Niedhammer | Nur eine »Geld-Emancipation«? | Buch | 978-3-525-31020-5 | sack.de

Buch, Deutsch, Band Band 002, 340 Seiten, Format (B × H): 160 mm x 230 mm, Gewicht: 687 g

Reihe: Religiöse Kulturen im Europa der Neuzeit

Niedhammer

Nur eine »Geld-Emancipation«?

Loyalitäten und Lebenswelten des Prager jüdischen Großbürgertums 1800–1867

Buch, Deutsch, Band Band 002, 340 Seiten, Format (B × H): 160 mm x 230 mm, Gewicht: 687 g

Reihe: Religiöse Kulturen im Europa der Neuzeit

ISBN: 978-3-525-31020-5
Verlag: Vandenhoeck & Ruprecht


Im Mittelpunkt des Buches steht die Frage nach den Loyalitäten und Lebenswelten des Prager jüdischen Großbürgertums zwischen 1800 und 1867. Aufgrund seines enormen wirtschaftlichen Erfolges nahm es innerhalb der jüdischen Bevölkerung Böhmens eine Sonderstellung ein. Anhand von fünf Prager Familien zeigt Martina Niedhammer jedoch, dass sich die gesellschaftlichen Bestrebungen des jüdischen Großbürgertums nicht in sozialem Aufstieg um jeden Preis erschöpften. Dies belegen die vielfältigen Anbindungen der jüdischen Oberschicht an nationalpolitisch, ethnisch und religiös unterschiedlich konnotierte Orte im Prager Stadtraum. Entlang dieser Orte werden ihr ökonomischer Aufstieg, religiöses Leben, soziales und politisches Engagement sowie familiäres Selbstverständnis in den Blick genommen.
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Weitere Infos & Material


Einleitung
Partizipation via Assimilation? Fragestellung und Forschungsstand
Methodische Vorüberlegungen
Quellenbasis und Aufbau der Arbeit

1. Auf der Jerusaleminsel
1.1 […]daß wir unsere Fabrike mit Aufopferung eines großen Vermögens in einen blühenden Zustand versetzt haben – der wirtschaftliche Aufstieg einer kleinen Elite
1.2 Dem vortrefflichen Lämelschen Hause in Prag bin ich diesen Sommer ein großer Schuldner geworden – die Etablierung »multipotenter« Unternehmensstrukturen
1.3 Verderben [..] den Christen einen soliden Absatz – soziale und interethnische Spannungen im beruflichen Umfeld
1.4 Zu den judenfeindlichsten, die ihm je vorgekommen – jüdisches Selbstbewusstsein in handelspolitischen Gremien

2. Im Sophiensaal
2.1 Eine neue mächtige Segensquelle […] unserem schönen Geburtslande – wirtschaftspolitische Initiativen und Kontakte
2.2 Ich für mich kenne nur eine böhmische Nation – gesellschaftspolitische Verbindungen zu Deutschen und Tschechen

3. Beim Tempel in der Geistgasse
3.1 Die Judenstadt – religiöse Selbstverortung und ihre Außenperspektiven
3.2 Reformatoren – der Verein zur Verbesserung des israelitischen Cultus in Prag…
3.3 Eine Wallfahrt nach Offenbach – die frankistischen Memoiren des Moses Porges von Portheim

4. An die k. k. vereinigte Hofkanzlei in Wien
4.1 Die drei Ringe – Schtadlanut auf dem Wiener Kongress 1815
4.2 Pour le bien d’une malheureuse nation – eine grenzüberschreitende Initiative für die böhmischen Juden in den 1830er Jahren
4.3 Oben in Silber ein natürlicher Löwe – Nobilitierungen

5. Die Portheimka
5.1 Ein Dientzenhofer -Palais – städtische Repräsentation und biedermeierliche Wohnkultur
5.2. Im Marmorsaal – Freizeitvergnügungen als Teil bürgerlicher Selbstinszenierung
5.3 100 Stück Nordbahn heiraten 100 Stück Südbahn? – Heiratsstrategien
5.4 Auf Wiedersehen! Trauerkultur und familiale Erinnerung

6. Nach Jerusalem!
6.1 Eine Stiftung für Palästina – Prager Legate zwischen Tsedaka und moderner Philanthropie
6.2 Weihegeschenke – Jerusalem als emotionaler Fluchtpunkt
6.3 Die Rose von Jericho – eine Utopie jenseits von Prag und Wien

Schlussbetrachtung

Abkürzungsverzeichnis

Quellen und Literatur

Anhang
Bildmaterial
Heiratsalter der Braut 1786–1877
Grabinschriften
Stammbäume


Niedhammer, Martina
Dr. Martina Niedhammer ist Bibliotheksreferentin am Collegium Carolinum, Forschungsstelle für die böhmischen Länder e. V. in München.

Dr. Martina Niedhammer ist Bibliotheksreferentin am Collegium Carolinum, Forschungsstelle für die böhmischen Länder e. V. in München.


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