E-Book, Deutsch, Band 0390, 448 Seiten
Reihe: Julia Extra
Porter / Monroe / Crews Julia Extra Band 390
1. Auflage 2014
ISBN: 978-3-7337-0424-7
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, Band 0390, 448 Seiten
Reihe: Julia Extra
ISBN: 978-3-7337-0424-7
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
FLUCHT AUS DEM WÜSTENPALAST von KENDRICK, SHARON
Wüstenprinzessin Leila führt ein Leben im goldenen Käfig. Doch an Flucht wagt die begeisterte Fotografin nicht zu denken ... bis Werbe-Tycoon Steel als Gast des Sultans im Palast auftaucht. Aber ist der attraktive Playboy wirklich nur der Schlüssel zu ihrer Freiheit?
DEINE LIEBE IST MAGIE von CREWS, CAITLIN
Ein pikanter Auftrag! Adriana soll den für seine Affären berüchtigten Prinz Pato aus den Schlagzeilen halten - mehr nicht! Doch gegen jede Vernunft fühlt auch sie sich magisch von dem rebellischen Royal angezogen ...
DIE NANNY UND DER SIZILIANISCHE MILLIONÄR von MONROE, LUCY
Eine viertel Million für die Nanny? So verrückt kann auch nur Audreys Firmenchef Vincenzo sein. Da das Studium ihres Bruders viel Geld verschlingt und ihr Boss sie nicht persönlich kennt, bewirbt sie sich. Was sie nicht weiß: Er will auch ihre Liebe kaufen ...
EIN WINTERMÄRCHEN FÜR GEORGIA von GEORGE, CATHERINE
Seelenzustand: Liebeskummer! Für Georgia Grund genug, im Cottage ihrer Eltern Weihnachten zu feiern - und zwar allein. Doch als das Wetter umschlägt, steht plötzlich Chance vor der Tür, um sie zu retten. Dumm, denn der charmante Draufgänger ist der Bruder ihres Ex ...
EIN TAG IN VENEDIG, EIN KUSS VON DIR von PORTER, JANE
Wer ist der Fremde, der ihr Herz zum Rasen bringt? Als Diane ihren totgeglaubten Mann Domenico in Venedig wiedertrifft, ist das ein Schock. Denn er gehört einer anderen Frau ... Aber warum küsst er Diane so, als würde er sie noch immer lieben?
Bereits in der Grundschule schrieb Jane ihr erstes Manuskript: Es war 98 Seiten lang und wurde von einem Jungen in ihrer Klasse zerrissen. Jane weinte, der Junge musste die zerrissenen Seiten zusammenkleben und kam mit einer Verwarnung davon, während Jane fürs Schreiben im Unterricht bestraft wurde und so lernte, dass die Schule für einen wahren Künstler nicht der geeignete Ort ist. Trotzdem ließ sie sich davon nicht entmutigen und schrieb weiter, hauptsächlich Gedichte, die in Zeitungen und in Teenagermagazinen veröffentlich wurden. Als ihre Eltern, beide Lehrer, für ein Jahr nach Europa gingen, durfte Jane sie begleiten. Sie liebte England und Italien - und ganz besonders die italienischen Männer! Janes Vater starb, als sie 15 Jahre alt war, und in den darauffolgenden Jahren begleitete sie ihre Mutter in viele verschiedene Länder. Sie interessierte sich für fremde Kulturen und las sehr viel. Später studierte sie in Südafrika, Japan und Irland. Ihre ersten vier Manuskripte, die sie während des Studiums schrieb, wurden von den Verlagen abgelehnt. Aber Jane lernte weiter, veröffentlichte Artikel, lehrte, heiratete, bekam zwei Söhne, und im Jahr 2000 war es dann so weit: Ihr erster Roman wurde angenommen und veröffentlicht. Endlich ging der Traum, den sie schon als kleines Schulmädchen gehabt hatte, in Erfüllung. Jane Porter lebt mit ihrem Mann und den kleinen Söhnen in Seattle im amerikanischen Bundesstaat Washington.
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1. KAPITEL
Gabe Steel kam gerade nackt aus der Dusche, als jemand an die Tür klopfte. Ungehalten griff er nach einem Handtuch. Er wollte seine Ruhe. Er brauchte seine Ruhe. Wenn er geahnt hätte, dass ihm in seiner Hotelsuite nicht einmal eine ungestörte Dusche vergönnt sein würde, wäre er niemals in dieses orientalische Land gereist!
Gabe dachte an das kalte Frühlingswetter zurück, das er in England zurückgelassen hatte. Hätte er doch den Kummer, der ihn zu dieser Zeit des Jahres immer packte, ebenso leicht hinter sich zurücklassen können! Wie seltsam, dass Schuldgefühle sich nie ganz abschütteln ließen, sosehr man sich auch bemühte. Kaum kratzte man an der Oberfläche, schon brachen sie sich wieder Bahn. Dabei hütete er sich, die Oberfläche auch nur zu berühren!
