Peham | Perma- und Wildniskultur | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 148 Seiten, Format (B × H): 165 mm x 220 mm

Peham Perma- und Wildniskultur

Mit einfachen Schritten zum Klimaschutz im eigenen Garten
1. Auflage 2021
ISBN: 978-3-7020-1984-6
Verlag: Stocker, L
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Mit einfachen Schritten zum Klimaschutz im eigenen Garten

E-Book, Deutsch, 148 Seiten, Format (B × H): 165 mm x 220 mm

ISBN: 978-3-7020-1984-6
Verlag: Stocker, L
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Klimaschutz •Den Kreislauf der Natur verstehen •Schritt für Schritt zum eigenen Permakulturgarten •Mit Konzepten für alle Gärten von groß bis klein Das Einsteigerbuch in die Permakultur bzw. die Wildniskultur, die Weiterentwicklung des Permakultur-Konzeptes! Im Zentrum steht die Schaffung oder Bewahrung von natürlichen Kreisläufen im Garten, um eine weitgehende Selbstversorgung sicherzustellen. Die klassische Permakultur bietet viele Elemente wie Biotope, Kräuterspiralen oder Terrassierungen an, um einen Kreislauf im Garten zu schaffen. Die Wildniskultur, die Johann und Sandra Peham in diesem Buch beschreiben, legt noch mehr Wert darauf, was der jeweilige Garten und seine Bewohner benötigen, und zeigt, wie man diejenigen Elemente in den eigenen Garten integriert, die zum Standort und den eigenen Bedürfnissen passen, z. B. statt der Kräuterspirale einen Kräuterhügel.

Die Pioniere der Wildniskultur Johann und Sandra Peham erhielten 2018 gemeinsam mit der Kinderschule TAPTANA den 'Energy Globe Styria Award' für das Projekt 'Permakultur macht Schule - Das essbare, bunte Klassenzimmer'. Johann Peham ist zertifizierter Permakulturpraktiker und Wildniskulturberater. Er absolvierte eine Ausbildung zum Holzer'schen Permakulturpraktiker auf dem Krameterhof und ist Initiator der 'Ersten Essbaren Gemeinde Österreichs' Übelbach.
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Weitere Infos & Material


EINFÜHRUNG IN DIE PERMA-/WILDNISKULTUR


DER VERSUCH, BEGRIFFE ZU ERKLÄREN UND AUF DEN WILDNISKULTUR-PUNKT ZU KOMMEN


Ich finde es immer schwer Begriffe zu erklären. Man benötigt dazu so viele Wörter, die man sich ja mit dem eigentlichen Begriff aus guten Gründen erspart hat! Aber trotzdem starte ich einen Versuch und hoffe, dich nicht damit zu langweilen.

Wo fange ich an? Vielleicht klären wir mal den Begriff „Permakultur“. Ich denke, dass die meisten, die zu diesem Buch gegriffen haben, schon mal mit Permakultur zu tun hatten. Vielleicht hast du vor, einen Permakulturkurs zu machen oder hast schon einen absolviert … dann versuche ich, dich nicht zu langweilen, denn vielleicht kennst du dich ja auch besser aus als ich.

In der Perma-/Wildniskultur gibt es kaum nackte Böden.

Mein erster Zugang zum Begriff ist ein eher peinlicher … ich hatte nämlich überhaupt keine Ahnung, was dieses Wort bedeutet, und war relativ lange davon überzeugt, dass „Permakultur“ etwas mit „Permafrost“ zu tun hat. Also dachte ich mir, dass es wohl mit dem Schützen des Bodens vor Frost zu tun haben müsste. Aber warum sollte man das tun? Das entzog sich meiner Kenntnis. Erst als Johnny begann, sich intensiv mit der Sache auseinanderzusetzen, begann ich langsam (für Johnny oft zu langsam) zu verstehen. Und seit ich es halbwegs verstanden habe, bin ich begeistert.

DEFINITION! Permakultur

Permakultur setzt sich aus den Worten „perma“ (also ständig) und „(agri) culture“ (also Landwirtschaft) zusammen. Das bedeutet, dass das Land, der Garten oder das Grundstück dauerhaft bewachsen ist.

