Reed | Spiegelstaub (Die Spiegel-Saga 2) | E-Book | www2.sack.de
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E-Book, Deutsch, 301 Seiten

Reed Spiegelstaub (Die Spiegel-Saga 2)


1. Auflage 2016
ISBN: 978-3-646-60187-9
Verlag: Impress
Format: EPUB
Kopierschutz: Wasserzeichen (»Systemvoraussetzungen)

E-Book, Deutsch, 301 Seiten

ISBN: 978-3-646-60187-9
Verlag: Impress
Format: EPUB
Kopierschutz: Wasserzeichen (»Systemvoraussetzungen)



**Folge deiner Bestimmung…**
Lange schon dauert der Kampf gegen die Wesen der Fantasie. Und noch immer muss Caitlin lernen, ihre Fähigkeiten zu beherrschen. Obwohl jegliche Verbindung zur Spiegelwelt zerstört wurde, ist sie noch nicht in Sicherheit. Denn Finn, der Spiegel ihrer Seele und Caitlins wahre Liebe, hat ihr verschwiegen, dass der Magier Seth möglicherweise aus Scáthán entkommen konnte. Ihrer Bestimmung folgend, macht sie sich gemeinsam mit ihm und ihren Freunden auf den Weg in die Heimat ihrer Mutter. An den Ort, an dem das Leben begonnen hat. Doch alles was lebt, kann auch sterben…
//Textauszug:
»Du hast mein Herz«, flüsterte sie und ließ ihren Geist den meinen streicheln. »Und du meine Seele.« //
//Alle Bände der märchenhaften Fantasy-Reihe:
-- Spiegelsplitter (Die Spiegel-Saga 1)
-- Spiegelstaub (Die Spiegel-Saga 2)
-- Die Spiegel-Saga: Alle Bände in einer Box//
Die Spiegel-Saga ist abgeschlossen.

Ava Reed lebt gemeinsam mit ihrem Freund im schönen Frankfurt am Main, wo sie gerade ihr Lehramtsexamen macht. Zur Entspannung liest sie ein gutes Buch oder geht mit ihrer Kamera durch die Stadt. Das Schreiben hat sie schon früh für sich entdeckt und während des Studiums endlich ihrer Fantasie freien Lauf gelassen. Mit »Spiegelsplitter« verfasste sie ihren ersten eigenen Roman. Mittlerweile arbeitet sie an zahlreichen romantisch-fantastischen Geschichten.

