Myers / Etherington / Mann | Baccara Extra Band 12 | E-Book | www2.sack.de
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E-Book, Deutsch, Band 0012, 448 Seiten

Reihe: Baccara Extra

Myers / Etherington / Mann Baccara Extra Band 12


1. Auflage 2017
ISBN: 978-3-7337-2430-6
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 0012, 448 Seiten

Reihe: Baccara Extra

ISBN: 978-3-7337-2430-6
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



VERFÜHRT VON EINEM MILLIONÄR von CELMER, MICHELLE
Eine heiße Nacht mit einem Hotelgast - wundervoll! Und streng untersagt! Deshalb schleicht sich die junge Servicekraft Tess in aller Frühe aus Ben Adams Suite. Doch wenige Monate später muss sie ihm ein Geständnis machen. Und der attraktive Millionär reagiert überraschend ...
HEIßE KÜSSE ALS DESSERT von ETHERINGTON, WENDY
Ihre Pralinen sind einfach köstlich, ihre Küsse himmlisch! Lucas kann es kaum erwarten, die hübsche Konditorin Vanessa zu erobern. Und nach einer leidenschaftlichen Nacht will Lucas viel mehr: ihr Herz. Aber sie scheint nur ein flüchtiges Abenteuer zu suchen ...
VERLANGEN, DAS WIE FEUER BRENNT von MANN, CATHERINE
Jason wird blass, als er das Foto auf seinem Handy sieht: Lauren - wunderschön und ... schwanger. Von ihm! Er kann sich keinen Skandal leisten, deshalb will er eine Vernunftehe. Das dürfte nicht schwierig sein, glaubt Jason. Bis er vor Lauren steht und das Verlangen ihn erneut übermannt ...
WILDES BEGEHREN von MYERS, HELEN R.
Erregend und verboten! Mit einem Kuss weckt der erfolgreiche Anwalt Dylan Justiss nicht nur das sinnliche Begehren von Staatsanwältin Eva, sondern auch ihr schlechtes Gewissen. Selbst wenn sie in ihrer jetzigen Beziehung unglücklich ist: Noch ist sie die Frau eines anderen ...



Als kleines Mädchen hatte Wendy Etherington den Wunsch, etwas ganz Großartiges zu werden: z.B. Herrscherin über die Welt oder zumindest Generaldirektorin von Coca-Cola- Doch dann entdeckte sie Romantik und Comedy, und alles kam ganz anders.

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1. KAPITEL

Während ihres vierundzwanzigjährigen Lebens war Tess McDonald schon oft ins Fettnäpfchen getreten, aber diesmal hatte sie das Fass zum Überlaufen gebracht. Sie war fest entschlossen, nicht wie ihre Mutter zu werden, und doch beging sie die gleichen dummen Fehler wie sie.

Staunend stand sie vor dem imposanten Gebäude und starrte an den Mauern aus Marmor und Granit hinauf. Das eigentümliche Haus türmte sich wie ein Schloss aus einem Märchen über ihr auf, dunkel und grimmig unter dem bewölkten, finsteren Himmel – ein verwunschenes Schloss, in dem nichts war, wie es schien. Wo Ungeheuer auf der Lauer lagen, um nichts Böses ahnende Jungfrauen zu verschlingen. Und welches Märchen wäre vollständig ohne einen verbitterten, verschlossenen Prinzen, einen Einzelgänger, der durch einen bösen Fluch gequält wurde und nur durch die wahre, reine Liebe davon befreit werden konnte?

Tess hatte den Glauben an Märchen schon lange verloren. Sie hielt sich an die Realität. Es gab keine Prinzen, ob nun verflucht oder nicht, und keine verwunschenen Schlösser. Und das einzige Ungeheuer, das sie kannte, lebte bei ihrer Mutter in Utah.

Sie stieg die breiten Marmorstufen zur Eingangspforte hinauf, hob widerstrebend eine Hand – und zögerte.

Nun mach schon, Tess, sagte sie sich und zwang sich zu klingeln. Das hohle Läuten drang durch die massive, mit verschlungenen Schnitzereien geschmückte Flügeltür, und Tess zuckte erschrocken zusammen. Es vergingen nur Sekunden, in denen sie darauf wartete, dass ihr jemand öffnete, aber sie kamen ihr vor wie Stunden. Als sie schon fast davon überzeugt war, dass niemand zu Hause war, ging die Tür doch noch auf.