Doch vor manchen Dingen gab es kein Entrinnen: Vorhin hatte eine Hotelangestellte gefragt, ob Gabe besondere Wünsche zu seinem Geburtstag habe. Woher wusste sie, dass er heute Geburtstag hatte? Ach ja, beim Einchecken gestern hatte er seinen Reisepass vorlegen müssen …
Gabe stand da und lauschte. Es herrschte wieder völlige Stille. Sehr gut! Erleichtert begann er, sich abzutrocknen, als es erneut klopfte. Lauter und nachdrücklicher.
Normalerweise hätte er die Störung ignoriert, aber er kannte sich mit den Gepflogenheiten dieses Landes nicht aus. Abgesehen davon, war er noch nie Gast einer Königsfamilie gewesen. Besser gesagt, eines Sultans, der über einen der reichsten Staaten der Welt herrschte. Die Gastfreundschaft des Herrschers war überwältigend. Für Gabes Geschmack fast schon zu überwältigend.
Gabe fluchte unterdrückt, schlang sich das Handtuch um die Hüften und machte sich auf den Weg zur Tür – ein Unterfangen, das fast einem halben Workout gleichkam. Diese Suite hatte einfach ungeheure Ausmaße! Sein eigenes Penthouse in London war auch nicht von schlechten Eltern, doch der Luxus dieser Suite in Qurhahs Tophotel war eine Klasse für sich.
Jetzt wurde laut an die Tür gehämmert. Ziemlich unverschämt, dachte Gabe und öffnete verärgert die Tür. Vor ihm stand eine Frau.
Eine Frau, die offensichtlich nicht als solche erkannt werden wollte.
Groß, schlank, mit einem Aktenkoffer in der Hand. In Jeans und Trenchcoat und mit dem Filzhut, den sie tief ins Gesicht gezogen hatte, wäre sie tatsächlich fast als Mann durchgegangen. Doch nicht bei Gabe. Ein flüchtiger Blick genügte ihm normalerweise, um den Hüftumfang einer Frau abzuschätzen und davon ziemlich akkurat auf ihre Höschengröße zu schließen. Mit Frauen kannte sich Gabe bestens aus – zumindest, wenn es ums Äußere ging.
Gefühle interessierten ihn dagegen weniger. Frauen, die ihm nach einem stressigen Arbeitstag ein Gespräch aufzwängen wollten oder sich an seiner Schulter ausweinten, weil sie sich einbildeten, auf diese Weise sein Herz zum Schmelzen zu bringen, waren ihm ein Gräuel. Und eine Frau, die aus dem Nichts auftauchte, während er nicht nur mit dem üblichen Terminstress fertig werden musste, sondern auch noch mit der eigenen Verbitterung, konnte Gabe schon gar nicht gebrauchen.
„Wo brennt’s denn?“, fragte er unwirsch.
„Bitte!“ Leise und gehetzt klang ihre Stimme. Außerdem machte Gabe einen leichten Akzent aus. „Darf ich hereinkommen?“
Leicht verächtlich verzog er den Mund. „Sie haben sich offensichtlich in der Tür geirrt, Herzchen.“ Gabe versuchte, die Tür wieder zuzudrücken.
„Bitte!“ Panisch wandte sie sich kurz um. „Ich werde verfolgt.“
Beunruhigt starrte er sie an. Von einem Moment auf den anderen wurde er aus seinem geordneten Leben zurück in eine Zeit katapultiert, in der er sich permanent bedroht gefühlt hatte. Damals war die Angst sein ständiger Begleiter gewesen.
Der Schatten des Huts machte es schwer, den Gesichtsaudruck der Fremden zu beurteilen, doch Gabe glaubte, Furcht in ihren Augen zu erkennen.
„Bitte!“ Erneut dieses Flehen um Hilfe.
Die Zeit des Zögerns war vorüber. Jetzt meldete sich sein Beschützerinstinkt. Das hatte ihm gerade noch gefehlt! „Also gut“, knurrte Gabe mürrisch und hielt die Tür auf.
Die Frau eilte an ihm vorbei, und Gabe glaubte, den Hauch eines würzigen Dufts wahrzunehmen.
„Was ist denn los?“, fragte Gabe, machte die Tür zu und wandte sich der ungebetenen Besucherin zu.
Die schüttelte nur wortlos den Kopf und starrte ängstlich die Tür an. In Sicherheit glaubte sie sich demnach noch nicht.
„Später.“ Der weiche Akzent klang in Gabes Ohren ziemlich sexy. „Jetzt muss ich mich hier irgendwo verstecken. Die dürfen mich auf keinen Fall hier finden. Wenn ich in Sicherheit bin, erzähle ich Ihnen, was Sie wissen müssen.“ Gehetzt blickte sie in dem riesigen Zimmer um sich und entdeckte am anderen Ende durch die offene Schlafzimmertür das ungemachte Bett, in dem Gabe vor der Dusche gedöst hatte. Schnell wandte sie den Blick ab. „Wo können Sie mich verstecken?“
Ihr Ton ärgerte Gabe. Schließlich tat er ihr doch gerade einen Gefallen! Etwas mehr Höflichkeit wäre da schon angebracht! Aber jetzt war wohl der falsche Zeitpunkt, ihr den Knigge näherzubringen.
