Pass | SOKO Steiermark Teil 2 | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 345 Seiten

Pass SOKO Steiermark Teil 2

Neue spannende Krimis aus Österreich
1. Auflage 2017
ISBN: 978-3-7427-7447-7
Verlag: neobooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Neue spannende Krimis aus Österreich

E-Book, Deutsch, 345 Seiten

ISBN: 978-3-7427-7447-7
Verlag: neobooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Im ersten Krimi dieses zweiten Teils werden die Polizisten der SOKO nach Wien abkommandiert, wo sie nach und nach in einen Sumpf der Geheimdienste gezogen werden. Der zweite Krimi dieser Trilogie spielt sich in Stainz ab. Der Tote gibt Rätsel auf, denn dieser hatte erst kurz zuvor eine Apotheke ausgeraubt. Dennoch lüften die Polizisten das Geheimnis um dessen Mörder, der Fall allerdings kann erst mit Mühe gelöst werden. Im dritten Teil haben es unsere Helden mit einer Entführung zu tun. Der Sohn eines Baulöwen wurde entführt. Zuerst verlaufen alle Spuren im Sand, erst nach langer Arbeit gibt es Hinweise zum Auftraggeber der Entführung. Diese verläuft am Ende aber nicht so, wie es sich dieser und die Polizei vorgestellt hatte.

Werner Pass ist das Pseudonym eines Deutschen, der in Österreich lebt. Österreich ist meine zweite Heimat geworden, ich liebe das Land und die alten Traditionen, die Natur, Berge und Seen. Inspiriert durch meine Erlebnisse war es nur eine Frage der Zeit dem Wunsch nachzukommen diese 'zweite Heimat' zum Schauspiel mehrerer Krimis werden zu lassen. Aber auch alltägliches und zeitkritisches wird in anderen Büchern veröffentlicht, die der geneigte Leser, als kritische Werke ansehen muss.
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Apothekenraub in Stainz


Gerhard hatte sich in seiner Freizeit mit Veronika in Wien getroffen. Veronika, deren Versetzung nach Graz genehmigt worden war, hatte auch ihre Wohnung in Auflösungszustand versetzt. Begner hatte einen Kombi angemietet und war damit nach Wien gefahren um das Auto mit Veronikas, wie sie immer sagte, Kleinkram zu beladen. Planner und Strobl die ebenfalls nach Wien gekommen sind, um ihre Autos zu beladen, waren schon mittags wieder nach Graz gefahren.

Nachdem der Kombi beladen war, machte Veronika den Vorschlag zum Rathausplatz zu fahren. Dort fand das Steiermarkdorf statt. Das war eine Quasieröffnung der Saison in der Steiermark, bei der sich verschiedene Orte präsentierten. Gerhard fand die Idee toll und so machten sie sich auf den Weg zum Rathausplatz. Die beiden schlenderten Hand in Hand über den Platz und hielten aus Neugier am Stand der Gemeinde Oberhaag. Die Dame hinter dem Stand animierte Gerhard zu einem Würfelspiel. Er sollte die Zahl ELF würfeln und könnte damit einen Gutschein für drei Übernachtungen gewinnen. Begner wollte sich drücken, aber Viktoria ärgerte ihn so sehr, dass er dem Spiel zustimmte. Er schüttelte den Würfelbecher, drehte ihn auf das Brett und nahm seine Hand weg. „Elf“, sagte er die Frau aus Oberhaag ansehend. „Sie müssen den Becher anheben.“ „Nein, das brauche ich nicht, es sind elf Augen.“ Gerhard strahlte, Veronika schaute ihn fragend an. „Schatz, unter dem Becher sind elf Augen, glaub mir.“ Veronika lachte, „Du Angeber.“ „Bitte heben Sie den Becher an, dann schauen wir mal“, forderte die Dame hinter dem Stand. „Na gut“, sagte Begner, hob den Becher an und fing an zu lachen. Er sah, wie alle anderen auch, „Elf“ Augen. Die Frau aus Oberhaag schüttelte den Kopf und überreichte Gerhard den Gutschein. Er bedankte sich, die beiden tranken noch ein Glas Wein, dann verließen sie den Rathausplatz. Früh gingen die beiden zu Bett, denn bereits um 6:00 Uhr am nächsten Morgen sollte der letzte Teil von Veronikas Umzug beginnen.

