Pembroke | Blitzhochzeit mit dem Viscount | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 082022, 144 Seiten

Reihe: Julia

Pembroke Blitzhochzeit mit dem Viscount


1. Auflage 2022
ISBN: 978-3-7515-0964-0
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 082022, 144 Seiten

Reihe: Julia

ISBN: 978-3-7515-0964-0
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Heiraten und sesshaft werden? Für die unkonventionelle Kellnerin Autumn keine Option. Sie liebt ihre Freiheit. Bis sie in einem Luxushotel in Las Vegas neben dem attraktiven Toby Blythe aufwacht! Obwohl der smarte Viscount mit dem hinreißenden Lächeln sich an ihre Blitzhochzeit kaum erinnern kann, bittet er Autumn, ihn auf sein englisches Schloss zu begleiten. Nur für drei Monate, das ist ihr Deal! Schon bald ist Autumn unsterblich verliebt, und als Toby sie betörend küsst, denkt sie plötzlich an das Unmögliche: für immer zu bleiben ...



Seit Sophie Pembroke während ihres Studiums der englischen Literatur an der Lancaster University ihren ersten Roman von Mills & Boon las, liebte sie Liebesromane und träumte davon, Schriftstellerin zu werden. Und ihr Traum wurde wahr! Heute schreibt sie hauptberuflich Liebesromane. Sophie, die in Abu Dhabi geboren wurde, wuchs in Wales auf und lebt mittlerweile in einem kleinen Städtchen in Hertfordshire zusammen mit ihrem Mann, einem Wissenschaftler, ihrer unglaublich fantasievollen und kreativen Tochter und ihrem bezaubernden kleinen Sohn. In Sophies Welt ist das Glück von Dauer, und es ist immer genügend Zeit für eine Tasse Tee und das Schreiben einer weiteren Seite ...

Pembroke Blitzhochzeit mit dem Viscount jetzt bestellen!

Weitere Infos & Material


1. KAPITEL

Nicht zum ersten Mal in seinem Leben wachte Toby in einem fremden Hotelzimmer auf, ohne genau zu wissen, wie er dorthin gekommen war. Aber noch nie hatte ihn ein alkoholbedingter Ausfall derart orientierungslos gemacht. Er hatte nicht die geringste Ahnung, wie er hier gelandet war.

Die Vorhänge der bodentiefen Fenster waren nur halb zugezogen und ließen ihn zusammenzucken, als er die Augen öffnete und ins Sonnenlicht sah. Vorsichtig überblickte er seine Umgebung. Ein Himmelbett, weiche Daunenkissen und hämmernde Kopfschmerzen! Wände mit einer luxuriösen Stofftapete. Hinter einer offenen Tür entdeckte er ein Marmorbad. Und durch den breiten Spalt zwischen den Gardinen konnte er in der Ferne Berge sehen … plötzlich wusste er, dass unter ihm eine der berühmtesten Straßen der Welt lag. Der Strip.

Das Vier Jahreszeiten. Las Vegas. Eine der Präsidentensuiten. Ja, das ergab Sinn.

Finn hatte gesagt, wenn sie schon einen Trip nach Vegas machten, dann aber richtig. Finn. Wahrscheinlich lag er in einem der anderen Schlafzimmer dieser Suite. Solange sein bester Freund bei ihm gewesen war, konnte letzte Nacht nichts schiefgegangen sein. Außer … Wäre Finn tatsächlich bei ihm gewesen, hätten sie niemals zu viel getrunken. Finn hielt seinen Alkoholkonsum immer unter Kontrolle – angeblich, um seine Wettfähigkeit nicht zu beeinträchtigen. Aber Toby wusste, dass die Trunksucht von Finns Vater der wirkliche Grund für diese Entscheidung war.

„Du bist kein x-beliebiger Student, der auf die Piste geht, Toby.“ Die Stimme seines älteren Bruders ertönte in seinem Kopf, eine Erinnerung an die längst vergangene Universitätszeit. „Du bist ein Blythe. Der Sohn des elften Viscounts von Wishcliffe. Das bringt gewisse gesellschaftliche Verpflichtungen mit sich.“

Mittlerweile war alles anders. Ihr Vater war tot. Barnaby war tot. Und Toby war der unglückliche dreizehnte Viscount von Wishcliffe und obendrein Tausende Meilen von zu Hause entfernt.