In der Permakultur ist der Boden immer bewachsen oder mit Mulch bedeckt. Fruchtfolgewirtschaft und Mischkultur spielen eine große Rolle. Geprägt wurde der Begriff vom Australier Bill Mollison und seinem Schüler David Holmgren. Ende der 70er Jahre gründeten sie das erste Permakultur-Institut. Von der Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft ausgehend entwickelte sich eine immer übergreifendere „Philosophie des Kreislaufes“. So würde ich es heute nennen. Nachhaltige Lebensweisen in Bildung, Bauwesen, Energieversorgung, Wirtschaft, Machtstrukturen usw. und ein gemeinsames Bemühen zum Wohle für sich und andere und das in größtmöglicher Freiheit des Einzelnen – das ist meine Definition von Permakultur.

In weiterer Folge wurde auf den entstandenen Permakulturprinzipien eine Lehre aufgebaut, die in einem gut durchdachten Schulungsprinzip, eine Art Bausatzsystem, auf der ganzen Welt Anklang findet. Diese Prinzipien sind interessant und decken sich in vielerlei Hinsichten mit den Erfahrungen in der Wildniskultur:

Prinzip 1: Beobachte und interagiere.

Prinzip 2: Sammle und speichere Energie.

Prinzip 3: Erwirtschafte einen Ertrag.

Prinzip 4: Wende Selbstregulierung an und lerne aus dem Feedback.

Prinzip 5: Nutze erneuerbare Ressourcen und Leistungen.

Prinzip 6: Produziere keinen Abfall.

Prinzip 7: Gestalte zuerst Muster und dann Details.

Prinzip 8: Integrieren statt ausgrenzen.

Prinzip 9: Nutze kleine und langsame Lösungen.

Prinzip 10: Nutze und schätze die Vielfalt.

Prinzip 11: Nutze Randzonen und schätze das Marginale (das Belanglose, Nebensächliche, scheinbar Unbedeutende).

Prinzip 12: Nutze und reagiere kreativ auf Veränderung.

Da wir uns in diesem Buch vor allem mit dem Thema „nachhaltiges Gärtnern“ beschäftigen, möchten wir dir die Permakulturzonen, die zum Prinzip 7 „Gestalte zuerst Muster und dann Details“ gehören, näher vorstellen.

Wenn du mehr über die klassische Permakultur erfahren möchtest, kannst du vieles im Buch „Handbuch der Permakulturgestaltung“ von Bill Mollison nachlesen.

ZONENPLAN DER PERMAKULTUR


INFO! Die Permakulturzonen

Zone 0: Wohnzone/Kernbereich

Zone I: Befindet sich in unmittelbarer Nähe des Wohnbereiches und wird intensiv genutzt. Anbau täglich genutzter Pflanzen wie Kräuter; Feingemüse wie Paradeiser (Tomaten), Paprika, Kürbisgemüse, Bohnen und Ähnliches.

Zone II: Befindet sich in mittelbarer Nähe des Wohnbereiches und wird als Gemüsegarten mit weniger intensiver Pflege genutzt. Hier werden verschiedene Salate, Wurzelgemüse und Kohlgemüse angebaut.

Zone III: Befindet sich im weiteren Umkreis des Wohnbereiches und wird als landwirtschaftliche Ertragsfläche extensiv genutzt. Anbau von Erdäpfeln (Kartoffeln), Getreide, Mais, Topinambur und ähnlichen Gemüsen.

Zone IV: Diese Zone liegt vom Wohnbereich schon weiter entfernt und wird sehr extensiv mit wenig Aufwand genutzt. Hier finden sich (Streuobst-)Wiesen, Obstbäume, Nussbäume.

Zone V: Diese Zone ist am weitesten vom Wohnbereich entfernt. Hier sollte der Mensch nur wenig bis gar nicht in die Entwicklung eingreifen. Diese Zone macht ungefähr 20 % des Gartens bzw. der Landwirtschaft aus. Hier wachsen Benjeshecke, Wildobsthecke oder Blumenwiesen, es finden sich Laubhaufen und Ähnliches.

