Rawlins | Wie verführe ich einen Scheich? | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 144 Seiten

Reihe: Baccara

Rawlins Wie verführe ich einen Scheich?


1. Auflage 2018
ISBN: 978-3-7337-3753-5
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 144 Seiten

Reihe: Baccara

ISBN: 978-3-7337-3753-5
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Lass die Finger von meiner Schwester! Nur zu gern würde Scheich Rafe seinem Freund Cord diesen Gefallen tun. Aber Brianna, unerfahren und süß, setzt alles daran, ihn zu verführen. Wie lange kann er ihr noch widerstehen?



Endlich daheim - so fühlt Debbi Rawlins sich, seit sie mit ihrem Mann in Las Vegas, Nevada, lebt. Nach viel zu vielen Umzügen beabsichtigt sie nicht, noch ein einziges Mal den Wohnort zu wechseln. Debbie Rawlins stammt ursprünglich aus Hawaii, heiratete in Maui und lebte danach u.a. in Cincinnati, Chicago, Tulsa, Houston, Detroit und Durham, North Carolina. Selbst wenn sie aus Las Vegas wegziehen wollte, wäre es unmöglich: Ihre vielen Freunde würden es nicht zulassen! Das Gästezimmer steht selten leer, denn ihre Freundinnen - darunter viele Autorinnen - sind äußerst gesellig und lieben Las Vegas. Eine sehr gute Freundin kam vor einem Jahr mit ihren drei Katzen zu Besuch und wohnt noch immer bei Debbi Rawlins!

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1. KAPITEL

Brianna Taylor sah ihn im Schatten stehen und hielt den Atem an. Niemals wäre sie zur Scheune gegangen, wenn sie geahnt hätte, dass Scheich Rafe Bahram sich dort aufhielt.

Regungslos beobachtete sie, was er tat. Vor einer Woche war er wutentbrannt angereist, jetzt machte er einen ruhigen, friedfertigen Eindruck. Er hatte den dunklen Kopf vorgebeugt und murmelte etwas, was sie nicht verstehen konnte. Nur der Klang seiner Stimme drang zu ihr. Leise, tröstlich, hypnotisierend, als würde er einer Frau Liebesschwüre ins Ohr flüstern.

Der Gedanke verwirrte sie. Mit wem sprach er? Außer ihr war niemand hier. Seit Allies Abreise war Brianna sowieso die einzige Frau auf der Ranch. Wieder hörte sie seine schmeichelnde Stimme, und er beugte sich hinunter. Fasziniert trat sie einen Schritt vor und erkannte plötzlich, dass er mit Magic Carpet sprach, dem jüngsten Fohlen auf der Flying Ace Ranch. Das Tier war erst vor zwei Wochen zur Welt gekommen.

Glücklicherweise hatte Rafe sie nicht gesehen. Noch war es nicht zu spät, unbemerkt zum Haus zurückzulaufen. Niemand war dort. Cord und Rafes Schwester, Allie, waren in die Flitterwochen aufgebrochen. Der Gedanke, dass ihr Bruder jetzt verheiratet war, stimmte Brianna melancholisch.

Nicht, dass sie sich für ihn nicht freute. Sie war wirklich glücklich, dass Cord eine Frau wie Allie gefunden hatte. Sie passte perfekt zu ihm. Aber Brianna hatte ihren Bruder erst vor einem Jahr ausfindig gemacht und genoss das Gefühl, dass es einen Menschen gab, dem sie wichtig war und der sie nicht als Belastung empfand.

Rafe richtete sich wieder auf, und Brianna blieb wie angewurzelt stehen. Sie fürchtete, durch eine Bewegung seine Aufmerksamkeit zu erregen. Er drehte sich in ihre Richtung, und unwillkürlich duckte sie sich.

Was sie sofort bedauerte.

Wie dumm. Sie hätte einfach winken und dann gehen können. Doch dazu war es zu spät, und sie konnte nur hoffen …

„Was machst du da?“

Rafe stand kaum einen halben Meter von ihr entfernt. Sie blickte auf, verlor die Balance und landete mit dem Po auf dem harten Boden.

„Brianna?“ Er beugte sich vor, um ihr auf die Beine zu helfen, doch sie wich ihm aus.

