Buch, Deutsch, Band 303, 36 Seiten, Format (B × H): 120 mm x 170 mm, Gewicht: 22 g
Reihe: Kleine Kunstführer / Kleine Kunstführer / Kirchen u. Klöster
Die Kirchen der Gemeinde
Buch, Deutsch, Band 303, 36 Seiten, Format (B × H): 120 mm x 170 mm, Gewicht: 22 g
Reihe: Kleine Kunstführer / Kleine Kunstführer / Kirchen u. Klöster
ISBN: 978-3-7954-4231-6
Verlag: Schnell & Steiner
Die beiden Kirchen Lechbrucks sind beachtenswerte Kunstwerke und vielschichtige, aussagekräftige Zeugen derFrömmigkeitsgeschichte. Die Pfarrkirche ist eines der seltenen Werke des frühen Klassizismus im südlichen Bayern – in unmittelbarer Nähe von Lechbruck wäre noch das reizvolle Tannenberg zu nennen – das Kirchlein St. Wendelin ist Ausdruck der Sehnsucht der Bevölkerung nach einem sakralen Raum, nach der Nähe des Hauses Gottes für die einsamen Höfe außerhalb des Dorfes. Gerade diese Frömmigkeitsgeschichte findet ihren Ausdruck in der zwischen 2014 und 2018 neu gebauten Kapelle zur Göttlichen Barmherzigkeit und zum hl. Jakobus d.Ä. – kurz Jakobskapelle genannt. Da Lechbruck bis 1780 keine eigene Pfarrei war, befand sich am alten Kirchenweg nach Bernbeuren eine Kirche, die dem hl. Jakobus geweiht war und in den frühen Zeiten als einziges ortsnahes Gotteshaus diente, auch wenn dieses sich am nördlichen Rand der Gemeindeflur befand. In Erinnerung an diese Urkirche, die den Wirren des Bauernkrieges 1525 zum Opfer fiel, wurde am Jakobsweg durch die Initiative von Herrn Dietmar Hollmann und mit Hilfe vieler ehrenamtlicher Lechbrucker Handwerker und Spender, die Jakobskapelle erbaut.
Bewunderungswürdig ist die Freigiebigkeit der Bevölkerung, die sichtbar wird, wenn es um die Bedürfnisse ihrer Kirchen geht. So gehen von diesen Gotteshäusern für den Besucher beglückende Erfahrungen aus, was die Pflege der Künste auf dem Land und den geistlichen Sinn der Bevölkerung in der Barockzeit betrifft.