Tess hatte ein Hausmädchen erwartet oder einen Butler, selbstverständlich in passender Livree, der am besten noch aussah wie Lurch, der riesige, totenblasse Butler aus der TV-Serie „Die Addams Family“. Ironischerweise hieß auch der Hausherr Adams. Zu ihrer Überraschung öffnete ihr Ben Adams persönlich, und er sah fast genauso aus wie damals, als sie sich das erste Mal trafen. Geheimnisvoll und ein bisschen unheimlich.

Sein rabenschwarzes Haar reichte ihm bis zum Kragen, und er sah sie unter schweren Lidern mit seinen faszinierenden dunkelbraunen Augen an. Alles an ihm, vom teuren schwarzen Kaschmirpullover und der maßgeschneiderten Hose bis zum feinen Duft seines Rasierwassers, machte deutlich, dass dieser Mann reich und angesehen war und es genoss.

Tess spürte wieder denselben erregenden Schauer wie damals in der Bar, als sie Ben dabei ertappt hatte, wie er sie anstarrte. Nicht dass es ihm peinlich gewesen wäre, als er es bemerkte. Dazu war er ein viel zu selbstbewusster Mann. Ihre Blicke hatten sich getroffen, und die wilde Leidenschaft in seinen dunklen, unergründlichen Augen hatte ihr Herz vor atemloser Erwartung wild schlagen lassen.

Genauso wie jetzt.

Er hatte kein Wort gesagt, sondern nur in stummer Aufforderung die Hand ausgestreckt, und sie hatte sie genommen. Er führte sie auf die Tanzfläche, und als er sie in die Arme nahm und an seinen schlanken Körper presste, schmiegte sie sich instinktiv an ihn. Und dann hatte er sie geküsst.

„Es gibt solche und solche Küsse“, hatte ihre beste Freundin immer gesagt. Nun wusste Tess, dass sie recht hatte. Einige ließen einen kalt, andere nicht.

Als Ben sie küsste, hatte sie das Gefühl, als fänden sich zwei Puzzleteile, die perfekt zusammenpassten. Die Knie waren ihr weich geworden, und alles schien sich um sie zu drehen, als säße sie in einem wild kreisenden Karussell. Im gleichen Moment wusste sie, dass sie mit Ben schlafen würde. Es war keine bewusste Entscheidung, es war etwas, das sie einfach tun musste.

Sie wusste allerdings auch, dass Ben nicht mehr als eine gemeinsame Nacht im Sinn hatte. Zwischen heißen Küssen im Aufzug und auf dem Weg zu seinem Hotelzimmer machte er keinen Hehl daraus, dass er an keiner festen Beziehung interessiert war. Sie hatte nicht erwartet, ihn je wiederzusehen. Und nach dem Ausdruck auf seinem Gesicht zu urteilen, war es ihm nicht anders gegangen.

Tess wusste, dass sie etwas sagen sollte, aber sie brachte kein Wort hervor. Sie konnte Ben nur anstarren und fragte sich, ob er überhaupt wusste, wer sie war. Ob er überlegte, wie sie ihn gefunden hatte. Sie las nie die Boulevardpresse und sie hatte auch kein Kabelfernsehen. Es hatte Wochen gedauert, bis sie zufällig erfuhr, wo Ben sich aufhielt und dass er ein bekannter Filmproduzent war.

Ben lehnte mit vor der Brust verschränkten Armen am Türrahmen und betrachtete Tess von oben bis unten.

„Ich hatte schon befürchtet, Aliens hätten dich entführt“, sagte er schließlich mit seiner samtweichen dunklen Stimme. Immerhin erinnerte er sich noch an sie.

Tess war gespannt, ob er beabsichtigte, ihr den Schwarzen Peter zuzuschieben und so tun würde, als hätte sie ihn in irgendeiner Weise ungerecht behandelt. Wenn sie in jener Nacht bis zum Morgen geblieben wäre, hätte sie das Unvermeidliche nur unnötig hinausgezögert. Sie hatte keine Lust darauf verspürt, sich von ihm wegschicken zu lassen. Männer wie er waren schließlich für ihre Einstellung berüchtigt. Kaum hatten sie ihren Spaß gehabt, suchten sie schon das Weite.

Tess hätte es nicht ertragen zu sehen, dass er sie so schnell wie möglich loswerden wollte. Sie hatte den größten Fehler von allen begangen, hatte den dicksten Fettnapf erwischt. Sie hatte sich in jener Nacht hoffnungslos in Ben Adams verliebt.

„Du wolltest doch keine feste Beziehung“, erinnerte sie ihn.

Er sah sie abschätzend an. „Das tue ich immer noch nicht“, sagte er kühl.

