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Buch, Deutsch, 192 Seiten, Buch

Reihe: ARD Ratgeber Geld bei Haufe

Pfeifer

Immobilien günstig erwerben


1. Auflage 2010
ISBN: 978-3-448-10159-1
Verlag: Haufe

Buch, Deutsch, 192 Seiten, Buch

Reihe: ARD Ratgeber Geld bei Haufe

ISBN: 978-3-448-10159-1
Verlag: Haufe


Die Zinsen sind niedrig, die staatlichen Förderungen nehmen zu - profitieren auch Sie davon. Dieser Ratgeber unterstützt Sie bei der Suche nach dem passenden Objekt und zeigt Ihnen, wie Sie bei Erwerb und Finanzierung mit geringem Budget agieren können.

Inhalte:

  • Worauf bei Suche und Auswahl der Immobilie zu achten ist.
  • Wie viel Kapital vorhanden sein sollte und wie eine solide Baufinanzierung aussieht.
  • Welche staatlichen Förderungen es gibt und auf welche Versicherungen es ankommt.
  • Tipps bei knappem Budget und zurückhaltenden Banken.
  • Alles Wichtige rund um Finanzierung, Verträge, Steuern und rechtlichen Fragen.
  • In Zusammenarbeit mit ARD Ratgeber Geld.
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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Vorwort

Einführung

Grundsatzfrage: Können wir uns ein Haus leisten?
Mieter oder Hauseigentümer?
Jeder muss im Alter wohnen!
Kassensturz: Wie viel Haus können wir uns leisten?
Grundregeln für eine tragbare Baufinanzierung
Tragbare und untragbare monatliche Belastung

Zeitfrage: Ist die Situation günstig für Wohneigentum?
Auswirkungen der Finanzkrise
Wie Banken jetzt denken und handeln
Zinsen und Inflation

Preisfrage: Welche Immobilie soll es sein?
Der Einfluss der Regionen auf den Preis
Neubau- oder Gebrauchtimmobilien
Eigenheim, Reihenhaus, Eigentum auf der Etage
Architektenhaus oder Fertighaus
Das Grundstück genau prüfen
Erbpacht statt Grundstückskauf
Immobilien suchen und finden
Zehn Wege zum Immobilienkauf
Alte Häuser sicher prüfen
Eigentumswohnungen beurteilen

Geldfrage: Wie kommen wir zum nötigen Eigenkapital?
Warum Eigenkapital so wichtig ist
Sparen für das Eigenkapital
Eigenleistungen als Eigenkapitalersatz

Verfahrensfrage: Wie finanzieren wir günstig?
Baudarlehen von der Bank
Bauspardarlehen
Wohn-Riester-Darlehen
Förderdarlehen
Wie die Finanzierung am billigsten wird
Filiale, Internet, Discountbroker
So sichern sich Kreditantragsteller eine gute Beratung
So bleiben Kreditnehmer flexibel
Die Nebenkosten im Griff behalten
Darlehensverlängerung und Umschuldung

Vertrauensfrage: Wie die Immobilie richtig absichern?
Versicherungen für Bauherren
Das Haus richtig versichern
Die Gebäudeversicherung

Zukunftsfrage: Wie den Wert der Immobilie erhalten?
Die Lebenserwartung von Baumaterialien und Bauteilen
Was Instandhaltungsinvestitionen kosten
Sparen durch energetische Sanierung
Modernisierungen sicher finanzieren
Das Haus energiesparend bewohnen

Gewissensfrage: Was tun, wenn es finanziell eng wird?
Was tun, wenn die Schulden zu sehr drücken?
Was tun bei Scheidung?
Wohn-Riester: Förderverlust vermeiden!
Erbimmobilien halten
Wenn das Haus zum Denkmal wird
Das Haus an die Kinder übertragen
Die Immobilie wieder zu Geld machen

Glossar

Nützliche Adressen rund um die sichere Baufinanzierung

Stichwortverzeichnis


Auf diese Frage gibt es nur ein klares „Ja" zur Antwort. Nach wie vor besteht in Deutschland ein sehr günstiges Klima für Wohneigentum. Das hat folgende Gründe:

