Muschiol | Slave for One Night | E-Book | sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 200 Seiten

Muschiol Slave for One Night


1. Auflage 2019
ISBN: 978-3-95573-850-1
Verlag: Romance Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 200 Seiten

ISBN: 978-3-95573-850-1
Verlag: Romance Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Ein Serienmörder entführt junge Frauen, und die wenigen Spuren, die die Ermittler zusammentragen können, führen in die elitäre New Yorker High Society. Armenia, Praktikantin einer renommierten Anwaltskanzlei, ist das nächste brutal gefangene Opfer. In einem New Yorker Apartment ist sie den perversen Spielen des Serienmörders ausgeliefert. Mit großem sexuellem Vergnügen treibt er seine wilden und hemmungslosen Spielchen, die ihm allerhöchste Erregung verschaffen. Armenia geht auf seine Wünsche ein, denn sie glaubt, dass sie sich so retten kann. Die dunkle Lust des Entführers steigert sich in ungeahnte Höhen, er überschreitet immer wieder Grenzen, die er nicht mehr kontrollieren kann. Er nimmt sich was er will, gnadenlos und ohne Tabus…
+++ "Slave for one night" ist die Neuauflage des Erotik-Bestsellers "Dark Sensation".+++



Bärbel Muschiol wurde 1986 in Weilheim, Oberbayern, geboren. Glücklich verheiratet lebt und arbeitet sie mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern heute noch immer im tiefsten Bayern. Im Genre Erotik und in der Belletristik hat sich die Autorin mittlerweile einen festen Platz in den Bestsellerlisten geschaffen.
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2. Kapitel


Genug für zwei Leben...

Standesgemäß in einem sandfarbenen Etuikleid gekleidet, stehe ich vor dem gigantischen Hochhaus, in dem sich in der zweit obersten Etagen die Kanzlei befindet.

Mein Puls rast und mein Herz ist kurz vor einem lebensbeendenden Kollaps. Ich muss das schaffen, ich muss erfolgreich sein, ansonsten würde ich meinem Vater den Triumph gönnen, mit seiner Einschätzung über mein Scheitern richtig zu liegen. In den auf Hochglanz polierten Fensterscheiben sehe ich mein Spiegelbild. Meine langen Haare habe ich zu einem eleganten Chignon Knoten gebunden und mein Gesicht ziert ein dezentes Make-Up. Das Blau meiner Augen wirkt in dem Spiegelbild beinahe schwarz und der dunkle Blondton meiner Haare ist ebenfalls nicht wirklich zu erkennen. Einen letzten stärkenden Atemzug nehmend hebe ich meinen Kopf, straffe meine Schultern und trete meiner Zukunft entgegen. Es gibt keinen Grund für meine Zweifel. Der Umstand, als Jahrgangsbeste mein Studium beendet zu haben, spricht wohl mehr als deutlich für mich. Ein weiterer Beweis dafür, dass ich kein Familienvermögen und keinen berühmten Namen brauche, um in dieser Welt etwas zu erreichen.

Möglichst selbstsicher durchquere ich die große Eingangshalle des Gebäudes, vorbei an den Securitys und der Marmortafel, auf dem die Verteilung der Firmen auf die Etagen dieses Hochhauses erklärt wird.

Ich weiß ganz genau, wohin ich muss und vor allem was ich will. Nach wenigen Sekunden des Wartens öffnen sich die Aufzugtüren und ich betrete die kleine Aufzugskabine. Selbstsicher drücke ich den Knopf mit der in Gold verzierten Zahl vierundzwanzig und der Lift beginnt mich surrend in schwindelige Höhen zu befördern.

Der Umstand, dass die Wände des Aufzugs komplett aus Glas gehalten sind, und die Eingangshalle mit jeder Sekunde, die ich weiter nach oben fahre, wie eine Miniaturausgabe der Realität erscheint, hilft meinem klopfendem Herzen nicht unbedingt, sich zu beruhigen. Ich spüre wie sich eine gigantische Panikattacke ihren Weg in mein Bewusstsein bahnt und ich schließe verzweifelt meine Augen.

