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E-Book

E-Book, Deutsch, Band 1, 314 Seiten

Reihe: Erwachen

Noow More Than One Sees

Young and Adult Fantasy, Urban Paranormal (Deutsch)
1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-7693-3664-1
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Young and Adult Fantasy, Urban Paranormal (Deutsch)

E-Book, Deutsch, Band 1, 314 Seiten

Reihe: Erwachen

ISBN: 978-3-7693-3664-1
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Japan 2025: Nach einer schwierigen Kindheit stellt sich der Oberschüler Kaito mit seiner Gabe, Geister zu sehen, dunklen Mächten entgegen, hilft denen, die ihn aufsuchen, und versucht gleichzeitig, seinen Platz in dieser Welt zu finden, um die Menschen, die ihm wichtig sind, zu beschützen und sein Leben nach seinen Wünschen zu verwirklichen.

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Kapitel 1 - FAMILIE
»Gott sei Dank«, dachte Kaito, die Schulglocke entließ ihn ins Wochenende. Der Stundenplan am Freitag war die Hölle und dann noch den ganzen Tag mit diesem Pedanten, »alles völlig sinnlos, für heute, für morgen und für den Rest der Ewigkeit«, dachte er, morgen hatte er es sowieso wieder vergessen. »Jetzt beende die Stunde, du Nervensäge!« »Macht am Wochenende keinen Ärger, verstanden, Schüler!«, der Lehrer schaute ein letztes Mal in die Klasse und ging. Die Klasse rief dann noch das obligatorische »Auf Wiedersehen Herr Lehrer.« Fast alle packten eilig ihre Sachen und verschwanden nach Hause oder sonst wohin. Kaito packte langsamer ein, er hat ja noch Zeit bis zu seiner Verabredung mit ‚Vater‘, dachte er. Aber er musste sich eingestehen, dass er gespannt darauf war, was er von ihm wollte. Es war das erste Mal, dass ‚Vater‘ ihn um Hilfe bat. Während er darüber nachdachte, sah er seinen Klassenkameraden nach, die nach und nach den Raum verließen. »Klassenkameraden, soll er sie wirklich so nennen?«, fragte er sich. Er konnte an einer Hand abzählen, wie oft er mit ihnen gesprochen hatte, bis heute, in der zweiten Klasse der Oberschule. Die Hälfte hier in der Klasse schienen sogar ganz nett zu sein, aber er kannte sie nicht. Die Interessen waren einfach zu verschieden. Er gehörte zu den Außenseitern hier an dieser Schule und er wusste, dass das so bleiben würde. »Die verschiedenen Typen in der Klasse sind deutlich zu erkennen«, dachte er. Die Extrovertierten fielen immer zuerst auf. In den Pausen brüllten sie immer zuerst, um ihre Arroganz gepaart mit Dummheit zu zeigen. Viel und laut redeten und wenig sagten, das war ihre Devise. »Würden gute Politiker werden, wenn sie es so weit bringen«, dachte er und lachte in sich rein. Der Typ da drüben, immer gut gestylt, soll ein erfolgreicher Influencer sein, hatte er gehört. »Ist bei den gutaussehenden Männlein auch nicht so schwer, die müssen nur Scheiße labern, die hübschen Weibchen hingegen müssen noch mit anderen Argumenten wackeln, dafür bekommen sie aber auch mehr Likes«, lachte Kaito in sich hinein. Hätten sie was in der Birne, könnten sie in zehn Jahren ausgesorgt haben, aber die meisten hatten das nicht. »Tja, so ungerecht ist das Leben.« Auf der anderen Seite die etwas ruhigeren Charaktere, klug und intelligent zugleich, manche noch selbstbewusst, »Yuma ist da nah dran«, dachte er. Manche würden sogar Außenseitern oder Mobbingopfern helfen, wie damals dem schmächtigen Jungen mit der Brille da drüben, der sich jetzt wieder in die Schule traute. Noch 1,5 Jahre bis zum Abitur. Der Junge hatte nun wieder eine reelle Chance, das durchzustehen. »Tja«, dachte Kaito, »man kann sie zwar alle in Gruppen einteilen, aber keiner gleicht dem anderen, jeder hat mindestens eine Eigenschaft, die ihn einzigartig macht.« Er erinnerte sich an seinen ersten Tag an der Oberschule, als die Hackordnung von den Schlägern bestimmt wurde. Lustigerweise verbreitete sich bald ein Gerücht, dass ein Mitschüler, der ihn fast zwei Jahre lang schikaniert hatte, von einem Tag auf den anderen verschwand und nie wieder gesehen wurde. Zum Zeitpunkt seines Verschwindens war Kaito etwa 13 Jahre alt. Heute so viel später, war es komisch, so etwas zu erzählen, erinnerte er sich. Seit Beginn der Schule hatte er nicht herausgefunden, wer das Gerücht verbreitet hatte, er hätte etwas damit zu tun. »Was hat sich die Person dabei gedacht?