Petz | Mit Liebe zum Wir | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 240 Seiten, Format (B × H): 140 mm x 210 mm

Petz Mit Liebe zum Wir

Die transformierende Kraft der Selbstliebe
1. Auflage 2023
ISBN: 978-3-95904-203-1
Verlag: Edition Forsbach
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Die transformierende Kraft der Selbstliebe

E-Book, Deutsch, 240 Seiten, Format (B × H): 140 mm x 210 mm

ISBN: 978-3-95904-203-1
Verlag: Edition Forsbach
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Gesunde Selbstliebe ist nicht egoistisch!
Es ist ein Mangel an Selbstliebe, der die Stimmung in unserer Gesellschaft vergiftet.

Mehr gesunde Selbstliebe macht nicht nur jeden und jede einzelne von uns innerlich freier und lebendiger, wir begegnen dann auch anderen Menschen frei von Neid und Konkurrenzgedanken.

Die Selbstliebe wirkt ganzheitlich. Sie ist der entscheidende Schlüssel für unsere gesellschaftliche Entwicklung, denn sie öffnet uns, Bestehendes zu hinterfragen und nach neuen, nachhaltigeren Lösungen im Sinne sozialer Gerechtigkeit, Generationen-Ausgleich und umweltschonendem Umgang mit unseren Ressourcen zu suchen.

Susanne Petz gibt Impulse zur persönlichen Entwicklung. Sie entwirft Leitlinien für ein ehrlicheres und authentisches Miteinander. Sie beschreibt die Chancen, die gesunde Selbstliebe auch für die gesellschaftliche Transformation eröffnet.

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Zielgruppe


Unsere Bücher wollen den Lesern Mut machen, ihr eigenes Leben positiv zu gestalten. Wir möchten damit vor allem die Zielgruppe 40plus erreichen, Menschen, die nach Berufsfindungs-, Familien- und Kindererziehungsphase häufig nach einem Sinn für ihr Leben suchen, der bis ins hohe Alter richtungsweisend sein kann.


Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Leben im Rausch Wenn wir davon ausgehen, dass das kooperative Zusammenleben in einer Gesellschaft Offenheit benötigt, ein Aufeinander-Zugehen und Aussprechen dessen, was uns wichtig ist, dann liegt der Anfang dazu in uns selbst. Nur wenn wir uns selbst wahrnehmen, unser Handeln reflektieren und unsere Bedürfnisse kennen, verfügen wir über das Material, das Gespräche wahrhaftig macht. Mit der Selbstentwicklung beginnt diese Reise vom Ich über das Wir bis zu unserem gesellschaftlichen Zusammenwirken. Ich möchte dazu anregen, die Art und Weise, wie wir mit uns selbst umgehen, zu hinterfragen. Es geht um die innere Haltung, mit der wir uns und dem Leben begegnen. Im Laufe unseres Heranwachsens haben wir Strategien des Nicht-Spürens erlernt. Wir haben gute Gründe für diese meist unbewussten Verhaltensmechanismen. Hier zu beschreiben, wie wir das Leben im Rausch verbringen, soll keine Schuldgefühle in dir auslösen, deshalb beschreibe ich exemplarisch für uns alle in Ich-Form mein Leben im Rausch. Ich möchte damit für eine Veränderung wachrütteln, für einen Schritt näher zu mir, zu uns selbst. „Unsere Welt ist voll von Süchtigen, die von etwas abhängig sind – von Alkohol, Drogen, Essen, Zigaretten, Arbeit, Fernsehen, Macht, Beziehungen, Religion, Bestätigung, Fürsorge, Sex, Zuneigung, Romantik – lauter Versuche, Sättigung und Befriedigung von außen zu erlangen.“ Diese Erkenntnis haben Erika J. Chopich und Margaret Paul ihrem Buch Aussöhnung mit dem inneren Kind vorangestellt – vor über dreißig Jahren. Gefühlt, wie die Wetterfrösche so schön sagen, haben wir uns seitdem nicht verändert. Ich kann mir kaum vorstellen, dass es Menschen gibt, die sich in jedem dieser Aspekte völlig frei und unabhängig fühlen. Auch ich kann das nicht. Unsere Methoden und Konzepte, wie wir Anerkennung im Außen erreichen, haben bis heute viel mit den zuvor genannten Süchten zu tun: Alles, was zählt, ist die Leistung (siehe Startschuss: Aufstehen, Endlos-Marathon: Arbeiten); Pausen sind überflüssig, Life is Action (siehe Ohne Pause: Freizeit); was nicht schnell geht, geht gar nicht (siehe Die Falle: Geschwindigkeits-Flash); Medienpräsenz ist ein Statussymbol; Ablenkung, Betäubung und Ersatzbefriedigungen in Form von TV/Internet/Social Media, Alkohol und Konsum machen uns das Leben leichter und Schlaf gilt als vergeudete Zeit (siehe Weniger ist mehr: Schlafen). Der Sozialpsychologe Heiner Keupp spricht von einer „unaufhaltsamen Beschleunigungs-Dynamik“ und stellt die These auf: „Der gesellschaftliche und berufliche Fitness-Parcours hat kein erreichbares Maß, ein Ziel, an dem man ankommen kann, sondern es ist eine nach oben offene Skala, jeder Rekord kann immer noch gesteigert werden. Hier ist trotz Wellness-Industrie keine Chance, eine Ökologie der eigenen Ressourcen zu betreiben, sondern in einem unaufhaltsamen Steigerungszirkel läuft alles auf Scheitern und einen Erschöpfungszustand zu.“3 Einerseits sehe ich es nicht so schwarz wie Keupp, sonst würde ich dieses Buch gar nicht schreiben. Andererseits hat der Fitness-Parcours eine Nebenwirkung, die uns zusätzlich bei der Stange hält: Der Geschwindigkeitsrausch bedingt einen Mangel an Präsenz. Durch unsere Flucht aus der Gegenwärtigkeit kommt die Realität nicht so bedrohlich nah an uns heran. Zweifel und Ungereimtheiten belasten uns weniger. Denn was nehmen wir unter diesen rauschhaften Bedingungen noch wahr? Was kommt so an uns heran, dass aus einzelnen Erlebnissen echte Erfahrungen werden, die wir mit anderen Erfahrungen vergleichen, sodass Impulse für Veränderung entstehen? Bei den Recherchen zu dem Dokumentarfilm … wie Dich selbst? ist mir ein weiterer Aspekt aufgefallen, der uns in Distanz zu uns selbst verharren lässt: Viele Menschen haben Angst, sich selbst zu viel Liebe zu geben (iehe Die Angst vor zu viel Liebe). Warum ist der Begriff Selbstliebe so negativ besetzt? Wie entsteht diese Angst? Kann es wirklich zu viel Selbstliebe geben? Die Wege zu mir selbst und zum Wesentlichen sind keine geheimnisvoll verschlungenen Pfade, sie sind eigentlich ganz einfach: Der Schlüssel dazu liegt in der Entschleunigung, durch die Wahrnehmen erst möglich wird. Startschuss: Aufstehen Abrupt beendet der Wecker die Nacht. Kein Gedanke an den letzten Traum oder die innere Frage, wie ausgeschlafen ich mich fühle. Dieses Klingeln wirkt auf mich wie ein Schalter, der gedrückt wird: und jetzt funktionieren! Alles, was zu tun ist, ist vom ersten Augenblick des Tages an wichtiger als meine sonstigen, zuweilen auch grundlegenden Gedanken und Gefühle. Eigentlich faszinierend, dass mein Hirn so dressiert ist, dass es auch im Halbschlaf sofort weiß, was Priorität haben soll. Ich habe eine Verabredung mit dem Computer-Support, die Uhrzeit steht noch nicht fest. Ich möchte nicht, dass er mich vergisst und sein Haus verlässt, um andere Aufträge zu erledigen. Deshalb will ich sofort aus dem Bett springen, um ihn anzurufen. Doch halt. Die Rückenübungen sollte ich machen, sonst ist der Physiotherapeut, zu dem ich mittags fahren werde, genervt, weil mein Rücken mangels eigenen Engagements so gar nicht besser wird. Manchmal mache ich auf dem Weg ins Badezimmer schon einen Schlenker zum Schreibtisch, um zu notieren, was ich heute auf keinen Fall vergessen möchte. Auch im Badezimmer habe ich die Minuten im Blick. Ich bade oder dusche jeden zweiten Tag. Das ist besser für Haut und Haare und kostet weniger Wasser und Energie und vor allem: weniger Zeit! Ich koche einen Tee und bereite mein Obst-Müsli vor. Doch die Ruhe, mich zum Frühstück hinzusetzen, gönne ich mir unter der Woche nicht. Beides nehme ich mit an den Schreibtisch und klappe sofort den Laptop auf. Manchmal muss ich staunen, wenn das Müsli mittags immer noch unangetastet neben mir steht. An anderen Tagen ist es verspeist, ohne dass ich mich erinnern kann, wann ich es gegessen habe oder wie es geschmeckt hat. Sollte ich doch einmal etwas mehr Luft im Tagesplan haben, nutze ich diese Minuten für eine kurze Meditation. Zunächst genieße ich es, über den Atem zu mir zu kommen. Im zweiten Teil erfüllt auch diese Zeit der Besinnung einen Zweck: Meditierend norde ich mich darauf ein, was für mich heute unter den vielen dringenden Themen das eine Wichtige sein soll. Danach wird die To-do-Liste evaluiert. Das Tagebuch, mit dem ich eigentlich mein persönliches Befinden reflektieren möchte, liegt schon seit mehreren Monaten unbenutzt herum. Inzwischen habe ich es vom Meditationsplatz ins Regal geräumt, damit es mich nicht mehr so auffordernd anschaut. Was ist der Gewinn eines Sprints in den Tag, als hätte ich keine Zeit zu verlieren? Gerade ein entspannter Start kann helfen, den ganz persönlichen Lebensfaden weiterzuspinnen. Schon wenige Minuten der inneren Sammlung lassen uns spüren, wie die Nacht war, was wir brauchen, um uns heute gut zu fühlen, aber auch, um produktiv im Sinne der aktuellen Aufgabe zu sein. Wir könnten wahrnehmen, dass da zum Beispiel noch eine Missstimmung auftaucht, wenn wir an eine Kollegin denken, mit der es gestern nicht ganz reibungslos lief, oder dass es etwas Wichtiges gibt, das wir jemand anderem noch über unsere Herangehensweise an ein Projekt mitteilen möchten. Gerade diese Zwischentöne bleiben im Alltag gerne auf der Strecke, wirken im Hintergrund aber doch auf uns ein und verhindern Klarheit und Verbindlichkeit – uns selbst und anderen gegenüber. Ein langsames Erwachen würde unsere Träume für uns greifbarer machen. Manchmal erzählt uns unser Traumbewusstsein, was uns gerade jenseits des Alltags beschäftigt – vorausgesetzt, wir werden so entspannt wach, dass wir den Traum aufschreiben können und er sich nicht sofort verflüchtigt. Macht mir Spaß, was ich gerade tue? Erfüllt mich meine Ausgabe? Oder gibt es eine latente Unzufriedenheit? Gibt mir meine Tätigkeit Energie? Oder kostet es mich schon Überwindung, damit anzufangen? Worin liegt die Ursache? Was ist mein tieferes Bedürfnis? Wie könnte der erste Schritt dorthin sein? Ein Vorbild können uns auch die Inuit sein, die – so der Chronobiologe Christian Cajochen von der Universität Basel – plötzliches Aufstehen vermeiden. Er zitiert den Ethnologen Jean Malaurie, der beschreibe, dass ein Inuit in der ersten halben Stunde nach dem Erwachen zuerst einmal seine Trägheit genieße. Grund dafür sei, dass die Inuit glauben, ihre Seele entferne sich während des Schlafes und müsse beim Wachwerden in den Körper zurückkehren. Plötzliches Aufstehen störe diesen Prozess.4 Wer so entschleunigt in den Tag startet, hat wahrscheinlich kein Problem, seine Träume zu erinnern und den roten Faden seines Lebens Tag für Tag weiterzuspinnen. Mit meinem ganzen Sein im neuen Tag anzukommen, kann geschehen, indem ich jetzt im Sommer kurz hinaus in den Garten gehe und langsam barfuß über das noch feuchte Gras wandele. Wunderbar, wie das erdet! Das geht selbst im Schnee, auch wenn das „Wandeln“ dann naturgemäß etwas kürzer ausfällt. Frische Luft bewusst einzuatmen ist auch wohltuend, wenn ich mein Fenster ganz weit öffne und mich für einige Minuten davorstelle. Und wenn ich dabei spüre, wie meine Fußsohlen den Boden berühren, ist die Erdung im Raum wahrnehmbar. Selbst das Zubereiten von Tee, Kaffee und Frühstück kann ein Ritual der Entschleunigung sein. An den Nahrungsmitteln zu schnuppern, sie zu riechen und die Vorfreude spüren, während ich meine Speisen daraus zubereite, führt dazu, dass ich auch ihren Verzehr bewusster genießen möchte. Die Wirkung des Frühstücks auf unsere...


