Pohlmann | Meine Rente | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 160 Seiten

Pohlmann Meine Rente

Richtig planen, mehr rausholen
2. Auflage 2021
ISBN: 978-3-7471-0382-1
Verlag: Stiftung Warentest
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Richtig planen, mehr rausholen

E-Book, Deutsch, 160 Seiten

ISBN: 978-3-7471-0382-1
Verlag: Stiftung Warentest
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Der Plan für Ihre Zukunft Egal, ob Sie Ihren Job wechseln, wegen der Pflege der Eltern beruflich zurückstecken oder einen gleitenden Übergang in den Ruhestand planen: In vielen Situationen können Sie die Höhe Ihrer Rente beeinflussen. Wer weiß, worauf er achten muss, kann mehr herausholen. - Ihr persönlicher Fahrplan: Wie Sie an wichtigen Lebens - stationen die richtigen Entscheidungen für mehr Rente treffen - Beruf und Familie: Mehr herausholen als Angestellter, Selbstständiger und in Familienzeiten - Die Rente vor Augen: Mit freiwilligen Zahlungen die Rente steigern, den passenden Termin für den Absprung finden  - Flexi-Rente: Was sie bringt, wann sich ein Nebenjob im Ruhestand lohnt und wie viel netto bleibt

Isabell Pohlmann arbeitet als Redakteurin bei  Stiftung Warentest Finanzen. Zuvor war sie freiberuflich tätig und hat in dieser Zeit mehrere Bücher für die Stiftung Warentest geschrieben, unter anderem Meine Rente, Altersvorsorge für Selbstständige und Finanzplaner 60+.
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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Was wollen Sie wissen?
Mein Plan für die Rente
- Ihre Entscheidungen für Ihre Rente
- Gesetzliche Rente: Begleiter von Anfang an
- Rente im Wandel: Reformen im Überblick
Die Leistungen im Überblick
- Eine Rechnung für sich: Für die Rente zählt jeder Punkt
- Später versorgt: Die Altersrente
- Wenn gesundheitliche Probleme Arbeit verhindern
- Für den Ernstfall: Renten zur Absicherung Hinterbliebener
- Rehabilitation: Zurück in den Job nach schwerer Krankheit
Frühzeitig die Weichen richtig stellen
- Mit diesen Beiträgen müssen Sie rechnen
- Wie Sie bei beruflichen Veränderungen mehr rausholen
- Wie das Privatleben spielt

- Die sichere Basis durch private Vorsorge ergänzen
Den Rentenbeginn planen
- Wer darf wann gehen?
- Anders als geplant: Arbeitslosigkeit und Krankheit
- Kann ich mir den vorzeitigen Rentenbeginn leisten?
- Mehr rausholen: Freiwilliges Einzahlen als Chance
- Flexi-Rente und Alternativen für den gleitenden Übergang
Bereit zum Absprung
- Rente gibt es nur auf Antrag
- Private Altersvorsorge rechtzeitig im Blick
- Klarheit für alle: Die Familie absichern
Die erste Rente aufs Konto
- Der Rentenbescheid: Ihre Ansprüche schwarz auf weiß
- Netto statt brutto: Mit diesen Abzügen müssen Sie rechnen
- Private Veränderungen und die Folgen für die Rente
- Wenn die Rente nicht reicht
Rente plus Job
- Neben der Altersrente arbeiten
- Andere Renten, andere Regeln
- Ehrensache: Wenn Angehörige Pflege brauchen
Hilfe
- Fachbegriffe erklärt
- Wer hilft bei Fragen zur Rente?
- Stichwortverzeichnis


Ihre Entscheidungen für Ihre Rente


Zugegeben: Bei der Rente passiert vieles automatisch. Doch es gibt Stellschrauben, die Sie selbst drehen können. So beeinflussen Sie mit, wie hoch Ihre Rente tatsächlich ausfallen wird.

Auf den ersten Blick mag der Rahmen für die Rente fest vorgegeben sein: Schließlich ist zum Beispiel klar, dass Sie als Angestellter gemeinsam mit Ihrem Arbeitgeber einen bestimmten Beitrag an die Rentenkasse zahlen müssen. Die Höhe des Beitrags steht aufgrund Ihres Einkommens fest, die Summe wird von Ihrem Bruttogehalt abgezogen und an die Rentenkasse überwiesen. Ihre Beiträge sorgen dafür, dass Sie sich im Ruhestand auf eine lebenslange Auszahlung einer Rente verlassen können. Je mehr Sie verdient und eingezahlt haben, desto höher fällt Ihre Rente aus. Ob und wie sehr sich diese Leistung jedes Jahr erhöht, entscheidet der Gesetzgeber.

