E-Book, Deutsch, Band 5, 57 Seiten
Reihe: Plain Daisy Ranch
Rayne One Last Summer
1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-95818-837-2
Verlag: Forever
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Roman | Das Prequel zu der neuen Cowboy-Romance-Trilogie des Bestseller-Autorinnenduos Piper Rayne
E-Book, Deutsch, Band 5, 57 Seiten
Reihe: Plain Daisy Ranch
ISBN: 978-3-95818-837-2
Verlag: Forever
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
PIPER RAYNE ist das Pseudonym zweier USA Today-Bestsellerautorinnen. Mehr als alles andere lieben sie sexy Helden, unkonventionelle Protagonistinnen, die sie zum Lachen bringen, und viel heiße Action. Und sie hoffen, du liebst das auch!
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Gillian
Auf dem Weg zum alten Steinbruch strömt die warme Luft durch die geöffneten Fenster in den Truck. Meine Augen können nicht aufhören, seine Hände am Lenkrad zu fixieren. Ich nehme den Geruch des alten Pick-ups wahr, in dem wir früher stundenlang rumgemacht haben, wenn wir uns spät nachts nicht voneinander verabschieden wollten. Ich würde ihm nie erzählen, dass ich letzte Nacht wach gelegen und mir Sorgen gemacht habe, wie ich diese Stadt ohne ihn überleben soll.
Als er darauf bestand, dass ich aussuche, was wir heute machen, war ich mir nicht sicher, wie wir unseren letzten gemeinsamen Tag bis zu seinen Weihnachtsferien am besten verbringen sollten. Fest stand, dass wir am Ende des Tages auf der Plain Daisy Ranch landen würden, so wie alle anderen auch. Ich habe darüber nachgedacht, auf der Ranch herumzuhängen, bevor die ganze Stadt auftaucht, oder ein paar der Pferde zu nehmen und für ein Picknick loszureiten.
Dann habe ich mich an all die lustigen Momente erinnert, die wir während der Highschool im Steinbruch erlebt hatten, und es hat sich einfach richtig angefühlt. So soll Ben mich in Erinnerung behalten, wenn er nicht mehr da ist: als lebenslustiges, glückliches Mädchen. Nicht als das mürrische und traurige Mädchen, das ich in letzter Zeit immer häufiger zurückdrängen musste.
Ich kann Carrie Underwood im Radio kaum über Herzschmerz singen hören, weil der Wind nur so durch den Truck pfeift. Wahrscheinlich ist das auch gut so, sonst wäre ich ein heulendes Wrack. Gedankenverloren greift Ben nach meiner Hand und nimmt sie in seine große. Ich habe mich nie sicherer gefühlt als in diesem Truck mit ihm an meiner Seite. Jetzt wird er mir entrissen, wie meine Schmusedecke aus der Kindheit, und ich möchte zusammenbrechen und heulen, aber ich setze ein tapferes Gesicht auf, denn er verdient die unglaubliche Chance, College-Football zu spielen.
Ich schaue zu ihm hinüber und mein Herz macht das, was es immer tut, wenn ich ihn ansehe: Es setzt ein paar Schläge aus und fängt dann wieder schneller zu klopfen an.
Mit seinen sanften braunen Augen und dem dazu passenden Haar sieht er so gut aus. Sein harter, muskulöser Körper mag manche einschüchtern, aber sein Babyface macht ihn liebenswerter.
Manchmal kann ich nicht glauben, dass er mir gehört, dass er mich ausgewählt hat. Ich bin nicht die Chef-Cheerleaderin, verdammt, ich bin überhaupt keine Cheerleaderin. Ich war immer viel glücklicher, wenn ich für mich sein konnte.
Im Gegensatz zu ihm habe ich keine strahlende Zukunft vor mir.
Das soll nicht heißen, dass ich keine Träume und Wünsche habe. Ich gehe nur nicht mit einem Vollstipendium auf ein D 1-College für die Sportelite. Ich bin ganz gut in der Schule, aber ich war nie ein akademisches Genie, weshalb ich auf das örtliche Community College gehe, um Gerichtsstenografin zu werden.
Ben ist die Ausnahmeerscheinung in unserer Kleinstadt. Fast niemand aus unserer Klasse geht so weit weg. Die meisten besuchen staatliche Colleges, viele werden auf den Ranches oder in den Unternehmen ihrer Familien arbeiten. Was mich angeht, braucht mein Vater meine Hilfe mit Rowan und Koa. Er muss bei der Arbeit häufig Überstunden machen, um uns über Wasser zu halten, und die beiden sind noch nicht alt genug, um auf sich selbst aufzupassen.
Ben wird mir und Willowbrook also den Rücken kehren, um ein Leben zu beginnen, das ich mir nicht einmal vorstellen kann. Er wird neue Dinge erleben, neue Leute kennenlernen, und irgendwann werde ich im Vergleich zu all den neuen schillernden Mädchen wie eine gebrauchte Stoffpuppe aussehen.
Deshalb bin ich fest entschlossen, den heutigen Tag zum besten Tag aller Zeiten zu machen.
Wir fahren auf das Gelände, auf dem immer alle parken, und es ist schon eine ansehnliche Menge an Leuten da. Das kommt nicht unerwartet, da sich hier den ganzen Sommer über Teenager und Studierende treffen.
Der alte Steinbruch ist für die jungen Leute aus der Gegend der Ort, um ohne Aufsicht von Erwachsenen abzuhängen. Es ist nicht so, dass die Erwachsenen diesen Ort nicht kennen würden; die meisten von ihnen haben hier auch abgehangen, als sie noch jünger waren. Vielleicht ist das der Grund, warum sie uns in Ruhe lassen.