Susanne Petz ist systemisch-integrativer Business-Coach. Sie lebt und arbeitet in einem 100 Jahre alten Haus am Starnberger See. Sowohl vor Ort als auch im virtuellen Kontakt unterstützt sie Menschen in der emotionalen Selbstführung und Führung.

Die gebürtige Westfälin ist im ersten Beruf Journalistin. Sie führte für die evangelische Kirche zehn Jahre eine Filmproduktionsfirma. Ihre Leidenschaft gilt dem intensiven Gespräch, dem echten Dialog. Herauszufinden, was Menschen wirklich antreibt, und gemeinsam zu erarbeiten, wie sie dieses Potential für sich und andere erfüllend nutzen können, ist ihre liebste Herausforderung. 

Die Förderung gesunder Selbstliebe hat Susanne Petz zu ihrer Lebensaufgabe gemacht. Dazu hat die studierte Politologin ein Projekt ins Leben gerufen: Generation L. L steht für Liebe oder Love. Jeder und jede Interessierte kann sich in der Generation L engagieren. Entstehen sollen zum Beispiel ehrenamtliche Projekte an Schulen, um gesunde Selbstliebe zu reflektieren und eine verständnisvollere Kommunikation miteinander zu fördern.

Zum Thema Selbstliebe hat die Autorin bereits einen Dokumentarfilm produziert. In „… wie Dich selbst?“ sprechen neun Menschen über ihre Liebe zu sich selbst. Mit dem Buch geht sie noch einen Schritt weiter, untersucht die Auswirkungen von zu wenig Selbstliebe auf unsere Gesellschaft und entwickelt ein Modell, mit dem Kommunikation gelingen kann.  

www.susannepetz.de



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