Olsberg | Der Duft | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 421 Seiten

Olsberg Der Duft

Thriller
1. Auflage 2010
ISBN: 978-3-8412-0116-4
Verlag: Aufbau Digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Thriller

E-Book, Deutsch, 421 Seiten

ISBN: 978-3-8412-0116-4
Verlag: Aufbau Digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Das Böse ist stärker als der Verstand.

Während Marie Escher das Zukunftspotential einer Biotech-Firma analysiert, kommt es zu einem blutigen Zwischenfall. Um die Hintergründe zu klären, reist sie mit ihrem Kollegen Rafael nach Uganda. Hier in der Wildnis Afrikas gelten jedoch andere Regeln, denn gegen manche Sinneseindrücke ist der Verstand völlig machtlos. Die beiden müssen um ihr Leben kämpfen und wissen: Sie allein können die Welt vor dem Chaos bewahren ... 



Karl Olsberg, geboren 1960, promovierte über Künstliche Intelligenz, gründete mehrere Start-ups und engagiert sich in einer internationalen Community für einen sorgsameren Umgang mit KI. Er ist verheiratet und hat drei Söhne.

Im Aufbau Taschenbuch liegen seine Thriller »Das System«, »Der Duft«, »Schwarzer Regen«, »Glanz«, »Die achte Offenbarung« und »Mirror« vor.    

Mehr zum Autor unter www.karlolsberg.de.

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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


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In der Mitte des quadratischen Innenraums stand ein großer Tisch, auf dem einige chemische Apparaturen und Glasgefäße aufgebaut waren. An den Wänden reihten sich große vergitterte Boxen. Was sich darin befand, konnte Marie in der trüben Beleuchtung nicht erkennen.

Auf einem Schemel neben dem Tisch saß eine Afrikanerin in einem blauen Kleid, bedruckt mit komplizierten geometrischen Mustern in Gelb und Orange. Sie hatte dem Fenster den Rücken zugewandt und wiegte sich leicht vor und zurück, während sie weiter ihre beruhigende, melancholisch klingende Melodie sang. Sie schien ein Baby im Arm zu halten.

Irritiert und auf seltsame Weise fasziniert beobachtete Marie die Frau. Die Hütte gehörte eindeutig zum Feldlabor. Dass die Frau ihr Kind ausgerechnet hier in den Schlaf wiegte, war merkwürdig.

Die Afrikanerin hörte auf zu singen, erhob sich und drehte sich um. Marie wollte sich wegducken – sie hatte wegen ihrer heimlichen Beobachtung ein schlechtes Gewissen. Doch in diesem Moment sah sie, dass es kein Baby war, das die Frau im Arm trug. Jedenfalls kein menschliches. Es war ein Affe. Ein Schimpanse vielleicht. Nein, das Tier hatte ein pechschwarzes Gesicht. Es musste ein Gorillajunges sein. Jetzt sah sie auch ein paar Augen in einer der Gitterboxen aufblitzen.

Marie lief ein eisiger Schauer über den Rücken. Hier waren Menschenaffen eingesperrt!
Die Afrikanerin riss die Augen auf. Sie legte das Baby rasch in eine der Boxen, verschloss die Tür und floh dann aus der Hütte, wobei sie einen langen Schwall Suaheli ausstieß.
Für Marie klangen ihre Worte wie eine angstvolle Entschuldigung, so als befürchte sie eine schreckliche Strafe.

Marie rief ihr auf Englisch nach, sie solle bitte warten, sie brauche keine Angst zu haben, doch die Frau blieb nicht stehen und war rasch im Dickicht verschwunden.
Fassungslos betrat Marie die Hütte. Im Inneren stank es entsetzlich. Zwei ausgewachsene Gorillas saßen apathisch in ihren engen Käfigen und blickten sie aus leeren Augen an. Das Baby streckte ihr eine Hand durch die Gitterstäbe entgegen.

Marie traten Tränen in die Augen, gleichzeitig kochte heiße Wut in ihr hoch. Das also war es, was Olfana hier in Afrika trieb: Tierversuche an Menschenaffen! Noch dazu an den extrem bedrohten Berggorillas. Im Reiseführer hatte es geheißen, es gäbe davon nur noch ein paar Hundert in der Gegend der Virunga-Vulkane.

Rafael hatte recht gehabt.
Sie schloss die Tür und rannte zurück zum Labor. Erst kurz, bevor sie aus dem Dickicht stürzte, wurde ihr klar, dass sie vorsichtig sein musste. Was hier geschah, verstieß gegen sämtliche internationalen Vereinbarungen zum Artenschutz, gegen deutsches Recht und sicher auch gegen die Gesetze Ugandas.



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