aufzuführen, ermahnte sie sich selbst, als Ethan das Wasser abstellte und ihr einen fast mitleidigen Blick zuwarf. Dann drehte er sich wortlos um und ging auf die Pforte zu, die zu seinem Bungalow führte.
„Sie haben etwas vergessen!“, rief Eve ihm nach, ohne recht zu wissen, was sie damit bezweckte. Vielleicht trieb sie nur die vage Hoffnung, ihm die unerträgliche Arroganz heimzahlen zu können.
Immerhin war es ihr gelungen, dass Ethan stehen blieb und sie verwundert ansah – was Eve so sehr genoss, dass sie eine ganze Weile wartete, ehe sie auf sein T-Shirt zeigte, das noch immer auf der Mauer lag.
Es dauerte mehrere Sekunden, bis Ethan begriff, und sein fragender Gesichtsausdruck verleitete Eve dazu, ihn aus der Reserve zu locken. „Jack hat mich eindringlich davor gewarnt, mich mit Ihnen einzulassen“, teilte sie ihm mit, während er langsam zurückkam. „Seiner Meinung nach bin ich für Sie viel zu jung und unerfahren.“
„Wenn Sie klug sind, nehmen Sie sich seinen Rat zu Herzen“, erwiderte Ethan, während er das T-Shirt von der Mauer nahm.
„Ich habe ihm geantwortet, dass ich nichts dergleichen im Sinn hätte“, ignorierte sie seine Bemerkung. „Außerdem halte ich seine Warnung ohnehin für übertrieben. Ein britischer Gentleman würde die Unerfahrenheit einer jungen Frau niemals ausnutzen, nicht wahr?“
Die offene Provokation verfehlte ihre Wirkung nicht, denn einen Moment schien Ethan versucht, das Bild, das Eve von ihm hatte, zu widerlegen.
„Sie haben keinen Grund, sich über einen Engländer lustig zu machen“, erwiderte er schließlich. „Wenn ich mich nicht irre, fließt in Ihren Adern zumindest zur Hälfte englisches Blut.“
„Das stimmt“, bestätigte Eve und fügte sarkastisch hinzu: „Trotzdem fühle ich mich als hundertprozentige Griechin. Wahrscheinlich graut mir deshalb vor dem Gedanken, dass ich mich in einen unterkühlten Briten verlieben könnte.“
„Dann sollten Sie einen großen Bogen um mich und um meine Landsleute machen“, riet Ethan ihr widerwillig, denn Eves Worte ließen ihn ebenso wenig kalt wie ihr Äußeres.
Das kurze Stretchkleid betonte ihre schmalen Hüften und gab den Blick auf ihre schlanken Beine frei. Ihre kleinen, festen Brüste waren mehr als nur zu erahnen, und die Hibiskusblüte, die sie in ihrem Haar trug, verlieh ihr eine eigentümliche Unschuld, die verbotene Wünsche in ihm wachrief.
„Wollten Sie nicht mit...