Er hatte den Titel, die Güter und die damit verbundene Verantwortung nie erben wollen. Zu viele andere hatten über ihm in der Nachfolge gestanden, außerdem hatte Toby erlebt, was der Kampf um den Erhalt eines alten aristokratischen Namens und Rufs seinen Vater gekostet hatte. Nach dem zweiten Herzinfarkt hatte er seinen alten Herrn gebeten, auch andere Optionen in Betracht zu ziehen – ohne Erfolg.

Der dritte Infarkt war tödlich gewesen, und Toby hatte es nicht ertragen, dabei zuzusehen, wie das Anwesen auch seinem Bruder die Lebensenergie entzog. Und sein achtjähriger Neffe Harry …

Sein Kiefer verkrampfte sich bei der Erinnerung an damals, was seinen Kopf noch schlimmer pochen ließ.

„Nur noch ein letztes Abenteuer“, hatte er Finn angefleht. „Eine letzte Nacht, um loszulassen und alles zu vergessen. Dann muss ich nach Hause und das Anwesen übernehmen. Eine letzte wilde Nacht in Vegas – der Abschied aus meinem alten Leben.“

Momentan sah es so aus, als ob sich sein Wunsch erfüllt hätte. Auch wenn sein Körper rebellierte.

Die riesige Kingsize-Matratze bewegte sich, und Toby drehte sich der Magen um, als er erkannte, dass er nicht allein war. Gott, wie verkatert musste man sein, um nicht einmal zu bemerken, dass jemand neben einem lag?

Alles blieb ruhig, also schlief seine Begleiterin wohl noch. Wenn sie ebenso wild gefeiert hatte wie er, war es wahrscheinlich das Beste, sie in Ruhe zu lassen. Trotzdem war er neugierig. One-Night-Stands gehörten genauso wie durchzechte Nächte eher in seine Studentenzeit.

Heute, ein ganzes Jahrzehnt später, bevorzugte er wohlüberlegtere Romanzen. Wo beide Seiten genau wussten, was sie erwartete: ein paar Wochen oder Monate gemeinsamer Spaß, bevor man weiterzog. Zumindest seit Julia ihn verlassen hatte … Himmel, war das etwa schon zwei Jahre her?

Sie war die einzige Frau, bei der er in Erwägung gezogen hatte, sie irgendwann zu heiraten. Andererseits hatte er seit der Trennung kaum mehr an sie gedacht. Natürlich hatte er sie bei den Beerdigungen getroffen, aber davon abgesehen hatte ihr Verschwinden aus seinem Leben keine spürbaren Narben hinterlassen.

Aber mit wem habe ich denn nun die letzte Nacht verbracht?

Ganz langsam und vorsichtig stützte Toby sich auf einen Ellbogen und spähte zur Seite. Lange kastanienbraune Locken waren über das Kissen ausgebreitet, und eine blasse, sommersprossige Nase lugte zwischen den Strähnen hervor. Dann bewegte sich die junge Frau verschlafen und strich sich das Haar aus dem Gesicht, um ihn anzusehen.

Schweigend betrachtete er die weichen, dunklen Wimpern, die leicht flatterten, bevor sie ihre hellgrünen Augen plötzlich aufriss.

Mit beiden Händen umklammerte sie das obere Ende der Bettdecke, während sie ihn anstarrte. An ihrem Ringfinger entdeckte er einen schlichten, silbernen Ring. Oh Gott, ich habe eine verheiratete Frau verführt! Das war sehr viel schlimmer, als er gedacht hatte.

Autumn, schoss es ihm durch den Kopf. Sie hieß Autumn.

„Ich …“, begann er unschlüssig und hielt dann lieber den Mund, bevor er etwas Dummes sagen konnte.

Autumn rappelte sich auf, um sich gegen das Kopfende des Bettes zu lehnen, und zog die Decke mit sich.

Schlagartig wurde ihm klar, dass sie vermutlich nackt war. Und dass er ihre nackte Haut berührt, geküsst und gestreichelt haben musste. Nur konnte er sich leider nicht daran erinnern. Spontan streckte er eine Hand aus, um sie zu beruhigen – und erstarrte. An seiner eigenen Hand steckte ein Silberring, der genau zu ihrem passte.

Autumn blinzelte und versuchte, nicht in Panik zu geraten. Der Mann in ihrem Bett – na ja, vermutlich sein Bett, denn sie kannte das Zimmer nicht – sah genauso verängstigt aus, wie sie sich fühlte.