Es war bereits sehr dunkel geworden. Diesen Winter war auch tagsüber die Sonne verborgen, deshalb machten viele Menschen ihre Einkäufe am Tag. Die Apotheke lag am Hauptplatz und ließ sich von der Bahnhofstraße her kaum einsehen. Genau das hatte sich Elmar ausgesucht, die Apotheke. Er hatte sein Auto in der Steggasse geparkt. Zwei Wochen war er, so unauffällig es ging, jeden Tag mehrere Stunden vor Ort, um sich über die Abläufe in der Apotheke zu informieren. Es war für ihn leicht zu erkennen, dass kurz vor Schließung der Apotheke kaum noch Kundenverkehr war. Nur vereinzelt kamen noch welche, aber das freundliche Team machte auch auf, wenn jemand einige Minuten verspätet in die Apotheke wollte.

Das war die Schwachstelle und heute Abend wollte er sie nutzen. Elmar schaute auf die Uhr. 18:45 zeigte sie an. Er stieg aus und machte sich auf den Weg. Am Eck zum Hauptplatz blieb er stehen. Noch drei Minuten. Er wollte diese Minuten nutzen, um zu erkunden, ob noch Kunden die Apotheke betraten, was jedoch nicht der Fall war. Wieder sein Blick auf die Uhr, noch eine Minute. Jetzt setzte er sich in Bewegung. Mit starrem Blick ging er zum Eingang und er musste klopfen, die Türe war bereits versperrt. Er fühlte seine Anspannung, jemand kam von innen und drehte den Schlüssel im Schloss. Noch im selben Moment hatte Elmar seine Mütze die sein Gesicht verdeckte, nach unten gezogen, drückte gegen die Türe und stand in der Apotheke. Er hielt der Chefin, die ihm die Türe geöffnet hatte, seine Pistole an den Kopf. „Absperren und kein Laut!“, herrschte er sie leise an. Die Frau nickte stumm und schloss wieder ab. „Gehen wir in Ihr Büro, schnell“, befahl Elmar. Als er ihren Arm ergriff, bemerkte er, dass die Frau zitterte. Aus einem der Nebenräume hörte er noch Stimmen. Es konnte sich nur um die Mitarbeiterinnen handeln.
Im Büro ließ er die Frau auf ihren Sessel fallen. „Wenn sich Ihre Damen verabschieden, dann rufen Sie hinaus, dass sie telefonieren, und wünschen Ihnen einen guten Abend. Nicht mehr und nicht weniger, verstanden?“ Er sah ihre Augen, Angst spiegelte sich jetzt darin. Wieder nickte sie stumm. Nach einigen Minuten waren sie alleine. Die Chefin hatte das getan, was Elmar ihr befohlen hatte und die Angestellten waren weg.
„So und jetzt langsam die Tageseinnahmen raus rücken!“ war sein erneuter Befehl. Die Frau stand auf, ging an eine Lade und holte ein Kuvert heraus. Sie schmiss es auf den Schreibtisch. Elmar griff gierig zu, öffnete es und sah etliche Geldscheine. „Tresor?“ Wieder schüttelte die Frau nur den Kopf. Er wies sie an, sich wieder zu setzen. Die Frau tat, was er ihr befahl, denn seine Aufforderungen untermalte er mit seiner Pistole. Aus der Hosentasche holte er Teflonband, mit der er sie an den Stuhl fesselte. Oberkörper, Arme, Beine waren schnell gebunden. Zuletzt klebte er einen Streifen des Bandes auf ihren Mund. Ohne sich um die Frau zu kümmern, verließ Elmar die Apotheke auf dem Weg, den auch die Angestellten gegangen waren. Kurz vor seinem Auto hörte er, wie von hinten ein anderer Wagen in die Gasse einbog. Er stellte sich an die Seite, um diesen vorbeizulassen. Einige Meter, bevor der Wagen ihn erreicht hatte, gab dessen Fahrer richtig Gas. Elmar spürte den Aufprall, bemerkte, wie er durch die Luft flog, als er auf dem Boden aufschlug, war er tot.

Der Beifahrer des Unfallautos stieg aus, drehte Elmars Leichnam um, durchsuchte die Taschen und entnahm Kuvert und Waffe, stieg in aller Seelenruhe wieder ein und sie fuhren weg.

 

Veronika und Gerhard hatten in Graz den Wagen entladen, als Gerhards Telefon klingelte. Ein Blick aufs Display verriet Gerhard, das Müller anrief.

„Hallo Hubert, rufst Du an um zu fragen, ob Du uns helfen kannst?“ „Nein Gerhard, ich vermute, da wäre ich sowieso schon zu spät, aber wir haben einen kuriosen Fall bekommen. Bis wann kannst Du hier sein?“ Begner überlegte kurz. „Gib mir eine Stunde?“ „Geht in Ordnung Gerhard und Grüße Veronika von mir.“ Begner antwortete darauf: „Mach ich, bis später“, und legte auf.

