Nunius | Mut trotz Krise | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 192 Seiten, Format (B × H): 155 mm x 210 mm

Nunius Mut trotz Krise

Innere Stärke in Zeiten täglicher Katastrophen-Meldungen. In 3 Schritten raus aus dem Gefühl der Ohnmacht
1. Auflage 2024
ISBN: 978-3-8426-4279-9
Verlag: humboldt
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Innere Stärke in Zeiten täglicher Katastrophen-Meldungen. In 3 Schritten raus aus dem Gefühl der Ohnmacht

E-Book, Deutsch, 192 Seiten, Format (B × H): 155 mm x 210 mm

ISBN: 978-3-8426-4279-9
Verlag: humboldt
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



'Ich kann das nicht mehr hören!' Dieses Gefühl haben immer mehr Menschen angesichts von ständigen Katastrophenmeldungen, beängstigenden Entwicklungen und privaten Sorgen. Wenn dieser Zustand anhält, stellt sich die Frage: Wie komme ich raus aus der Negativspirale, anstatt in Stress, Gereiztheit und Panik zu verfallen? Hier setzt Sabine Nunius an und weist ihren Leserinnen und Lesern einen gesunden Mittelweg zwischen Vogelstrauß-Politik und Panikmodus. Mit konkreten Handlungsstrategien, Erkenntnissen aus der Wissenschaft sowie Erfahrungen aus der Praxis hilft sie, in scheinbar düsteren Zeiten zu einem neuen Lebensgefühl zu finden - frei nach dem Motto: Things can be shitty, but life's still good!

Dr. Sabine Nunius ist Personal Trainerin, Yogalehrerin, Trauma-Yogatherapeutin und Heilpraktikerin für Psychotherapie. In ihre Arbeit fließen aktuelle Forschungsergebnisse aus den Neurowissenschaften und der körperorientierten Psychotherapie ein. Sie unterstützt ihre Patientinnen und Patienten dabei, das Zusammenspiel von Körper und Geist wieder dauerhaft in Balance zu bringen.
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Sich selbst einschätzen


Bei der ersten Selbsteinschätzung geht es ausschließlich um dich und deine Reaktionen, wertungsfrei und ungefiltert. Mit anderen Worten, es ist egal, ob andere (oder du selbst) einzelne Reaktionen als übertrieben empfinden oder ob Sätze fallen wie „Da brauchst du eben ein dickeres Fell“ oder „Lass die Dinge halt nicht so nah an dich ran“. Schalte bei den nachfolgenden Fragen und Reflexionen deshalb deinen „inneren Kritiker“ auf stumm und nimm das wahr, was für dich persönlich gerade präsent ist und dich besorgt, belastet oder in Krisenstimmung versetzt.

Das eigene Befinden ernst nehmen


„Wie geht es dir?“ Diese Frage hast du in der vergangenen Woche vermutlich mehrfach gehört. Wann hast du sie zuletzt ehrlich beantwortet? Im normalen Alltag wahrscheinlich nicht. Das ist durchaus vernünftig! Denn in den meisten Situationen handelt es sich lediglich um eine Floskel und die meisten deiner Gesprächspartner dürften irritiert reagieren, wenn du ihnen eine detaillierte Auskunft über deinen momentanen Gefühlszustand gibst.

Das, worauf die Frage wörtlich genommen abzielt, ist allerdings alles andere als banal, und es ist schade, dass wir unserem (Wohl-)Befinden im Alltag oft so wenig Aufmerksamkeit zukommen lassen. Wenn ich dich jetzt also bitte, die Frage, wie es dir geht, ehrlich zu beantworten, stellst du vielleicht erst fest, dass du eigentlich gerade so im Stress bist, dass du gar nicht mehr weißt, wie es dir tatsächlich geht, wie „gut“ oder „schlecht“ es konkret ist und wo genau es hakt. Möglicherweise merkst du auch erst jetzt, nach diesem kurzen Moment des Innehaltens und In-dich-Hineinspürens, dass du müder bist als gedacht, die verspannte Schulter stärker zieht, als dir lieb wäre oder es schon ziemlich lange her ist, dass du dich voller Energie und Lebensfreude gefühlt hast.

