Povey | Der Club der Serienkiller | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 384 Seiten

Povey Der Club der Serienkiller

Roman
1. Auflage 2010
ISBN: 978-3-641-04373-5
Verlag: Heyne
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Roman

E-Book, Deutsch, 384 Seiten

ISBN: 978-3-641-04373-5
Verlag: Heyne
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Serienkiller sind auch nur Menschen

»Ich schätze, es geschieht nicht alle Tage, dass dir ein toter Serienkiller zu Füßen liegt.« Mit dieser Erkenntnis beginnt für unseren neugierigen Helden eine Odyssee in eine unglaubliche Welt. Nachdem er in der Brieftasche des Toten eine mysteriöse Einladung gefunden hat, nimmt er eine fremde Identität an und betritt den »Club der Serienkiller«, eine Vereinigung von Psychopathen, die sich regelmäßig trifft. Wie alle Minderheiten bestehen auch sie auf ihrem Recht auf Geselligkeit. Doch wie lange kann unser Held sein falsches Spiel geheim halten? Bald ist er gezwungen, sich der ersten misstrauischen Kollegen zu entledigen.

Jeff Povey wurde in England geboren, wuchs in Schottland auf und kehrte nach England zurück, um reich und berühmt zu werden. Nach einer Reihe ungeeigneter Jobs fing er mit dem Schreiben an, hat seitdem mehr als hundert Stunden Fernsehen geschrieben, überwiegend für die beste Sendezeit, und war einer der Hauptautoren der BBC-Serie EastEnders. Dies ist sein erster Roman, doch weitere warten schon in den Startlöchern. Povey lebt mit seiner Frau und seinen vier Kinder sowie seiner Spielleidenschaft in England.
Povey Der Club der Serienkiller jetzt bestellen!

Weitere Infos & Material


(S. 106-107)

Agent Wade hat den größten Teil der vergangenen Nacht mit Tippen verbracht, bis vier Uhr morgens, und das Geklapper hat mich fast wahnsinnig gemacht. Ich habe versucht ihn davon abzuhalten, doch er hat behauptet, dass das FBI seine Berichte in dreifacher Ausfertigung braucht, und hat weiter in die Tasten gehauen. Während ich wach dalag und dem Lärm lauschte, der sich anhörte, als würde eine Marschkapelle durch mein Wohnzimmer stampfen, dämmerte mir so langsam, dass ich mit jemandem reden sollte. Und noch wichtiger, dass ich einen Ausweg finden muss. ,

Betty Grable stempelt das Buch eines fünfzehnjährigen Burschen ab, der aussieht wie ein echter Streber, und beobachtet, wie er rot anläuft, während ihre Blicke sich für einen Moment treffen. Als ich mit dem Titel Raddampfer - die goldenen Jahre auf sie zukomme, verliert sie fast die Fassung. Ihre Kinnlade klappt nach unten, und sie tritt unwillkürlich einen Schritt zurück. Ich lächle sie bloß wortlos an, zeige ihr mein Buch und schaue dabei zu, wie sie meinen Bibliotheksausweis durchs Gerät zieht. Dann verschwinde ich wieder, um ihren Feierabend abzuwarten.  ,Als Betty die Straße überquert, um in einen Bus zu steigen, hole ich sie ein und springe fast synchron mit ihr auf.

Obwohl sie mein Anblick nervös macht, habe ich das Gefühl, dass sie mit mir gerechnet hat. Ihre Augen blinzeln hinter der großen rosafarbenen Brille zu mir empor. Für einen Moment sehe ich sie vor mir, wie sie sich mit der Tischdecke Lachtränen aus dem Gesicht wischt, und allein aus diesem Grund habe ich mich dafür entschieden, mit ihr zu reden. Außerdem kann ich nicht leugnen, dass ihr Anblick mich in Erregung versetzt, und es ist das erste Mal seit Jahren, dass ich so etwas bei jemandem empfinde. Betty ergreift das Wort und blickt mich dabei schüchtern an. »Douglas.« Ich lächle und gebe mein Bestes, einen freundlichen und aufgeschlossenen Eindruck zu erwecken »Betty.«

»Bist du, äh... Bist du zufällig in der Bücherei gewesen?« Betty legt eine Wachsamkeit an den Tag, die mir bisher nicht aufgefallen ist. Sie hält sich im Club zu sehr zurück, als dass man wirklich was von ihr mitkriegen würde. »Ja. Rein zufällig. Mehr war’s nicht.« Ich muss sie anlügen, denn ich will nicht, dass sie in Panik gerät. Andernfalls komme ich nicht an sie heran. »Ich wusste es. Du wohnst ganz in der Nähe, oder?« »So ziemlich.« Für einen Moment sagt keiner was, ich möchte, dass Betty unsere Begegnung unter allen Umständen für Zufall hält, darum warte ich so lange, bis betretenes, lähmendes Schweigen herrscht.

So als hätte ich nichts zu sagen oder wäre völlig unfähig, ein Gespräch in Gang zu bringen. Ein dämliches, zaghaftes Grinsen ist alles, was ich ihr zeige. Es kommt mir vor, als hätte ich sie schon stundenlang blöd angegrinst, und allmählich fühlt sie sich unwohl. Schließlich sieht sie sich genötigt, die unerträgliche Stille zu durchbrechen. »Ich musste das einfach fragen... nur um sicherzugehen.« Ich nicke und grinse weiter - ziehe die Nummer gnadenlos durch. »Ich bin momentan ein bisschen nervös.

Besonders seit William Holden tot ist. Außerdem gibt es immer noch keine Nachrichten von Tallulah.« Betty redet weiter, ihre Nerven liegen blank. »Ich weiß, ich bin immer noch neu im Club, aber ich finde das irgendwie furchterregend.« »Wir leben in einer furchterregenden Welt.« Mir fällt ein, wie der Fernsehpsychologe das mal gesagt hat und meinte, das funktioniert wie ein Zauberspruch, schlagartig verwandle ich mich in einen Meister der Konversation. »Obwohl ich ganz ehrlich zugeben muss, dass ich Tallulah nie leiden konnte. Wusstest du, dass sie am Ende unserer Abende ihren Anteil an der Rechnung nie vollständig bezahlt hat?« Meinen Berechnungen zufolge schuldet sie dem Club fast 90 Dollar


Povey, Jeff
Jeff Povey wurde in England geboren, wuchs in Schottland auf und kehrte nach England zurück, um reich und berühmt zu werden. Nach einer Reihe ungeeigneter Jobs fing er mit dem Schreiben an, hat seitdem mehr als hundert Stunden Fernsehen geschrieben, überwiegend für die beste Sendezeit, und war einer der Hauptautoren der BBC-Serie EastEnders. Dies ist sein erster Roman, doch weitere warten schon in den Startlöchern. Povey lebt mit seiner Frau und seinen vier Kinder sowie seiner Spielleidenschaft in England.



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.