Pavlov | Magnolia Falls 2: Wild River | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2, 352 Seiten

Reihe: Magnolia Falls

Pavlov Magnolia Falls 2: Wild River

Enemies to Friends to Lovers Romance mit cosy Small Town Vibes
1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-646-94029-9
Verlag: Carlsen
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Enemies to Friends to Lovers Romance mit cosy Small Town Vibes

E-Book, Deutsch, Band 2, 352 Seiten

Reihe: Magnolia Falls

ISBN: 978-3-646-94029-9
Verlag: Carlsen
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Der zweite Band der emotionalen Small-Town-Romance-Serie von Bestseller-Autorin Laura Pavlov  Willkommen zurück in Magnolia Falls! Hier lebt River, der stets übellaunige Anwalt mit der schwierigen Vergangenheit. Diese zeigt sich äußerlich nur noch in seinen vielen Tattoos. Ansonsten führt er ein ruhiges, bescheidenes und zurückgezogenes, aber glückliches Leben. Ab und zu hat er One-Night-Stands aber er will sich auf keinen Fall auf eine feste Beziehung einlassen. Ruby kommt das gerade recht, die selbstbewusste, Psychologin aus zerrütteten Familienverhältnissen, die nur auf Stippvisite in Magnolia Falls ist, braucht ebenfalls niemanden an ihrer Seite. Sie will sich nur auf sich selbst verlassen, diese Lektion hat ihr das Leben schmerzhaft beigebracht. Nicht mehr als körperliche Anziehung empfindet sie für den gutaussehenden River. Doch dann brechen beide ihre eigenen Regeln und verlieben sich.  Doch eigentlich wollte Ruby nur kurz in Magnolia Falls bleiben. Oder kann sie für immer bleiben und mit River glücklich werden? Ich legte eine Hand auf ihre Wange und wartete, bis sie mich ansah. »Ich habe dich jeden Tag in den letzten Wochen gesehen. Wir schreiben uns, wenn wir nicht zusammen sind. Ich bin diese Woche jeden Tag mit dir aufgewacht. Ich weiß, dass du nicht bleibst. Ich weiß, dass das hier nirgendwohin führt. Aber hör verdammt nochmal auf zu sagen, dass es nichts ist. Es ist mehr, als ich jemals mit jemand anderem hatte, und es fängt an, mich verdammt nochmal wütend zu machen, dass du das immer wieder sagst.« Wild River ist der zweite Band der fünfteiligen Small-Town-Romance-Serie MagnoliaFalls - eine einfühlsame Found-Family-Geschichte voller großer Emotionen, mit einem fantastischen Happy End und heißen Enemies-to-Friends-to-Lovers-Vibes.

Laura Pavlov schreibt romantische und moderne Liebesromane, die ihre Leser*innen sowohl zum Lachen, als auch zum Weinen bringen. Sie ist glücklich verheiratet mit ihrer College-Liebe, Mutter zweier großartiger, fast erwachsener Kinder und Hundeflüsterin für einen temperamentvollen Yorkie und einen wilden Bernedoodle. Laura wohnt in Las Vegas, wo sie sie ihr eigenes Happy-End lebt.
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1

RIVER

Ich stellte den Wagen vor dem Krankenhaus ab. Keine Ahnung, was der alte Mann sich dabei dachte, das hier so lange durchzuziehen. Die Menge an Alkohol und Tabletten hätte jeden durchschnittlichen Dreißigjährigen umgehauen, ganz zu schweigen von einem neurotischen, nicht sonderlich fitten Typen über fünfzig. Seine Tochter musste völlig fertig sein – zumal wir das ganze Drama dem grenzenlosen Sextrieb ihres Vaters zu verdanken hatten.

Ich hasste Krankenhäuser, aber weil er mein Freund war, blieb mir keine Wahl. Ehrlich gesagt war Lionel Rose sogar mehr als ein Freund. Im Lauf der Jahre war der Besitzer der Whiskey Falls Bar für mich wie ein Familienmitglied geworden. Gestern hatte er einen Schlaganfall erlitten und das hatte uns alle hart getroffen.

Ich nahm den Aufzug nach oben. Beim Aussteigen bemerkte ich die musternden Blicke zweier Krankenschwestern. Die Tür schloss sich hinter mir und ich ging zu Lionels Zimmer.

Er hob die Hand und seine Lippen zogen sich kaum merklich nach oben, als ich ihn mit einem Half-Bro-Hug begrüßte. Die Monitore piepten ständig, und obwohl ich versuchte, nicht auf die Geräuschkulisse zu achten, machte sie mich nervös. Von dem Geruch nach schalem Kantinenessen und beißendem Desinfektionsmittel wurde mir flau im Magen.

