Pflug | Finnley | E-Book | www2.sack.de
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E-Book, Deutsch, 348 Seiten

Pflug Finnley

Meiisa
1. Auflage 2016
ISBN: 978-3-7431-0708-3
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Meiisa

E-Book, Deutsch, 348 Seiten

ISBN: 978-3-7431-0708-3
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Schon im ersten Band dieser Fantasy Trilogie wurde Finnley vor gewaltige und gefährliche Herausforderungen gestellt, seit sie ohne ihre Erinnerung irgendwo auf der Erde zu sich gekommen war. Dies soll im zweiten Band seine Fortführung finden ... "Dir, Finnley, überlasse ich die ehrenvolle Aufgabe ...", sie lacht hämisch, "ihn zu töten." Doch vorerst kommt sie zusammen mit ihrer Mutter zu einer riesigen Weltraumflotte, wo sie in hartem Kampftraining lernt, ihre besondere Kraft zu kontrollieren, die sonst alles zerstören könnte. Dort lernt sie auch ihre Schwestern kennen, die alle nicht unterschiedlicher sein könnten und von denen sie vorher nie etwas gehört hatte. Zusammen werden sie auf ihre Mission vorbereitet. Ihre neu gefundene Freundin von der Erde, Emily, muss ohne sie weiter nach ihren ebenfalls verschwundenen Erinnerungen suchen. Mit Hilfe ihrer besonderen Gabe, die ihr immer kurioser erscheint, scheint sie langsam ans Ziel zu kommen. Auch Luke musste sie auf der Erde zurücklassen, obwohl sie sich ineinander verliebt hatten. Um ihr nach der Abreise einen letzten Gefallen zu tun, versprach er ihr, dass er jetzt Emily bei dem helfen werde, was sie so lange und fanatisch gesucht und scheinbar gefunden hatte - ihre Mutter.

Die Gymnasiastin Julia Pflug, geboren 2002 in Mainz lebt heute in Ingolstadt. Schon in frühen Jahren faszinierte sie das Schreiben von Geschichten. Mit jungen 11 Jahren hatte sie die Idee, eine Fantasy Trilogie zu schreiben. Den ersten Band der Trilogie "Finnley" veröffentlichte sie kurz vor ihrem 13. Geburtstag. Ein Jahr später konnte sie ihren zweiten Band textlich fertig stellen und hofft nun, dass es ein ähnlicher Erfolg werden wird wie der erste Teil. Die Ideen für den dritten Band sind bereits alle vorhanden und werden als nächstes Projekt umgesetzt.
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1


Das kleine Raumschiff, in dem ich und meine Mom stehen, schwebt näher an die riesige Flotte. Mein Mund klappt auf, ich bin von der Größe der Raumschiffflotte überwältigt. „Was ist das?“, frage ich Mom und sie lächelt. „Das wirst du noch früh genug erfahren!“, flüstert sie und die Neugierde und die Anspannung lässt die Härchen auf meinen Armen zu Berge stehen. Ich war lange Zeit auf der Erde, ohne Erinnerung, ohne Familie. Ich wollte sie um jeden Preis wiederfinden: meine Eltern. Da waren so viele Fragen und keiner gab mir Antworten. Ich hatte eine besondere Gabe, die ich nun aber nicht mehr besitze. Ich konnte, wenn ich einen besonderen Gegenstanden eines Menschen anfasse, die Vergangenheit von ihm sehen. Luke, ein Erdenjunge, den ich liebe, hat mir bei meiner Suche nach Erinnerungen und meiner Familie geholfen und mich bei einer Pflegefamilie untergebracht. Dort habe ich dann mein wahres Ich gefunden. Ich kann, wenn ich will, alles einfrieren, doch ich kann es nicht kontrollieren! Ich habe durch diese Gabe sieben Jungen getötet. Als ich versuchte vor mir selbst wegzurennen, fand mich meine Mutter und sie erzählte mir alles. Die wunderbare und zugleich schreckliche Wahrheit, dass ich eine Außerirdische bin. Und nun sind wir auf dem Weg zu meinem Planeten, Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt. Endlich werde ich meine Freunde wiedersehen, meine eigene Art. Ich bin eine Artus aus der Galaxie B29. Ich kann es immer noch nicht richtig fassen. Doch nun, da ich weiß, dass mein Vater längst gestorben war, spüre ich, etwas fehlt ihn mir. Ich hatte mich so auf meine Eltern gefreut, doch nun werde ich ihn nie wieder sehen. Und das Schlimme ist, dass ich mich noch nicht mal an ihn erinnern kann. Ich weiß nicht mehr wie er aussieht oder wie seine Stimme klingt. Wenn ich doch nur ein Bild von ihm hätte … wenn ich ihn zurück haben könnte!