Meine Höhenangst ist eine Schwäche, die ich mir nur sehr ungerne eingestehe, und die ich trotz jeglicher eloquenter Logik nicht unterdrücken kann.

Gerade als ich kurz davor bin, der Angst die Kontrolle zu überlassen, höre ich das erlösende der Aufzugtüren.

Meine Beine fühlen sich an wie dünne Mikadostäbchen die jeden Moment durchbrechen können. Noch bevor ich es schaffe mich auch nur annähernd, der sich öffnenden Aufzugtüren, zu nähern steigt ein Mann zu mir in den Lift und versperrt mir mit seinem breiten Brustkorb den Ausgang.

„Ah, wie ich sehe, fahren sie ebenfalls in die vierundzwanzigste Etage.“ Interessiert und abschätzend taxiert er mit seinen Blicken mein Outfit. Wenn es mir nicht so hundeübel gehen würde, könnte er jetzt etwas erleben. Verzweifelt krampfen sich meine Hände an die goldene Stange, die eigentlich dafür gedacht ist, sich mit den Ellenbogen darauf zu lehnen. Unsicher werfe ich einen verstohlenen Blick durch die Scheibe. . Wenn sich jetzt der Aufzug dafür entscheidet, abzustürzen, werden uns die Forensiker anhand unserer Zähne identifizieren müssen.

Das dunkle männliche Lachen des Fremden reißt mich aus meinen Überlegungen.

„Na, na, so schlimm wird es wohl nicht werden. Ich kann ihnen versichern, dass dieser Aufzug noch nie abgestürzt ist.“

Oh Mann wie peinlich! Wenn ich unter schrecklichem Stress leide, neige ich dazu meine Gedanken ungefiltert auszusprechen. Und anscheinend ist mir das gerade eben mal wieder passiert.

Unsicher und auf meiner Zungenspitze knabbernd sehe ich ihm in die Augen. Sie sind blau; so blau wie eine Gewitternacht. Seine markante Kieferpartie betont seine vollen Lippen. Sein dunkles braunes Haar ist kurz geschnitten und perfekt frisiert. Sein breiter Hals wird von einem weißen Hemdkragen umhüllt und sein Anzug sitzt wie maßgeschneidert auf seinem muskulösen Körper, was daran liegen könnte, dass er das wahrscheinlich auch ist.

Also eines ist schon mal klar: Mit ihm an meiner Seite ist das Sterben durch einen Aufzugabsturz nicht mehr ganz so schlimm...

„Es gibt immer ein erstes Mal.“

Es hat den Anschein, als würde ihn meine Angst amüsieren. Noch immer mit einem belustigten Blitzen in den Augen reicht er mir seine Hand.

„Wenn wir schon zusammen abstürzen, sollten wir uns wenigstens vorstellen.“

Da meine Situation eh schon mehr als aussichtslos ist und ich mich für den unwahrscheinlichen Fall, dass wir diese Fahrt doch überleben, komplett blamiert habe, kann ich mich ihm genauso gut vorstellen. Mit ein bisschen Glück werde ich diesen unwahrscheinlich attraktiven Mann eh nie wieder sehen.

Ich ergreife seine Hand und schlinge meine Finger um die seinen. Sein Händedruck ist fest, seine Hand warm und groß. „Armina Silver.“

Erstaunlicherweise beruhigt mich die Berührung seiner warmen festen Hand, mein Herzschlag verlangsamt sich und mein Atem reguliert sich endlich. „Ethan Leaman.“

Noch immer hält seine kraftvolle Hand die meine. Unsicher, wie ich mich verhalten soll, versuche ich mich daran zu erinnern, dass es keinen Grund für mich gibt, mich jetzt zu blamieren. Denn was bekannte Nachnamen angeht, kann ich durchaus mit ihm mithalten. Noch bevor ich es schaffe, auf ihn zu reagieren, lässt er meine Hand los und das erneute des Lifts signalisiert uns, dass wir unser Ziel tatsächlich lebend erreicht haben.

