Radzyner | Nichts will ich dir sagen | Buch | 978-3-901602-59-7 | www2.sack.de

Buch, Deutsch, Band 10, 182 Seiten, PB, Format (B × H): 120 mm x 200 mm

Reihe: Nadelstiche

Radzyner

Nichts will ich dir sagen

Gedichte und Chansons
1. Auflage 2017
ISBN: 978-3-901602-59-7
Verlag: Theodor Kramer Gesellschaft

Gedichte und Chansons

Buch, Deutsch, Band 10, 182 Seiten, PB, Format (B × H): 120 mm x 200 mm

Reihe: Nadelstiche

ISBN: 978-3-901602-59-7
Verlag: Theodor Kramer Gesellschaft


Fragen dürfen nur Kinder
Nur sie dürfen glauben
daß irgendwo
der Antwortbaum blüht

Geboren in Polen, zu spät, um die "Goldenen Zwanziger Jahre" zu genießen, zu früh, um dem Krieg und der Naziverfolgung zu entgehen. Nachdem ich mein größtes Erfolgserlebnis – das Überleben – erreicht hatte, versuchte ich, meinen überschüssigen Idealismus mit der politischen Arbeit zu verbinden. Wie die meisten Versuche dieser Art schlug auch dieser fehl. Jetzt lebe ich in Wien als Hausfrau und Mutter und versuche, mir den Psychiater zu ersparen, indem ich meine Ängste in Gedichten niederschreibe. - T.R.

Zwei Stimmen sprechen aus Tamar Radzyners Versen und Chansons: die selbst im Ghetto Lodz und in den den Konzentrationslagern Auschwitz und Stutthof bewahrte Hoffnung auf eine gerechtere Welt, und die Verzweiflung der Shoa-Überlebenden über Stalinismus und Antisemitismus in ihrer polnischen Heimat. Geboren 1927, flüchtet sie 1959 mit ihrem Mann und den Kindern Joanna und Olga nach Wien, eignet sich die deutsche Sprache an, wird von Georg Kreisler als Chanson-Schreiberin entdeckt, von ihm und Topsy Küppers gesungen. Die eindringlichen Gedichte und Lieder dieser politisch engagierten Jüdin liegen nun erstmals in gesammelter Form vor.

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Die Lyrikerin wurde 1927 als Tamar Fajwlowicz in Lodz geboren und starb 1991 in Wien. Nach der Besetzung Polens durch Deutschland kämpfte Tamar Radzyner als Widerstandskämpferin im Ghetto von Lodz und überlebte anschließend die KZs Auschwitz-Birkenau, Stutthof und Flossenbürg. Ihre Eltern und vier von fünf Geschwistern wurden von den Nazis ermordet. Die antisemitische Kampagnen im befreiten Polen, wo sie Redakteurin war und erste Gedichte schrieb, beraubten sie ihrer Hoffnungen auf eine neue, bessere Gesellschaft im Kommunismus. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Viktor Niutek Radzyner, ehemaliger Widerstandskämpfer und Mitglied des Polnischen Parlaments, und den beiden Töchtern Joana und Olga emigrierte sie 1959 nach Wien. In Österreich wechselte Radzyner von dem ihr vertrauten Polnischen in das ihr fremde Deutsch, ihre wahre Heimat wurde die Kunst. Bei einem Friseur wartend, fand sie in einem Magazin die Anzeige „Texte für Lieder gesucht“. Sie folgte diesem Aufruf, das war der Beginn ihrer Zusammenarbeit mit Georg Kreisler und Topsy Küppers (z.B. Lieder für die Revue Lola Blau, 1971, oder für die LP Immer wieder Widerstand, 1973). Sie schrieb Gedichte, Liedertexte, Sketches, u.a. auch für durch Dorothea Neff, Angelica Schütz und Eva Zilcher. Auch übersetzte sie aus dem Polnischen, Russischen, Hebräischen und Jiddischen. Unter dem Pseudonym Helene Fawel übersetzte sie z.B. aus dem Jiddischen Mordechai Gebirtyks berühmtes Gedicht „Es brennt, Brüder es brennt“.



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