Buch, Deutsch, 224 Seiten, Format (B × H): 140 mm x 214 mm, Gewicht: 405 g
Buch, Deutsch, 224 Seiten, Format (B × H): 140 mm x 214 mm, Gewicht: 405 g
ISBN: 978-3-903582-10-1
Verlag: Edition Acéphale
Salzburg, 1975. Die gefeierte Kinderbuchautorin Sophie von Ehrenstein glaubt an die heilende Macht des Traums – und an Läuterung durch Sprache. Als ihr ein junger Häftling namens Jack schreibt, wegen Raubmordes zu lebenslanger Haft verurteilt, wittert sie ihr Pionierprojekt: Sie bringt ihm luzides Träumen bei, er liefert im Gegenzug die Autobiographie „Blut, Tränen, Schmerzen“ – roh, erschütternd. Aus einem Gefängnismanuskript wird ein Medienereignis, aus dem Täter ein Star.
Doch Jacks Charme ist kein Erlösungsversprechen, sondern ein Kalkül. Er lernt schnell: wie man Träume steuert, Worte setzt – und Menschen lenkt. Während Verleger, Öffentlichkeit und Justiz nach Sensation gieren, merkt Sophie zu spät, wie sich Mitgefühl in Mitschuld verwandelt: Jack schreibt nicht nur sein Leben um – er schreibt an ihr. An ihrer Wahrheit. An ihrem Ruf. An ihrer Freiheit.
Drei Jahre später, in Passau, glaubt Sophie, sie sei entkommen. Dann kommt der Anruf: Jack ist frei! Und die Vergangenheit schlägt wieder zu – bis hinauf auf die Grazer Erzherzog-Johann-Brücke, wo ein einziger Satz die Luft zerschneidet: „Spring!“
JACK ist ein Psychothriller über Manipulation, Gewalt und den Hunger nach Storys: ein Abstieg in die Grauzone zwischen Traum und Realität, Kunst und Verbrechen, Moral und Markt. Wer hier „Gerechtigkeit“ erwartet, bekommt etwas anderes: die nackte Mechanik des Bösen – elegant, verführerisch, gnadenlos. Ein Roman als Faustschlag: Österreich in den 70ern, Beton, Tabak, Hass, Lügen – und eine Frau, die nicht wirklich merkt, was eigentlich abgeht.