„Es hat mich sehr gefreut.“ Mit einem nonchalanten Nicken seines Kopfes verabschiedet er sich von mir und verschwindet in den Weiten der Kanzlei. Erleichtert, noch am Leben zu sein, straffe ich meine Körperhaltung und versorge meine Lungenflügel mit frischem Sauerstoff. Alleine der Gedanke daran, dass ich heute Abend wieder mit dem Lift nach unten fahren muss, reicht aus, um mich verzweifeln zulassen.

Die freundliche Dame am Empfang erwartet mich bereits. „Guten Morgen Frau Silver, mein Name ist Olivia Anderson und ich bin dazu angewiesen worden, Ihnen erst einmal alles zu zeigen.“

Das klingt ja schon mal nicht so begeistert. Vielleicht sollte ich das mit der freundlichen Empfangsdame doch noch mal überdenken. Noch ehe ich etwas erwidern kann, kommt sie hinter dem Empfang hervor und stolziert königlich elegant auf ihren - fürs Büro etwas übertrieben - hohen Heels durch die weitläufigen und sehr modernen Kanzleiräume. Nach einem Rundgang von einer gefühlten Ewigkeit brummt mir der Kopf. Die vielen Namen der Kollegen, die mir in kürzester Zeit vorgestellt wurden, kann ich mir niemals alle am ersten Tag merken. Nachdem mir Frau Anderson den Pausenraum, die Kaffeemaschine und den Kopierraum gezeigt hat, bleibt sie vor einer der vielen weißen Türen stehen. „Ihre Kollegin und direkte Vorgesetzte Frau Young wird sie für die nächste Zeit unter die Fittiche nehmen

Ungeduldig klopft sie an und geht zurück zu ihrem Empfang, nicht gewillt die wenigen Sekunden mit mir zu warten, bis ich herein gebeten werde. Also eines weiß ich jetzt schon: Die und ich werden keine Freundinnen.

Nervös, welcher Drache hinter dieser Türe auf mich wartet, streiche ich mit meinen Handflächen meinen Rock zurecht. Eine Frau - ich schätze sie auf Anfang dreißig - öffnet mir freundlich lächelnd die Tür.

„Guten Morgen, Sie müssen Frau Silver die neue Praktikantin sein.“

Erleichtert, anscheinend erwartet zu werden, reiche ich ihr meine Hand.

„Ja, die bin ich.“

Ohne zu zögern erwidert sie meinen Händedruck und stellt sich mir vor.

„Emma Young, ich werde Sie für die erste Zeit mit zu mir nehmen. Ihnen die Abläufe etwas näher bringen und ihnen die Kollegen vorstellen.“

Sie zwinkert mir aufmunternd zu und schließt die Tür hinter uns. Positiv überrascht, dass sie mir einen eigenen Schreibtisch hergerichtet hat, auf der auch schon die ersten braunen Fallakten liegen, spüre ich, wie mir ein Stein vom Herzen fällt.

Anscheinend besteht meine Hauptaufgabe nicht darin, Kaffee zu kochen und irgendwelche Akten zu kopieren und zusammenzuheften.

Ihr Büro ist groß und luftig. Die obligatorische Fensterfront, die die komplette rechte Seite ihres Büros einnimmt, lässt die hellen Sonnenstrahlen herein.

An der Wand hängen Auszeichnungen und - wie sollte es auch anders zu erwarten sein - ein Bild des Präsidenten Obama. Noch ehe ich meine visuelle Besichtigung abgeschlossen habe, sitzt Emma schon wieder hinter ihrem Schreibtisch. Ich tue es ihr nach und öffne eine der braunen Fallakten.

„Sie hätten den Zeitpunkt ihres Praktikums nicht besser legen können. Seit zwei Wochen...



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