Zu einem gewissen Grad ist es nachvollziehbar und mitunter notwendig, derartige Empfindungen ein Stück weit auszublenden, um im Alltag zu „funktionieren“. Allerdings tun wir dann genau das: funktionieren. Lebensfreude und Zufriedenheit sehen anders aus! Ignorierst du permanent, dass es dir eigentlich nicht so unheimlich gut geht, verdrängst beständig kleinere wie größere Probleme und gehst über erste physische Symptome hinweg, werden die Warnhinweise deines Körpers irgendwann immer vehementer ausfallen. Irgendwann bremsen sie dich vielleicht komplett aus. Schenke diesen Signalen deshalb Beachtung, egal, ob es sich um körperliche oder emotionale Reaktionen handelt.

Damit auch zurück zur Ausgangsfrage: Wie geht es dir? Nimm dir, wenn du es nicht schon getan hast, einen Moment Zeit und beantworte die Frage ehrlich. Mach dir anschließend stichpunktartig einige Notizen zu deinen Gedanken und Beobachtungen.

Wie fällt dein Ergebnis aus? Falls du zu dem Schluss kommst: „Eigentlich passt es im Großen und Ganzen schon noch“: Perfekt, dann helfen dir die Tipps im Folgenden, diese Balance aufrechtzuerhalten und zu stärken! Wenn du dagegen feststellst, dass es dir gerade weniger bis gar nicht gut geht, hast du jetzt die Gelegenheit, genauer hinzusehen und auf dieser Basis über das weitere Vorgehen zu entscheiden.

STATUS QUO UND BASELINE

In den vorherigen Übungen habe ich dir empfohlen, deine Gedanken und Eindrücke kurz zu notieren. Warum? Eine solche „Fixierung“ ist wichtig, weil du nur so Veränderungen feststellen kannst. Möchtest du eine Entwicklung über längere Zeiträume hinweg verfolgen, benötigst du eine „Baseline“, also einen initialen Zustand, von dem du ausgehst. Anhand dieser Richtschnur kannst du feststellen, ob sich die Dinge im Vergleich verbessert haben, gleich geblieben sind oder sich verschlechtert haben. So siehst du, ob du grundsätzlich auf dem richtigen Weg bist oder ob du eine Kurskorrektur vornehmen solltest.

Erste Warnhinweise und eindeutige Alarmzeichen


Unter Umständen bist du in der vorherigen Übung zu dem Schluss gekommen, dass der Punkt erreicht ist, an dem du etwas ändern musst, um den Krisenmodus zu verlassen und wieder mehr Balance, Mut und Freude zu gewinnen. Wie dringend der Handlungsbedarf ist, kannst letztendlich nur du selbst einschätzen. Andere Menschen können dir zwar Empfehlungen und Ratschläge geben, sie wissen aber nicht, wie es in dir wirklich aussieht.

Die Einschätzung von außen ist vor allem dann schwierig, wenn du dazu neigst, die Dinge herunterzuspielen. Von außen lässt sich dann kaum erkennen, wie groß der Aufruhr in deinem Inneren ist. Hast du zum Beispiel deine Mimik sehr gut unter Kontrolle, deuten andere dein Lächeln vielleicht als Zeichen echter Freude, obwohl du es gerade nutzt, um deine wahren Gefühle zu maskieren. Ebenso können die von dir gewählten Formulierungen für andere irreführend sein und sie glauben lassen, dir ginge es viel besser oder viel schlechter, als es tatsächlich der Fall ist.

