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E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2, 448 Seiten

Reihe: Serendipity

Phillips Ich will nur dein Glück

Roman
1. Auflage 2012
ISBN: 978-3-641-08599-5
Verlag: Heyne
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Roman

E-Book, Deutsch, Band 2, 448 Seiten

Reihe: Serendipity

ISBN: 978-3-641-08599-5
Verlag: Heyne
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Romanze mit Hindernissen

Als Nash Barron die attraktive Kelly auf der Hochzeit seines Bruders kennenlernt, funkt es gewaltig zwischen ihnen. Nash ist fasziniert von Kellys Schönheit und Warmherzigkeit, doch für ihn steht fest, dass sie ihrer Leidenschaft nicht nachgeben dürfen. Dadurch würde er das Vertrauensverhältnis zu seiner Halbschwester Tess gefährden, die die Barron-Familie erst kürzlich aufgenommen hat. Sie braucht nun seine ganze Unterstützung. Doch Tess ist nicht das einzige Hindernis zwischen den beiden. Auch Kelly hat ihre Gründe, auf Distanz zu gehen: Sie verheimlicht Nash etwas, das er ihr nie verzeihen würde ...

Carly Phillips, eine New-York-Times- und USA-Today-Bestsellerautorin, hat über 50 prickelnde Liebesromane geschrieben, mit heißen Männern, starken Frauen und den emotional fesselnden Geschichten, die ihre Leser*innen inzwischen erwarten und lieben. Sie ist glücklich verheiratet mit ihrer Collegeliebe, hat zwei fast erwachsene Töchter und drei verrückte Hunde, die auf ihrer Facebook-Fan-Page und ihrer Website zu bewundern sind. Carly Phillips liebt die sozialen Medien und steht in engem Kontakt mit ihren Leser*innen.
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Kapitel 1

Nash Barron mochte dem Leben und seit Kurzem auch der Liebe gegenüber reichlich zynisch eingestellt sein, aber sogar er fand Hochzeiten normalerweise romantisch. Das heutige Ereignis bildete jedoch eine Ausnahme. In der Einladung hatte es geheißen, es würden enge Freunde und Familienmitglieder zugegen sein, und Nash fragte sich, ob ihm als Einzigem die Ironie daran aufgefallen war.

Der Bräutigam und seine beiden Brüder, darunter auch Nash, hatten zehn Jahre lang keinerlei Kontakt miteinander gehabt, und das heutige Blumenmädchen, ihre kürzlich aufgetauchte Halbschwester Tess, kannten sie erst seit sechs Wochen. Der Vater der Braut saß im Gefängnis, weshalb selbige von ihrem exzentrischen Freund, einem schwulen Innenausstatter, zum Altar geführt worden war, während sich ihre Mutter schon den ganzen Nachmittag mit Wein betrank, um den Verlust ihrer geliebten Villa zu betrauern, in der die Hochzeit stattfand. Das pompöse Herrenhaus, das auf einem Hügel ihrer Heimatstadt Serendipity unweit von New York stand, befand sich nämlich mittlerweile im Besitz des Bräutigams Ethan Barron.

Wenn Nash so darüber nachdachte, war die Ironie der Situation wahrscheinlich das Einzige, das er am heutigen Tag bislang so richtig genossen hatte.

Das und die Gegenwart von Kelly Moss, jener Frau, die in einiger Entfernung von ihm auf dem sattgrünen Rasen im Garten der Villa stand und an ihrem Champagner nippte.

Tess war Nashs Halbschwester, hervorgegangen aus einer Affäre seines Vaters mit Tess’ Mutter, und ihre Halbschwester Kelly war eine Frau mit einer gehörigen Portion Sex-Appeal, die ihn abwechselnd frustrierte, faszinierte und antörnte. Ihr Verhältnis zueinander war kompliziert und zugleich so einfach, dass man es in einem Satz zusammenfassen konnte: Kelly Moss war eine schöne Frau, mit der er in keinster Weise blutsverwandt war.

Was sein Interesse an ihr allerdings auch nicht akzeptabler machte. Es war wohl das Klügste, wenn er die Bekanntschaft mit ihr nicht weiter vertiefte. Nash fühlte sich in der Gegenwart der Moss-Schwestern ohnehin stets irgendwie unbehaglich, und er konnte sich nicht erklären, warum es ihm nicht gelang, eine Beziehung zu seiner vierzehnjährigen Halbschwester aufzubauen, die wild entschlossen schien, ihm weiterhin die kalte Schulter zu zeigen.