Er dachte darüber nach, wo er sich früher immer versteckt hatte, wenn mal wieder ein Gerichtsvollzieher vor der Tür gestanden hatte. Im Badezimmer war es immer am sichersten gewesen. „Gehen Sie ins Badezimmer!“ Er wies ihr die richtige Richtung. „Verkriechen Sie sich unter der Badewanne, und kommen Sie erst wieder heraus, wenn ich es Ihnen sage. Dann erwarte ich auch eine Erklärung dafür, dass Sie mir meine Zeit stehlen.“
Wie gehetzt durchquerte die Unbekannte das Zimmer und entschwand seinem Blick.
Ihre Furcht hatte sich inzwichen auch auf Gabe übertragen. Er spürte, wie sein Adrenalinspiegel anstieg und das Herz zum Rasen brachte. Vielleicht sollte er sich erst einmal anziehen. Zu spät – der Klang schwerer Schritte drang vom Korridor ins Zimmer.
Einen Moment später klopfte jemand laut an die Tür. Gabe atmete tief durch und öffnete sie. Draußen standen zwei Männer und beäugten ihn misstrauisch. Ihre locker sitzenden Anzüge konnten nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Männer durchtrainiert waren und Waffen trugen.
Der größere ließ den Blick über Gabes feuchten Oberkörper bis zum hastig um die Hüften geschlungenen Handtuch wandern. „Bitte entschuldigen Sie die Störung, Mr Steel.“
„Kein Problem.“ Gabe lächelte freundlich und wunderte sich, dass in diesem Hotel offenbar jeder wusste, wer er war. Außerdem fiel ihm der Akzent auf. Er war ausgeprägter als bei seinem ungebetenen Gast, der sich im Badezimmer versteckt hatte. „Was kann ich für Sie tun?“
Mit seinem starken Akzent antwortete der Mann: „Wir suchen eine Frau.“
„Tun wir das nicht alle?“ Diese humorvolle Replik konnte er sich nicht verkneifen. Perlen vor die Säue, dachte er im nächsten Moment, denn die Typen hatten ganz offensichtlich keinen Sinn für Humor, sondern musterten ihn weiterhin misstrauisch.
„Haben Sie sie gesehen?“
„Wie sieht sie denn aus?“
„Groß, Anfang zwanzig, dunkelhaarig.“ Der kleinere Mann übernahm die Personenbeschreibung. „Sie fällt einem sofort ins Auge.“
Gabe wies auf das kleine Handtuch und rieb sich die Oberarme, um anzudeuten, dass ihm kalt war. Tatsächlich war die Klimaanlage so kühl eingestellt, dass er sogar eine Gänsehaut vorweisen konnte. „Wie Sie sehen, komme ich gerade aus der Dusche. Leider hat mir dort niemand Gesellschaft geleistet. Sehr bedauerlich, aber wahr.“ Er warf einen kurzen Blick über die Schulter, bevor er sich wieder den Männern zuwandte und gequält lächelte, um seine Verärgerung über die Störung anzudeuten. „Sie können sich gern selbst davon überzeugen, wenn Sie darauf bestehen. Aber bitte schnell. Ich muss mich noch rasieren und anziehen. In knapp zwei Stunden diniere ich mit dem Sultan.“
Die Erwähnung des Sultans zeigte sofort die erhoffte Wirkung. Gabe musste sich ein amüsiertes Lächeln verkneifen, als die beiden Männer im Gleichschritt zurückwichen.
„Selbstverständlich. Bitte entschuldigen Sie die Störung. Wir werden Ihre Zeit nicht länger beanspruchen, Mr Steel. Vielen Dank für Ihre Hilfe.“
„Gern geschehen“, antwortete Gabe und schloss leise die Tür hinter den Männern. Nachdem er sich vergewissert hatte, dass ihre Schritte auf dem Korridor verklungen waren, durchquerte er das Zimmer und öffnete die Badezimmertür. Mit der Grazie einer Tänzerin wand die junge Frau sich unter der Badewanne hervor. Sein Körper reagierte sofort auf ihre sinnlichen Bewegungen, erst recht, als sie jetzt mit ihren Händen glättend über ihre Kleider strich.
Da sie bei ihrer Versteck-Aktion ihren Hut verloren hatte, konnte Gabe zum ersten Mal ausgiebig ihr Gesicht betrachten. Plötzlich sah er sich der atemberaubendsten Frau gegenüber, die er je erblickt hatte. Träumte er? Oder hatte sich tatsächlich eine orientalische Schönheit aus Tausendundeiner Nacht in seine Hotelsuite verirrt?
Ihr mediterraner Teint schimmerte makellos. Die von dichten schwarzen Wimpern umkränzten strahlend blauen Augen luden zum Träumen ein. Das blauschwarze, zu einem Pferdeschwanz gebundene Haar reichte fast bis zur Taille und glänzte wie frisch poliert. Und dann die hübschen Brüste, die er unter dem Trenchcoat erahnte … und die langen Beine, die jedes Topmodel vor Neid erblassen lassen würden.
Sie ließ seine Musterung über sich ergehen, ohne mit der...