Nacheinander kamen einzelne Erinnerungen an die vergangene Nacht zurück. In ihrem Kopf hämmerte es, und ihr Mund fühlte sich entsetzlich trocken an. Sie hatte definitiv zu viel getrunken. Und war mit diesem Mann im Bett gelandet!

Heiße Röte überzog ihre Wangen, als sie an seine Hände auf ihrem Körper dachte, an seinen Mund auf ihrem, und wie er dann ganz langsam …

Hastig zog Autumn die Decke bis zum Hals hoch.

Aus der Art, wie der Mann – Toby, fiel ihr zum Glück wieder ein – auf den Ehering starrte, den sie ihm auf seinen Finger geschoben hatte, schloss sie, dass er sich nicht mehr an die gleichen Dinge erinnerte wie sie.

Eine Hochzeit. Was habe ich mir nur dabei gedacht? Selbst überraschend guter betrunkener Sex rechtfertigte doch keine Ehe! Ihre Granny hatte immer gesagt, sie sei genau wie ihre Mutter und sie stürze sich kopfüber in alles hinein – bis sie sich langweilte und einfach ging. Wahrscheinlich drehte sich ihr Granddad gerade im Grab um.

Toby starrte sie immer noch an, als hätte er sie noch nie zuvor gesehen, also beschloss Autumn, als Erste das Wort zu ergreifen.

„Guten Morgen“, sagte sie leise. „Wie fühlst du dich?“

„Als wäre ich von einem Lastwagen überfahren worden.“

Sie lächelte über seinen stark ausgeprägten britischen Akzent. „Soll ich einen Kaffee besorgen?“ Ob es ihr gefiel oder nicht, sie würde sich mit ihm auseinandersetzen müssen, bis sie dieses Durcheinander geklärt hatten.

Toby fuhr sich mit der Hand durch sein schokoladenbraunes Haar, das ihm etwas zu lang in die Stirn fiel.

Lieber Himmel! Dieses Mal hatte sie sich in ein echtes Chaos gestürzt. Aber zu ihrer Verteidigung konnte sie anbringen, dass sie dadurch nur einem noch schlimmeren Schlamassel hatte entkommen wollen. Und bisher war es ihr noch immer gelungen, sich aus den misslichen Lagen wieder zu befreien, die sie sich eingebrockt hatte. Wie damals bei dem russischen Feuerschlucker …

„Ja“, brummte Toby und unterbrach ihren außer Kontrolle geratenen Gedankengang. „Kaffee klingt gut.“

Autumn drückte die dünne weiße Decke fest an sich, während sie nach dem Telefon griff und beim Zimmerservice eine große Kanne starken Kaffee und etwas Gebäck bestellte. Soweit sie es beurteilen konnte, waren sie im Vier Jahreszeiten, in einer der Präsidentensuiten. Hier konnte sie sich kein Zimmer leisten.

Toby jedoch schon. Auch wenn er gestern nach großen Verlusten aus dem Casino geworfen worden war, in dem sie arbeitete – oder jedenfalls bis gestern Abend gearbeitet hatte. Es sah so aus, als könnte er es sich leisten, am Kartentisch auch einmal zu verlieren. Falls er sie aber doch wegen ihres Geldes geheiratet hatte, würde er bitter enttäuscht werden.

Das Kichern sprudelte in ihr hoch, bevor sie es unterdrücken konnte. Autumn presste ihre Faust gegen ihren Mund, aber das Lachen ließ sich nicht aufhalten.

Toby warf ihr einen finsteren Blick zu, der ihren Lachanfall weiter befeuerte und sie leicht hysterisch werden ließ. Ach, es war schon so lange her, dass sie etwas derart Verrücktes getan hatte. Vor allem nach dem, was mit Robbie passiert war. Es war gut zu wissen, dass sie ihre Lebensfreude noch in sich trug.

Ihr Ehemann schien allerdings ganz und gar nicht begeistert zu sein.

„Es tut mir leid“, keuchte sie und wischte sich mit der Ecke des Bettlakens die Augen ab. Ein bisschen Mascara beschmutzte das strahlende Weiß. Toll, ich sehe wahrscheinlich wie ein Panda aus! „Aber du musst zugeben, die Situation ist irgendwie komisch.“

„Ist sie das?“ Toby hob eine dunkle Augenbraue, und seine Miene blieb...



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.