Pomej | Verbotene Gelüste | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 300 Seiten

Pomej Verbotene Gelüste


1. Auflage 2019
ISBN: 978-3-7504-5393-7
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 300 Seiten

ISBN: 978-3-7504-5393-7
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Die MANN-schaft der Wikispeed vergnügt sich auf der schier endlosen Reise in eine ferne Galaxie mit sexy Fleisch-Hologrammen blonder Schönheiten. Um geschlechtsspezifische Konflikte an Bord zu vermeiden, befinden sich die für sie bestimmten Frauen noch im Föten-Stadium im Labor. Ein außerplanmäßiger Landgang auf Veno 38b gerät zum Desaster, da Sergeant Ron Dews unbedingt Sex mit einer echten Planetenbewohnerin praktizieren will...

S. Pomej hat aus Interesse an der menschlichen Natur Psychologie studiert und lässt die erlernten Störungen plus eigener Erfahrung mit kranken Zeitgenossen in spannende Bücher und Kurzgeschichten sowie lustige Comic einfließen. Website: pomej.blogspot.com
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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Erotischer Science-Fiction-Thriller

Triggerwarnung: ACHTUNG! Sexistisch und

politisch unkorrekt, denn in der Zukunft gelten andere Regeln als heute!

Verlockendes Neuland

"Seit einem Marsjahr auf der Reise zum Planeten Xarx im Pferdekopfnebel. Ohne besondere Vorkommnisse. 687 verfickte Tage Routine! Puh, beschwere mich ja nicht über ewig gleichen Fraß pürierter Rotalgen und Gestank verschmortem Metalls in den Gängen. Verliere auch kein negatives Wort über mangelnde Kameradschaft in der Crew und Launen des Captains oder die Roboter mit dauergrinsenden Visagen und seelenlosen Blicke. Aber mir stinkt gewaltig, dass wir dreizehn Kerle uns mit den ewig gleichen platinblonden, blauäugigen Fleisch-Hologrammen der 90-60-90-Fraktion begnügen müssen! Demnächst steck ich mein Teil lieber in ein Entlüftungsrohr, verspricht bestimmt mehr Spaß! Eintrag Diary Ende!", befehligte Ron Dews verdrossen, als er schlaff und lustlos auf seiner schwebenden Couch an Bord der WIKISPEED über sein Dasein reflektierte.

Neben ihm wartete eine ihn unentwegt anlächelnde Schönheit im Evakostüm - genauer gesagt, vielmehr das feststoffliche Hologramm einer nackten Blondine - auf sein Zeichen zum Einsatz. Bislang vergeblich, doch einem fleischgewordenen Abbild konnte das ziemlich egal sein. Genervt von dessen grundloser Fröhlichkeit schaltete Ron es ab. Ein Blick aus dem Bullauge zeigte ihm die unendliche Schwärze des Weltalls, unterbrochen von Lichtpunkten weit entfernter Galaxien und einiger stetig anwachsender Sonnen, die sie demnächst passieren würden - manche davon umkreist von Planeten mit Lebensformen, was ihn unwillkürlich zu Phantasien über den weiblichen Bevölkerungsanteil darauf anregte. Ihm fiel Nutta 17d ein, wo die Bewohnerinnen drei Brüste hatten, deren Anblick sie dem Sieger aber erst nach gewonnenem Zweikampf offerierten, sowie natürlich Zwitta 24e, auf dem Frauen sich üblicherweise grazil auf den Händen fortbewegten und - bei Gefallen - ihren Unterleib mit gespreizten Beinen zur Umarmung darboten. Ihre rüschigen Gewänder entfalteten sich dann gleich einer erblühenden Knospe und gaben den darin verborgenen, duftenden Liebeskelch frei - herrlich! Ganz anders als diese allzeit bereiten, geruchlosen 08/15-Nackedeis aus dem Fleisch-Holografen!