Auch von Kelly hatte Nash nicht unbedingt einen guten ersten Eindruck bekommen, hatte sie doch ihre Halbschwester im Sommer kurzerhand bei Ethan abgesetzt, der für Tess damals noch ein völlig fremder Mensch gewesen war. Sie hatte von Ethan verlangt, den aufsässigen Teenager in seine Obhut zu nehmen. Dieser hatte die widerspenstige Kleine innerhalb kürzester Zeit gezähmt, wie Nash zugeben musste, obwohl er Ethan nur ungern Anerkennung zollte. Trotzdem war Kellys Verhalten in seinen Augen inakzeptabel. Und dann war sie plötzlich wieder aufgetaucht, nur um kurz darauf sogar nach Serendipity zu ziehen. Er war ihr verständlicherweise, wie er fand mit Argwohn begegnet, hatte zugleich aber auch feststellen müssen, dass er sich erschreckend heftig zu ihr hingezogen fühlte. Und daran hatte sich seit ihrer ersten Begegnung nichts geändert.

Nash wandte sich ab, und sein Blick fiel auf seinen Bruder Ethan, dessen Leben nun eindeutig eine Wendung zum Guten genommen zu haben schien. Es war ein perfekter Tag für eine Hochzeit. Obwohl es schon Anfang Oktober war, zeigte das Thermometer zwanzig Grad Celsius an, weshalb die Feierlichkeiten im Freien stattfinden konnten. Ethan hatte den Arm um seine Frau Faith gelegt und unterhielt sich gerade mit Dare, dem Jüngsten von ihnen, der Ethan die Fehler der Vergangenheit inzwischen offenbar verziehen hatte.

Doch Nash brachte es nicht über sich, Ethan gegenüber eine derartige Nachsicht walten zu lassen, nachdem er ihn und Dare vor zehn Jahren einfach im Stich gelassen hatte.

Er warf einen Blick auf die Uhr und kam zu dem Schluss, dass er nun lange genug hier gewesen war. Das Brautpaar war vermählt, die Torte angeschnitten, der Brautstrauß geworfen. Er trank seinen Champagner aus, stellte das leere Glas auf dem Tablett einer vorbeigehenden Kellnerin ab und machte sich auf den Weg zum Haus.

»Willst du etwa schon gehen?«, fragte eine vertraute weibliche Stimme.

»Naja, im Grunde ist es vorbei.« Er drehte sich zu der Frau um, der eben noch seine Gedanken gegolten hatten.

Kelly trat zu ihm, so nah, dass ihm ihr warmer, verlockender Zitronenduft in die Nase stieg. Sie hatte sich das Haar locker am Hinterkopf hochgesteckt, und ein paar Strähnen fielen ihr in sanften Wellen über die Schultern.

Kelly war eine Frau, die Grenzen überschritt, und Nash war ein Mann, der es nicht gern hatte, wenn man ihm zu sehr auf die Pelle rückte. Und trotzdem verspürte er aus unerklärlichen Gründen nicht das Bedürfnis, sich in Sicherheit zu bringen.

»Die Band spielt aber noch«, bemerkte sie.

»Es wird niemandem auffallen, dass ich gegangen bin.«

Und es würde sich auch niemand daran stören. Im Gegenteil, einige Leute würden vermutlich sogar erleichtert aufatmen.

»Mir schon.« Sie sah ihn aus einfühlsamen braunen Augen an. Intelligente Augen, die hinter die Maske der Gleichgültigkeit zu blicken schienen, die Nash vor der Welt zur Schau trug. Eine Maske, die er sich schon als Teenager zugelegt hatte, als sein Leben nach dem Tod seiner Eltern völlig auf den Kopf gestellt worden war und Ethan sowohl ihn als auch Dare verlassen hatte.

»Warum sollte es dir etwas ausmachen?«, fragte er, obwohl er wusste, dass er lieber einfach hätte gehen sollen.

Sie zuckte aufreizend die Schulter, sodass seine Aufmerksamkeit auf ihre makellose Haut gelenkt wurde.

»Weil du hier genauso fehl am Platz wirkst wie ich Mit dem Unterschied, dass du im Gegensatz zu mir kein Fremder in dieser Stadt und in dieser Familie bist.«

Fehl am Platz. Diese Formulierung traf den Nagel auf den Kopf. Wie kam es, dass sie das sogleich erkannt hatte, wo es doch sonst nie jemand zu bemerken schien?

»Ich muss jetzt wirklich los«, sagte er, weil er sich nun noch unwohler in seiner Haut fühlte.