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Weitere Infos & Material


1
Finn – Hier und Jetzt
Ich hörte, wie ihr Herz im Einklang mit dem meinen schlug. Ihre Wärme hüllte mich ein, der Duft nach Wildblumen und dem Meer, nach frischer Erde und nassem Gras erfüllte den Raum. Während ihr Kopf auf meinem Schoß ruhte, hielt ich ihre Hand. Ich lauschte ihren regelmäßigen Atemzügen und sah, dass sie ab und an ihre Nase kräuselte, weil eines ihrer Haare sich dorthin verirrt hatte und sie kitzelte. Ich blickte sie an und sah alles, was mir wichtig war, das, was mir mehr bedeutete als irgendetwas anderes jemals zuvor. Einige Monate waren bereits vergangen, seit wir sie hatten befreien können, doch ich dachte noch jeden verfluchten Tag daran. Daran, dass ich sie beinahe verloren hatte. Meine Hand umfasste ihre fester, so als wollte ich sichergehen, dass Cat nicht einfach verschwand. Die Gedanken, die mich unter sich begruben, konnte ich jedoch nicht aufhalten. Raphael war fort und er fehlte mir. Ich hatte einen Freund verloren, den ich gerade erst wiedergewonnen hatte. Besonders Cat traf dieser Verlust sehr, denn sie hatte ihn sofort in ihr Herz geschlossen. Deshalb hatte ich ihr nicht erzählt, was ich an dem Tag unserer Heimkehr gehört hatte. Das, was sie nicht wahrgenommen hatte, als wir draußen unter ihrer Esche saßen. Den Raben. Bis heute hatte sich nichts gerührt und ich betete Tag um Tag, dass das so blieb. Dass dieser Rabe nichts weiter war als ein wunderschönes Tier und nichts mit einer Fantasie gemeinsam hatte. Dass Seth es nicht aus Scáthán geschafft hatte und nun für immer dort bleiben musste. Kurz schloss ich meine Augen, versuchte der Bilderflut Herr zu werden, die über mich hereinbrach. Als ich meinen Blick wieder für meine Umgebung öffnete, sah ich ihn vor dem Fenster – Schnee. Der erste des Jahres. Riesige Schneeflocken schwebten zu Boden und ich musste grinsen. Cat beschwerte sich seit Tagen, dass es nur regnen würde und kalt sei, aber kein Schnee zu sehen wäre. Sie war so unendlich aufgeregt in Erwartung des ersten irischen Winters, den sie nun erleben würde. »Kleine Fee. Aufwachen«, flüsterte ich ihr leise zu und strich dabei sanft über ihre Wange. »Sonst verpasst du noch den Schnee, auf den du so lange gewartet hast.« Ein nörgeliges Brummen entwich ihr und sie kuschelte sich noch mehr in die Wolldecke, die über ihr lag. In wenigen Tagen war Weihnachten und wenn ich zuließ, dass sie das hier verpasste, würde ich allein feiern müssen. Ich konnte nicht anders, ich musste lachen, was meinen Körper beben ließ. Wie sehr sich mein Leben verändert hatte. »Warum lachst du so laut?«, murmelte sie vor sich hin. »Weil du mich so auf Trab hältst.« Noch immer konnte ich nicht aufhören. »Wieso klingt das nicht nach einem Kompliment, wenn du das sagst?« Sie drehte ihren Kopf zu mir und öffnete endlich ihre Augen. Das Funkeln darin nahm ihrer Frage die Schärfe und so lächelten wir uns einfach nur an. Ihre Wangen begannen sich zu röten, aber weil sie immer noch müde war, konnte sie ihre Augen kaum offen halten. Ich hatte ihr aus meinem Lieblingsbuch vorgelesen, doch anscheinend war es für sie weniger spannend gewesen als für mich, denn sie war bereits nach wenigen Minuten eingeschlafen. »Möchtest du nun den Schnee sehen?«, zog ich sie liebevoll auf. Ihre Augen wurden schlagartig größer, schienen mich zu fragen, ob ich sie nur ärgern wollte, und ihr Mund formte sich zu einem kleinen Oh. Ihre Müdigkeit schien wie weggeblasen. »Schnee?«, flüsterte sie ehrfürchtig und drehte sich so schnell in Richtung Fenster, dass sie beinahe von der Couch fiel. Mittlerweile tobte ein kleiner Schneesturm draußen und fegte immer wieder Flocken an das Fenster. Das Glas wirkte wie ein Kunstwerk, an dem sich hunderte von Schneeflocken und Eiskristallen zu einem Bild vereinten. Ich konnte ihr Gesicht nicht sehen, aber ich spürte ihre plötzliche Unruhe, dass ihre Gedanken nicht bei dem Schnee waren, auf den sie sich so gefreut hatte. Die Erinnerungen suchten auch Cat heim. »Sie würden nicht wollen, dass du traurig bist«, sagte ich leise zu ihr, während ich ihr seidiges Haar durch meine Finger gleiten ließ. Sie setzte sich aufrecht hin, rutschte neben mich und bettete ihren Kopf an meine Schulter. »Manchmal wünsche ich mir, dass du nicht sofort weißt, was in mir vorgeht«, sagte sie mit belegter Stimme, »dann müsstest du dir nicht immer solche Sorgen machen.« Auch sie hatte meine Gefühle empfangen. Es war wie Atmen, man konnte es nicht abstellen. »Meinst du, wir sehen sie wieder? Meinen Vater, meine Mutter und Raphael? Meinst du, es geht ihnen gut?