Ich selbst kenne beispielsweise Menschen, die kurzzeitig alles besch*** finden und das mehr als deutlich zum Ausdruck bringen. Diese Haltung schlägt jedoch ebenso schnell wieder ins Gegenteil um. Von daher weiß ich, dass in der Regel kein akuter Handlungsoder Unterstützungsbedarf besteht, sondern es eher um ein kurzes „Auskotzen“ mit einem kathartischen Effekt geht. In solchen Fällen kann man die Dinge getrost laufen lassen! Bei anderen Menschen werde ich dagegen bereits hellhörig, wenn sie Aussagen treffen wie „Gerade reicht es schon ziemlich“ oder „So furchtbar gut geht es mir nicht“. Bei ihnen sind diese Formulierungen ein Hinweis darauf, dass gerade wirklich etwas im Argen liegt! Wie es wirklich um deine Situation bestellt ist, kannst deshalb nur du selbst verlässlich sagen. Achte daher vor allem auf deine Empfindungen sowie deine körperlichen und emotionalen Reaktionen, anstatt dich auf die Formulierungen zu beschränken, die du wählst, um diesen Zustand zum Ausdruck zu bringen.

Für mich bei diesem Schritt besonders wichtig: Bei der Bewertung deiner Situation letztlich ausschlaggebend ist die Frage, wie sich die Lage subjektiv für dich gestaltet und wie du sie empfindest. Blende deshalb für den Moment aus, was andere zu dir sagen und welchen Leitsätzen du sonst folgst, etwa „Zähne zusammenbeißen“ oder „Augen zu und durch“. Sicherlich: Eine objektive Einschätzung der Dinge ist grundsätzlich sinnvoll. Sie hilft dir allerdings wenig weiter, wenn es dir trotzdem bescheiden geht, obwohl alles ja „eigentlich gar nicht so schlimm ist“ oder „man damit doch zurechtkommen müsste“.

Deine subjektive Wahrnehmung hat in solchen Phasen ihre Berechtigung und du „darfst“ bereits dann aktiv werden, wenn es „noch irgendwie funktioniert“ und es dir noch nicht so schlecht geht, dass du wirklich dringendst Hilfe benötigst. Bei wiederholten Rückenschmerzen würdest du schließlich auch nicht darauf warten, dass endlich ein Bandscheibenvorfall daraus wird, bevor du zum Arzt oder Physiotherapeuten gehst!

Eigentlich sollte es selbstverständlich sein, im psychischen Bereich genauso zu handeln. Dennoch weiß ich aus meiner Erfahrung, dass nach wie vor viele Menschen bei emotionalen Belastungen lange zögern und sich Fragen stellen wie „Ist das, was ich erlebe, wirklich schon schlimm genug?“, „Müsste ich das nicht einfach nur besser abkönnen?“, „Darf ich damit überhaupt einen Therapeuten oder Arzt belästigen?“ An dieser Stelle ein klares Ja: Wenn es dir (subjektiv) schlecht geht, dann ist das nicht nur ein legitimer, sondern sogar ein höchst sinnvoller Weg.

Falls bei der anschließenden Beratung herauskommt, dass du keine therapeutische Behandlung benötigst: umso besser! Im schlimmsten Fall hast du dann eine Stunde Zeit „verschwendet“, diese wird dir aber (hoffentlich!) niemand zum Vorwurf machen. Zeigt sich dagegen, dass Unterstützung sinnvoll ist, lohnt sich deine Entscheidung umso mehr, denn je früher du tätig wirst, desto schneller gelingt es in der Regel, die Dinge zurück in eine stabilere Bahn zu lenken.

Was viele Menschen zusätzlich zögern lässt: Psychische Belastungen und die damit einhergehenden Symptome zeigen sich oft in wechselnden Formen und schwanken im zeitlichen Verlauf. Möglicherweise befindest du dich gerade auch in einer Art Zwischenzustand. Deine Stimmung ist also nie komplett und dauerhaft schlecht, aber auch selten richtig gut. Keines der Symptome, das du wahrnimmst, ist besonders ausgeprägt und führt zu einem „echten“ Krankheitsgefühl....


Dr. Sabine Nunius ist Personal Trainerin,
Yogalehrerin, Trauma-Yogatherapeutin und Heilpraktikerin
für Psychotherapie. In ihre Arbeit fließen
aktuelle Forschungsergebnisse aus den Neurowissenschaften und der körperorientierten Psychotherapie ein. Sie unterstützt ihre Patientinnen und Patienten dabei, das Zusammenspiel von Körper und Geist wieder dauerhaft in Balance zu bringen.



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