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E-Book, Deutsch, 288 Seiten

Price Kleinod

heal the world
3. Auflage 2016
ISBN: 978-3-7386-7602-0
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

heal the world

E-Book, Deutsch, 288 Seiten

ISBN: 978-3-7386-7602-0
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Gliese, ein weit entfernter Ort im Universum. Gliese ist ein kleiner, von liebenswürdigen menschenähnlichen Lebewesen bevölkerter Planet. Durch eine bevorstehende Naturkatastrophe wird sich das Klima auf dem Planeten dramatisch verändern, Leben kaum noch möglich sein. Eine Abordnung der hoch technisierten Glieser durchreist hoffnungsvoll suchend den Weltraum, mit dem Ziel, einen lebensfreundlichen Planeten zu finden, zu dem ihr kleines Volk übersiedeln kann. Überglücklich finden sie die Erde und betrachten neugierig staunend das bunte Leben, vor allem natürlich die Menschen. Doch plötzlich machen sie eine schier unfassbare Entdeckung. KLEINOD heal the world ist ein überwiegend heiteres Buch, dessen Atmosphäre durch zwei mitreisende Glieser Kinder geprägt wird: Das Mädchen Neel und der Junge Naal, die auf ihrer langen Reise für allerlei Aufregung sorgen.

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3. Die Raumfahrtkommission


Um die Forschungs- und Entwicklungszentrale herum liegen symmetrisch angeordnet riesige ovale Hallen, in denen die Raumschiffe in langen Prozessen produziert werden. Etwas abseits gelegen befinden sich der Spaceport, von dem aus die Raumschiffe starten, sowie die Besucherterrasse, zur Verfolgung der Starts.

Zahlreiche Reisen hat es auf der Suche nach einem alternativen Lebensort schon gegeben. Planeten, die zunächst von Gliese aus mit Teleskopen und anderen technischen Geräten untersucht wurden und für eine Ansiedlung nicht völlig auszuschließen waren, hat man bei den Reisen näher betrachtet. Aber auch neue, bis dahin noch unbekannte Planeten wurden entdeckt und genauer analysiert.

Bis zu dem Zeitpunkt, als die Glieser endlich ihren raumzeitverkürzenden Antrieb fertig gestellt hatten, konnten sie sich vielen Planeten in anderen Sonnensystemen nur grob annähern. Mit dem neuen Antriebssystem können sie jetzt in vergleichsweise kurzer Zeit große Strecken überbrücken und auch weit entfernte Planeten anfliegen. Dieser Antrieb, von dem schon seit vielen Jahrzehnten geträumt wurde, hat daher völlig neue Möglichkeiten eröffnet. Die nun anstehende Reise ist die dritte Reise dieser Art.

„Wir liegen besser im Zeitplan als erhofft“, sagt Abendahl, Leiter der Raumfahrtkommission zur Eröffnung der Kommissionssitzung. Die Kommission tagt in einem großen Raum, in dessen Mitte ein runder Tisch mit einer nahezu durchscheinenden, weichen Tischplatte steht. Gehalten wird der Tisch von einer schlanken Säule, die aus der Decke zu fließen scheint und in die Tischplatte strömt.

Vor allen 40 Sitzungsteilnehmern schwebt ein Display mit Informationen über das sie aber auch Getränke und dergleichen ordern können, die ihnen dann von einem hellgrünen federgleichen Arm aus dem Hintergrund gereicht werden. Abendahl steht in dem lichtdurchfluteten Raum vor der großen Runde.

„Alle Mitarbeiter arbeiten unermüdlich und sind gespannt darauf, den Prototyp des Raumtransporters, der uns bei Zeiten evakuieren soll, endlich zu testen. Auch wenn wir derzeit noch nicht wissen, wo genau wir mit ihm hin fliegen wollen. Dennoch, ein geheimnisvolles Geräusch aus den Tiefen des Weltraums gibt uns einen gewissen Hoffnungsschimmer“, sagt Abendahl mit vertrauensvoll leuchtenden Augen und wackelt leicht mit den Ohren, während er sich setzt.