« Offensichtlich wollte sie ihm schaden, aber es hätte nicht besser laufen können. Seit der Mittelschule hatte ihn niemand mehr geschlagen. »Stärke ist alles, egal wie man sie erlangt«, sagte er sich und lächelte. Er wusste, dass seine Zukunft sowieso schon in Stein gemeißelt war. Der Grund dafür war der Grund für alles in seinem bisherigen Leben, dass er nie Freunde hatte, dass seine Eltern nicht mehr existieren, dass er mehrmals fast gestorben wäre, dass sein ‚Vater‘ eher ein Vormund war und, und, und. Wenn man es logisch betrachtet, war alles ganz einfach zu verstehen. Denn seit er denken konnte, hatte er die Fähigkeit spirituelle Lebensformen zu sehen. Umgangssprachlich einfach ‚Geister‘. Das Problem hierbei war, wie immer, das gleiche in einer modernen Welt des 21. Jahrhunderts, oder sogar des dritten Jahrtausends. Was die Mehrheit nicht sehen kann oder nicht sehen will, existiert eben nicht. Glück haben die Kinder, die in einer Familie aufwachsen, in der diese Fähigkeiten ein Teil ihrer Gemeinschaft sind und in der ihnen erklärt wird, wie sie damit umzugehen haben, vor allem in der Gesellschaft der normalen Menschen. Nämlich in einer ‚normalen‘ Familie mit dieser Fähigkeit aufzuwachsen, konnte nur schief gehen, wusste er aus Erfahrung. Vor allem, wenn man sie einem Erwachsenen anvertraute, in der Hoffnung auf Hilfe. Und fatal wurde es schließlich, wenn diese Person einen dafür so sehr hasste, dass sie versuchte, einen umzubringen. Entweder man ist klug genug, es nicht zu tun, oder man stirbt. Vor etwa elf Jahren war er dumm genug, genau dies zu tun, aber das Glück war auf seiner Seite. Sieben Jahre später hatte er wieder Glück und bekam einen neuen ‚Vater‘, Hiroshi Tanaka. Ihm verdankte er viel, sehr viel, er hatte ihm sein jetziges und vor allem selbstbestimmtes Leben ermöglicht, dafür würde er ihm immer dankbar sein, wenn möglich sogar über den Tod hinaus. Auf Grund seiner angeblichen spirituellen Fähigkeiten hatte ihn sein ‚Vater‘ eines Tages zu einem Orden geschleppt, der ihn untersuchte und zu seiner Überraschung gleich behalten wollte, was ‚Vater‘ natürlich lachend ablehnte. Sein neuer Vater, der durch seinen Beruf an Merkwürdigkeiten gewöhnt war, begann Kaitos Sichtweise seiner Welt zu akzeptieren, auch wenn er selber nicht daran glaubte. Mit den vielen Leuten im Orden, den er eine Zeitlang regelmäßig besuchte, kam er leider nicht klar, weshalb er irgendwann dem Orden fernblieb und stattdessen dank Vater ein eigenes kleines Geschäft aufbaute, mit dem er, wenn auch mit Anlaufschwierigkeiten, ein mageres Einkommen erzielte, das ihn gerade so von Vater unabhängig machte, was Vater wiederum wurmte. Er wohnte schon lange nicht mehr bei Vater, also Herrn Tanaka im Haus. Frau Tanaka war eine sehr liebevolle Frau, aber sie hatte Angst vor Kaito und um ihre Tochter, die 10 Jahre jünger war als er. Deshalb war sie immer dagegen, ihn aufzunehmen, aber sie tat es trotzdem und war in dieser Zeit immer für ihn da. Mit 15 Jahren, auch wenn es gegen das Gesetz war, hatten sich alle darauf geeinigt, dass Kaito ausziehen und von nun an alleine leben sollte, wobei Herr Tanaka, im Gegensatz zu Frau Tanaka, ab und zu vorbeikam und nach dem Rechten sah, was ihm, Kaito, eher nicht gefiel, denn ihm gefiel die Situation sehr gut, so wie sie war. Aber er hatte Größeres im Sinn, das wusste er, als er unten am Tor ankam und aus der Schule trat. Jetzt musste er erst einmal Dawn abholen und dann zu seinem Vater, Herrn Tanaka, ins Café gehen. Er hoffte, dass Dawn dort war, wo er ihr gesagt hatte, dass sie warten sollte, nämlich vor dem Schulgebäude, aber sie war nicht da und ihm war nun klar, dass er sie im Park suchen musste. »Kätzchen muss man eben richtig erziehen«, dachte er, wissend, dass es mit diesem Kätzchen schwierig werden würde und lächelte. Am Anfang des Parks war sie nicht, hinter dem Park war schon das Café, in dem er mit Herrn Tanaka verabredet war. »Verdammt du kleines Biest, wo zum Teufel steckst du wieder, soll ich Shy fragen?«, überlegte er und lief weiter in Richtung Ausgang des Parks. Als der Ausgang schon in Sichtweite war, fragte er sich, warum ihm dieser unangenehme Besuch vom Anfang des Jahres immer wieder in den Sinn kam. Dieser überhebliche angebliche Regierungsvertreter mit seiner Arroganz und seinen lächerlichen Sprüchen, dass Kaito helfen sollte, die Welt vor dem Bösen zu bewahren und er deshalb mit dem Orden vereinbart hatte, dass er mit ihnen die spirituelle Welt erforschen sollte. »Natürlich, du Abschaum, als ob der Orden sich auf so etwas wie dich einlassen würde«, dachte er und war eigentlich froh, dass es so gekommen war. Jetzt wusste er, dass er vorsichtiger sein musste. »MIAU!«, riss es ihn aus seinen Gedanken und er sagte zu sich selbst »Gefunden, du Biest« und lächelte. Er blickte nach rechts zu den Bäumen. Es war so klar, dass Dawn die Menschen im Park beobachtete. »Komm her, sofort!«, rief er und streckte den Arm aus. Als Dawn in seine Richtung sprang, bemerkte er, dass unter dem Baum drei Mädchen auf einer Parkbank saßen. »Oh Mann, die haben das bestimmt falsch verstanden«, dachte er, als Dawn auf seinem Arm landete. Die Blicke der Mädchen trafen ihn und das Gezeter begann. »Was sollte denn das eben?« »Keine Zeit, mit euch Dumpfbacken zu diskutieren«, dachte er und versuchte, die Sache schnell und freundlich zu klären. »Ich meinte meine Katze und nicht euch, also keine Panik, ich bin schon weg.« »Klar, was...



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