« Ihre Frage schnürte mir die Kehle zu. Sie war so voller Hoffnung und ich hatte Angst, etwas Falsches zu sagen. Ich räusperte mich kurz und drückte sie fest an mich. »Ich weiß es nicht. Aber ich hoffe es von ganzem Herzen. Ich hoffe, dass es ihnen gut geht, wo auch immer sie gerade sind, und dass wir sie in unserem nächsten Leben wieder an unserer Seite haben werden. Ich bin mir sicher, sie werden auf uns warten.« Ich spürte ihr Nicken an meiner Schulter und den stummen Schrei in ihrem Inneren. Noch eine Weile saßen wir still da, lauschten nur unseren Gedanken und den Gefühlen des anderen und sahen zu, wie der Wald sich weiß färbte, wie die Eiskristalle sich am Fenster verdichteten und die Äste der Bäume immer mehr Schnee zu tragen hatten. Wie der Wind mit dem Schnee spielte. Seit Cat hier bei mir wohnte, war meine Hütte auch ein Heim. Sie brachte Leben in diese vier Wände, vertrieb die Kälte, die Trostlosigkeit und Einsamkeit. Sie hatte Aidan dazu genötigt, auch noch eine Klappe in meine Haustür zu bauen, eine Hundeklappe. Zu meinem Bedauern hatten wir keinen Hund, sondern einen ziemlich nervigen und anhänglichen Fuchs, der nun auch hier lebte und Cat auf Schritt und Tritt folgte. Ja, ich war eifersüchtig auf einen Fuchs. Zumindest ein wenig. Ich schnaubte, konnte mir ein Grinsen aber nicht verkneifen. In dem Moment bebte auch Cats Körper und sie strahlte mich an. »Du liebst den Fuchs genauso wie ich!« »Hab ich das eben etwa laut gesagt?«, grummelte ich. »Nein, aber deine Gedanken erschienen so klar in mir, dass ich mir diesen Kommentar nicht verkneifen konnte.« Sie gab mir einen Kuss auf die Wange, doch das reichte mir nicht. Ich schob meine Hand in ihren Nacken, in ihr schweres braunes Haar, und zog sie sacht, aber bestimmt zu mir. Sanft legte ich meine Lippen auf ihre. Es war ein Hauch von einem Kuss, doch ich spürte, wie ihr Herzschlag sich beschleunigte, so wie meiner. Ich vertiefte den Kuss, spürte ihre weichen Lippen, während das Verlangen durch mich hindurchschoss und mich in Brand setzte. Sie drückte sich an mich, lächelte in den Kuss hinein, während sich die Luft um uns herum zu regen begann, zu Wind wurde. Noch immer konnte sie ihre Kräfte bei zu starken Emotionen nicht lenken. Der Knall der Klappe ließ uns zusammenzucken, wir fuhren auseinander. Schwer atmend blickten wir uns an, unfähig, etwas zu sagen. Kohana kam schlitternd vor uns zum Stehen, seine Augen leuchteten und sein Fell wurde von einer weißen Schicht bedeckt. Er schüttelte sich kräftig, so dass uns kalter Schnee berieselte. »Fuchs, irgendwann sind wir zwei alleine!«, drohte ich ihm und kniff die Augen zusammen, während Cat die Lippen aufeinanderpresste, um nicht laut aufzulachen. »Prinzessin, kommt! Draußen ist es wunderschön.« Er ignorierte mich. Ich hasste das. »Ich komme sofort«, sagte sie voller Vorfreude, »geh schon mal vor.« Der Fuchs nickte und raste wieder hinaus in die Kälte. Ich sah den Schalk in ihren Augen, als sie mich anblickte. Doch sie sagte nichts. »Er kommt immer zu den unpassendsten Zeiten«, nörgelte ich. Ich wusste, dass ich mich kindisch verhielt, aber er trieb mich in den Wahnsinn. »Du wirst immer meine Nummer eins sein, kleiner Wolf!«, sagte sie, als sie von der Couch sprang und mir zuzwinkerte. Kleiner Wolf, so ein Unfug. »Du weißt, dass das nicht stimmt.« Im Geiste mit ihr zu reden, war immer wieder etwas Besonderes. Ich sprang vor sie, versperrte ihr den Weg, zwang sie, mich anzusehen, und sprach in Gedanken weiter. »Ich hoffe, wir machen nachher da weiter, wo wir aufgehört haben.« Ich liebte es, wenn sich ihre Wangen rot färbten, wenn ihr Körper sie verriet. Ich neigte meinen Kopf, kam ihr immer näher, doch statt des Kusses, den sie erwartete, flüsterte ich ihr ins Ohr: »Heute Nacht werde ich dich nicht teilen …« Ihr Atem beschleunigte sich und sie trat hastig an mir vorbei. Sie schlug mir spielerisch auf den Arm. »Du bist unmöglich!« »Und du weißt, dass du mich nie wieder loswirst.« Sie lachte und ging nach draußen. Die Tür hatte sie nur angelehnt. Ich hörte, wie sie mit dem Fuchs herumalberte, doch bevor ich ihr nach draußen folgte, ging ich zum Fenster des Wohnzimmers. Auf der Fensterbank stand das ewige Licht. Noch immer schwebte die kleine schwarze Sonne in dem blau schimmernden Glas, strahlte von innen heraus und erinnerte mich an alte Zeiten; an den Moment, in dem ich den Wunsch verspürt hatte, Cat dieses wertvolle Geschenk zu machen. Mittlerweile wusste Cat, was es bedeutete. Wir hatten mitten in den Umzugsvorbereitungen gesteckt, als sie auf einmal mit dem Glas in der Hand zu mir gekommen war, um nach einer Erklärung zu fragen. Während ich ihr erzählte, dass das Glas aus jeweils einem Teil der Lebensenergie von Lorcan und mir bestand und dass es damit eines der bedeutendsten Geschenke war, die man einem geliebten...



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