Ihre Wangen brannten. „Ich suche nach meinem Ohrring. Den habe ich verloren. Gestern.“

„Gestern?“

Sie nickte und suchte den mit Heu bedeckten Boden ab.

„Genau an dieser Stelle?“

Wieder nickte sie. Erst danach wurde ihr die Belustigung in seiner Stimme bewusst, und sie sah ihn an. Der Anflug eines Lächelns umspielte seinen Mund. Es war das erste Mal, dass sie ihn überhaupt lächeln sah.

„Na ja, ich bin mir nicht sicher. Wenn ich es wüsste, müsste ich nicht lange suchen.“ Wie gereizt ihre Worte klangen. Sie senkte wieder den Blick.

Er lachte leise und ging neben ihr in die Hocke. „Ich helfe dir suchen.“

„Nein.“ Sie schluckte, als sein Knie ihren Schenkel streifte. „Das ist nicht nötig.“

Rafe war nach Bridle gekommen, um seine Schwester Allie zurück nach Munir zu holen, die es mit einem Trick geschafft hatte, in Texas zu bleiben. Brianna bewunderte deren Mut. Sie selbst hätte nie die Nerven gehabt, so etwas zu tun. Wie auch immer, Rafe musste erfahren, dass Allie und Cord heiraten wollten. Zähneknirschend gab er nach und blieb bis zur Hochzeit.

„Vier Augen sehen mehr als zwei, oder?“, entgegnete er.

„Du hast bestimmt Wichtigeres zu tun“, murmelte sie.

„Was könnte wichtiger sein, als einer Lady in einer Notlage zu helfen?“

Brianna blickte auf und sah ihn herausfordernd an. „Wo ich herkomme, betrachtet man es kaum als Katastrophe, einen Ohrring zu verlieren.“

„Und wo ich herkomme, verliert eine Lady manchmal etwas, um die Aufmerksamkeit eines Mannes zu erregen. Vielleicht mit der Absicht, eine … Freundschaft zu beginnen.“

Brianna starrte ihn ungläubig an. „So ein Unsinn.“

Er lächelte. „Ich stimme dir zu.“

„Das solltest du häufiger tun.“

„Was?“

„Egal.“

„Ich möchte es gern wissen.“

Sie zuckte mit den Schultern und sah weg. „Du solltest häufiger lächeln.“

„Aha.“ Ihm war nicht anzumerken, ob ihre Beobachtung ihn überraschte. „Gefalle ich dir besser, wenn ich lächle?“

„Darum geht es nicht“, entgegnete sie schnell. „Ich finde nur, du solltest nicht mehr wütend sein auf Allie. Du hast doch gesehen, wie glücklich sie ist, wie verliebt die beiden sind.“ Sie seufzte. „Jemanden zu haben, der einen so liebt, ist …“ Sie hielt inne und wurde rot.

„Sprich weiter. Wie ist das?“

„Ich habe von Allie und Cord gesprochen.“ Oje, sie wollte nur noch so schnell wie möglich von hier verschwinden. Zum See, wo sie von niemandem gestört wurde, wo sie sitzen, auf das ruhige Wasser blicken und von einem perfekten Leben träumen konnte.

„Oh, da ist er ja.“ Sie schloss die Hand um etwas Heu und tat, als würde sie den vermeintlich verlorenen Ohrring in ihre Hosentasche stecken. Schnell sprang sie auf. „Wir sehen uns später.“

„Warte.“ Rafe richtete sich ebenfalls auf und hielt sie am Arm fest. Brianna erstarrte. „Du bist sauer. Warum?“

Sie wich seinem Blick aus. „Bin ich nicht.“

„Dann sieh mich an.“

Widerstrebend tat sie es. Die Art, wie Rafe sie schweigend betrachtete, machte sie nervös. „Was ist?“

„Du hast außergewöhnliche Augen.“

„Ach was, nein.“

Sie blinzelte und wünschte sich, sie wäre geistesgegenwärtig genug, um das Richtige zu entgegnen. „Ich muss jetzt wirklich gehen.“

„Erst möchte ich etwas wissen. Warum ärgert es dich so, dass ich hiergeblieben bin, während Cord und Aliah auf Hochzeitsreise sind?“

