Buch, Deutsch, Band 784, 52 Seiten, Format (B × H): 135 mm x 190 mm, Gewicht: 96 g
Reihe: Kleine Kunstführer
Ehemalige Augustinerchorherrenstiftskirche mit Friedhofskirche
Buch, Deutsch, Band 784, 52 Seiten, Format (B × H): 135 mm x 190 mm, Gewicht: 96 g
Reihe: Kleine Kunstführer
ISBN: 978-3-7954-7236-8
Verlag: Schnell & Steiner
Bauhistorisch steht die Klosterkirche Beuerberg in der Tradition der römischen
Wandpfeilerkirchen, die von der Münchner Jesuitenkirche St. Michael über die Stadtpfarrkirche Weilheim hierher vermittelt wurde. Trotz ihrer abgeschiedenen Lage
ist es ein Glücksfall, dass sie im Dreißigjährigen Krieg verschont blieb, so dass der
überwiegende Teil der Ausstattung aus der Zeit von Manierismus und Frühbarock
überdauerte. So lässt sich dieser Stilwandel zwischen 1620 und 1650 hier exemplarisch studieren und steht für die so vielfach durch Krieg, Barockisierungen und die Neugotik zerstörte Altarbaukunst einer ansonsten düsteren Epoche der bayerischen Geschichte. Der westliche Fassadenvorbau von 1729/30 ergänzt den Raum auf harmonische Weise und vermehrt die strahlende Helle. Eine Eigenart scheint es in Beuerberg gewesen zu sein, den verstorbenen Pröpsten keine steinernen Grabdenkmäler zu widmen, sondern ihre Wappen an den Bau- und Ausstattungsteilen ihrer jeweiligen
Amtszeit anzubringen.




