Buch, Englisch, Deutsch, 168 Seiten, GB, Format (B × H): 154 mm x 216 mm, Gewicht: 474 g
Reihe: Reisen
Riad Ifoulki
Buch, Englisch, Deutsch, 168 Seiten, GB, Format (B × H): 154 mm x 216 mm, Gewicht: 474 g
Reihe: Reisen
ISBN: 978-3-930727-37-7
Verlag: in-cultura.com GmbH
Erkennbar eigene Erfahrungen des Autors fließen ein zwischen fotografische Meisterwerke, die dem Betrachter udn Leser die ganze Welt der gehobenen arabischen Lebensart vermitteln. Baulich an die großen Traditionen des Mittelmeerraumes anshcließend, verzaubert die Ausstattung den europäischen Betrachter mit der Welt des Orients, dessen Düfte man zu riechen meint. Der Autor stellt dem europischen Betrachter eine Alternative vor.
Zielgruppe
Der Band richtet sich an Personen aller Altersgruppen, die gern reisen, die schöne Abbildungen mögen, die sich für Kulturen anderer Länder und Völker interessieren und sich locker weiterbilden wollen.
Weitere Infos & Material
Der Tag vergeht nicht. Abdou bringt Tee und schenkt mit einer ausladenden Bewegung ein. Er erzählt mir, dass der sich dadurch bildende Schaum das Aroma der Minze noch verstärkt. Ich nehme das Glas, rieche daran, schließe meine Augen und trinke einen Schluck. Der Tee belebt, ist heiß, und doch erfrischt er mich. Ein leichter Wind zieht durch die Höfe und erreicht auch mich. Eigentlich wäre es wieder Zeit zu ruhen, doch nehme ich mir das Buch „Die Stimmen von Marrakesch“ von Elias Canetti und vergleiche seine Eindrücke und Erlebnisse mit den meinen, lausche dem Plätschern des Brunnens im Hintergrund, gleite von den Sätzen und Seiten ab, schaue dem Mosaikspiel der Rosenblätter im bewegten Wasser zu, höre die rhythmische Musik, von der Canetti berichtet und die mich täglich in der Medina begleitet, erblicke Vögel unter den Palmen und Bananen-Stauden, die nach Nahrung suchen oder sich mit kleinen Fundstücken die Nester bauen, hier in meinem Haus, in meinem Riad, in einer ganz eigenen Welt, die mir die innere Ruhe verschafft, an deren Ende immer jene Ewigkeit zu herrschen scheint, die es ermöglicht, den Tag nicht zu bestimmen und zu teilen, sondern sich treiben zu lassen und auf eben diesem Weg die Notwendigkeiten des Tages zu passieren und ganz und gar eins mit der Umgebung zu sein.