Sie legte ihm eine Hand auf die Schulter, um ihn zurückzuhalten. »Du musst etwas ganz anderes, nämlich dich entspannen«, erwiderte sie und zog grinsend an seiner Krawatte. »Komm, lass uns tanzen.«

Er spähte hinüber zur Tanzfläche, um die sich die übrige Familie versammelt hatte. »Ich habe eigentlich keine Lust, mich hier vor allen zum Affen zu machen.«

»Das musst du auch nicht.« Sie nahm ihn an der Hand und führte ihn um die Ecke. Unter einer alten Trauerweide angelangt, blieb sie stehen.

Hier konnte man die romantische Musik noch gut hören, aber die Tanzfläche nicht mehr sehen was bedeutete, dass auch sie nicht gesehen werden konnten. Kelly umklammerte seine Hand etwas fester. Er sollte jetzt wohl das Kommando übernehmen, sonst würde sie ihn führen statt umgekehrt. Also schlang er ihr einen Arm um die Taille, ergriff ihre Hand und begann, sich langsam im Takt zur Musik zu wiegen, eingehüllt in ihren Duft und die Körperwärme, die von ihr ausging.

Eine leichte Brise zauste die langen, herabhängenden Äste des Baumes, worauf Kelly schauderte und sich enger an ihn schmiegte.

Er ließ die Hand nach oben gleiten, auf ihren bloßen Rücken. »Kalt?«, murmelte er mit rauer Stimme.

»Jetzt nicht mehr.«

Er sah ihr in die Augen, in denen sich sein eigenes Begehren widerspiegelte, dann streifte sein Blick ihre vollen Lippen. In seinem Kopf schrillten sämtliche Alarmglocken, doch nichts hätte ihn davon abhalten können, seinen Mund auf ihre willigen Lippen zu drücken. Bei der leichten Berührung war ihm, als würde ein Stromstoß durch seinen Körper gehen. Ihr Mund war weich und schmeckte nach Champagner, eine berauschende Kombination. Nash hätte nicht sagen können, wie lange der Kuss dauerte, er wusste nur, dass er sich bei Weitem nicht so unschuldig anfühlte, wie er für einen Außenstehenden wirken musste.

Er spürte, wie sein Körper aus dem Dornröschenschlaf erwachte, in den er seit der Scheidung vor zwei Jahren gefallen war. Dass es ausgerechnet Kelly Moss war, die ihn wach küsste, überraschte ihn und brachte ihn zugleich aus der Fassung. Er wollte mehr spüren. Er ließ die Finger über die weiche Haut ihres Rückens nach oben wandern und schmiegte die Hand an ihren Hinterkopf. Als sie einen süßen Seufzer hervorstieß und den Mund öffnete, sodass er sie richtig kosten konnte, ging eine Welle der Hitze und des Verlangens durch seinen Körper.

»Igitt! Da kommt mir ja die Hochzeitstorte hoch!«, rief Tess hinter ihnen angeekelt.

Nash fuhr zurück. »Was zum Teufel machst du hier?«, bellte er, verärgert über die unwillkommene Unterbrechung.

»Ich suche Kelly. Und was macht ihr da?« Tess stemmte die Hände in die Hüften und musterte die beiden fragend.

Ist das nicht offensichtlich? Nash schüttelte den Kopf und unterdrückte ein Stöhnen. Das Mädchen war wirklich die größte Nervensäge, die ihm je über den Weg gelaufen war.

»Jetzt hast du mich ja gefunden«, sagte Kelly, die bedeutend ruhiger wirkte als er. Als hätte sie die Szene kein bisschen aus der Fassung gebracht. Aber vielleicht war sie ja auch bloß eine verdammt gute Schauspielerin. Jedenfalls schien sie die ganze Sache vollkommen gelassen zu nehmen, während er Tess angeblafft hatte, weil ihn immer noch die von Kelly geweckte...


Phillips, Carly
Carly Phillips, eine New-York-Times- und USA-Today-Bestsellerautorin, hat über 50 prickelnde Liebesromane geschrieben, mit heißen Männern, starken Frauen und den emotional fesselnden Geschichten, die ihre Leser*innen inzwischen erwarten und lieben. Sie ist glücklich verheiratet mit ihrer Collegeliebe, hat zwei fast erwachsene Töchter und drei verrückte Hunde, die auf ihrer Facebook-Fan-Page und ihrer Website zu bewundern sind. Carly Phillips liebt die sozialen Medien und steht in engem Kontakt mit ihren Leser*innen.



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