Um später das Volk der Glieser evakuieren zu können, bauen sie einen großen Transporter der in der Lage ist, alle Glieser gleichzeitig auf die Reise zu bringen. Man will ausschließen, vielleicht einen neuen Lebensraum zu finden, aber nicht mehr die Zeit zu besitzen, um alle Glieser in eine neue Heimat zu überführen.

Aber wie wahrscheinlich ist es, den Ursprung des ominösen Geräusches zu finden? Und falls es gelingen sollte, wie wahrscheinlich ist es dann, dass es sich um einen dauerhaft bewohnbaren Planeten handelt? Doch wenn es tatsächlich so sein sollte und es dort sogar intelligentes Leben gibt: Wird man sie dann überhaupt dulden? All dies sind Fragen, die sich dieser Tage jeder stellt.

Abendahl, der für Glieser Verhältnisse groß gewachsene, schlanke Leiter der Raumfahrtkommission, ist sowohl verantwortlich für den Bau des Transporters als auch für die Erkundungsflüge mit dem kleineren Forschungs- und Erkundungsraumschiff, welches er bei der nächsten, so wichtigen Reise befehligen wird.

An der aktuellen Sitzung nehmen unter anderem Navigator Soppi und Velt der Denker teil, die gemeinsam mit Abendahl, dem 1. Piloten Nedal und dem Gärtner Ranigo, auf der Brücke sein werden.

„Falls wir tatsächlich einen neuen Lebensraum finden sollten, könnte unser Raumtransporter nach derzeitigem Entwicklungsstand zu urteilen, schneller zum Einsatz kommen als ursprünglich berechnet“, sagt Abendahl an die Kommission gewandt. Soppi, dem das neu ist, hebt anerkennend den Kopf.

„Beruhigend zu wissen, dass wir es gemeinschaftlich schaffen könnten einen neuen Lebensraum zu betreten; trotzdem würde ich die geliebte Heimat nur schweren Herzens verlassen“, sagt der ruhige, immer aufmerksam schauende Soppi. Als Navigator und 2. Pilot an Bord ist er verantwortlich für die Berechnung der Flugrouten sowie der Flugzeiten zu den Zielorten.

„Erst einmal müssen wir den Ort überhaupt finden und das wird leider nicht leicht werden. Unsere Berechnungen unterliegen aufgrund der immensen Entfernung, einer gewissen Irrtumswahrscheinlichkeit. Aber gut, wir müssen natürlich positiv denken“, so Soppi weiter. „Wenn das bisher nahezu Undenkbare wahr wird und wir sogar einen mit intelligenten Lebewesen bewohnten Planeten finden, dessen äußere Umstände auch für uns lebensfreundlich sind, was meinst du, Velt, wie lange könnte es dauern, um eine Annäherung und eine Kontaktaufnahme mit anderen Lebewesen zu gestalten? Und zu klären, ob man uns dort aufnehmen würde, falls alles friedlich und der Planet groß genug ist?“

„Hm, darüber werde ich nachdenken müssen“, sagt der alte, ergraute Velt, wie er es oft tut, wenn man ihn etwas fragt. Velt redet im Allgemeinen wenig, vor allem dann, wenn er sich über eine Sache nicht vollkommen sicher ist. Er ist äußerst empathisch, achtet und respektiert mehr noch als die meisten anderen Glieser seine Umwelt, was ihm größten Respekt verschafft. Auf Gliese gelten Personen wie Velt, die sich um ihre Umwelt sehr verdient machen, besonders viel und genießen höchste Anerkennung. Velt der Denker ist schon vor langer Zeit Gemeinschaftsmann geworden.

In dieser weitestgehend hirarchiefreien Gesellschaft ist ein Gemeinschaftsmann so etwas wie ein weiser Vater.