„Weil ich kein Kindermädchen brauche. Es war unmöglich von Cord, dich darum zu bitten.“

Rafe zuckte mit den Schultern. „Ich glaube, er wollte dich foppen. Er wusste, die Geburt des Fohlens auf Desert Rose stand bevor, das ich von den Colemans gekauft habe, und ich wollte unbedingt dabei sein.“

Brianna zwang sich, seinen Blick zu erwidern. „Musst du nicht zurück nach Munir?“

„Das klingt, als wolltest du mich loswerden.“

Wieder errötete sie. Verdammt. „Ich dachte, du seiest ein viel beschäftigter Mann. Allie hat gesagt, du …“ Sie sprach nicht weiter.

„Was hat meine Schwester gesagt?“

„Nicht so wichtig.“ Sie klopfte sich den Staub von den Händen. „Ich muss mich jetzt um das Abendessen kümmern.“

„Warte, Brianna.“

Er blickte auf seine dominante Art auf sie hinab, und sie konnte nicht anders, als ihm weiter zuzuhören.

„Ich hoffe, du hast kein Problem damit, dass wir allein im Haus sind.“

„Natürlich nicht.“ Ihre Tante Elaine wäre entsetzt, wie glatt ihr mittlerweile die Lügen über die Lippen gingen.

„Wenn doch, dann nehme ich mir ein Hotelzimmer in Bridle.“

„Du könntest bestimmt auch drüben auf der Desert Rose Ranch wohnen.“

„Also ist es dir doch unangenehm, wenn wir hier allein sind.“

„Unsinn. Ich dachte nur, dann bist du näher dran, wenn die Geburt losgeht …“ Belustigt sah er sie an. „Ich muss jetzt wirklich das Abendessen machen.“

„Hat Aliah nichts vorbereitet?“

„Wie sollte sie? Die beiden sind gestern früh abgereist.“ Brianna stöhnte laut auf. „Es sei denn, sie hat für uns Pizza bestellt.“

„Pizza?“ Er lächelte. „Ach ja. Als ich an der Universität war, war es das Lieblingsessen vieler Studenten.“

„In Munir?“

„Nein, Harvard.“

„Du warst in Harvard? Hier, in den Vereinigten Staaten?“

Er zog die Augenbrauen hoch. „Wieso nicht?“

Sie zuckte mit den Schultern. „Ich wusste, dass Allie einen Privatlehrer aus England hatte. Irgendwie bin ich einfach davon ausgegangen … Ach, ich weiß nicht.“

„Frauen werden in unserem Land anders behandelt.“

„Wahrscheinlich ist Allie deshalb fortgelaufen.“ Sie schlug sich erschreckt die Hand auf den Mund. Allie hatte sich darüber beklagt, dass Frauen in ihrem Land kaum mehr waren als das Accessoire eines Mannes. „Tut mir leid. Ich wollte nicht … Ich gehe jetzt besser.“

Er verzog das Gesicht. „Die veralteten Ansichten in meinem Land kenne ich sehr wohl. Jetzt habe ich dich aber lange genug aufgehalten. Bitte entschuldige mich.“

Brianna sagte nichts, als er zurück zu Magic Carpets Box schlenderte. Sie hatte ihn nicht beleidigen wollen. Allie hatte wundervolle Dinge von ihrem Bruder erzählt und ein schlechtes Gewissen gehabt, als sie Rafe mit Hilfe ihrer Hofdame ausgetrickst hatte. Doch es war für sie die einzige Möglichkeit gewesen, in Amerika zu bleiben und dem königlichen goldenen Käfig zu entkommen.

Rafe war nicht wie ihre Eltern, hatte Allie Brianna anvertraut, oder wie der Rest der königlichen Familie. Er respektierte das Recht einer Frau auf Unabhängigkeit und setzte sich für die Modernisierung des Landes ein, obwohl er damit eine unpopuläre politische Position einnahm.

Brianna verstand das alles nicht, doch sie mochte und respektierte Allie. Und wenn Allie so positiv von ihrem Bruder sprach, dann musste er nett sein. Das war bei Männern, die so außergewöhnlich und mächtig waren wie Rafe, sicherlich nicht immer der Fall. Nicht, dass Brianna je einen Scheich kennengelernt hätte …

Oder überhaupt einen Mann wie...



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