Mit düsterer Miene ärgerte er sich in seiner 25 m2- Kabine, denn er ersehnte einmal mehr Kontakt zu einer realen Vertreterin des weiblichen Geschlechts - erstens vollständig bekleidet und zweitens in der Lage zu einer normalen Konversation. Zu einem Wesen, das sich nicht nur zu 35 Stellungen genormten Sexspiels mit den üblichen Lustlauten 'AH!' und 'OOOH!' als fähig erwies, sondern zur Diskussion über den Sinn des Lebens oder Gründung einer Familie auf altmodische Weise. Seine seiner Meinung nach bereits völlig abgestumpften Kameraden schienen ihn in dieser Hinsicht so gar nicht zu verstehen. Brachte er sein Problem zur Sprache guckte Vin Tekashi nur immer irritiert, während Scot Wigfield sich meist seitlich an die Stirn tippte. Ivan Sastro stellte sich regelmäßig mit dem erlaubten Rauschmittel Kolka ruhig, Len Packham nannte ihn pervers - und der Captain musterte ihn auf eine Weise wie einen potentiellen Meuterer. Ganz zu schweigen vom Rest der armseligen Crew. Alles Weicheier! Manche dieser Luschen waren ganz offensichtlich sehr leicht zufriedenzustellen und schienen von Abwechslung in punkto Sex noch nie gehört zu haben. Immer nur Wichsen. Oder Bumsen mit Holos. Verdammt!!! Entschlossen sprang Ron von seiner bequemen Liegestatt und begab sich zum Captain, um ihn zu veranlassen, doch einmal eine ungeplante Zwischenlandung auf einem der bewohnten Planeten ihrer Route einzulegen, damit sich die Mannschaft endlich wieder als MANN-schaft fühlen konnte.

Captain Reik saß im Cockpit neben dem Navigator, einem dieser ungefragt ihre Meinung kundtuenden Roboter, die Ron absolut nicht billigte. Robos sollten gefälligst parieren und nicht belehren!

"Ron! Sofern du nicht guten Grund zur Störung hast, verpiss dich!", empfing ihn Reik, der seinen unkonventionellen Duktus nie abgelegt hatte und sich nur im Beisein von Führungsbonzen konventionell korrekt ausdrückte - von denen allerdings keiner an Bord weilte, denn: wie jeder wusste, erschienen die Brüder samt Anhang erst auf der Bildfläche, wenn ein Planet nicht nur erobert, sondern mit einer Tip-Top-Infrastruktur samt passender Residenz überzogen war.

"Captain, ich bestehe auf einer Zwischenlandung, um endlich frische Luft schnappen zu können. Der recycelte Sauerstoff an Bord müffelt ja schon!", kam Ron ohne lange Vorrede gleich zum Kern seines Anliegens.

"Wenn ich mir die Bemerkung erlauben darf, Captain", begann Robo-1 ungefragt, "dann schlage ich vor ...-"

"NEGATIV!", unterbrach Ron resolut. "Du sollst steuern, nicht quatschen!"

"ICH bin der Captain!", erinnerte ihn Reik unwirsch und wandte sich an den Navigator: "Erlaubnis erteilt!"

"Danke, Captain! Ich schlage vor, der Bitte von Sergeant Dews stattzugeben und einen kurzen Zwischenstopp auf Veno 38b in der Außenregion der Phoenix-Zwerggalaxie einzulegen! Zwecks Belebung des eingerosteten Kampfgeistes der Truppe."

"Ach?", wunderte sich Ron über diese unerwartete Schützenhilfe.

"O.K. Landgang zur Hebung der Truppenmoral." Captain Reik tippte die nötige Sequenz zum Landeanflug auf den Screen und erhob sich. "Ausrüstung überprüfen, Ron!"

Mit Verve durchquerten sie in ihren schmucken Uniformen das weitläufige Raumschiff, sammelten auf dem Weg zum Cargoraum Slim und Buzz ein, erreichten dann den Maschinenraum, wo sie Scot sowie Uki Ulumba bedeuteten mitzukommen.

"Also endlich mal auf einen sauerstoffumhüllten Gesteinsbrocken?", erkundigte sich Uki, der unter Nervosität die Angewohnheit zeigte, jeweils mit der Zunge über seine Lippen zu lecken.

"Japp!", frohlockte Ron. "Und zwar, weil Robo-1 das empfahl."