Tatsächlich ist in Sachen Rente vieles gesetzlich geregelt. Doch es lohnt sich, diese Regelungen genauer anzusehen. Dann zeigt sich nämlich, dass die gesetzlichen Vorgaben zur Rente jedem Versicherten – egal ob gerade erst im Berufsleben, kurz vor dem Ruhestand oder bereits im Rentenalter – Handlungsspielräume lassen. Es gibt mehr Chancen, Ihre Rente mitzugestalten, als Sie im ersten Moment vielleicht erwarten:

Sabine ist Mitte 40


und hat nach der Geburt ihrer Kinder zunächst im Minijob und dann halbtags gearbeitet. Mit ihrer Entscheidung, wieder mehr Stunden zu arbeiten, hat sie gegenwärtig einen höheren Verdienst als zuletzt. Und damit sichert sie sich auch einen höheren Rentenanspruch – wer mehr verdient und entsprechend mehr Beiträge leistet, erhöht seine Rente.

Arzu ist 52


und hat beruflich längere Zeit für die Familie ausgesetzt. Trotzdem wird sie voraussichtlich im Alter von 63 Jahren die Vorgaben erfüllen, um vorzeitig mit Abschlägen in Rente zu gehen. Überragend wird ihre Rente allerdings nicht ausfallen – nicht bei pünktlichem Rentenbeginn und schon gar nicht bei einem vorzeitigen Ausscheiden aus dem Job mit 63. Nun erhält sie Geld aus einer Kapitallebensversicherung, in die sie über viele Jahre eingezahlt hat. Mit ihrer Entscheidung, dieses Geld etappenweise freiwillig an die Rentenkasse zu zahlen, umgeht sie Rentenabschläge für den vorzeitigen Ruhestand und sichert sich eine höhere Monatsrente – unabhängig davon, bis zu welchem Alter sie tatsächlich arbeiten wird.

Klaus ist 63


und hätte im Sommer 2020 mit Abschlägen in Rente gehen können. Doch er hat sich entschieden, noch ein Jahr länger durchzuhalten – weil er weiß, dass er dann auf 45 Versicherungsjahre in der Rentenversicherung kommt und damit die Voraussetzungen für eine vorgezogene Altersrente ohne lebenslange Abschläge erfüllt. Mit seiner Entscheidung, nicht zum frühestmöglichen Zeitpunkt aus dem Job auszusteigen, sichert er sich auf Dauer eine deutlich höhere Rente.

Karin ist 67


und bezieht bereits eine Rente. Sie arbeitet im Nebenjob halbtags als Hauswirtschafterin. Mit ihrer Entscheidung, für ihren Verdienst weiter Beiträge an die Rentenkasse zu zahlen, sorgt sie dafür, dass ihre bereits laufende Rente in den kommenden Jahren noch etwas ansteigen wird.

Diese Beispiele zu Ihren eigenen Handlungsmöglichkeiten und auch die Grafik auf S. 16/17 zeigen, wie Sie die Rente während Ihres gesamten Berufslebens begleitet. In den folgenden Kapiteln erfahren Sie, welche Möglichkeiten Sie selbst haben, um etwas für Ihre Rente zu tun, wenn

Sie noch mitten im Berufsleben stehen („Frühzeitig die Weichen richtig stellen“, S. 55),

der Ruhestand so langsam näher rückt („Den Rentenbeginn planen“, S. 85),

Sie die letzten Vorbereitungen für den Ausstieg aus dem Berufsleben treffen („Bereit zum Absprung“, S. 109) und

wenn Sie bereits Rentner sind („Die erste Rente aufs Konto“, S. 119, sowie „Rente plus Job“, S. 141).

Manchmal hilft der Staat

Es sind aber nicht nur Ihre eigenen Entscheidungen, mit denen Sie Ihre Rente beeinflussen können. Sie profitieren auch davon, dass Sie in bestimmten Lebensphasen, in denen Sie nicht selbst etwas für Ihre Rente tun können, staatliche Unterstützung erhalten. Beispiel Familiengründung: Nach der Geburt eines Kindes sind für Eltern – in der Regel für die Mütter – unter anderem die Kindererziehungszeiten nützlich. Für ein ab 1992 geborenes Kind erhält die Mutter drei Jahre Erziehungszeit gutgeschrieben, für ein früher geborenes zweieinhalb Jahre. Das bedeutet, dass das Rentenkonto der Mütter in dieser Zeit so aufgestockt wird, als hätten sie das Durchschnittseinkommen aller Beitragszahler erzielt und entsprechende Rentenbeiträge entrichtet.