Wahrscheinlich hasste ich Krankenhäuser sogar noch mehr als jeden anderen Ort, was einiges aussagte, denn ich hatte schon viel Zeit in Dreckslöchern verbracht. Angeblich hatte ich als Kind ein halbes Jahr lang im Krankenhaus gelegen, auch wenn ich mich an kaum etwas von damals erinnerte. Doch aus irgendeinem Grund verband ich Krankenhäuser mit Dunkelheit. Aber vielleicht ging das ja jedem so. Oder mein Unterbewusstsein erinnerte sich an diese Monate – und an die Tatsache, dass ich am Tag meiner Einlieferung Eltern gehabt hatte und am Tag meiner Entlassung nicht mehr.

»Sei nicht so stur und iss den Apfel«, sagte Doreen, Barkeeperin im Whiskey Falls und Lionels älteste Freundin, die auch gerade zu Besuch war. »Ruby ist bestimmt sauer, wenn sie zurückkommt und du ihn nicht angerührt hast.«

Ruby war Lionels einziges Kind. Ich kannte sie kaum und hatte sie seit Jahren nicht mehr gesehen. Meistens besuchte Lionel sie, und wenn sie doch einmal nach Hause kam, blieb sie nur kurz. Lionels Ex-Frau, Rubys Mutter Wendy, war ziemlich anstrengend, und ich hatte den Eindruck, dass Ruby Magnolia Falls möglichst mied. Doch Lionel prahlte oft mit ihr, deshalb wusste ich, dass sie gerade ihren Doktor in Psychologie geschafft hatte. Eigentlich sollte Lionel in diesem Moment bei ihrer Promotionsfeier sein. Aber natürlich war sie gestern sofort nach Hause gekommen.

»Sag River, welche Story wir Ruby aufgetischt haben, damit wir uns nicht widersprechen.« Lionel redete sehr undeutlich, weil seine rechte Gesichtshälfte gelähmt war. Doch alles in allem hatte er Glück gehabt, hatte der Arzt gesagt. Er war rechtzeitig ins Krankenhaus gekommen und würde sich vermutlich vollständig erholen – mit der Zeit.

»Von welcher Story reden wir hier?« Ich beugte mich mit hochgezogenen Augenbrauen vor.

Doreen seufzte. »Ruby soll nicht erfahren, dass er diese … Aufputschmittel eingeworfen hat.« Sie räusperte sich grinsend. »Dass ihr Vater versucht, die sexuellen Bedürfnisse einer deutlich jüngeren Frau zu befriedigen, möchte er lieber für sich behalten.«

Jep. Lionel hatte die Dosis seiner Potenzmittel über mehrere Tage hinweg verdoppelt, weil der Mann ein echter Vollidiot sein kann.

»Und was habt ihr Ruby erzählt?«

Lionel sah auffordernd zu Doreen. »Wir haben ihr verklickert, dass der Schlaganfall von dem stressigen Rechtsstreit mit Jenna Tate kommt.«

»Was? Die Sache haben wir doch schon vor Wochen beigelegt.« Ich starrte die beiden mit offenem Mund an.

Doreen reichte mir einen Zettel. »Er hat mich das hier aufschreiben und ihr gestern Abend vorlesen lassen.«

Ich warf einen Blick auf das Gekritzel und verdrehte die Augen. »Du hast also im Grunde mir die Schuld an deinem Schlaganfall in die Schuhe geschoben? Das ist echt daneben, Lionel. Selbst für dich.«

»Hab ich gar nicht«, lallte er.

Wieder senkte ich den Blick auf den Zettel und las ein paar Zeilen. »River war sein Anwalt, aber leider hatte er den Fall nicht im Griff, und die Belastung war einfach zu viel für deinen Vater.« Dabei ahmte ich Doreen so gut wie möglich nach, eine Frau mittleren Alters, die Kette rauchte, seit sie denken konnte. Die echte Doreen starrte mich böse an, aber ihre Mundwinkel zuckten belustigt. »Ihr habt einfach alles auf mich abgewälzt.«

»Was sollten wir ihr denn sagen? Dass ihr Vater seine aktuelle Flamme nicht ausreichend beglücken kann und deshalb seine Medikamentendosis verdreifacht hat?« Doreen verschränkte die Arme vor der Brust.

»Scheiße, Mensch! Ich hab gedacht, du hättest sie verdoppelt. Du hast das Dreifache genommen? Bist du nicht mehr ganz dicht, Lionel?«, zischte ich. Da war die Katastrophe ja vorprogrammiert gewesen. Es machte mich stinkwütend, denn ich liebte den Mistkerl, auch wenn ich das niemals zugeben würde. »Und ja, genau das hättet ihr Ruby sagen sollen. Denn es ist die verfickte Wahrheit. Stattdessen habt ihr mich den Wölfen zum Fraß vorgeworfen. Aber wenn Ruby so schlau ist, wie du immer behauptest, kauft sie euch diesen Bullshit sowieso nicht ab. Man kriegt keinen Schlaganfall, nur weil man einen Prozess wegen eines Arbeitsunfalls am Hals hat. Dir hat doch nicht mal eine Haftstrafe gedroht.«

»Hey!«, warf Doreen ein. »Auf der Highschool habe ich die Julia gespielt. Ich bin eine begnadete Schauspielerin. Sie hat es uns abgekauft, das kannst du mir glauben.«

Kopfschüttelnd lehnte ich mich auf dem Stuhl zurück. Ich hatte Lionel in diesem lächerlichen Fall vertreten, obwohl er absolut im Unrecht gewesen war und Jenna Tates Arztrechnungen einfach gleich nach dem Unfall hätte bezahlen sollen. Doch der Geizkragen hatte versucht, ein paar Dollar zu sparen, was ihn letztlich dreimal so teuer zu stehen gekommen war.