„Ich bin nur gekommen, um mit dir zu reden. Darf ich reinkommen?“

Obwohl er zu zögern schien, hielt er doch die Tür auf und trat zurück, damit sie in die dunkle Halle treten konnte.

Die Gummisohlen ihrer Arbeitsschuhe quietschten auf dem Marmorboden. Dunkelheit schien sie zu verschlucken wie ein hungriges Ungeheuer. Als ihre Augen sich schließlich an das schwache Licht gewöhnt hatten, hatte Tess den Eindruck, es schwebten seltsam geformte unheimliche Schatten um sie herum wie ruhelose Geister.

Reiß dich zusammen. Du glaubst nicht an Gespenster, sagte sie sich hastig.

Die Tür hinter ihr knallte mit einem dumpfen Schlag zu, der von den dicken Mauern widerhallte. Ben stand reglos da, hochgewachsen und fast bedrohlich, das Gesicht halb im Schatten. Gerade seine beeindruckende Größe und sein durchtrainierter Körper hatten Tess an jenem ersten Abend fasziniert. Dabei hätte sie aus den Fehlern ihrer Mutter lernen sollen. Finstere, innerlich gepeinigte Männer brachten einem nur Ärger ein, das war ihr doch bekannt.

Dennoch, für kurze Zeit, ein oder zwei Nächte, waren sie wundervoll. Tess hatte noch nie einen so aufmerksamen, aufregenden und fantasievollen Liebhaber gehabt wie Ben. Nur zu gut erinnerte sie sich daran, dass er ihr das Gefühl gegeben hatte, wunderschön und begehrenswert zu sein.

Genau aus diesen Gründen war sie mitten in der Nacht davongelaufen, als wäre der Teufel hinter ihr her.

Was er nicht wusste, war, dass er ihr ein Geschenk gemacht hatte, etwas, das ihr immer gefehlt hatte, auch wenn sie es vorher nicht gewusst hatte. Zum ersten Mal in ihrem Leben hatte sie ein Ziel, gab es einen Sinn. Sie war nicht mehr allein, und dafür schuldete sie ihm viel.

Zum Beispiel eine Erklärung.

Der Zeitpunkt hätte zwar kaum schlechter sein können, und sie war sehr unsicher, aber das bedeutete nicht, dass sie nicht im Grunde genommen glücklich war. Die Folgen dessen, was geschehen war, würden ihr ganzes Leben auf den Kopf stellen.

Tess hatte mit dem Gedanken gespielt, es Ben nicht zu sagen, denn nach allem, was er im vergangenen Jahr durchgemacht hatte, wie sie inzwischen wusste, wäre es vielleicht besser für ihn, es nicht zu wissen.

Leider brauchte sie seine Hilfe. Sosehr sie auch versucht hatte, allein mit allem fertig zu werden, sie schaffte es nicht. Und da es nun einmal keine sanfte Art gab, ihm die Wahrheit zu sagen, keinen Weg, ihm die bittere Pille zu versüßen, beschloss sie, es kurz und schmerzlos hinter sich zu bringen.

Sie holte tief Luft und hob instinktiv das Kinn. „Ich dachte nur, du solltest wissen, dass ich schwanger bin und dass du der Vater des Kindes bist.“

Ihre Worte trafen Ben wie ein Schlag in die Magengrube.

Vier Monate lang spielte er jetzt schon mit dem Gedanken, wieder die Bar aufzusuchen, in der er die kleine Tess kennengelernt hatte, in der Hoffnung, sie könnte dort sein.

In jener Nacht mit ihr hatte sich etwas in ihm verändert. Er hatte wieder begonnen zu leben.

Mit dieser Entwicklung der Dinge hatte er jedoch nicht gerechnet.

Tess hatte zwar so getan, als würde sie ihn nicht kennen, aber offensichtlich war er hereingelegt worden. Sie musste von Anfang an gewusst haben, dass er reich und berühmt war. Wie hatte er nur so dämlich sein können?

Ben wusste genau, warum er noch nach Monaten diese Sehnsucht nach Tess empfand. Sie war die erste Frau, mit der er seit dem Unfall zusammen gewesen war, und sie hatte ihn seinen Schmerz vergessen lassen.

Bis zu jenem Abend hatte er geglaubt, sein Herz sei zusammen mit seiner Frau und seinem ungeborenen Sohn gestorben. Aber zwischen ihm und Tess war etwas gewesen, das er noch bei keiner Frau vorher empfunden hatte.

Vielleicht lag es daran, dass sie so anders war als Jeanette. Tess war schlank und mädchenhaft hübsch, während seine Frau sinnlich und exotisch schön gewesen war. Tess hatte so zart ausgesehen wie eine Fee, so...



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