Ich denke, Bill Mollison und David Holmgren haben ihr Leben lang versucht, den Menschen möglichst viele Werkzeuge in die Hand zu geben, damit diese mit und in ihrer Umwelt bewusster agieren. Das kann ich sehr gut nachvollziehen, haben Johnny und ich ja auch das Bedürfnis, möglichst viele Menschen zu erreichen.

Um weltweit eine Bewegung loszutreten und zu vergrößern, braucht es wahrscheinlich viele Regeln und Direktiven. Die im Ursprung als solche so strikt gar nicht gemeint waren, wie es zum Beispiel auch beim Zonenplan ist: Er ist in sich vollkommen logisch und auch nachvollziehbar. Allerdings haben wir bemerkt, dass die Menschen oft anfangen, weniger selbstständig nachzudenken, wenn sie strikte Vorgaben haben und sich strikt an Anweisungen halten.

Wir haben viele Zonengärten gesehen, deren Plan ganz offensichtlich war, wo sich ein Gestaltungselement an das andere gereiht hat … strikt nach Zonenplan geplant und umgesetzt. Diese Gärten waren oft geometrisch angeordnet und arbeitsintensiv, denn diese Formen müssen so erhalten werden, dass sie gut sichtbar sind. Und da es in der Natur der Pflanzen liegt zu wachsen und größer zu werden, müssen sie dann zurückgeschnitten und in Muster hineingezwängt werden (Kräuterspiralen, Mandalagärten, Schlüssellochgärten etc.).

Die Philosophie der Permakultur in ihrer Logik und Harmonie lässt sich überall im Leben wiederfinden. Sie ist ein Grundprinzip allen Lebens und verändert unser Selbstbild und das Bild, dass wir von uns als Gesellschaft haben, zum Positiven.

WEITERGEDACHT – DIE WILDNISKULTUR


Der Begriff „Permakultur“ wird immer wieder mal auf ein Minimum reduziert. Das ist sehr schade, da die Botschaft der Fülle, Vielfalt und Unkompliziertheit auf der Strecke bleibt. Es macht Spaß, neue Begriffe zu finden, die zum Nachdenken und Hinterfragen anregen. Gemeinsam mit unserer Kollegin Judith Anger haben wir an einem netten Abend einfach mal so einen Begriff definiert, der, so meinten und meinen wir, sehr gut zu uns passt. Wir sagen gerne zu unseren Jungs: „Wir haben einen Begriff erfunden und versuchen ihn mit Leben zu füllen, aber wenn ihr einmal ein besseres Wort dafür findet oder etwas Neues entwickelt, nur zu: Erfindet ein neues Wort. Nichts ist schlimmer als Stillstand!“

DEFINITION! Wildniskultur

Dieser Begriff ist, wie schon erwähnt, zusammengesetzt aus

WILDNIS: Vielfalt und Fülle wie im Dschungel und

KULTUR: Kulturpflanzen, die ich als Mensch gerne säen und ernten möchte.

In der Wildniskultur konzentrieren wir uns auf den Garten und auf die Landwirtschaft, wir beschäftigen uns aber auch mit sozialen und bildungsorientierten Prozessen. Den Mittelpunkt bildet aber immer die weitestgehende Selbstversorgung im natürlichen...


Peham, Johann
Die Pioniere der Wildniskultur Johann und Sandra Peham erhielten 2018 gemeinsam mit der Kinderschule TAPTANA den „Energy Globe Styria Award“ für das Projekt „Permakultur macht Schule – Das essbare, bunte Klassenzimmer“.
Johann Peham ist zertifizierter Permakulturpraktiker und Wildniskulturberater. Er absolvierte eine Ausbildung zum Holzer’schen Permakulturpraktiker auf dem Krameterhof und ist Initiator der „Ersten Essbaren Gemeinde Österreichs“ Übelbach.

Peham, Sandra
Die Pioniere der Wildniskultur Johann und Sandra Peham erhielten 2018 gemeinsam mit der Kinderschule TAPTANA den „Energy Globe Styria Award“ für das Projekt „Permakultur macht Schule – Das essbare, bunte Klassenzimmer“.



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