Warum war ich auf die Erde gekommen? Das ist unser Gesetz, das ich auch erst seit kurzem kenne. Jeder Artus muss auf die Erde in den Test. Die Eltern entscheiden, wann das Kind ihn vollbringen muss, aber es muss im Alter von sechs bis sechszehn sein. Vor dem Testbeginn fährt der Artus mit seinen Eltern für ungefähr ein Jahr auf die Erde, wo er mit ihnen bei einer Familie wohnt, bei Freunden. Diese Menschen wissen nichts von uns Außerirdischen und halten uns für ganz normale Bekannte. Der Artus soll sich an die Umgebung bei der Gastfamilie und an das Haus gewöhnen, was ihm im Test helfen kann. Danach fliegt er wieder zurück zu seinem Planeten und die Testphase beginnt, ein halbes Jahr vor dem richtigen Test. Nach mehreren Tests und Übungen wird ihm dort die Erinnerung gelöscht und er kommt irgendwo auf der Erde, wo ein Unfall wird inszeniert, welchen den Gedächtnisverlust gegenüber den Menschen erklärt, falls sie fragen würden. Dann hat er dieses Gefühl, dass er zu der Familie hin muss, wo er ein Jahr lang gewohnt hat und wenn er dort an dem Haus angekommen ist soll er sich, in der Theorie, wieder erinnern. Der Artus weiß, dass er sich im Test befindet und benutzt die Gabe, in die Vergangenheit anderer zu sehen, die er nur in dem Zeitraum des Testes hat, um seine eigene Erinnerung wiederzufinden. Wenn er es schafft bevor er sechszehn wird seine Erinnerung an seine Vergangenheit wiederzufinden wird er abgeholt und wird ein vollwertiger Bürger auf seinem Planeten.

Wir rasen auf die riesige Flotte zu, ein großes metallisches Tor geht vor uns auf, die dicken Metallflügel von ihm fahren über den Boden der Flotte und man kann einen riesigen Hangar dahinter erkennen. Unser kleiner Raumgleiter fliegt durch das Tor, das sich sofort hinter uns schließt, und landet in dem Hangar. Mom lächelt mir zu und ich folge ihr durch den Lagerraum unseres kleinen Raumschiffes zu der Rampe, die langsam nach unten fährt. Das letzte Mal als ich über die geöffnete Rampe geblickt habe, stand da Luke und hat mich verzweifelt und wütend angesehen. Ich schlucke, doch er ist nicht da, wie sollte er auch? Ich frage mich, was er gerade macht. Ob er an mich denkt, ob er sogar weint, weil ich nicht mehr bei ihm bin? Wahrscheinlich nicht, er war so wütend, weil ich ihn verlassen habe. Warum hat er nicht verstanden, dass ich meine Art, meine Freunde, meinen Planeten wiedersehen will? Mom stupst mich vorwärts und ich stolpere die ausgefahrene Rampe runter. Der Hangar ist unvorstellbar groß und trotzdem ist er nur ein Bruchteil der riesigen Flotte. Ich kann nicht anders, als staunen. Die Decke des Hangars ist kaum zu erkennen, geradeso kann ich die Enden des Raumes sehen. Kleinere Raumschiffe, wie das, mit dem wir gekommen sind, stehen herum und Männer in weißen Rüstungen rennen in die Raumschiffe und durch den Hangar. „Komm, ich bring dich auf dein Zimmer.“, meint Mom, nickt mir zu und schreitet durch den Hangar. Die Soldaten, an denen wir vorbei kommen, unterbrechen ihre Arbeit, stellen sich stocksteif hin und rühren sich nicht mehr. Mom nickt ihnen zu, sie verbeugen sich und widmen sich wieder ihrer Arbeit. Mom führt mich zu einer großen Flügeltür aus Metall, die aufschwingt als wir näher kommen. Dahinter befindet sich ein langer Gang, die Wände und der Boden sind grau. „Finnley, merk dir den Weg. Wir werden nicht oft hier her kommen, doch du musst für den Notfall wissen, wo du hin musst.“, sagt Mom und ich versuche mir den Weg einzuprägen. Den langen Gang entlang zu einer Tür, dahinter liegt ein kreisrunder Raum, in den nur eine Person passt. Ich stelle mich rein, die Tür schließt sich, ein leises Piepsen ist zu hören, dann werde ich auf den Boden geschleudert. Nach ein paar Sekunden werde ich gegen die Wand gepresst und die Tür der engen Kabine geht wieder auf. Keuchend trete ich auf einen weiteren Gang hinaus. Die Tür schließt sich hinter mir und einen Meter neben mir geht eine weitere auf. Mom schreitet gelassen durch diese hindurch und ich folge ihr schwankend den Gang hinunter. Mir ist schwindelig und alles dreht sich vor meinen Augen. „Was … was war das?“, frage ich stöhnend und reibe mir den Kopf. Ich habe ihn mir an der harten Metallwand gestoßen. „Der Cyberspeed. Mit dem kannst du von einem Deck aufs andere fahren.“, erklärt Mom.