Sie sammeln also Rentenansprüche, auch wenn Sie in diesem Zeitraum gar nicht arbeiten und somit selbst keine Beiträge an die Rentenkasse zahlen. Selbst wenn Sie in dieser Zeit berufstätig sind, können Sie – je nach Einkommen voll oder zumindest zum Teil – diesen staatlichen Zuschuss zum Rentenkonto mitnehmen. Mehr zur Unterstützung von Familien lesen Sie unter „Wie das Privatleben spielt“, S. 68.

Mehr Rente für ältere Kinder


Unter dem Stichwort „Mütterrente“ gab es in den vergangenen Jahren einige Gesetzesänderungen zu der Frage, wie viel Kindererziehungszeit Müttern mit vor 1992 geborenen Kindern zusteht. Über viele Jahre war es nur ein Jahr, dann vorübergehend zwei Jahre, und seit der jüngsten Änderung – der „Mütterrente II“ – ist es noch ein weiteres halbes Jahr mehr.

Auch kürzere Zeiten der Arbeitslosigkeit müssen dank staatlicher Unterstützung kein Rentenrisiko sein: Solange ein Anspruch auf Arbeitslosengeld I besteht, übernimmt grundsätzlich die Arbeitsagentur die Beiträge für die Rentenversicherung. Für die Beitragshöhe werden 80 Prozent des bisherigen Einkommens des Arbeitslosen zugrunde gelegt, sodass sich die Einbußen für die Rente in Grenzen halten.

Für Empfänger von Arbeitslosengeld II und Arbeitsuchende, die keine Leistungen beziehen, weil sie selbst oder ihr Partner ein zu hohes Einkommen haben, werden jedoch keine Beiträge entrichtet. Die Zeiten werden aber als Wartezeit anerkannt und helfen, die Voraussetzungen für bestimmte Rentenansprüche zu erfüllen. Wegen der fehlenden Beitragszahlungen kann der Leistungsanspruch allerdings sehr gering sein, gerade dann, wenn die Phase ohne Beiträge sehr lange andauert.

Eine besondere Unterstützung erhalten außerdem alle, die eine berufliche Ausbildung in einem Betrieb absolvieren oder absolviert haben, denn die Rentenansprüche aus der Ausbildungszeit werden aufgestockt. Hintergrund: Die Gehälter von Auszubildenden sind in der Regel eher niedrig – entsprechend gering wären somit auch die Rentenansprüche, die in dieser Zeit angesammelt werden. Per Gesetz werden sie deshalb für bis zu drei Jahre deutlich aufgestockt.

Jahre der Kindererziehung, eine kurzzeitige Arbeitslosigkeit und die Jahre der betrieblichen Ausbildung sind Pflichtbeitragszeiten, in denen Sie selbst oder eine andere Institution Rentenbeiträge für Sie überweist. Darüber hinaus werden für Ihre Rente andere Lebensphasen berücksichtigt. Die Checklisten zu den „Beitragszeiten“ auf S. 15 und zu „Beitragsfreien Lebensphasen“ auf S. 18 fassen diese zusammen.

Checkliste


Beitragszeiten: Grundstein für die Rente


Ob angestellt, länger krank oder lange Zeit arbeitslos – für Ihre eigene Rente spielen fast alle Lebensabschnitte eine Rolle. In den folgenden Phasen sammeln Sie Rentenansprüche:

Pflichtbeitragszeiten: Zeiten, in denen Sie selbst oder jemand anders Pflichtbeiträge für Sie geleistet hat, erhöhen direkt Ihren Rentenanspruch, etwa wenn Sie als angestellt Beschäftigter, Auszubildender oder Minijobber tätig waren. Zu den Pflichtbeitragszeiten zählen außerdem die Kindererziehungszeiten, Jahre des Wehr- oder Bundesfreiwilligendienstes sowie des Bezugs von Arbeitslosengeld I oder Phasen kurzzeitiger Arbeitsunfähigkeit. Auch wenn Sie einen Angehörigen nicht erwerbsmäßig pflegen, kann das zu...


Pohlmann, Isabell
Isabell Pohlmann arbeitet als Redakteurin bei  Stiftung Warentest Finanzen. Zuvor war sie freiberuflich tätig und hat in dieser Zeit mehrere Bücher für die Stiftung Warentest geschrieben, unter anderem Meine Rente, Altersvorsorge für Selbstständige und Finanzplaner 60+.

Isabell Pohlmann arbeitet als Redakteurin bei  Stiftung Warentest Finanzen. Zuvor war sie freiberuflich tätig und hat in dieser Zeit mehrere Bücher für die Stiftung Warentest geschrieben, unter anderem Meine Rente, Altersvorsorge für Selbstständige und Finanzplaner 60+.



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