Preiss | Mit Jesus in Führung gehen | E-Book | www2.sack.de
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E-Book, Deutsch, 208 Seiten, Format (B × H): 135 mm x 205 mm

Preiss Mit Jesus in Führung gehen

20 Wegweiser für einen gesunden Leitungsstil
1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-96362-740-8
Verlag: Francke-Buch
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

20 Wegweiser für einen gesunden Leitungsstil

E-Book, Deutsch, 208 Seiten, Format (B × H): 135 mm x 205 mm

ISBN: 978-3-96362-740-8
Verlag: Francke-Buch
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Was macht einen gesunden Leitungsstil aus? Alexander Preiss weiß aus eigener Erfahrung: Überall dort, wo sich etwas von Gottes Wirklichkeit zeigen und entfalten kann, da verändern sich die Dinge, die Voraussetzungen, die Maßstäbe, die Menschen - und in der Folge ganze Organisationen. Dieses Buch bringt Führungskräften zwanzig Jesus-Worte nahe. Worte, die den Weg weisen, um sich selbst und andere zu führen. Worte, die verlässliche, nachhaltige Strukturen in Firmen, Werken und Gemeinden schaffen. Alexander Preiss ist überzeugt: Wenn Leitende diesen Wegweisern ihr Vertrauen schenken, werden sie viel Gutes bewirken und die Früchte gesunder Leitung ernten: aufblühende Mitarbeitende, funktionierende Teams, starke Organisationen. Ein praxisnahes Buch, das wie ein Kompass bei Leitungsfragen aller Art die Kraft der Worte Jesu aufzeigt, zur konkreten Anwendung im Führungsalltag einlädt und Impulse zum Weiterdenken bietet.

Alexander Preiss ist Sozialpädagoge, Coach und Mitglied der Geschäftsleitung eines christlichen Sozialwerks. Er begleitet Menschen in herausfordernden Lebenssituationen. Er ist verheiratet, Vater von vier Kindern und lebt in Zürich. www.alexander-preiss.ch Instagram: _alexander_preiss_
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Einleitung

Noch ein Buch über Führung aus christlicher Feder? Muss das wirklich sein? Wurde darüber nicht schon genug geschrieben? Wer sollte bei dieser Ratgeberflut überhaupt den Überblick behalten können?

Seien Sie unbesorgt! Das Buch, das Sie gerade in Ihren Händen halten, erhebt gar nicht den Anspruch, geistliches Führungs-Know-how zu vermitteln. Und das aus zwei Gründen:

In diesem Buch geht es um 20 Sätze, die Jesus geäußert hat. Wohlgemerkt: vor gut 2000 Jahren! 20 Bibelverse also – um mehr wird es gar nicht gehen. Doch genau diese handverlesenen Sätze Jesu haben uns ungemein viel über Führung zu sagen.

Nur 20 Verse? Vielleicht schütteln Sie jetzt ungläubig den Kopf und fragen sich, ob eine so kleine Auswahl wirklich ausreichend ist – immerhin geht es um das große Thema Führung. Nun, ich behaupte, dass diese alten Sätze zeitlos sind, von ihrer Relevanz nichts eingebüßt haben und uns heute mehr über gute und gelingende Führung mitzuteilen vermögen als die unzähligen Bücher, die darüber bereits geschrieben wurden. Ja, da lehne ich mich durchaus weit aus dem Fenster: Ich bin davon überzeugt, dass auch Sie dem zustimmen werden, sofern Sie sich auf Jesus und seine Worte einlassen.

Wie das überhaupt gehen soll? Ganz einfach:

  • Lehnen Sie sich zurück,
  • hören Sie auf das, was Jesus Ihnen zu sagen hat,
  • nehmen Sie sich seine Worte zu Herzen
  • und setzen Sie sie praktisch um.

Wenn Sie das tun, wird sich ein erstaunlicher Effekt einstellen. Sie sind nicht mehr getrieben, sondern getragen. Sie rennen nicht mehr den neusten Führungstrends hinterher, sondern vertrauen Jesus, indem Sie sich von ihm führen lassen. Und unter dieser Voraussetzung führen auch Sie.

Ist Ihnen das womöglich viel zu billig? Hand aufs Herz: Wenn es sich lohnt, jemandem zu folgen, dann wohl Jesus. Denn wenn sich dieser Gott schon einmal die Mühe gemacht hat, selbst Mensch zu werden, um uns – sogar kostenlos! – etwas über das Führen und Leiten auf dieser Welt mitzugeben, dann macht es keinerlei Sinn, den kostspieligen Versprechungen diverser Führungsprogramme nachzujagen. Mehr noch: Der, der Sie trägt und führt (Jesus), ist dann auch der, der Ihnen genau darüber etwas in Ihr Herz schreibt, das Sie selbst wiederum durch Ihr Führungsverhalten an andere weitergeben können.