Ben parkt und wir hüpfen beide aus dem Auto, ich mit der Strandtasche voller Essen, Trinken und weiterer Ausrüstung. Ben ist in vielen Dingen gut, aber Vorbereitung gehört nicht dazu. Wenn ich mich darauf verlassen würde, dass er alles mitbringt, was wir brauchen, wären wir bis Mittag dehydriert und sonnenverbrannt.
Wir nähern uns der Grube, die als Badesee genutzt wird, und grüßen ein paar Klassenkameraden, gehen aber nicht zu ihnen, sondern schwenken zur Seite, um uns allein hinzusetzen.
Das Wasser ist auf drei Seiten von hohen Felswänden umgeben und auf der vierten Seite, wo das Land sanft ins Wasser abfällt, versammeln sich alle. Dort ist es sandig, wobei ich nicht weiß, ob das ein natürliches Phänomen ist oder ob jemand irgendwann einmal Sand herbeigekarrt hat – es war einfach schon immer so.
Wir breiten die Decke aus und Bens Augen leuchten anerkennend auf, als ich mein Sommerkleid ausziehe. Dann schnappe ich mir die Sonnencreme aus der Tasche, gebe einen Klecks in meine Handfläche und creme damit meine Beine, Arme und Brust ein.
»Kannst du mir den Rücken eincremen?« Ich biete ihm die Flasche an.
Ben schluckt, sein Adamsapfel hüpft auf und ab. »Klar.«
Ich lege mich mit dem Gesicht nach unten auf die Decke und Ben klettert auf mich und setzt sich auf meinen Hintern, achtet aber darauf, nicht sein volles Gewicht auf mich zu verlagern, als er sich nach vorne beugt und meine Haut mit Sonnencreme einreibt.
»Ich liebe diesen Bikini.«
Ich kichere. »Das sagst du jedes Mal, wenn ich ihn trage.«
»Na ja, du siehst ja auch jedes Mal richtig heiß aus, wenn du ihn anhast.« Seine Finger arbeiten die Sonnencreme in meinen Rücken ein und zum Abschluss gibt er mir einen leichten Klaps auf den Hintern. Er rollt sich neben mir auf der Decke auf den Rücken und starrt hoch in den blauen Himmel und die helle Sonne.
»Ich bin dran.« Ich komme auf die Knie, nehme die Sonnencremeflasche und schütte eine großzügige Portion in meine Hand. Ben streift sein T-Shirt ab und wirft es achtlos in den Sand.
Zwischen meinen Oberschenkeln kribbelt es, als seine breite Brust zum Vorschein kommt. Von seinem Bauchnabel bis unter die Shorts zieht sich eine feine Spur aus Haaren, die mich immer anturnt.
Spielerisch setze ich mich rittlings auf ihn und seine Hände wandern direkt zu meinen Hüften. Meine fahren über das Auf und Ab seiner Muskeln, um sicherzustellen, dass die Sonnencreme jeden Quadratzentimeter bedeckt.
»Du bringst mich auf Ideen«, sagt er mit gepresster Stimme.
Seine wachsende Beule unter meinem Arsch verrät mir ganz genau, was für Ideen er hat, aber ich spiele die Unschuldige.
»Was für Ideen wären das denn?«
Ben knurrt und ich kichere. »Du weißt haargenau, was du tust.«
»Ich habe keine Ahnung, wovon du redest.« Ich beuge mich vor, um ihm die Sonnencreme auf den Schultern zu verteilen und lege meinen Mund auf seinen, wobei ich mich vergewissere, dass meine Brüste an seiner Brust entlang reiben.
Er vertieft den Kuss und ich lasse meinen Körper auf seinen sinken.
»Ben! Gill! Das hier ist ein öffentlicher Strand!« Unsere Namen werden über das ganze Gelände gebrüllt und hallen von den Felswänden hinter uns wider.
Gelächter erschallt, wir lösen uns voneinander und drehen unsere Köpfe in die Richtung der Stimme. Es ist Brooks, Bens bester Freund, mit einer Gruppe von Leuten aus unserer Abschlussklasse. Enttäuschung nagt an mir, weil sie jetzt sicher mit uns abhängen werden, und mein Beschützerinstinkt wird geweckt – selbstsüchtigerweise wünsche ich mir nichts sehnlicher, als meine letzten Momente mit Ben allein zu verbringen.
»Scheiße«, stöhnt Ben. »Ich muss mich umdrehen, damit sie meinen Ständer nicht sehen.« Seine Wangen sind rosa und ich lache, während ich mich von ihm herunterrolle.
Ben und ich sind schon seit Jahren zusammen, aber wir haben erst am Anfang unseres letzten Schuljahres angefangen, miteinander zu schlafen. Während Ben sich keineswegs zurückhält, wenn wir allein miteinander sind, scheint es ihm immer ein bisschen peinlich zu sein, wenn das Thema Sex vor anderen Leuten zur Sprache kommt.
Er dreht sich um und ich setze mich wieder auf ihn, diesmal auf seinen Hintern, und creme seinen Rücken ein.
»Hallo Leute«, sage ich, als die Gruppe uns erreicht.
»Seid ihr schon lange da?«, fragt Brooks. Obwohl er im Footballteam als Quarterback gespielt hat, hat er entweder nicht versucht, auch auf dem College zu spielen, oder er hatte nicht das Zeug dazu, jedenfalls geht er jetzt auf ein staatliches College.
»Nee, sind gerade erst angekommen.« Ich klettere von Ben runter und setze mich neben ihn auf die Decke.
Sein Ständer muss inzwischen verschwunden sein, denn er dreht sich wieder um. »Kommt ihr eigentlich...