»Okay, du und dein Schlappschwanz, ihr reißt euch jetzt besser mal zusammen. Hör auf, Frauen zu daten, die halb so alt sind wie du, dann bist du auch nicht so überfordert. Ist dir der Gedanke schon mal gekommen?«

Lionel zuckte mit den Schultern, seine Mundwinkel hingen schlaff nach unten. »Stella ist heiß«, lallte er.

»Und du bist ein sturer Bock. Ich mache bei eurer Schmierenkomödie mit, aber ich bezweifle, dass Doreen eine derart gute Schauspielerin ist, und wenn Ruby diesen Mist glaubt, dann ist sie nicht das Genie, mit dem du immer rumprahlst.«

»Ach … wie ich sehe, ist die ganze Gang hier versammelt«, erklang eine Stimme hinter mir und ich warf einen Blick über die Schulter.

Ruby fucking Rose war seit dem letzten Mal, als ich sie gesehen hatte, erwachsen geworden. Sie hatte lange schwarze Haare, die ihr in sanften Wellen den Rücken hinabfielen, rote volle Lippen und grün-braune Augen, die dank des Sonnenscheins, der durch die Fenster fiel und ihr hübsches Gesicht erstrahlen ließ, gerade fast golden aussahen. Fuck. Lionels Tochter war unglaublich sexy.

Ich zog eine Augenbraue in die Höhe, weil Ruby mich wütend anstarrte, als würde meine bloße Anwesenheit sie kränken. »Lange nicht gesehen, Ruby.«

»Ach was«, zischte sie und ihre Worte waren pures Gift. Was zur Hölle war mit ihr los? Sie kannte mich doch kaum. »Macht dich dein phänomenales Gedächtnis, durch das du weißt, dass du mich schon lange nicht mehr gesehen hast, zu so einem wahnsinnig tollen Anwalt?«

»Ruby«, sagte Lionel, dessen Stimme im Gespräch mit seiner Tochter viel sanfter klang, als wenn er sich mit irgendwem sonst unterhielt.

Sie hob den Finger, als wollte sie ihn zum Schweigen bringen. »Nein. Komm du mir jetzt nicht mit Ruby, liebster Daddy. Du bist als Nächstes an der Reihe.«

Doreen lachte glucksend und Ruby warf ihr einen grimmigen Blick zu. Lionels temperamentvolle Tochter war nicht groß, aber das tat ihrer Wirkung keinen Abbruch. Ich war fast eins neunzig, und sie konnte nicht viel größer als eins sechzig sein, wobei sie schwarze Militärstiefel trug, die sie noch ein Stückchen größer machten. Ihre dunkle Skinny Jeans betonte ihre Kurven, und ich musste mich zusammenreißen, um den Blick nicht über ihren ganzen Körper wandern zu lassen, wie ich es am liebsten getan hätte. Am auffälligsten an ihr war der schwarze Ledermantel. Immerhin hatten wir Ende Mai, die Sonne schien, verfluchtes Vogelgezwitscher war zu hören und Magnolia Falls war um diese Jahreszeit das reinste Paradies. Aber diese Frau sah aus, als wäre sie eben der tiefsten Hölle entstiegen.

Mir war diese Art von Zorn gut vertraut, denn in mir lebte und atmete sie ebenfalls.

»Doreen, als älteste und engste Freundin meines Vaters und meine Patentante hätte ich von dir etwas mehr Loyalität erwartet.« Sie verschränkte die Arme.

Fuck. Sie war auf alle sauer. Ich griff nach dem Schüsselchen mit Apfelscheiben auf Lionels Tablett und lehnte mich zurück, um die Show zu genießen.

»Du weißt ganz genau, dass ich dich lieb habe, Kleine. Meine Loyalität gehört immer dir und deinem Vater.« Doreen sah zwischen Lionel und Ruby hin und her, und ich biss in einen Apfelschnitz, was mir einen weiteren Zornesblick der Königin der Dunkelheit einbrachte.

»Ach ja?« Ruby stellte sich ans Fußende von Lionels Bett und musterte uns der Reihe nach. »Okay, dann verstehen wir darunter wohl verschiedene Dinge. Mich anzulügen, nachdem ihr mich quasi...



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