Im Cargoraum trafen sie schließlich auf Al, Ivan und Len. Reik checkte den Zustand der chromfarbenen Raumfähre, während Scot und Buzz Proviant einluden. Ron scannte auf seinem breiten Armreif die von einer Vermessungssonde anno 2187 erhobenen Daten über Veno 38b: erdähnlich, erhöhter Sauerstoffanteil in der Atmosphäre, mediterranes Klima, zwei Kontinente, nennenswerte Vorkommen an Gold, Silber, Kupfer, Erz, Graphit und Flussspat; Bevölkerung: humanoides Naturvolk, Nutzung handbetriebener Waffen, wie Bumerang, Schleudern u.ä.; Polytheismus.

Super, dachte Ron, dann kann ich vor den niedlichen Fellfrauen einen Gott geben. Mit geradezu verklärter Miene imaginierte er vor seinem geistigen Auge einen Harem in Tierhäute gehüllter, wehrhafter Amazonen, die angesichts eines strahlenden Helden gleich ihm, nur wenig Widerstand leisten und sich nach kurzem Machtkampf als willig erweisen würden - wie aufregend!

Womöglich würde er in einer ihrer Höhlen als vom Firmament gnädig herabgestiegener Hauptgott abgebildet. Die Aussicht im besten Speichermedium verewigt zu werden, verschaffte ihm enorme Genugtuung.

"RON!", riss ihn Reik unsanft aus seinen Gedanken. "Träumst du?"

Mittlerweile war auch der Rest der menschlichen Crew aufgetaucht. Alle im Gardemaß mit markanten Gesichtern, kurzgeschorenem Haar und Top-Kondition. Keine Ergebnisse eines Klon-Programms, sondern einer Computerauswahl bester Exemplare der menschlichen Spezies - als würdig befunden zur Weitergabe ihrer Gene auf entferntesten Planeten noch unerforschter Galaxien.

"Nein, bin nur urlaubsreif, Captain."

"Strahlenphaser austeilen!", wies ihn Reik forsch an.

"Zu Befehl!" Ron begab sich rasch zum Tresor in einer Ecke des Cargoraumes, öffnete ihn flink per achtundzwanzigstelligen Buchstabencode TODALLENFEINDENUNSRESSYSTEMS und entnahm dreizehn Pistolenbestückte Gurte, die er jedem Mitglied der Besatzung feierlich überreichte: "Captain, Al, Buzz, Ivan, Kip, Len, Slim, Scot, Try, Uki, Vin und meine Wenigkeit. Oh, Pole fehlt noch. Putzt wahrscheinlich seine Stiefel blitzblank, der alte Streber."

"Er bleibt an Bord. Sicherheitsvorschrift. Fern der Heimat bildet sie so etwas wie unsere Nabelschnur zu Mutter Erde!"

"Aye Captain! Ist auch besser, in grauer Vorzeit brachte die Zahl Dreizehn Unglück!" Schnell legte er die überzählige Pistole in den Safe zurück, eilte dann zum Shuttle, stieg ein und erwartete voller Vorfreude das ersehnte Abenteuer seines eintönigen Soldatenlebens.

Die kleine Raumfähre drehte zunächst eine Ehrenrunde um den blauen Planeten, zwecks Gefahrenscan auf mögliche Vulkanausbrüche, Tsunamis, Wetterkapriolen, oder magnetische Störungen. Nichts davon sollte ihren Kurzurlaub trüben. Mit imposantem Tempo enterte die Fähre schließlich problemlos die Atmosphäre und steuerte automatisch einen sicheren Landeplatz auf einem der beiden Kontinente an.

Ron ereilte bereits vor der Landung eine kleine Enttäuschung: das laut Sondendaten angebliche "Naturvolk" erbaute seit der letzten Vermessung ansehnliche Dörfer und Städte mit rauchenden Schornsteinen, befand sich zwischenzeitlich also schon auf einer Entwicklungsstufe vergleichbar dem terrestrischen Mittelalter - und hing anscheinend dem Monotheismus an, denn in jeder lautlos überflogenen Siedlung befand sich...



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