Für Abendahl hat Velt beratende Funktion. Die beiden Männer sind seit vielen Jahren Freunde und Abendahl ist es wichtig, sich mit Velt auszutauschen. Er möchte, dass Velt auf der nächsten, so ungeheuer wichtigen Mission, als Beobachter und Berater für ihn dabei ist.

„Ich bin natürlich noch nicht so vertraut mit all den Fragen, weil ich bei den Sitzungen noch nicht lange dabei bin. Es geht für mich ja nur um die nächste Reise“, sagt Velt.

„Man kann schon jetzt sagen, wenn der Antrieb bei dem Transporter die Leistung bringt, die er verspricht und so zuverlässig funktioniert wie bei unserem Erkundungsraumschiff, dann haben wir auf jeden Fall die größte Herausforderung schon sehr gut gemeistert und können jetzt erst einmal an unser aktuelleres Projekt denken“, fügt Soppi hinzu.

„Sehr gut, dann zum heutigen Hauptthema“, sagt Abendahl. „Um zu dem Ort zu gelangen, von dem wir das Signal empfangen haben, werden wir ungefähr 6 Wochen brauchen, wenn wir mit voller Leistung unterwegs sind. Eine so lange Zeitspanne haben wir mit dem neuen Antrieb noch nicht mit voller Geschwindigkeit zurückgelegt. Für die heute neu Hinzugekommenen von euch: Es wurde schon mehrfach überlegt, ob das zu Problemen führen kann. Haben wir da mit Auswirkungen zu rechnen, Soppi?“

„Wenn es wie berechnet läuft, dann nicht“, lächelt er sanft. „Und davon gehe ich aus. Wir sollten, auch auf längere Zeit betrachtet, für das Halten der maximalen Geschwindigkeit nicht mehr als 83% der zur Verfügung stehenden Antriebsleistung benötigen. Außerdem haben wir das gesamte Antriebssystem so konfiguriert, dass wir schon bei Abweichungen von 0,12% der Sollwerte, Frühwarnungen und Analysen erhalten. Somit sollten wir in der Lage sein, auf alle Eventualitäten immer noch rechtzeitig reagieren zu können. Daher bin ich zuversichtlich und gehe davon aus, dass wir keine Schwierigkeiten bekommen werden. Besteht weiterer Informationsbedarf zu dem Antrieb oder der Flugroute?“ Soppi schaut fragend in die Runde.

„Wenn dazu keine Fragen mehr sind, würde ich gerne etwas anderes zu der Reise fragen, das mich persönlich interessiert“, sagt der etwas rundliche Ranigo, der als Gärtner mit an Bord sein wird. „Ich kenne mich ja mit Psychologie nicht gut aus, aber ist es nicht sehr belastend für zwei 11-jährige Kinder, wenn sie mit uns auf eine solche Reise gehen?“ „Das haben Abendahl und ich natürlich ausführlich besprochen“, nimmt Velt die Frage auf. „Wir möchten Neel und Naal dabei haben für den Fall, dass wir tatsächlich auf intelligentes und zivilisiertes Leben treffen. Es ist uns wichtig zu sehen, wie die Perspektive der ganz jungen Glieser auf eine für uns fremde Welt ist. Kinder beobachten anders und sind vorurteilsfrei. Das ist eine Bereicherung, auf die wir nicht verzichten sollten, wenn es zu einer Begegnung mit einer anderen Zivilisation kommt. Neel und Naal sind durch ihre Väter, die beide hier arbeiten, schon seit Jahren mit uns vertraut und betrachten die meisten von uns als große Freunde. Sie sind sehr aufgeschlossen und freuen sich schon auf die Reise, wie ich feststellen konnte. Daher halten wir es nicht für bedenklich, wenn sie die Mission mit uns unternehmen. Die beiden werden bei der nächsten Kommissionssitzung dabei sein, dann können wir ihnen ja noch einmal auf den Zahn fühlen, wenn euch das...



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