Es geht darum, dass Sie Jesus und seinen Worten Ihr Vertrauen schenken. Weil gutes Führen nur über Vertrauen gelingt. Schauen Sie sich um: Wenn es in Firmen an Vertrauen fehlt, den Führungspersonen nicht (mehr) vertraut wird, dann läuft nichts zusammen. Solche Firmen werden scheitern. Garantiert! Welch Ironie: Während ich diese Zeilen schreibe, erlebt die Schweizer Bankenbranche ein Beben sondergleichen. Die Großbank Credit Suisse ist in Schieflage geraten und muss – zur »Rettung« – ausgerechnet von ihrer ärgsten inländischen Konkurrentin, der UBS, übernommen werden. Der Verhaltensökonom Samuel Bendahan kommentiert dieses Fiasko treffend: »Die Zeit des Vertrauens ist vorbei.«1

Eine Lektion, die jeder Mensch, der eine Führungsposition innehat, als Allererstes lernen sollte, ist die, dass Vertrauen grundsätzlich ein Geschenk ist – und auf der anderen Seite Misstrauen immer »(vor-)herrscht«. Wem Vertrauen geschenkt wird, der kann Menschen und Organisationen führen, weil diese ihm gerne folgen werden. Wem Misstrauen entgegengebracht wird, der muss autoritär herrschen und die Gefolgschaft mit allen Mitteln durchsetzen. Von daher ist es nicht verwunderlich, dass Führungskräfte, obschon sie über eine hervorragende Managementausbildung verfügen, krachend scheitern, wenn ihnen das Vertrauen durch die Mitarbeiter- und/oder Kundschaft entzogen wird.2 Die beste Qualifikation zum Führen ist simples Vertrauen.3 Wer selbst vertrauen kann und wem andere ihr Vertrauen gerne schenken, der kann vollmächtig führen. Begeben Sie sich also in die Vertrauensschule Jesu.

Machen Sie sich das bitte von Anfang an bewusst: Es geht in diesem Buch um den menschgewordenen Gott, der einfach spricht – und damit führt. Um das Vertrauen in ihn. Nicht etwa um einen »gottgewordenen« Coach, der Ihnen mit seinen Heilsversprechen und Führungsmethoden das Blaue vom Himmel verspricht.

Vielleicht mag Sie das für den Moment sogar enttäuschen: Jesus hat weder durch seine Worte noch durch sein öffentliches Wirken eine Führungsmethode präsentiert. Wer sich in seinem eigenen Führungsverhalten und -stil auf diesen Jesus ausrichtet, bekommt daher nichts, wirklich rein gar nichts, das nach dem Schema »Wenn auch ich das mache, erziele ich folgende Ergebnisse« funktioniert. Ich vermute stark, dass Jesus ganz bewusst keine Methodik für geistliches Leiten vorgelegt – und schon gar nicht vorgelebt – hat. Er verfügte über eine hervorragende Menschenkenntnis. Daraus wäre eine ganze Industrie entstanden, die das zu einem boomenden Geschäft gemacht hätte. Doch der Glaube, das Vertrauen auf Gott, wird immer ein Geschenk bleiben. Und es kommt nicht von ungefähr, dass Jesus ausgerechnet die Händler in hohem Bogen aus dem Tempel herausgeschmissen hat.

Sie werden in diesem Buch immer wieder auf Formulierungen stoßen, die in gewisser Weise antreibenden Charakter aufweisen, beispielsweise, dass Sie aktiv werden oder etwas wirklich umsetzen/ausprobieren sollen. Da könnten Sie mir durchaus vorwerfen, dass das nichts weiter als plumper Aktionismus oder motivierende Rhetorik sei. Ein Aufruf zur selbst initiierten Veränderung Ihres Verhaltens. Deshalb möchte ich bereits an dieser Stelle klarstellen, worum es mir hierbei tatsächlich geht: Als Christinnen und Christen sind wir bedingungslos gewollt und geliebt – und zwar so, wie wir sind/geschaffen wurden. Auch darum, um diese göttliche Grundvoraussetzung des Angenommenseins, wird es in diesem Buch gehen. Wenn es also etwas gibt, das Sie und ich sicher nicht tun müssen, dann ist das alles, was in Richtung Selbstoptimierung geht. Vergessen Sie daher Sätze wie diesen: Werde die beste Version deiner selbst. Durchaus: Menschen, die von Gottes Liebe getragen werden, dürfen Veränderung erfahren. Aber das ist etwas ganz anderes als das Herumdoktern an der eigenen Person – denn hier hat sozusagen Gott seine Hände im Spiel. Und wenn in diesem Buch davon die Rede ist, selbst aktiv zu werden oder dergleichen, dann meine ich, dass wir uns in unserem Denken, Reden und Handeln auf Gottes Worte ausrichten. Nach ihnen leben. Und all das, was er in uns hineingelegt hat, in dem Vertrauen beanspruchen, dass wir es einfach sind – oder eben noch werden.

