Pfeiffer-Kloss | Der Himmel unter West-Berlin | Buch | 978-3-9820586-0-3 | www2.sack.de

Buch, Deutsch, 384 Seiten, Format (B × H): 170 mm x 240 mm, Gewicht: 1100 g

Pfeiffer-Kloss

Der Himmel unter West-Berlin

Die post-sachlichen U-Bahnhöfe des Baudirektors Rainer G. Rümmler
1. Auflage 2019
ISBN: 978-3-9820586-0-3
Verlag: urbanophil

Die post-sachlichen U-Bahnhöfe des Baudirektors Rainer G. Rümmler

Buch, Deutsch, 384 Seiten, Format (B × H): 170 mm x 240 mm, Gewicht: 1100 g

ISBN: 978-3-9820586-0-3
Verlag: urbanophil


„Der Himmel unter West-Berlin“ von Verena Pfeiffer-Kloss ist die Geschichte der 58 post-sachlichen U-Bahnhöfe des Baudirektors Rainer Gerhard Rümmler, die er zwischen 1962 und 1994 für den West-Berliner Untergrund entworfen hat. 19 dieser U-Bahnhöfe sind – unter Mitwirkung der Autorin – seit 2017 und 2018 in die Berliner Denkmalliste eingetragen worden.
Rainer Gerhard Rümmler (02. Juli 1929 – 16. Mai 2004) war 30 Jahre lang in der Position des Baudirektors bei der Senatsbauverwaltung der Halbstadt West-Berlin tätig. In dieser Zeit entwarf er mit den Mitarbeitern seiner Abteilung „Baukünstlerische Planung“ neben den U-Bahnhöfen über 100 Hochbauten: Feuerwachen, Polizeiwachen, Gerichtsbauten, Schwimmbäder, Schulen, Gaststätten, S-Bahnhöfe bis hin zu Lärmschutzwänden an der Stadtautobahn. Eine Auswahl dieser Bauten wird im Buch anhand von Entwürfen, Plänen und Fotos gezeigt. Im Mittelpunkt jedoch stehen die U-Bahnhöfe, die sowohl quantitativ als auch baukünstlerisch das Hauptwerk Rümmlers darstellen und in dieser Publikation zum ersten Mal in Gänze, umfassend und aus architektur- und stadthistorischer Sicht dargestellt werden. Circa 300 Abbildungen zeigen bislang unveröffentlichtes Material wie Pläne, Zeichnunge und Entwürfe aus dem Nachlass Rümmlers sowie zahlreiche historische Fotos der U-Bahnhöfe.
An den U-Bahnhöfen lässt sich der beinahe plakativ exemplarische Wandel in Rümmlers Architektur von der Sachlichkeit über die Pop Architektur zur Postmoderne nachvollziehen und zugleich, einer Metapher ähnlich, ein Teil der West-Berliner Stadtplanungsgeschichte lesen. So wie die Stadtplaner*innen West-Berlins bei der Ausformung der städtebaulichen Leitbilder von einer nach internationaler Aufmerksamkeit suchenden zeitgenössischen Verkehrsplanung zu einer behutsamen Stadterneuerung gefunden haben, so veränderte Rümmler sein architektonisches Konzept von der nüchternen Betonung der Bewegung im U-Bahnraum zur Produktion von formal verspielten Orten unter der Stadt, die lokale Geschichten erzählen. Vom Raum zum Ort, von der Sachlichkeit zur Post-Sachlichkeit wandelte sich Rümmlers U-Bahnarchitektur. Die Bahnhöfe sind damit ein bunter Mosaikstein in der Geschichte der nachkriegsmodernen U-Bahnarchitektur und ein historisches und baukünstlerisches Denkmal für Berlin.

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Zielgruppe


Das Buch richtet sich an ein breites Publikum mit Interesse an U-Bahn, Stadtgeschichte und Architektur des 20. Jahrhunderts sowie an Berlintourist*innen. Sowohl Fachleute aus den Bereichen der Stadt- und Architekturforschung als auch interessierte Laien sind Zielgruppe dieses Buches.


Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


INHALTSVERZEICHNIS

1 Einsteigen bitte! 6

2 Der Infrastrukturbaumeister West-Berlins.
Rümmlers Hochbauten 1952-1996 28

Von rechten und schiefen Winkeln: frühe Arbeiten 30
Verwaltungsbauten der frühen 1960er Jahre 44
Runde Formen, starke Farben, glatte Oberflächen 50
Machtverlust an die IBA 58
Erhalten, erneuern und wiederaufbauen 60
Spätwerk 71
Architektonischer Wandel und ein eigener Stil 75

3 Prestige für West-Berlin.
U-Bahn als städtebauliches Repräsentationsprojekt 78

Von der Freiheit zur Stadtgeschichte 80
Fortschrittliche Verkehrsplanung als Vitalitätszeichen 82
Die S-Bahn als Zeichen von Teilung und Rückschritt 85
Organisation und planerische Grundlagen des U-Bahnbaus 86
Inszenierung und Kosten des Fortschritts 90

4 Die leere Röhre.
Rümmlers Prämissen für die U-Bahnarchitektur 96

Die Richtlinien für den U-Bahnbau 98
„Was ist ein U-Bahnhof?“ Drei Prämissen für den Entwurf 101
Raum und Ort als Parameter in der U-Bahnarchitektur 104

5 Die Linie aus der Sachlichkeit.
Rümmlers U-Bahnhöfe 1962-1967 106

Katalog der U-Bahnhöfe 1962-1967 108
Die U-Bahn in Britz: Rümmler und Düttmann 130
U-Bahnhöfe für Tempelhof: Rümmler und Grimmek 131
Eine Linie für die Gropiusstadt 147
6 Pop unter der Erde.
Rümmlers U-Bahnhöfe 1967–1978 158

Katalog der U-Bahnhöfe 1967–1978 160
Farbräume 179
Provokante Zeichen über der Erde: Pop Art-Pavillons 186
Zeichen und Symbole im Raum der U-Bahn 202
Pop Architektur oder der U-Bahnhof als Grey Cube 215

7 Identitätssuche und neue Leitbilder.
Rümmlers U-Bahnhöfe 1978–1980 222

Katalog der U-Bahnhöfe 1978–1980 224
Ende des Fortschritts: Leitbildkrise der Bauverwaltung 232
Legitimationskrise des „Herrn der U-Bahnhöfe“ 235

8 Orte unter der Stadt.
Rümmlers U-Bahnhöfe 1978–1996 242

Katalog der U-Bahnhöfe 1978–1996 244
Ein U-Bahnhof als Museum: Richard-Wagner-Platz 261
Technikkunst: Siemensdamm und Rohrdamm (U7) 266
Eine Erzählung in fünf Bahnhöfen: Die Spandau-Linie 271
Vom Schäfersee nach Wittenau: Stuck im Berliner Untergrund 301
Lokale Architektur in Ziegelrot und Türkis 314
Museale Orte und Ortssubstitute 321

9 Deutung und Bedeutung.
Rümmler und die U-Bahn in West-Berlin 324

Rümmlers Beitrag zur Geschichte der U-Bahnarchitektur 327
Vom Raum zum Ort: Positionierungen zur Stadt 333
Werte und Bedeutungen: Ein Himmel unter West-Berlin 342

Anhang 354

Nachwort: Denkmalschutz und Dank 356
Werkverzeichnis Rainer Gerhard Rümmler 1953-1996 358
Quellen 368
Literatur 368
Bildnachweise 378



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