„Wie viele Decks gibt es denn?“, frage ich und sie zieht eine Augenbraue hoch. „Viele und jedes ist aus einem bestimmten Grund da.“ Ich würde sie gerne weiter fragen, doch von ihrem Gesichtsausdruck zu schließen, wird sie mir nicht mehr antworten. Der Gang ist genau wie der davor, lang und grau. Wir gehen um eine Ecke und ich bleibe staunend stehen. In dem Gang hier muss eine Farbbombe zersprungen sein. Da sind fünf Türen, um jede Tür herum sind Farbpunkte in blau, gelb oder silbern. Ich frage mich, in welches ich kommen werde. Ich finde das mit den dunkelblauen Tupfern auf und um der Tür ganz hübsch. Mom schüttelt nur den Kopf, murmelt etwas vor sich hin, was ich nicht verstehen kann und führt mich an den Türen vorbei. Wir biegen in einen weiteren Gang, hier ist alles wieder grau. Mom führt mich zu einer Tür, die weit und breit die einzige im Gang ist.

„Das ist dein Zimmer. Du wirst nicht genug Zeit haben, dir jeden Raum anzusehen. Aber du wirst schon bald alles gezeigt bekommen. Komm in einer Stunde einfach zu Deck drei Raum 29, okay. Du kannst ihn fragen, wo es lang geht.“, sie deutet auf einen Soldaten in roter Rüstung, der sich neben meine Tür stellt. Ich öffne sie und trete ins Zimmer. „Und wo ist dein Zimmer, wo finde ich dich?“, frage ich und drehe mich nochmal um, doch Mom ist spurlos verschwunden. Mein Zimmer ist groß, fast so groß wie bei den Johnsons. Trauer überkommt mich. Der Raum ist in einem satten Hellblau gestrichen, an der gegenüberliegenden Wand ist ein rundes Fenster, durch das ich in den Weltraum sehen kann. Vorhänge in der gleichen Farbe wie die Wand verdecken das Fenster zur Hälfte. Ein Schreibtisch mit einem Stuhl steht unter dem Fenster. Rechts neben der Tür steht ein großes Bett mit hellblauem Bettbezug. Daneben ein großer schwarzer Schrank. Die linke Wand ist völlig frei. Als erstes öffne ich den Schrank. Mehrere hellblaue Overalls hängen dort. Andere Kleidungsstücke liegen gefaltet auf Holzbrettern. Ich sehe an mir herunter. Ich habe immer noch meine Schlafsachen an. Ich habe mich nicht umgezogen, bevor ich von den Johnsons in den Wald weggerannt bin. Plötzlich komme ich mir dumm vor und meine Wangen röten sich.

Das rote, lange Schlafkleid ist voller Dreck und Staub. Es hängen sogar noch Tannennadeln in ihm und kleine Stücke Stoff sind herausgerissen worden. Schnell nehme ich mir eine dunkelblaue Hose, die sich wie eine Jeans anfühlt, und ein orangefarbenes Hemd aus dem Schrank, ziehe es über und lege das schmutzige Kleid neben den Kleiderschrank auf den Boden. Am liebsten würde ich jetzt das ganze Raumschiff erkunden, herausfinden, was es hier alles gibt. Doch Mom...



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