„Schatz, ich muss ins Büro, ein Fall.“ Veronika, verdrehte ein wenig die Augen. „Aber gut, dann mache ich hier weiter. Nur beschwere Dich nicht, wenn ich es uns hier nach meiner Vorstellung gemütlich mache.“ Begner lachte Veronika an: „Nein, mach nur. Es wird sowieso Zeit, das hier ein frischer Wind rein kommt, aber einen Kaffee trinken wir noch.“ Sie setzten sich nieder, um den Kaffee zu trinken und besprachen Veronikas Vorstellungen, dann verließ Begner sie.

„Guten Morgen meine Herren“ begrüßte Oberleutnant Maier seine Mitarbeiter. „Als Erstes haben wir eine Beförderung zu vermelden. Kollege Begner wurde mit heutigem Tag, aufgrund seiner Fortbildungen und bestandenen Prüfungen, zum Gruppeninspektor ernannt. Begner, ich gratuliere Ihnen. Feiern können wir das leider nicht, denn wir haben einen kuriosen Fall bekommen. Gestern Abend fand in Stainz eine Fahrerflucht statt.“ Begner dankte seinem Vorgesetzten, staunte nicht schlecht, als er das hörte, „eine Fahrerflucht?“ War seine Frage an Maier, „Das Bearbeiten doch die Kollegen?“ Maier schaute ihn an und erwiderte: „Das ist richtig, aber in diesem Fall wurde ein Räuber überfahren, der kurz zuvor eine Apotheke überfallen hat. Der Räuber hatte gute Beute gemacht und war auf dem Weg zu seinem Fluchtwagen. Er wurde auf dem Weg dort hin von einem anderen Wagen angefahren und tödlich verletzt. Das Interessante daran ist, dass er vermutlich durchsucht worden war und die Beute nun verschwunden ist.“ Maier setzte kurz aus und nahm einen Schluck Kaffee. „Die Kollegen baten um unsere Unterstützung, die Ergebnisse der Spurensicherung und der Pathologie werden gegen Abend vorliegen. Soweit unsere Erkenntnisse, meine Herren. Sie wissen, was zu tun ist.“ Nachdem alle zugestimmt hatten, drehte sich Maier um und verließ den Besprechungsraum.

Planner eröffnete die Runde. „Klingt interessant.“ „Das ist richtig, aber ich finde, ein eigenartiger Zufall.“ erweiterte Strobl den Gedanken. Begner pfiff wie gewohnt. „Klingt eher nach einer geplanten Tat, denn wer bitte hält nach einem Unfall an und durchsucht den Toten?“


Müller, der sich in der Zwischenzeit die Skizzen und Fotos vom Unfallort angesehen hatte, hob den Kopf. „Da bin ich ganz Eurer Meinung. Fahren wir nach Stainz und sehen uns das vor Ort an. Helga seien Sie so nett und rufen die Kollegen der Spurensicherung und die Pathologie an. Sie sollen die Ergebnisse per Mail an den Posten in Stainz schicken.“ Helga nickte: „Mach ich Chef.“

Die Polizisten machten auf den Weg nach Stainz. Planner und Strobl fuhren voraus. Begner und Müller im zweiten Wagen, hinterher. „Sag Gerhard, der Umzug planmäßig verlaufen?“ „Ja bestens, wenn uns Planner und Strobl nicht geholfen hätten, wären wir noch nicht fertig. Veronika richtet jetzt die Wohnung ein, natürlich nach Ihren Vorstellungen.“ Müller begann zu lachen. „Was erwartest Du? Natürlich nach Ihren Vorstellungen.“ Sie erreichten den Stainzer Polizeiposten. Müller staunte, wie auch die Kollegen, nicht schlecht. Der Posten befand sich in der Straße, in der der Unfall passiert war. „Ein Verbrechen vor der Haustüre der Polizei, den Mut muss man erst haben“, sagte Begner. „Nicht nur Mut, diese Dreistigkeit ist fast schon anzuerkennen“, entgegnete Strobl.
 

„Verflucht, das war eine klasse Idee.“ Paul Reiter freute sich das der Coup so abgelaufen war, wie sich es sein bester Freund und ehemaliger Zellenkollege „Marder“ Wolfgang Gleis vorgestellt hatte. „Nein, Paul, das haben wir beide Dir zu verdanken. Wäre Dir der Typ im Kaffee nicht aufgefallen, hätten wir diese fette Beute nicht...



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