  • Kaufpreise: Mit Ausnahme der Ballungsgebiete im Süden und Südwesten Deutschlands gibt es in allen Regionen Deutschlands preiswerte Angebote an Bauland, Einfamilien- und Reihenhäusern sowie Eigentumswohnungen. Besonders günstig sind gebrauchte Objekte (Näheres zu Preisen und Regionen auf Seite 25 ff.).
  • Baukosten: Die Zeiten, da Deutschlands Eigenheime zu den teuersten Europas gehörten, sind lange vorbei. In den vergangen Jahren haben sich die Baupreise kaum erhöht, gleichzeitig hat der Trend zum kostengünstigen Bauen an Boden gewonnen. In fast allen Regionen Deutschlands besteht die Möglichkeit, Einfamilienhäuser zu Bauwerkskosten von rund 1.000 Euro pro Quadratmeter errichten zu lassen.
  • Finanzierbarkeit: Die eigenen vier Wände lassen sich heute viel leichter finanzieren als noch Mitte der neunziger Jahre. Aktuell müssen Baufinanzierer in Westdeutschland rund 18 Prozent des Einkommens für ihr Wohneigentum aufwenden, in Ostdeutschland sind es im Durchschnitt 15 Prozent. Zum Vergleich: 1996 gingen noch 34 bzw. 32 Prozent der Haushaltseinkommen von Bauherren und Käufern für die Finanzierung drauf.
  • Zinsen: Nach wie vor besteht ein günstiges Zinsniveau. Der langjährige Durchschnitt der Effektivzinsen für zehnjährige Darlehen liegt bei gut acht Prozent, aktuell kosten Darlehen weniger als fünf Prozent.
  • Nachfrage: Alle Wohnungsbauexperten sind sich einig: In den kommenden Jahren wird die Nachfrage nach Wohnungen allgemein sowie nach Wohneigentum im Besonderen steigen und sich die Mieten in den vielen Regionen Deutschlands verteuern. Dafür gibt es mehrere Ursachen: Der Wohnungsneubau bleibt bereits seit vielen Jahren deutlich hinter dem Bedarf zurück, trotz sinkender Bevölkerungszahl wird die Anzahl der Haushalte weiter wachsen und der Wohnflächenverbrauch der Bevölkerung wird steigen. Wer jetzt Wohneigentum erwirbt, entgeht kommenden Preissteigerungen.
  • Förderung: Der Staat fördert die Bildung von Wohneigentum in vielfältiger Weise: Wohnungsbauprämie fürs Bausparen, Wohn-Riester, Fördermittel des Bundes (zinsverbilligte Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW) sowie der Bundesländer.

Auswirkungen der Finanzkrise

Die Finanzkrise hatte ihren Ausgangspunkt in einer Immobilienkrise in den USA. In den Jahren vor 2007 hatten amerikanische Banken in großem Umfang Kredite an Hauskäufer gewährt, die sich Immobilien eigentlich gar nicht leisten konnten. Zusätzlich lockten sie mit sehr günstigen Zinsen und tilgungsfreien Jahren zu Beginn der Finanzierung. Das trieb die Nachfrage und die Preise in die Höhe. Als die Zinsen stiegen, konnten die klammen Schuldner ihre Kredite nicht mehr bezahlen, die Blase platzte. Die Hauspreise stürzten auf breiter Front in die Tiefe, Millionen von Hausbesitzern verloren ihr Eigentum und saßen plötzlich auf riesigen Schuldenbergen.
Auf die bange Frage, ob das auch in Deutschland passieren kann, gibt es nur ein klares „Nein" zur Antwort. Denn die Baufinanzierungskultur in Deutschland ist eine völlig andere als in den USA oder auch in Großbritannien. Deutsche Baufinanzierer haben es deutlich schwerer als ihre Kollegen in Übersee, Kredite von den Banken zu bekommen. Dafür leben sie aber weitaus sicherer. Das hat folgende Gründe:

  • Bonitätsprüfungen: Deutsche Banken prüfen die Kreditwürdigkeit jedes Antragstellers. Wer kein ausreichendes Einkommen hat, bekommt auch keinen Kredit.
  • Objektbewertung: Die Banken prüfen die Objekte und nehmen vom angemessenen Bau- oder Kaufpreis Sicherheitsabschläge vor.
  • Eigenkapital: Deutsche Bauherren müssen Eigenkapital mitbringen, bevor eine Bank finanziert. Als Untergrenze gelten 20 Prozent des Bau- oder Kaufpreises.
  • Beleihungsgrenzen: Die Banken staffeln ihre Konditionen nach den Sicherheiten. Für erstrangige Darlehen bis zu 60 Prozent des Beleihungswertes sind die Zinsen am niedrigsten, bei Finanzierungen bis zu 80 Prozent gelten Zinsaufschläge, darüber hinaus - wenn eine Bank überhaupt bereit ist, mehr als 80 Prozent des Beleihungswertes zu finanzieren - wird es noch teurer.
  • Zinsbindung: In Deutschland sind Darlehen mit variablen Zinsen, die sich ständig dem Marktzins anpassen, die Ausnahme. Die Regel sind Darlehen mit Laufzeiten von fünf, zehn, 15, 20 oder noch mehr Jahren. Die bei Vertragsabschluss vereinbarten Zinsen sind fest bis zum Ende der Laufzeit, sodass Baufinanzierer auch bei zwischenzeitlich steigenden Marktzinsen nicht überfordert werden.

Dieses sehr restriktive deutsche Finanzierungssystem - insbesondere die Eigenkapitalanforderungen - stellt für viele Haushalte eine Hürde beim Wohneigentumserwerb dar. Es führt vor allem dazu, dass man in Deutschland erst sparen muss, bevor man eine Immobilie bauen oder kaufen kann. Damit unterscheidet sich Deutschland wesentlich von Märkten, in denen das umgekehrte Verfahren üblich ist: Erst kaufen und verschulden und dann (nachträglich) sparen. Die Finanzkrise hat bewiesen, dass das deutsche Finanzierungssystem deutlich sicherer ist und Hauskäufer vor dem Ruin bewahrt.


Pfeifer, Hans
Hans Pfeifer ist Wirtschaftsjournalist und spezialisiert auf Finanzdienstleistungen.



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