Zusammengefasst heißt das: Wer sich in seinem Führungsverhalten an Jesus orientiert, muss nicht etwas befolgen, das schnellen Erfolg verheißt. Er folgt vielmehr Jesus selbst. Und bei Jesus geht es nicht um sagenhafte und rasante Erfolgsversprechen, sondern um Worte, die nachhaltige Frucht4 verheißen. Frucht? Also geht es um Wachstum. Das braucht Zeit. Und ja, was wächst, das gedeiht, bringt Frucht – und Früchte sind wohl der beste Beweis für Wirksamkeit und Nachhaltigkeit. Lesen Sie jetzt bitte Galater 5,22: Eine Leitungspersönlichkeit, die solche Frucht bringt, kann man sich nur wünschen!

Falls Sie immer noch zweifeln sollten, ob mit den paar Sätzen, die in diesem Buch behandelt werden, überhaupt ausreichend Stoff zu gutem Führungsverhalten vorhanden ist: Jesus konnte mit nur einem einzigen Satz eine ganze Horde aufgebrachter Menschen davon abhalten, eine Steinigung zu vollziehen. Mit einem Satz! Ich für meinen Teil kann dazu nur sagen: Wow! Wer das kann, der kann wirklich führen. Ohne jeden Zweifel! Heute müssten wir in vergleichbaren Situationen wohl das SEK aufbieten.

Der erste der beiden Gründe, warum es sich bei diesem Buch um keinen klassischen Führungsratgeber handelt, hat also damit zu tun, dass Sie nach der Lektüre mitnichten über ein fertiges Rezept zum Leiten verfügen. Sie werden keine Schlüssel zum Erfolg kennenlernen. Auch keine Führungsgrundsätze, die »auf jeden Fall« funktionieren. In Ihnen werden lediglich 20 Samen eingestreut. Aber die tragen das Potenzial in sich zu keimen. Das Potenzial, dass bei Ihnen etwas hervorsprossen kann, das Ihr Führungsverhalten im Sinne Jesu wachsen und aufblühen lässt.

Lassen Sie sich Zeit dafür. Wachsen Sie nachhaltig in Ihrem Führungsverhalten. Und vergessen Sie bitte nicht, dass es Gott ist, der dieses Wachstum schenkt (1. Korinther 3,6-7). Ihr Beitrag ist es, ihm Ihr Vertrauen zu schenken.

Der zweite Grund, warum es sich bei diesem Buch um keinen gewöhnlichen geistlichen Ratgeber über Führung handelt, mag zunächst merkwürdig klingen: Es gibt gar nicht den christlichen Führungsstil an sich. Dazu ein banales Beispiel: Denken Sie an eine Sitzung. Sie können diese entweder gut oder schlecht leiten. Aber was bitte schön soll eine geistliche/christliche Sitzungsleitung sein? Oder nehmen Sie eine Unternehmensanalyse – auch diese kann gut oder schlecht durchgeführt werden. Sie können dafür verschiedene Instrumente einsetzen. Unter anderem das Benchmarking. Aber was wäre eine Unternehmensanalyse, die dezidiert christlich ist?5

Wir haben es hier mit einem Phänomen zu tun, das der griechischen Philosophie entstammt. Nämlich einer dualistischen Weltsicht. Bei Christen ist es sehr beliebt, von geistlichen und weltlichen Dingen unter der suggerierten Voraussetzung zu sprechen, dass es per se geistliche oder weltliche Dinge...


Preiss, Alexander
Alexander Preiss ist Sozialpädagoge, Coach und Mitglied der Geschäftsleitung eines christlichen Sozialwerks. Er begleitet Menschen in herausfordernden Lebenssituationen. Er ist verheiratet, Vater von vier Kindern und lebt in Zürich.

www.alexander-preiss.ch
Instagram: _alexander_preiss_



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